9. November: Pegida will "Schuldkomplex" offiziell beenden

Erklären wir den deutschen Schuldkomplex doch offiziell für beendet, verkündete eine Pegida-Rednerin am 77. Jahrestag der Reichspogromnacht. In Berlin zog derweil ein Bärgida-Aufmarsch an einer Synagoge vorbei, während anderswo antisemitische Schmierereien auftauchten. Pegida & Co sind immerhin so ehrlich, Antisemitismus als kulturelles Erbe des Abendlandes vorzutragen.

Ein Jahr Pegida: Eine Bewegung gefällt sich selbst

Seit einem Jahr existiert nun die Protest-Bewegung Pegida mit zahlreichen Ablegern in ganz Deutschland. So erfolgreich wie in Dresden konnte sie jedoch nirgendwo werden. Zum „Geburtstag“ kamen tausende Menschen. Vor allem um sich selbst zu gefallen. Von Katharina Trittel und Christopher Schmitz*, mit freundlicher Genehmigung des Göttinger Instituts für Demokratieforschung

Pegida, Carl Schmitt und die Verrohung der politischen Kultur

In den vergangenen Monaten hat sich der Ton in der Flüchtlingsdebatte massiv verschärft. Unter anderem die Pegida-Bewegung setzt auf aggressive Rhetorik sowie Parolen; dennoch wurde die Bewegung lange von Medien und Politikern als asyl- oder islamkritisch verharmlost. Mittlerweile wird aber immer deutlicher, dass viele Anhänger von Pegida nicht nur rassistischen Parolen folgen, sondern völkische Ideologie … Pegida, Carl Schmitt und die Verrohung der politischen Kultur weiterlesen

PEGIDA: Für Heimatschutz, Orban und den Widerstand

Ihr neuer Star heißt Viktor Orban: Mit Sprechchören haben gestern Abend in Dresden PEGIDA-Anhänger den ungarischen Ministerpräsidenten für seinen „Heimatschutz“ gegen die „angreifenden“ Flüchtlinge gefeiert. Mindestens 7500 PEGIDA-Anhänger versammelten sich, um der Hetze gegen Flüchtlinge zu lauschen und deutsche Politiker als „Volksfahrräder“ zu beleidigen.

Pegida: Wieder mal die Rettung des Abendlandes

Die Pegida-Bewegung lebt vor allem von ihrer politischen Unbestimmtheit, was sich auch in den diffusen Schlagworten der „patriotischen Europäer“ ausdrückt. Zentral ist bei den wohl meist konfessionslosen Protestanten vor allem der Begriff des „Abendlandes“, der schon in der Vergangenheit als Reaktion auf Zeiten des gesellschaftlichen Wandels diente.