PEGIDA: Wenn Untertanen aufmüpfig werden

Der "deutsche Boden" ist zurück. "PEgida" in Dresden, Foto: Johannes Grunert
Der „deutsche Boden“ ist zurück. „Pegida“ in Dresden, Foto: Johannes Grunert

Auf den Straßen von Dresden marschieren mehr als 10.000 Menschen gegen etwas, was es dort gar nicht gibt. In anderen Städten folgen Hunderte Personen dem Konzept von Pegida – sogar absurde Namen wie Duegida schrecken sie nicht ab. Die Sehnsucht nach Autorität und Orientierung sind enorm, die fragmentierte Gesellschaft macht vielen Menschen offenkundig massive Angst. Sie wollen endlich wieder einfach Untertan sein.

Von Patrick Gensing

Die Fragmentierung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft lässt sich an verschiedenen Beispielen skizzieren: Medial beispielsweise hat dieser Prozess in den 1980er Jahren begonnen, als das Privatfernsehen in der Bundesrepublik auf Sendung ging. Lustigerweise war es die konservative geistig-moralische Wende, die „Grüße aus der Lederhose“ in die deutschen Wohnzimmer überbrachte; es folgten reihenweise Talkshows und Trash-Formate – im bürgerlichen Feuilleton abfällig als „Unterschichten-Fernsehen“ abgetan.

Ende der 1990er Jahre brach dann die digitale Revolution vollends aus: Die Folgen lassen sich bis heute kaum abschätzen. Riesige Medienimperien gerieten ins Wanken, Zeitungen „starben“, Hunderte Blogs und neue große Player betraten die öffentliche Bühne. Die Diskussionen über die Umwälzungen im Medienbereich kommen zumeist bemerkenswert konservativ daher: Wie lässt sich Altes bewahren oder ins neue Medium übertragen?, so diskutieren viele Zeitungsmacher bis heute. Was Online-Journalismus eigentlich ausmachen soll, hat in Deutschland bis heute kaum jemand beantwortet – wie das richtungslose Projekt der Krautreporter beispielhaft zeigt.

Von Tauschbörsen und Filterblasen

Dabei besteht der Kern doch eigentlich aus der Freiheit, jederzeit und überall Texte, Bilder, Videos oder andere Inhalte veröffentlichen zu können – ohne Redaktion, ohne Verlag, ohne Volontariat. Einfach so. Jede/r kann immer und überall mit geringsten Mitteln weltweit praktisch kostenlos publizieren. Die Möglichkeiten zum Publizieren und zur Kommunikation erscheinen grenzenlos – doch Politik und Medien haben den Fehler wiederholt, den bereits Musik- und Filmindustrie begingen – sie haben die Chancen und Risiken der digitalen Revolution und der neuen Kommunikationsrichtungen nicht erkannt bzw. unterschätzt. Was für die Musikbranche die Tauschbörsen waren, auf die die Majors keinen Zugriff mehr bekamen, das sind für die politische Meinungsbildung die sozialen Netzwerke mit ihren Untereinheiten – den individuellen Filterblasen (englisch filter bubble) oder Informationsblasen, in denen Politiker und große Medien weiterhin stattfinden möchten.

Doch große Parteien sowie professionelle redaktionelle Angebote haben in Teilen der Bevölkerung rasant an Gewicht und Einfluss verloren, nicht selten genießen bemerkenswerterweise dubiose Einzelpersonen oder vollkommen undurchsichtige Projekte eine weit höhere Glaubwürdigkeit als komplette demokratische Parteien oder ganze Redaktionen, in denen Dutzende ausgebildete Journalisten arbeiten. Ob in Politik, Wirtschaft, Medien oder Kultur – die große Mehrheit scheint auf der Seite der Kleinen zu stehen. Eine wichtige Erkenntnis, um die Selbststilisierung als Opfer zu verstehen – gegen die herrschende Klasse, große Medien oder auch die angeblich allmächtige Political Correctness. Die Inhalte sind nebensächlich und werden austauschbar, wie auf Mahnwachen und Montagsdemos deutlich wird, es geht um die rebellische Attitüde. Die neue Querfront kann interne ideologische Widersprüche kanalisieren, vereint ist sie im Kampf gegen den „Mainstream“.

Nazis, Reichsbürger, Preußen... (Foto: Oliver Feldhaus)
Nazis, Reichsbürger, Preußen… (Foto: Oliver Feldhaus)

Rebellion gegen den Mainstream muss überhaupt nicht schlimm, sondern kann vielmehr für eine Gesellschaft der Garant für kulturellen und gesellschaftlichen Fortschritt sein – vorausgesetzt, es handelt sich dabei um progressive Bewegungen – und nicht um einen reaktionären Sumpf, wie er sich derzeit in Deutschland massiv ausbreitet. Längst haben sich politische Milieus gefunden und miteinander verbunden, die sich dynamisch radikalisieren – und von großen Parteien sowie etablierten Medien weiter entfernen. Denn für jeden Themenschwerpunkt (Israel- oder Islamkritik, Klima, „Gutmenschen-Terror“, Untergangsszenarien, Kulturpessimismus, „Sexualisierung“, Esoterik, Impfskeptiker usw.) existieren lose Netzwerke im Internet – Blogs, Facebook-Seiten, kleine Magazine. Hier können sich „kritische“ Bürger stets mit den neuesten Meldungen zum jeweiligen „Fachgebiet“ (gegenseitig) versorgen. So wächst die Bedeutung von mono-thematischen Angeboten, die einfache Antworten auf komplexe Fragen bieten, immer weiter.

Flexible Glaubwürdigkeit

Diese Fixierung auf solche Informationsblasen hat Folgen: Denn schaut beispielsweise ein überzeugter Klimaskeptiker in große Medien, findet er Meldungen, die in seiner Community als extrem wichtig erachtet werden, lediglich als Randnotiz. Oder gar nicht. Beispielsweise, weil die Meldung in der Gewichtung der jeweiligen Redaktion als nebensächlich eingestuft wurde oder weil die Quelle schlicht unseriös war. Daraus folgert unser Klimaskeptiker in einem bemerkenswerten Umkehrschluss, dass die jeweilige Meldung nicht zu unwichtig, sondern vielmehr zu wichtig und brisant sei, um in den „Systemmedien“ aufzutauchen. Das soll nicht bedeuten, über redaktionelle Gewichtung solle nicht gestritten werden, denn offenkundig gibt es vor allem strukturelle Gründe, warum einige Themen oft vorkommen, andere aus meiner Sicht weniger oft. Dennoch kann es nicht schaden, den Wert von Themenvielfalt an sich anzuerkennen und die Diskussionen über die Relevanz der „eigenen“ Fachgebiete auch als Realitätscheck zu begreifen.

Interessant ist zudem, dass sich die Leute, die schnell von Zensur und gesteuerter Presse sprechen, gerne auf Artikel in etablierten Medien beziehen, wenn der jeweilige Inhalt mit der eigenen Weltsicht korrespondiert. Glaubwürdigkeit ist also ein flexibler Begriff, der täglich neu definiert wird. Die Grundregel dabei lautet: Hohe Glaubwürdigkeit genießt der, der mir sagt, was ich ohnehin hören will. Genau auf dieses Liefergebiet haben sich einige Publizisten und Polit-Aktivisten spezialisiert.

Da lacht das Herz des rechten Wutbürgers: Sarrazin, Herrman, Scholl-Latour
Da lacht das Herz des rechten Wutbürgers: Sarrazin, Herrman, Scholl-Latour

Jeder kann sich heute problemlos und schnell seine eigene Informationsblase aufpumpen und sich darin immer weiter davontragen lassen. Wie sich diese höchst dynamische Fragmentierung von medialer Landschaft und Wahrnehmung langfristig auf die politische Meinungsbildung auswirken kann, ist kaum abzuschätzen. Einen Vorgeschmack auf mögliche negative Folgen haben wir aber bereits erlebt. Die rassistische Islamkritik war wohl die erste westliche Massenbewegung im Netz nach der digitalen Revolution. Der Terroranschlag von Anders Breivik hat gezeigt, wie weit sich Menschen in solchen ideologischen Gebäuden verlieren und radikalisieren können. Sie umgeben sich nur noch mit Menschen, die ihre Weltsicht bestätigen und manifestieren. Selbstverständlich sind solche Radikalisierungsprozesse auch ohne Internet weiterhin möglich –  doch die Angebote im Netz erleichtern es dem Suchenden deutlich, tief in bestimmte Fachgebiete einzusteigen – oder sich darin komplett zu verlieren.

Die zwei Seiten der Freiheit

Übrigens, bevor es hier zu Missverständnissen kommt: Ich begrüße die Fragmentierung der Gesellschaft. Der Zerfall von autoritären Strukturen bedeutet aus meiner Sicht einen zivilisatorischen Fortschritt, die Ausdifferenzierung einer einst fürchterlich homogenen Gesellschaft ein Gewinn an Freiheit. Doch geht es hier nicht um Menschen, die nach mehr Freiraum streben, um diesen für sich füllen zu können. Es geht um die Kehrseite von Freiheit – und um die Menschen, die Angst haben vor der größeren Verantwortung, die von einer Fragmentierung in verschiedenen Bereichen verunsichert werden.

Diese Verunsicherung bzw. Orientierungslosigkeit bei vielen Menschen kann auch kein Zufall sein, denn sie tritt in relevanten Teilen der Bevölkerung gleichzeitig und ähnlich auf. Das heißt, dass gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen mit der Individualbiografie des Einzelnen zusammenhängen bzw. diese bestimmen, wie es beispielsweise Erich Fromm bereits vor Jahrzehnten dargelegt hat. So findet sich die bereits beschriebene Fragmentierung im medialen und politischen Sektor vor allem auch im wirtschaftlichen Bereich wieder. Dieser Prozess kann für den wirtschaftlich Erfolgreichen ein Gewinn an Freiheit sein – für viele Arbeitnehmer steht dieser Prozess hingegen für prekäre Beschäftigung. Kein Begriff bringt die totale Fragmentierung der Arbeitswelt so auf den Punkt wie die „Ich AG“. Jeder gegen jeden – und alle für die Deutschland AG.

Fromm sieht im Streben nach Freiheit und nach Gerechtigkeit fundamentale Wesenszüge aller Menschen. Viele Menschen seien dieser Freiheit jedoch nicht gewachsen bzw. haben durch Erziehung einen Sozialcharakter erworben, der an Macht und Gehorsam orientiert sei. In seinem Buch Escape from Freedom (1941) beschrieb Fromm die Psychodynamik dieser Furcht und Flucht vor der Freiheit. Der geistige Konformismus verträgt keine Andersdenkenden und keine pluralistische Welt. Als typische Züge des autoritären Charakters nannte Erich Fromm die Unterwürfigkeit gegenüber Autoritätspersonen, außerdem Destruktivität (Zerstörungslust), Selbsterhöhung und starre Konformität. Zu dieser durchgehenden Orientierung an Macht und Stärke gehört eine Denkweise, die an Konventionen hängt, zugleich abergläubische und stereotype Züge hat, sensible und künstlerische Seiten zurückweist und vor allem alles Fremde, fremde Menschen und Sitten, ablehnt. Die autoritäre Persönlichkeit tendiert dazu, Ideologien zu folgen, ist konform, bei extremer Ausprägung „potentiell faschistisch“ und destruktiv. (Quelle)

Der Kampf kann nicht in Kommentarspalten gewonnen werden

Über Hasskommentare und rassistische Blogs im Internet ist viel Richtiges, Kluges und auch Lustiges geschrieben worden, doch existiert bis heute keine effektive Strategie im Umgang mit solchen Phänomenen – außer ignorieren oder löschen. Das ist auch kein Wunder, denn genauso wenig wie man auf Facebook oder in Kommentarspalten argumentativ eine Diskussion gegen eine Armee von semiprofessionellen Forentrollen gewinnen kann, lassen sich Pegida, Hogesa, Duegida, NPDler oder AfD-Anhänger einfach durch bessere Argumente überzeugen – vor allem nicht, wenn sie überzeugt sind, ohnehin im Recht zu sein – und jede Quelle, die dem entgegen steht, als Propaganda abtun können, weil sie wie erwähnt Glaubwürdigkeit flexibel einsetzen.

Unter dem Deckmantel „man wird ja nochmal sagen dürfen, dass…“ wird mittlerweile massenhaft der größte Stuss verbreitet; die Irrationalität lässt sich durch rationale Argumente kaum besiegen. Dazu kommt aber noch, dass neurechte Strategen bereits seit Jahrzehnten propagieren, man müsse Begriffe setzen, die Deutungshoheit gewinnen, die Agenda bestimmen. Genau das geschieht, wenn man nur noch Duegida hinterher schreibt oder sich die Mühe macht zu erklären, warum im Erzgebirge keine Islamisierung droht. Man kann nicht jeden Unsinn entkräften – und man sollte auch nicht über jedes Stöckchen springen, das hingehalten wird. Es sind Symptome, keine Ursachen.

"Pegida" in Dresden: "Heimatschutz statt Islamisierung", Foto: Johannes Grunert
„Pegida“ in Dresden: „Heimatschutz statt Islamisierung“, Foto: Johannes Grunert

Die Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen wird weit schwieriger als mit den Neonazis in den vergangenen Jahren. NPD und Kameradschaften gelten als politische Schmuddelkinder, mit denen niemand spielen will; Aktionen gegen Neonazis helfen Gemeinden und Städten sogar, ein offenes Image aufzubauen. Antifa als Standortfaktor.

Doch nun sind die Grenzen fließend, die Gräben verlaufen durch verschiedene politische und gesellschaftliche Milieus. Die CSU versucht mit stumpfen Parolen, die rechten Schäfchen wieder einzufangen. Doch mit Russlands Präsident Putin haben die reaktionären Kräfte längst ein neues Idol bzw. eine Person gefunden, die Orientierung spendiert und die sie nun auch noch mit professioneller Propaganda in deutscher Sprache versorgt. Russland will diese Klientel übrigens keineswegs vom russischen „Way of life“ überzeugen, sondern es geht um eine gemeinsame Anti-Haltung. Gegen den Westen, gegen die Rechte von Minderheiten, gegen eine ausdifferenzierte und demokratisierte Gesellschaft.

Nationalistische Antidemokraten

Diese reaktionären Ideen und Einstellungen sind nicht neu – neu ist, dass sich diese Kräfte mittlerweile organisieren können – und nicht nur am digitalen Stammtisch, sondern auch in Parlamenten und auf den Straßen gemeinsam agieren. Es handelt sich dabei um Teile einer Mittelschicht, die ideologisch nicht mit der Moderne klar kommt, die offen nach unten tritt. Das Feindbild Islamisten oder wahlweise Salafisten vereint den besorgten Bürger mit dem Nazi-Hooligan. Die pure Hetze gegen „Asylanten“ in den 1990er Jahren war nicht mehrheitsfähig, mit dem Feindbild Islamist können sich sogar die hinterletzten Stammtisch-Rassisten noch als vermeintlich fortschrittlich darstellen, weil das deutsche Weib unverschleiert am Herd stehen darf.

Die neuen Wutbürger betonen, sie folgten keiner Ideologie, man sei ganz normal und lediglich besorgt über Veränderungen. Demokratie bedeutet ihrem Verständnis nach, immer den Willen der „normalen“ Mehrheit (also den eigenen) durchzusetzen – Minderheitenrechte und Kompromisse sind bestenfalls egal. Wir erleben somit die Wiederkehr der nationalistischen Antidemokraten, die sich nicht mehr mit der komplizierten Welt auseinander setzen wollen. Sie folgen eigentlich nur einer Sehnsucht: Endlich wieder einfach ungestört deutsche Untertanen sein.

64 Kommentare zu „PEGIDA: Wenn Untertanen aufmüpfig werden

  1. Und es ist nicht der einfache Bürger, die normale besorgte Bürgerin, die jetzt auf der Straße Arm in Arm mit NPD Kadern und Kameradschaftlern marschiert. Es ist die durch Hassblogs in Netz schon lange radikalisierte Minderheit. Es sind Teile der der WählerInnen von NPD und Co. Wir nennen dies „nationalistischen Antidemokraten“ „Nationalrassisten“.

    Zur Analyse von Pegida und Hogesa ein Analyse- und Diskussionspapier in vorerst zwei veröffentlichten Teilen:

    HoGeSa & PEGIDA – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – Nationalsozialismus 2.0?

    HoGeSa – Politically Incorrect’s SA? – – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – TEIL 2

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    1. Danke für die Ergänzungen und Ihre wertvolle Arbeit.

      Ich denke, wenn in Dresden mehr als 10.000 Menschen auf die Straße gehen, ist das weit mehr als eine kleine Minderheit, die nur durch rechtsradikale Hassblogs verblendet ist. Hier sind Schranken gefallen, genau wie in Erfurt, wo eine rechte Volksfront von CDU bis NPD „gegen die SED“ demonstriert hat. Der Stammtisch-Rassismus war nie weg, aber nun gibt es neue Ausdrucks- und Aktionsformen.

      Viele Grüße
      Patrick Gensing

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    1. Widerlich bist nur du, Deutsche Bürger haben das verfassungsmäßige Recht auf der Strasse zu demonstrieren und ihre Meinung frei kund zu tun.

      Du Dummkopf nimmst es scheinbar nicht war, was sich in Deutschland mit dem Einfall der Moslems
      in Zukunft für uns alle, zu unser aller Nachteil entwickeln wird. Das Pack will nur unser Geld und uns
      ihren verrückten Glauben aufzwingen.

      Darum sollten immer mehr freie Deutsche ihr Recht auf der Strasse durch demonstrien einfordern,
      die Politik zeigt sich schon beeindruckt.

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      1. Oh mein Gott. Andere als dumm bezeichnen und im gleichen Atemzug vom Untergang des Abendlandes labern. Die Moslems fallen ein und wollen nur unser Geld. Und natürlich wollen sie jeden Menschen bekehren…. Die meisten muslimischen Mitbürger zahlen garantiert mehr Steuern als Du, falls Du überhaupt Steuern zahlst. Wann wird unser geliebtes Land endlich von Dumpfbacken wie Dir befreit.

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  2. Dieser Artikel beweist wieder einmal mehr, dass ein patriotischer Amerikaner, ein guter Amerikaner ist. Ein patriotischer Deutscher dagegen wird wie immer als Nazi dahingestellt. Wenn das Demokratie ist, dann gute Nacht …

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    1. Was fuer ein Quatsch! Ich bin deutscher Patriot und fuehle mich durch diesen guten Artikel in keinster Weise als Nazi hingestellt.

      Einfach mal richtig lesen was da steht!

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    2. Wenn ein_e Amerikaner_in sagt, sie sei stolz auf ihr/sein Volk, schließt das viele Völker ein (USA=Vielvölkerstatt). Die ehemalige DDR war hingegen eines der ethnisch reinsten Länder der Welt und noch heute gibt es in den neuen Bundesländern vergleichsweise kaum Menschen mit Migrationshintergrund. Wenn die Bewohner_innen Dresdens und angereiste Pegidist_innen stolz auf „ihr Volk“ sind, macht mir das eher Angst!

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  3. Habe mir den Artikel sehr aufmerksam durchgelesen und wenn ich das richtig interpretiere, ist pegida und ihre Ableger Folge einer von demokratischen Kräften und Institutionen vernachlässigten Informationsgesellschaft, die reaktionäre Elemente dazu nutzen konnten, die Meinungsführerschaft über den sowieso reaktionären Teil der Urbevölkerung zu erlangen, um ihre rassistischen und fortschrittsfeindlichen Instinkte zu wecken und Thesen zu verbreiten. Die daraus entstehende Rebellion ist ein reaktionärer Sumpf, nicht zu verwechseln mit progressiver Rebellion, die gesellschaftlichen Fortschritt verspricht. Was das genau ist, definieren natürlich die Vordenker der kommenden Fortschrittsgesellschaft. Nur Reaktionäre würden das als Diktatur des Symstems bezeichnen, da sie ja sowieso verantwortungsscheu und
    breivikähnlich das Fremde nicht wollen.

    Möchte einfach mal die wahre Motivation der Menschen an einem kleinen Beispiel erläutern. In meiner Umgebung gibt es einen Supermarkt, der bis 24 Uhr geöffnet. hat. Viele Bürger nutzen die Möglichkeit, dort noch abends eine Kleinigkeit zu besorgen. Doch der Markt wurde immer mehr zum Treffpunkt von Gruppen hauptsächlich Jugendliche mit Migrationshintergrund, die auf dem Vorplatz und im Markt Gruppen bildeten und ihre Machomentalität auch in Spott- und Drohgebärden gegenüber Kunden und Angestellten zur Schau stellten. Es war dermaßen schlimm, daß der Markt seit einigen Monaten einen Wachdienst dort installiert haben, erst seitdem ist Ruhe.

    Nur ein kleines Beispiel, könnte hier von Tugce, Jonny K., Daniel S. aus Kirchweyhe und anderen Ermordeten berichten, es ist zuhauf passiert.
    Clanmesserstechereien in Celle, in Hamburg, Abu Chaker Clan Berlin, Miriclan in Bremen, Drogenhandel im Görlitzer Park, Mobbing in den Schulen, Salafismus und vieles andere.

    Das ist das, was die Menschen bewegt und sie sehen es im Alltag. Natürlich, in gutsituierten gesicherten Wohngebieten, teuren Restaurants, Tennisplätzen und Privatschulen kann man das recht entspannt verfolgen und priviligiert behaupten, die Menschen sind rückständig und wollen einfach nur wieder Untertanen sein. Solche Untermenschenqualifizierung aber ist Rassimus der anderen Art.

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    1. Absolut richtig, Rene, die Massen von „Ausländerbanden“ sind das Problem in Sachsen 😉

      Übrigens leben in Hamburg die meisten Menschen mit Migrationshintergrund – und nirgendwo sonst in Deutschland sind die Menschen so zufrieden wie hier im Norden. Wir sind stolz darauf, Flüchtlingen zu helfen und glücklich, dass unsere Kinder nicht in biodeutschen Monokulturen aufwachsen müssen. Die AfD liegt bei unter 5%. Wie passt das zu Ihren Schreckensszenarien?

      Was den Rassismus-Vorwurf gegen Deutsche angeht: Wenn Sie sich 15 Minuten Zeit nehmen und in die gängigen wissenschaftlichen Rassismus-Definitionen kurz einlesen, werden Sie feststellen, dass zu Rassismus ein reales gesellschaftliches Machtgefälle bzw. Verhältnis gehört; ich empfehle Ihnen beispielsweise diesen Artikel:

      http://www.publikative.org/2014/11/29/abgruende-der-israelsolidaritaet/

      Ihr Problem ist, dass Sie sich Probleme ausschließlich nach ethnischen Kriterien suchen und erklären – was dabei raus kommt, sieht man an solchen Kommentaren. Ganz im Ernst: Sie und Ihresgleichen tun mir leid. Sie machen sich und anderen das Leben zur Hölle, weil Sie vor Dingen Angst haben, vor denen man keine Angst haben muss, wenn man mit etwas Offenheit und Optimismus durchs Leben geht. Wahrscheinlich empfinden Sie das einfach als arrogante Attitüde – und vielleicht ist es das auch, weil mir tatsächlich unklar ist, wie man so xenophob werden kann. Ich stelle mir das schrecklich vor.

      Nochmal zu den Problemen, die „das Volk“ bewegt: Ich fühle mich deutlich unwohler und unsicherer in Gegenden, wo kaum Migranten leben, sondern eine weitestgehend homogene Bevölkerung in einer konformistischen Normalität, wo auch mal Thor-Steinar-Jungs in Bus & Bahn sitzen.

      Und nun?

      Gruß
      Patrick Gensing

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      1. Lieber Herr Ginseng,

        nein, ich habe nicht das Gefühl, in einer Hölle leben zu müssen, noch lebe ich in einem gewachsenen christlich-sozial fundierten Land, darüber bin ich trotz aller Mängel sehr froh und dankbar. Aber ich sehe die Gefahren, die Sie nicht sehen wollen und die Sie auch- wie ich lese- nicht diskutieren wollen und mir als Angststörung auslegen. In der sowjetischen Besatzungszone wäre ich wahrscheinlich in eine Klinik gekommen. Und der Vorschlag, mit Offenheit und Optimismus die Dinge anzugehen, ist zwar sicherlich gutgemeint, kann aber nicht Maxime für die Rechtssicherheit in unserem Land sein. Dazu gehören Gesetze und eine Polizei, die Terroristen und Straftäter belangt und den Bürger schützen. Aber auch ein Asylrecht, das Verfolgten Schutz gewährt und abgelehnte Bewerber umgehend abschiebt. Wenn Integrationsbereitschaft verbindlich eingefordert wird und das Erlernen der deutschen Sprache Pflicht wird. Das alles hat nichts mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern ist Standard in vielen Nationen.

        Hamburg ist tatsächlich eine schöne Stadt und die Bürger dort haben beispielsweise in der Abstimmung zur Schulreform 2010 ihren demokratischen Willen zum Ausdruck gebracht. Stimme zwar Olaf Henkel nicht in allen wirtschaftlichen Fragen, z. B. dem Mindestlohn.
        zu, aber in einer demokratischen Partei wie der Alternative für Deutschland ist Meinungsvielfalt kein Tabu. Auch hier irren Sie sich! Henkel ist für Hamburg der richtige Kandidat und wird die AfD mit Bravour in den Senat führen.

        Es ist gut, daß Sie sich um Flüchtlinge kümmern. Aber gleichzeitig mangelt es denen, die nicht viel Geld haben um Schlepperbanden zu finanzieren an allem http://www.n-tv.de/politik/WFP-stellt-Lebensmittelhilfe-fuer-Syrer-ein-article14072571.html. Mein Vorschlag: Anstatt die Menschen nach Deutschland zu schicken, sollte dort heimatnah mit allen nötigen Mitteln eine Schutzzone mit Unterkünften, Nahrung und med. Betreuung aufgebaut werden. Das wäre eine wirkliche Hilfe für viel mehr Menschen, als hier nach Deutschland kommen.

        Aber da wäre ja Pro Asyl arbeitslos und das neue Gesellschaftsbild der progessiven Kräfte hätte keine Experimentierfelder mehr. Das geht ja gar nicht.

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      2. Ihre Diskussionsfähigkeit ist bewundernswert. Und ausdauernd.
        Aber gut, wünsche Ihnen einen schönen 3. Advent.
        Oder, wie es nun heißt einen schönen 3. Wintersonntag.

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      3. der mit dem ginseng war richtig gut, das hat gesessen. mit anlauf geradezu.

        ich bewundere sie, egal wie deutsch ihr name klingt.

        .~.

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      4. Also das mit dem Ginseng war tatsächlich ein Verschreiber, das tut mir leid. Ansonsten bin ich nur ein einfacher Bürger, der hier seine Meinung und Sichtweise beschreibt.

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      5. Da kennt er sich aus, der weltgewandte Hamburger Ginseng Jung, von Wind und Wetter gegerbt, ein ganzer Kerl, der hat richtig Ahnung und viel gesehen und manches hat er einfach übersehen oder weggeguckt? Leipzig Eisenbahnstraße, Sie wissen schon, Sachsen, da wo es gar keine muslimischen NoGoAras gibt:

        http://www.mdr.de/nachrichten/uebergriff-eisenbahnstrasse100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

        Der kleine Hamburger macht große Sprüche, heiße Luft und französische Banlieues, Judenmorde in Toulouse, Kopfabschneider in London, Judenverfolgung in Malmö und Berlin, Terrorakte in Madrid und London, NoGoAres in Neukölln oder Marxloh, Rotherhams Dauer-und Massenmissbrauch, verfolgte Rushdie und Westergaard alles nur Spaß für den Mann aus der Weltstadt.

        Wie kann ein einzelner Mensch sich soviel Blödsinn zusammenschreiben?

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      6. Habe jetzt noch einmal nachgedacht und festgestellt, ich sehe alles wirklich zu pessimistisch. Sehen wir es doch optimistisch und mit Offenheit ohne die schwarzgefärbte nationalistische Untertanenbrille. Banlieus in Paris? Nein. Einfach nicht hingehen.
        Dafür aber wunderbare multikulturelle Musikdarbietungen in der U-Bahn. Herrlich.Schlägereien in Leipzig? Polemik! In der Semperoper hört man davon nichts als herrliche Orchesterklänge. Ein Traum.

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  4. Sehr gut analysiert. Ich würde allerdings die Perspektive noch etwas weiten, denn die antidemokratischen Tendenzen sind ja kein deutsches Einzelproblem, sondern derzeit in fast ganz Europa zu beobachten. Ob man nach Frankreich, Schweden, Ungarn, Österreich, die Schweiz, die Niederlande oder Finnland blickt – überall sind nationalistische, fremden-, Islam- und minderheitenfeindliche Kräfte auf dem Vormarsch. Das ist und kann kein Zufall sein, mithin muss es bei den Ursachen einen gemeinsamen Kern geben.

    Der Fragmentierung der Gesellschaft infolge des Aufkommens der neuen Medien kommt dabei sicher eine Schlüsselrolle zu. Ich denke aber, dass noch etwas anderes dazukommt: die Globalisierung. Immer mehr Menschen in Europa scheinen mit den globalen politischen, ökonomischen und kulturellen Strukturen nicht zurecht zu kommen. Ihnen fehlen Identifikationspunkte, die ihrem Leben Halt geben. In ihren Augen löst sich dagegen alles auf: alteingesessene Unternehmen werden von multinationalen Konzernen aufgekauft, Staatsgrenzen verschwinden, weitreichende politische Entscheidungen werden von schwer zu durchschauenden, weit entfernten Institutions-Akronymen wie IWF, EU und G8 getroffen, Geschlechtergrenzen lösen sich auf.

    Die beobachtbaren nationalistischen, antidemokratischen Tendenzen haben daher auch etwas mit dem Gefühl von Verlorensein, Hilflosig- und Unübersichtlichkeit zu tun. Jemand wie Putin erscheint diesen Leuten wie eine Lichtgestalt aus der (gefühlten) „guten alten Zeit“, als alles noch so schon übersichtlich und strukturiert schien. In Putins Russland scheint ihnen noch klar zu sein, wer das Sagen hat, wo oben und unten ist, ein Land, wo noch „Zucht und Ordnung“ herrscht. Unternehmen dort bekunden ihre nationale Gesinnung und verflüchtigen sich (scheinbar) nicht in Steueroasen. Männer sind (scheinbar) noch echte Männer und gehen, wie Putin suggierert, ganz archaisch mit nacktem Oberkörper auf die Jagd – vor allem aber sehen sie nicht wie Frauen aus. Dass das Traumland all der Putin-Jünger, AfD’ler, Pegida-Teilnehmer in Wirklichkeit von Korruption, Misswirtschaft, inneren Widersprüchen und Verfall zerfressen ist, tut nichts zu Sache. Die Leute leben in einer Traumwelt, aus der sie wohl erst erwachen würden, wenn sie eine Zeit lang in Russland leben würden und sähen, wie ungemütlich es dort in Wirklichkeit zugeht.

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    1. Lieber Guido Heisner,

      herzlichen Dank für Ihren Kommentar, Ihr Lob und die Anmerkungen.

      Sie haben sicherlich recht, dass die Globalisierung eine enorme Rolle spielt, was die Unübersichtlichkeit angeht. Ich wollte eigentlich auch noch was zu der internationalen politischen Lage einbauen, aber das hätte den Artikel endgültig gesprengt. Interessanterweise werden die Konflikte ja eher kleinteiliger. Wo früher zwei klar definierte Machtblöcke gegeneinander standen, haben wir es heute mit zahllosen regionalen Konflikten zu tun, bei denen oft eine undurchschaubare Konstellation dahinter steckt. Das beste Beispiel ist der Kampf gegen den IS, wo nun plötzlich der Iran und der Westen gemeinsame Interessen verfolgen. In Syrien sind die Fronten noch unübersichtlicher.

      Ich glaube, dass so auch das Engagement vieler dogmatischer Linker in den Querfront-Mahnwachen zu erklären ist. Sie hängen zumeist weiterhin einer antiimperialistischen Ideologie an, die noch immer versucht, hinter jedem Konflikt den imperialistischen Westen als Drahtzieher zu enttarnen. Das muss angesichts der regionalen, ethnischen und religiösen Konflikte sowie des Arabischen Frühlings ja geradezu in den Irrsinn führen. Die politische Rechte hat sich ohnehin schon seit Jahrzehnten bei linken Ideen und Theorien bedient – so ist der Antiimperialismus auch dort weit verbreitet, weil dieser mit dem Ethnopluralismus prima zusammen passt.

      Ihrem Hinweis auf Russland kann ich folgen: In der Tat muss es in den anstehenden Auseinandersetzungen und Debatten wohl darum gehen, die Vorzüge von demokratischen Gesellschaften klar herauszuarbeiten – ohne kritiklos die Verhältnisse abzufeiern. Eine Gratwanderung – aber leider unumgänglich.

      Viele Grüße
      Patrick Gensing

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  5. Richtig ist an dieser Analyse nur, dass ein Jeder sich in monothematischen Informationsblasen verlaufen kann. In der Aufzählung der Fachgebiete fehlen mir aber „Rassismus“, Neonazis“ oder auch „NSU Terrorismus“. Wenn man sich lange genug in diese Blasen eingelesen hat sieht man irgendwannn in jedem Gesicht ein Hitler-Bärtchen. Im Jahr 1933 konnte man sich durch einen Beitritt zur NSDAP zum Nazi machen. Heute wird einem dieser Titel verliehen. Aber nicht etwa für nationalsozialistische Agitation und Rassenlehre sondern für sachliche Auseinandersetzungen mit EU oder Einwanderungspolitik. Ich beobachte an mir selber wie sehr man durch die inflationäre verwendung des Nazi-Begriffs abstumpft. Was mich vor 10 Jahren veranlasste meine Positionen immer wieder zu hinterfragen ringt mir heute kaum mehr ein müdes Lächeln ab. Dieser unfaire Umgang mit den „Wutbürgern“ gibt der Bewegung mehr Auftrieb als das Umkreisen seiner Themenblase. Als Demokrat nehme ich mir das Recht heraus meine Position öffentlich zur Diskussion zu stellen. Wem darauf statt einer inhaltlichen Erwiderung nur das Austeilen von Nazi-Plaketten in den Sinn kommt, der hat vielleicht selbst Angst vor einer Ausdifferenzierung des vorherrschenden Gutmenscheneinheitsmeinungsbreis.

    Der Islam ist eine gefährliche Ideologie. Er negiert die Gleichwertigkeit aller Menschen, richtet sich gegen die Freiheit des Individuums, sexuelle Selbstbestimmung, freie Meinungsäusserung und verbreitet rassistischen Hass gegen Juden. Der Islam ordnet den Wert menschlichen Lebens einem imaginären Superwesen namens Gott unter und Muslime hängen dieser Gewichtung in sehr viel stärkerem Maße an als Gläubige aller anderen aufgeklärten Religionen. Die Folge daraus ist eine extreme Gewaltneigung gegen jeden vermeintlichen Gotteslästerer. Wozu diese Haltung führt lässt sich in jedem muslimischen Land der Welt studieren. Ich will nicht dass meine Welt und die meiner Kinder sich in diese islamische Richtung entwickelt weil ich sie für gefährlich und ungerecht halte. Ich will keine Einwanderung aus islamischen Ländern. Ich will keinen beitritt der Türkei zu EU weil ich keine Freizügigkeit für die Türken will. Ich will ein Verbot von Kopftüchern für alle Beamten und Lehrer. Ich will keinen islamischen Religionsunterricht und keine islamischen Kitas und Schulen. Es ist legitim das zu fordern, es ist erlaubt, auch wenn es anderen nicht passt.

    Demokratie ist die Herrschaft der Vielen über die Wenigen. Wer etwas anderes behauptet ist ein Antidemokrat.

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    1. Falsch! „Demokratie“ bezeichnet einfach nur die „Herrschaft“ (kratia) des „Volkes“ (demos), im Gegensatz beispielsweise zur „Aristokratie“. Nirgendwo steht da drin, dass die Mehrheit das Recht hat, eine Minderheit zu unterdrücken. Und im übrigen: Auch im Christentum wird der Wert menschlichem Lebens einem imaginären Superwesen namens Gott untergeordnet.

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      1. Mit dem Unterschied das im Christentum keiner zur Religion gezwungen wird und diese Religion gesellschaftlich gesehen nicht auf dem Stand der Hexenverbrennung stehen geblieben ist.Wenn Ihr allwissenden, mit Fachbegriffen um Euch schmeissenden lieben Menschen Euch mal die Mühe machen würdet und die Liste der PEGIDA Forderungen in euer Hirn einlassen würdet könntet Ihr sehen und verstehen warum da immer mehr Leute dazu kommen denn diese Leute haben es satt in die rechte Ecke gedrückt zu werden und als Wutbürger über Euren lebensbestimmenden volksdefamierenden Fernsehbildschirm zu flimmern der Euch zur Meinungsbildung dient.

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      2. Versuchen doch erstmal die Fachbegriffe zu verstehen, bevor sie die Diskutanten hier auf das Niveau ihrer nichts verstehenden PEGIDA herunterziehen wollen.

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    2. Schwierig! „Der Islam“ – wer ist das denn? Der IS oder der Dönermann von nebenan? Ich finde, man kann mit bloßer Ideologiefeindlichkeit keine Forderungen rechtfertigen, die die Freiheit von Andersgläubigen massiv einschränkt und bspw. Flüchtlinge aus Syrien kategorisch aus Deutschland raushält, obwohl sie daheim um ihr Leben fürchten müssen. Sei meinetwegen gegen diejenigen, die sich den Islam zunutze machen und ihn für ihre antidemokratischen Ziele und zum Massenmord nutzen. Aber lass das Schreckgespenst im Schrank!

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    3. Da fällt einem echt nix mehr ein. Los, sags doch, alle Ausländer sind kacke, hm? Das ist doch das, was du wirklich denkst. Und anscheind ziehst du ja gerade die nächste Generation von Ignoranten groß. Traurig.
      Allerdings sollte die Säkulariserung wirklich mal abgeschlossen werden, da muss ich zustimmen. Mir würds auch besser gefallen, würde die regierende Partei nicht ihr Glaubensbekenntnis schon im Namen tragen würde. Das ist genauso widerlich wie dein selten dämliches Geschreibsel.

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    4. „Er negiert die Gleichwertigkeit aller Menschen, richtet sich gegen die Freiheit des Individuums, sexuelle Selbstbestimmung, freie Meinungsäusserung und verbreitet rassistischen Hass gegen Juden“

      Ist Russland muslimisch??

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  6. Gut analysiert, die Schlussfolgerung erscheint mir aber zu simpel. Geht es wirklich darum, ein „guter deutscher Untertan“ zu sein oder fühlt sich vielleicht ein Teil der Bevölkerung auf der Verliererstraße und hat den Eindruck, dort von der Politik oder wem auch immer nicht abgeholt zu werden? Auf dringende Fragen gibt es seitens der Politik keine Antworten, die Infrastruktur zerfällt zusehends trotz enormer Steuerbelastung, der Staat zeigt wenig Kompetenz, egal ob beim Flughafenbau, bei der Hogesa-Demo in Köln, Schulbesetzung in Kreuzberg, marodem Fluggerät bei der Bunderwehr oder der Fähigkeit, Wohnungseinbrüche zu verhindern oder aufzuklären. Medien setzen ebenfalls mehr auf Klickraten-treibende Live-Ticker denn auf echte Aufklärung. Statt nüchternem Faktencheck bläst ebenfalls jedes politische Lager lieber umgehend zum Shitstorm auf die Gegenseite. Die Antifa schwingt grundsätzlich immer sofort die Faschisten Keule, wenn die Argumentation nicht passt, auf der anderen Seite wird eine merkwürdige Suppe gekocht aus Angst vor Flüchtlingen, rückkehrenden Isis-Kämpfern, Görli-Park-Dealern, Pierre Vogel, allesamt mit Ebola unter der Burka oder zumindest islamistischem Auswurf. Der Durchschnittsmensch wird erschlagen von der allumfassenden Digitalisierung und nicht aufbereiteten Infos in Echtzeit und kann damit nicht oder noch nicht umgehen. Außerdem sind alle immer sofort so aufgeregt
    So verunsichert steht der Durchschnittsbürger nun verloren auf der Straße und wartet darauf, endlich mal wieder easy going an die Hand genommen zu werden. Und dann kommt Ken Jebsen (als Beispiel) im Lieferwagen und lockt einen mit Schokolade in den Laderaum…

    Entspannt Euch mal alle wieder, holt Euch nen Kaffee und esst Kekse!

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  7. Ich denke, dass Untertan sein nicht das Problem ist. Das Problem ist eher, dass sich die Menschen nicht mehr ernst genommen fühlen und dass sie der Politik nicht mehr vertrauen.

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    1. Stimmt genau. Wenn jemand weder scharf drauf ist das Land zu zerstören, noch, es aufzulösen und als Reich wiederzugründen, bleibt nur Mitte wählen – was denjenigen die den größten Mist verzapft haben garantiert daß sie ihre Macht behalten. Die Leute nehmen es langsam in kauf, daß sie als rechts angefeindet werden weil die Strategie, eine eigene Meinung zu haben, darin besteht, entweder die rechts- oder linksfaschismuskeule zu zücken. Aber beides ist ehrlicher als die Mitte, denn die spricht nur von Veränderung, will aber keine. Die rechts und links stehen die wollen Veränderungen herbeiführen. Man kann extreme Strömungen sicher als Verführend bezeichnen, aber zumindest sinds keine Verarscher, die sitzen in der Mitte. Von dem Betrachtungswinkel werden die Inhalte erstmal zweitrangig, die Leute wissen daß die äußeren Parteien sie wenigstens ernst nehmen, der primärgegner der Durchschnittsbevölkerung sitzt in den PArteien die sie wählen weil die ihnen Angst machen rechts und links sei beides verkehrt, aber es wird langsam, wenn beides gen MItte rückt.

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  8. Immer wieder toll zu sehen und zu hören das alle die ihre Meinung sagen immer gleich Neonazis Nazis oder ähnliches sind.In der DDR wars genauso-Maul halten und gehorchen,sonst…….Das Ergebnis kennen wir ja alle und auch das jetzige Problem wird genauso enden.

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  9. Dem „Untertan“ kann geholfen werden:

    durch die klare, unmissverständliche Ansage, dass bestehende GESETZE und VERTRÄGE einzuhalten sind. Zu diesen GESETZEN und VETRÄGEN gehören auch und ganz besonders das GRUNDGESETZ und da ganz besonders Art. 1 und Art. 20..

    Fühlt sich der „Untertan“ ungerecht behandelt, hat er die Möglichkeit, vor den Gerichten Rechtsschutz zu suchen. Dieser Weg steht ihm frei.

    Will der „Untertan“ das nicht anerkennen, dann darf er sich nicht wundern, wenn das zur Verteidigung der staatlichen Ordnung und der Rechtsordnung sehr negative Konsequenzen für ihn hat.

    Ein Dialog mit den dümmlichen „Spaziergängern“ halte ich nicht für zielführend. Sie sind Argumenten nicht zugänglich.

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  10. witzig wie genau diese presse gegen die bürger hetzt, diese presse, die das odessa massaker der echten faschos an den ca 40 gewerkschafter verschwiegen hat, deshalb hassen wir die systempresse, weil sie nur noch heuchler sind (egal wie man zu pegida steht) – pegida reicht zumindestens dazu.. diese nato-presse und deren heuchelei vollständig zu enttarnen, wer es nicht glaubt: sucht mal nach odessa bei dieser kackpresse die nun gegen bürger hetzen.. aber echte nazis und deren massenmord verschweigen (wegen nato interesse)

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  11. Es wäre sicher zweckdienlich, den Demonstranten nicht mit Allgemeinplätzen faschistoide Züge anzudichten, sondern das gemeinsame Positionspapier der Demonstranten zu veröffentlichen und öffentlich zu diskutieren.

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    1. Das Positionspapier ist doch ein Feigenblatt. Die meisten Demonstranten haben das gar nicht gelesen und es ist auch eine stark entschärfte Version von dem, was auf der Straße so alles gesagt wird.

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    2. Nein. Im Artikel steht ja genau, warum das eben NICHT zweckdienlich ist:
      „die Irrationalität lässt sich durch rationale Argumente kaum besiegen. Dazu kommt aber noch, dass neurechte Strategen bereits seit Jahrzehnten propagieren, man müsse Begriffe setzen, die Deutungshoheit gewinnen, die Agenda bestimmen. Genau das geschieht, wenn man nur noch Duegida hinterher schreibt oder sich die Mühe macht, zu erklären, warum im Erzgebirge keine Islamisierung droht. Man kann nicht jeden Unsinn entkräften – und man sollte auch nicht über jedes Stöckchen springen, das hingehalten wird. Es sind Symptome, keine Ursachen.“

      Und wenn du dich umsiehst, was da in den entsprechenden PEGIDA-Gruppen, Diskussionen und Posts in facebook etc. geschrieben wird, dann muss man nicht viel dichten, um da faschistoide Züge in den Argumentationsweisen zu erkennen. Auch wenn sich die (heterogene) Gruppe der Demonstrierenden als „Mitte der Gesellschaft“ bezeichnet und „keine Nazis, aber“ – die Äußerungen lassen einen ziemlich unverstellten Blick auf die bürgerliche Fratze des Rassismus und der Xenophobie zu.

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  12. „Nationalistische Antidemokraten“ ???
    Wer die um ihr Land und um die Sicherheit Zukunft ihrer Kinder besorgte Menschen als „Nationalistische Antidemokraten beschimpft, verrät damit sehr viel von sich selbst; er zeigt damit nämlich seine eigene antidemokratische Grundhaltung. Demokratie heißt Volksherrschaft, d.h. dass die Anliegen des Volkes von den Regierenden ernst genommen werden müssen und nicht einer Ideologie untergeordnet werden dürfen.

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      1. er meint,daß in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet und jetzt haben wir 2014.hier die Zahlen der neuesten representativen Emnid Umfragehttp://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5860796/mehrheit-der-ostdeutschen-zeigt-verstaendnis.html

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  13. Ich habe Leute in meiner FB Liste die selbst jeden Unsinn glauben und verteilen. Interessant ist egal aus welcher Verschwörungstheoretiker Ecke sie kommen, Pegida und Afd sammelt sie alle ein. Warum ich diese Leute nicht blockiere oder lösche? Es kann nicht schaden zu wissen wie da getickt wird. Das Internet mag natürlich jetzt die Spinner dieser Republik leichter vereinen aber den Grund für die Verdrossenheit sehe ich alleine bei den Medien. Ja unsere Politiker feuern Worthülsen schneller als jedes MG, würden sie das auch noch wenn die Medien härter mit Ihnen umgehen würden? Wenn jedesmal kritisch nachgefragt werden würde? Wenn Kanzlerduelle nicht hochgejubelt würden um dann STEFAN RAAB! als einzigen Fragenden mit ein wenig „Biss“ da stehen zu lassen. Einige Politiker lügen oder noch schlimmer sehen nichtmals die Notwendigkeit dazu, die gab es immer und die wird es immer geben. Doch eigentlich sollte unsere inoffizielle vierte Gewalt da mehr hinter her sein. (Man nehme zB Angela Merkel und wie viele Skandale unter ihrer Legislatur heute trotz fehlender Aufklärung kaum noch thematisiert werden) Es ist es doch kein Wunder wenn Blogs und FB Seiten von „Spinnern“ als hartenr investigativer Journalismus von den Verdrossenen wahrgenommen wird oder sich Sarrazin Bücher wie geschnitten Brot verkaufen. in den Medien herrscht zu oft Kuschelkurs.

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  14. Jetzt gibt es

    PIGIDA – Patriotischer Islam gegen die Islamisierung des Abendlandes

    PIGIDA solidarisiert sich mit PEGIDA (Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes) und fordert: Gebt den Christen das Abendland zurück!

    Derzeit leben 2,2 Milliarden Christen auf der ganzen Welt und davon lediglich ca. 500 Millionen in Europa! Damit muss Schluss sein! JETZT! Das Abendland gehört den Christen! Ihr seid das Volk!

    PIGIDA setzt sich deshalb ein für eine umfassende Christianisierung Europas als Keimzelle des Abendlandes. Unser Angebot an alle in Angst vor religiöser Überfremdung lebenden Europäer: Wir nehmen 45 Millionen europäische Muslime zurück und schenken Europa 1,7 Milliarden Christen aus aller Welt!

    … weiterlesen: http://pigida.de

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  15. Zunächst einmal: Das ist so ziemlich das Beste, was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe. Einige Anmerkungen: Den Seitenhieb auf Putin halte ich für unnötig, das ist mir dann doch etwas zu schwarz-weiß gemalt. Brillant finde ich dagegen die Analyse des Verhältnisses der Pegida-Anhänger zu den Medien. Jeder kreiert seine eigene Wahrheit, und alles was davon abweicht, ist Propaganda. Was mich besonders umtreibt: Es gibt durchaus gute Gründe, in diesem Land auf die Straße zu gehen. Vor drei Jahren gab es eine Bewegung, die meine Unterstützung hatte, weil sie gegen die wirklichen Probleme dieser Gesellschaft ankämpfen wollte. Leider kamen zu den Occupy-Demonstrationen in Dresden (ich wohne in der Nähe dieser Stadt) kaum mehr als 500 Leute. Wo waren damals all die patriotischen Pegida-Leute, als es darum ging, gegen die Bankenherrschaft und die fortschreitende Umverteilung von unten nach oben zu protestieren? Aber da hätte man sich ja mit einer komplexen Thematik beschäftigen müssen. Heute kräht kein Hahn mehr danach. Um wie vieles einfacher ist es, den Verkündern plakativer und einfacher „Wahrheiten“ hinterherzulaufen wie einst dem Rattenfänger von Hameln.

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      1. Sehr geehrter Anonymous,

        es gab sehr wohl bürgerlichen Protest gegen die Bewegung in nahezu gleicher Stärke am letzten Montagabend in Dresden gegenüber vor dem Rathaus, Stichwort „Dresden für alle“, Sternlauf. Dass darüber momentan nicht unbedingt überregional berichtet wird, ist natürlich schade und erleichtert natürlich auch die Meinungsbildung über die sächsischen Bürger. Zuvor gab es am 1. Dezember bereits eine Verkürzung des Spazierganges durch das Engagement von Gegendemonstranten.

        Sicherlich ist momentan eine mediale Fokussierung auf das Phänomen verständlich. Für diejenigen, die für Toleranz und eine weltoffene Stadt auf die Straße gehen, ist es natürlich unbefriedigend, dass diese Seite nicht gezeigt wird.

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  16. Prinzipiell eine treffende Analyse, die Schlussfolgerung trifft es aber nicht so ganz. Es ist nur einfach so, dass der Staat kaum noch Leistung bringt und auch keine Lust hat, sich ernsthaft um Bürgerinteressen zu kümmern. Im politischen System finden sich fast ausnahmslos Karrieristen, die in erster Linie ihr eigenes Wohl im Auge haben und eine nette Versorgung im Pensionsalter, dabei greift man notfalls auch ohne Skrupel in die Rentenkassen oder „wegelagert“ mit der kalten Progression oder dem Solidaritätszuschlag. Demgegenüber steht oft eine „Ringelpietz“ Mentalität, die mit ihrer „Refugees Welcome“-Attitüde ebenfalls ordentlich daneben greift und überall volle Kassen vermutet, aus denen sich die Probleme der Welt lösen und finanzieren lassen. Meist propagiert von Menschen, die selbst kaum Steuern gezahlt haben im Leben.
    Und seien wir doch ehrlich: Flüchtlinge sind nun mal keine eingeladenen Gäste, auf die man sich schon lange gefreut hat, sondern eben eher eine Belastung, bei der man aus Anstand und Menschliebe erste Hilfe leistet. Ansonsten passt es meist weder kulturell noch sprachlich. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass es auf der anderen Seite der „Ringelpietzens“ die anderen Verlierer stehen, bei denen es zu einer Abwehrhaltung gegen jede Veränderung kommt.
    Unterm Strich drücken Pegida etc. doch nur aus, dass es unter der Oberfläche brodelt und zu viele offenkundige „Broken Windows“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Broken-Windows-Theorie) es Teilen der Masse leicht machen, selbst auch mal paar Steine zu werfen. Lässt sich einfach lösen, in dem der Staat mit den üppigen Steuermitteln mal wieder vernünftig umgeht und wirtschaftet.

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  17. Sehr gut und doch daneben. Das Problem liegt doch an der Politik selbst, die eine direkte Mitbestimmung nicht zulässt! Wenn alle Parteien nicht mein Interesse vertreten, werde ich selbst aktiv! Die Masse sieht andere Realitäten, sie sehen ein Verrat an allem, was sie als wichtig erachten. Es geht einfach nur um Kritik am System, was sie zusehens in die Enge zwängt! Angefangen bei der Geldentwertung, Rente, Arbeit und das Gesundheitswesen. Dass sie dann etwas angepisst sind, wenn wir Flüchtlinge eine Rundumversorgung und eine sichere Zukunft generieren und selbst den Kit aus den Fenster rausnaschen müssen, ist wohl nachvollziehbar…

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