KenFM und der Sozialismus der dummen Kerle

Ist Ken Jebsen kein Antisemit? Das meint offenkundig der ehemalige Radiomoderator des RBB und vermeintliche Vorkämpfer der freien Rede über sich – und geht daher rechtlich gegen die Antilopen Gang vor.  Doch ist Jebsen überhaupt persönlich gemeint? 

Von Patrick Gensing

Die Antilopen Gang textet in ihrem Hit „Beate Zschäpe hört U2“:

Jeder kennt einen der von Verschwörung schwadroniert
Und er weiß wer die Medien und Börsen kontrolliert
Dem es leichtfällt die Welt in Gut und Böse zu sortieren
Und er kennt auch immer eine simple Lösung des Problems
Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien
Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten
All die Pseudo-Gesellschaftskritiker
Die Elsässer, KenFM-Weltverbesserer
Nichts als Hetzer in deutscher Tradition
Die den Holocaust nicht leugnen, sie deuten ihn um
Nazis von heute sind friedensbewegt
Und sie sind sehr um Palästina bemüht.

Daraufhin erhielt die Band nach eigenen Angaben folgendes Schreiben:

Schreiben von KenFM an die Antilopen Gang, veröffentlicht auf Facebook
Schreiben von KenFM an die Antilopen Gang, veröffentlicht auf Facebook

Dazu schreibt die Band bei Facebook:

Wer sich „Aversion“ noch nicht zugelegt hat, sollte sich lieber beeilen, denn es könnte bald zu spät sein: Der Berliner Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen (spricht u.a. im Zusammenhang mit dem Massenmord vom 11. September 2001 von einer „Terrorlüge“ bzw. vom „warmen Abriss des World Trade Centers“) hat die Anwaltskanzlei „Scheuermann Westerhoff Strittmatter“ damit beauftragt, Teile unseres Liedes „Beate Zschäpe hört U2“ zu verbieten, weil er sich dadurch verunglimpft sieht. Ken Jebsen droht uns durch seine Anwälte mit gerichtlichen Schritten und Schadensersatz, sollten wir das Lied weiter verbreiten.

Ein Erfolg vor Gericht gegen den Song dürfte aber nicht unmittelbar bevorstehen. Denn Ken Jebsen muss dafür zunächst einige Hürden nehmen. Da wäre die Interpretation des Textes der Antilopen-Gang: Ist damit tatsächlich Ken Jebsen persönlich gemeint? Oder nicht vielmehr eine bestimmte Art von Verschwörungstheoretikern, die Anhänger von Formaten wie KenFM oder Compact, die Weltverbesserer, über die die Antilopen Gang anfangs singt („Jeder kennt einen…“)?

Sicherlich eine Auslegungssache. Sollte ein Gericht zu dem Schluss kommen, dass tatsächlich Ken Jebsen persönlich gemeint sein sollte, stellt sich die Frage: Wäre es überhaupt unzulässig, ihn als Antisemiten zu bezeichnen? Über Jebsens verschwörungstheoretische Propaganda, über seine offenkundige Obsession zu den Themen Israel und Juden, ist schon viel richtiges und wichtiges geschrieben worden – und wer sich auch nur eine halbe Stunde mit dem modernen Antisemitismus als Welterklärungsmuster beschäftigt, der dürfte in den Textbausteinen und Redesalven Jebsens schnell und reichlich Beute machen. Leute wie Jebsen oder Elsässer sind in der neuen Bewegung der Verschwörungstheoretiker zentrale Figuren. Sie sind sogenannte Bewegungsunternehmer; Stars, die in dieser neuen sozialen Bewegung des Irrationalen inhaltlich die Richtung vorgeben.

Freiheit der Kunst?

Doch selbst wenn ein Gericht das alles nicht erkennen will und die Messlatte für Antisemitismus – glücklicherweise derzeit sogar für Hamas und Kameraden unerreichbar – beim Vergasen von Menschen ansetzt (so wie beispielsweise eine Richterin in München bei einer Klage von Jürgen Elsässer), so bleibt noch die Freiheit der Kunst und der Meinung. Freiheiten, auf die sich Figuren wie Jebsen & Co. gerne berufen. „Es belustigt uns, dass ausgerechnet der Typ, der ständig mit den abenteuerlichsten Anschuldigungen und wildesten Theorien gegen politische Gegner schießt, sofort schwerste rechtliche Geschütze auffährt und mit Strafandrohungen um sich wirft, wenn er sich mal selbst betroffen fühlt“, kommentiert die Antilopen Gang treffend. „Einschüchtern lassen wir uns jedenfalls nicht.“

Bislang durfte sich Ken Jebsen insbesondere im Netz übrigens über Unterstützer freuen, die zwar betonten, nicht unbedingt seiner Meinung zu sein, die aber behaupten, der Rausschmiss von Jebsen beim RBB sei Zensur und die Meinungsfreiheit umfasse auch den übelsten antisemitischen Schmutz. Diese Freunde hat Jebsen nun teilweise verprellt, da er nun offenbar selbst juristisch gegen missliebige Kunst vorgeht.

Ein Demonstrant wirbt auf seinem Shirt für Ken Jebsen, früher beim RBB. (Foto: Oliver Feldhaus)
Ein Demonstrant wirbt auf seinem Shirt für Ken Jebsen, früher beim RBB. (Foto: Oliver Feldhaus)

Sind Leute wie Jebsen oder Elsässer sowie deren Anhänger aber eigentlich nur ein paar Spinner? Irrelevant und zu vernachlässigen? Leider nein. Denn die radikalen Verschwörungstheoretiker sind lediglich der Narrensaum einer viel größeren Anzahl von Menschen, die ähnlichen Ressentiments folgen – zumeist abgeschwächt und nicht so komprimiert. Am 3. Oktober wurde diese Anschlussfähigkeit an den Mainstream in Berlin in Person von Xavier Naidoo vorgeführt, der auf der Querfront-Veranstaltung sprach und zuvor bereits im ARD-Morgenmagazin die These verbreitete, Deutschland sei nicht souverän.

Die Ideologie der Irrationalität lässt sich – genausowenig wie Rassismus oder Homophobie – nicht auf „die Ränder“ der Gesellschaft oder politische Splittergruppen abwälzen. So postete beispielsweise die baden-württembergische SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle Ende September auf ihrer Facebook-Seite den Film „Die Macht der Rothschilds“. Inhalt: Die jüdische Familie kontrolliere die Medien, hätte „Kriege dirigiert“ und „Nationen in den Bankrott getrieben“. Weiter wird in dem Machwerk behauptet, die Rothschilds seien für den „Massenmord und die Verarmung von Millionen“ verantwortlich. Juden als Erklärung für Krieg, Wirtschaftskrisen und soziale Missstände. Es war dem Arbeitskreis der Jüdinnen und Juden in der SPD vorbehalten, Kritik an Wölfle zu üben. Die entschuldigte sich, betonte aber, mit Antisemitismus habe sie nichts zu tun. Dass Propaganda über Juden, die die Welt kontrollieren, in Deutschland eine gewisse Tradition haben könnte, scheint der Sozialdemokratin nicht in den Sinn gekommen zu sein. Was das Wissen über modernen Antisemitismus angeht, sind die Weltmeister der Geschichtsbewältigung wahre Amateure. Aber wie der Begriff schon andeutet: Geschichte wurde bewältigt – und damit zu den Akten gelegt.

Welterklärungsmuster für Denkfaule

„Der Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerle“ – ob der Sozialdemokrat August Bebel diesen weitsichtigen Satz tatsächlich geäußert hat, ist nicht eindeutig geklärt. Unabhängig davon ist er aber aktueller denn je: Denn die Zahl der Menschen, die mit Freiheit nicht umgehen können oder wollen, Angst vor ihr haben und sie deswegen bekämpfen, obwohl sie selbst hemmungslos von ihr profitieren, wächst – auch weil für konkrete Probleme und Ungerechtigkeiten einmal mehr abstrakte Sündenböcke gesucht werden.

In einer zunehmend unübersichtlichen, globalisierten Welt liefern Ressentiments und Legenden von geheimen Mächten sowie groß angelegten Verschwörungen abschließende Antworten auf komplexe Fragen. Der Antisemitismus erlebt somit im 21. Jahrhundert eine echte Renaissance – als Welterklärungsmuster für Denkfaule. Und Jebsen bedient exakt dieses Milieu, das den Antisemitismus als ideologischen Kitt für die zahlreichen Widersprüche in der eigenen wirren Weltanschauung benötigt. Nichts anderes beschreibt die Antilopen Gang nach meinem Verständnis, wenn sie textet:

Jeder kennt einen der von Verschwörung schwadroniert
Und er weiß wer die Medien und Börsen kontrolliert
Dem es leichtfällt die Welt in Gut und Böse zu sortieren
Und er kennt auch immer eine simple Lösung des Problems
Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien
Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten
All die Pseudo-Gesellschaftskritiker
Die Elsässer, KenFM-Weltverbesserer

Möglicherweise dürfte das Anwaltsschreiben also vor allem dem Bekanntheitsgrad des Songs nützen. Und daher nutze ich wiederum die Chance, einen Satz zu schreiben, der mir sonst wohl kaum über die Tastatur rutschen würde: „Das haben Sie gut gemacht, Ken Jebsen!“

34 Kommentare zu „KenFM und der Sozialismus der dummen Kerle

  1. Ken Jebsen ist doch nur ein armer Profilneurotiker, der ‚Aufklärung‘ vorgibt, wo er Selbstbestätigung und eine Bühne für seine Selbstdarstellung sucht. Man betrachte sich nur seine Videos, in denen er seinen Interviewgästen immer wieder die gleichen Fragen stellt. Seine vorgeschobene „Israelkritik“, und die Art der Argumentation, beweisen seine Latenz und Ressentimentgeladenheit. Er, der beständig die Kategorien links und rechts als Werkzeug der Herrschenden bezeichnet (wie es Protoantisemiten und Verschwörungsgläubige gerne tun), verklagt nun also diese Musiker, weil ihm deren kritischer Text ans Bein pinkelt. Tja, Pech Ken – wer das Maul aufreisst muss auch mit Kritik rechnen.

    Aber er war die vegangene Woche ja durchaus produktiv, gleich zwei mal hat er mit der Justiz gedroht, und wieder einmal mehrere Machwerke verbreitet, die vor Antisemitismus nur so strotzen. Das kann nur, wer aktiv ist, so wie Jebsen. Ich freue mich darüber, dass bei der Publikative diese Thematik einmal wieder Betrachtung findet, da die Abgrenzung gegenüber solchen Querfronterscheinungen leider an vielen Seiten bröckelt. So hat zum Beispiel der Macher der frag- und kritikwürdigen NAchdenkseiten, die sich auch immer wieder durch altbackenen linken Antisemitismus auszeichnet, Ken Jebsen ein Interview gegeben und diesen verteidigt – während Sarah wagenknecht und andere Mitglieder der Linkspartei zur Querfront-Demo am 13.12 in Berlin aufrufen.

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  2. „Möglicherweise dürfte das Anwaltsschreiben also vor allem dem Bekanntheitsgrad des Songs nützen.“ – Ja, aber das funktioniert auch in die andere Richtung. Ich habe in diesem Artikel offen gestanden das erste Mal überhaupt bewusst von diesem Jebsen gehört.

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  3. „In einer zunehmend unübersichtlichen […] Welt…“

    Ich glaube, dass genau hier ein erster Fehler bzw. ein erstes Zugeständnis an die neu erweckte Bewegung des politischen Irrationalismus liegt. Die Welt ist mitnichten komplizierter als etwa vor 100 Jahren, sie besteht nach wie vor – banal gesagt – aus einer Mischung aus Korporatismus bei zeitgleicher Konkurrenz, also einem ambivalenten Prozess, der aufgrund der ihm innewohnenden Dynamik immer wieder neu austariert wird.

    Dieser Prozess ist nicht kompliziert und benötigt nicht zwingend „einfache“ Deutungsmuster wie den Antisemitismus – vielmehr sollte hier schlicht von „Boshaftigkeit“ gesprochen werden. Wer sich die Videos und Beiträge von Elässer und gleichermaßen Jebsen durchliest/-sieht, vermag eine Sehnsucht nach der totalen Tyrannei der Gemeinschaft verspüren, in der die als Zumutung empfundene Individualität vollends aufgelöst wird. So jedenfalls lässt sich die gerade auf den „Montagsmahnwachen“ postulierte Mischung aus Wahn vom Weltsouverän, Gruppenkuscheln und pathetischem Emo-Freestyle erklären: Völkische Wärme gegen die kalte Welt des Geldes.

    Ich halte es für keinen Zufall, dass die Mobilmachung des Antirationalismus, wie er etwa von Jebsen repräsentiert wird, zeitgleich mit zunehmenden Protestmärschen abgehängter bzw. prekarisierter Schichten einhergeht, die wahlweise gegen „Salafisten“ bzw. „Asylanten“ hetzen (wobei stets der „Fremde“ als den „Volkskörper“ störendes Element gemeint ist). Vielmehr scheint dies für den fortschreitenden Zerfall der unteren Mittelschichten in diesem Land zu stehen.

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    1. Danke für Ihre Gedanken.

      Ich bin mittlerweile skeptisch, was das Erklärungsmuster der wirtschaftlich verunsicherten Mittelschicht angeht. Wo ist die denn eigentlich? Deutschland steht wirtschaftlich glänzend da, die Arbeitslosigkeit spielt in der Mittelschicht praktisch keine Rolle, die Metropolen florieren. Sind diese Leute wirklich vom „Abstieg“ bedroht? Selbst die Generation Praktikum findet gute Jobs. Der große Unterschied sind die oft kurzen Arbeitsverträge, die eine lebenslange Absicherung verunmöglichen.

      Ich denke aber mittlerweile, dass es sich um Teile (!!!) einer Mittelschicht handelt, die ideologisch nicht mit der Moderne klar kommt. Die AfD, Sarrazin & Co. bedienen vor allem etablierte Leute, die sich mittlerweile nicht mehr scheuen, offen nach unten zu treten. Es sind Leute, die sich trotzig gegen den Fortschritt stellen, weil einfach alles so bleiben soll, wie es ist. Die „Patriotismus“ wieder ganz normal findet. Die Individualität mit Egoismus und Arroganz verwechseln. Möglicherweise wird die wirtschaftliche Komponente einmal mehr bei der Erklärung von menschenfeindlichen Einstellungen total überschätzt?

      Gruß
      PG

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      1. Da haben Sie sicherlich nicht unrecht. In Deutschland gibt es – so meine Einschätzung – im Grunde nichts außer „Mittelschichten“, jedenfalls was die Selbsteinordnung der Leute angeht. Ich stimme Ihnen auch in der Hinsicht zu, dass wir hier von einem bestimmten Teilmilieu sprechen, das ein Problem mit der (Post-)Moderne hat; eine ähnliche Entwicklung, wie sie etwa Hans Mommsen für das ausgehende 19. bzw. beginnende 20. Jahrhundert im Bezug auf das deutsche Bürgertum konstatiert hat.
        Allerdings ist mir „Moderne“ zu sehr Überbegriff und daher zu wenig inhaltlich konzipiert. Der Witz an der Sache scheint mir zu sein, dass zwar etwa Sarrazin in seinem ersten Buch nach „unten“ tritt, diese Tatsache aber weitgehend unrezipiert geblieben ist (stattdessen war die „Islam-Kritik“ der Hauptaufhänger). Was ich damit meine: Die Leute, die etwa gestern in Marzahn gegen Flüchtlinge aufmarschiert sind, wähnen sich auf derselben Seite wie Sarrazin, obgleich der von ihm initiierte Diskurs auch gegen und gerade gegen „Unproduktive“ wie sie gerichtet ist (ich glaube, dass Schirrmacher das damals schon aufgegriffen hat).

        Noch einmal etwas zur wirtschaftlichen Komponente: Dass das (Sub-/Lumpen-)Proletariat keine Ketten, sondern mindestens einen Flachbildfernseher zu verlieren hat, mag ja die eine Sache sein. Jedoch wissen diese Leute doch, dass sie niemals an die Schlüsselpositionen dieser Gesellschaft (in der Beamtenrepublik Deutschland schon zeimal nicht) gelangen werden. Aus dieser Ohnmacht erwächst der Wunsch nach der (zumindest übergangsweisen) Herrschaft der reinen Gewalt, wie man das bei Hogesa gesehen hat bzw. sieht. Das könnte man nach dem Prinzip „Geltung durch Gewalt“ verkürzt zusammenfassen. Mir scheint das Besondere an Hogesa zu sein, dass hier ganz andere Milieus und Gruppen mobilisiert werden, die sonst auf keine Nazidemo kommen. Ferner – in Rückgriff auf die Überbetonung der Gewalt – ist diese Bewegung dem am italienischen Ursprung orientierten „Faschismus“-Begriff näher, als die völkischen Nazis von NPD bis Dritter Weg.

        Was wir gerade erleben (könnten), ist demnach eine Mobilisierung unterschiedlichster rechter Milieus, in einer bemerkenswerten Breite. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Antifa als Organisationsform faktisch tot ist.

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      2. Sie haben recht mit der Unschärfe des Begriffs der Moderne. Ich bin Journalist, kein Wissenschaftler – und neige dazu, Dinge zu vereinfachen, damit Texte leserlich bleiben (und um mich zu entlasten 😉 ).

        Es ist viel Bewegung in der Rechten (wieder ein Begriff, der ungenau ist, ich benutze ihn hier als Sammelbezeichnung) zu beobachten. Damit geht auch eine gewisse Dynamik einher, die bezeichnenderweise in der Linken oft fehlt. In der Rechten werden derzeit eine Menge Aktionsformen, Inhalte und Bündnisse ausprobiert, die AfD ist für mich der parlamentarische Arm dieser diffusen Bewegung (bislang ist die AfD daher ebenso diffus). Genauso wie Sie es treffend am Phänomen Sarrazin beschreiben, verkauft auch die AfD einen Marktradikalismus an Leute, die eigentlich nach Geborgenheit in einer Gemeinschaft suchen. Das ist schon ein starkes Stück.

        Wohin der Weg dieser Bewegung führt, ist derzeit sehr schwer vorherzusagen. Sie ist flexibel und offen, gleichzeitig zerstritten und von Leuten mit Napoleonsyndrom durchsetzt. Dass es nicht ganz ohne feste Organisation geht, hat HoGeSa gerade gezeigt. Gleichzeitig wollen die Leute aber keine Partei, wie Sie wiederum treffend bei HoGeSa anmerkten.

        Dazu kommt noch diese ganze Russland-Kiste, wo die Gräben noch einmal komplett durch diverse Milieus und Parteien verlaufen. Sehr spannend auf jeden Fall.

        Gruß
        PG

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      3. Ich glaube, hier spielt eher Ressentimentgeladenheit eine Rolle. Und Ressentiments bedient Jebsen fleißig. Er spricht mit seinen Antisemitismen aber bestimmt nicht bloß wirtschaftlich Verunsicherte an. Sieht man sich die Studie von Schwarz-Friesel an, so ist doch klar, dass er mit seinen hassgeladenen Botschaften zu Israel auch z.B Professoren beglückt. Guckt man sich einmal an, dass auch Albrecht Müller von den Nachdenkseiten ihm ein Interview gab, und ihn verteidigte, so wird deutlich, dass Jebsen für viele spricht.

        http://nazienkel.wordpress.com/von-antisemitischem-opfergestus-und-journalistischer-verantwortungslosigkeit/

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      4. und was ist dann aber mit der angst vor dem sozialen abstieg der vermeindlich so gut dastehenden mittelschicht? sind es nicht auch die rahmenbedingungen die letzten endes das thema arbeitslosigkeit doch sehr präsent machen in der sogenannten mittelschicht? ich verstehe den song von den antilopen noch ein stück weit anders…nämlich letzten endes vollkommen ironisch….mag jebsen vllt nicht der gallanteste „aufklärer“ sein, aber ist es nicht erstaunlich wieviele menschen darauf negativ anspringen wenn das wort verschwörungstherotiker fällt…und auf einmal landen alle in einen topf, die nur in irgendeiner form die gegebenen und vergangenen umstände in frage stellen…vllt ist das auch eine form des verständnisses.

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  4. „…und wer sich auch nur eine halbe Stunde mit dem modernen Antisemitismus als Welterklärungsmuster beschäftigt, der wird in den Textbausteinen und Redesalven Jebsens schnell und reichlich Beute machen.“
    Ein guter Text. Obigem Zitat kann ich aber nicht wirklich zustimmen. Bei den Autoren der Publikative kann man ja zu Recht erwarten, dass sie sich bereits eingehend mit dem Antisemitismus auseinandergesetzt haben. Für die meisten Menschen in diesem Land trifft das aber wohl leider nicht in dem Maße zu. Wer sonst zu dem Thema noch keine großen Vorkenntnisse hat und sich einmal eine halbe Stunde damit beschäftigt, dürfte auch kaum zu irgendwelchen echten Einsichten zu kommen. Da ist schon etwas mehr Aufwand nötig, das sollten Sie auch immer bedenken wenn Sie so etwas schreiben.

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    1. Um Ihnen dabei zu helfen, dem Zitat doch noch zustimmen zu können, hier mal ein paar Ausschnitte aus der Welt Ken Jebsens…

      In einem 57-minütigen Monolog (Titel: „Zionistischer Rassismus Opfer Günther Grass“) bringt er seine Sicht auf die angebliche jüdische Weltverschwörung auf den Punkt (https://archive.org/details/KenfmZionistischerRassismusOpferGuenterGrass). So sagt er, nachdem er über Auslandseinsätze der USA und Wasserprivatisierung schwadroniert hat:

      „Nur wer profitiert? Die, die an den entscheidenden Stellen Meinung manipulieren können, da sie zumindest die Massenmedien der Supermacht weitgehendst [sic!] beherrschen und die, die vor allem die US-Außenpolitik seit Jahrzehnten derart unterwandert haben, dass es ihnen gelungen ist, Amerika dazu zu bringen Kriege zu führen, die […] ganz offensichtlich antiamerikanisch sind […]. Man muss die Drahtzieher dieser imperialen Politik nicht mit der Lupe suchen. Im Gegenteil, sie treten immer dreister in der Öffentlichkeit auf und präsentieren sich als Verkünder einer neuen Weltordnung, die sie bereit sind, für uns durchzuziehen – selbslos. Es sind allen voran radikale Zionisten mit US-Pass, deren Hobby Israel ist und deren Lieblingssport im Schlachten von Arabern besteht“ (‚8:30-9:23).

      Im Weiteren präzisiert er dann die Eigenschaften der angeblichen „Israel-Lobby“: Sie hat wahnsinnig viel Geld, Meinungsmacht etc. pp.
      Ich könnte das noch weiter ausführen, halte dies aber wirklich nicht für notwendig, da aus obigem Wortwust schon mehr als deutlich wird, dass es sich bei Ken Jebsen um einen lupenreinen Antisemiten handelt*… (über Anwaltspost freue ich mich übrigens immer, falls Sie das lesen sollten, Herr Jebsen!).

      Als wäre dies nicht schon genug, übt sich Jebsen (in orthographisch kreativer Weise) auch noch in der Leugnung des Holocaust:

      „ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat. der neffe freuds. bernays. in seinem buch propaganda schrieb er wie man solche kampagnen durchführt. goebbels hat das gelesen und umgesetzt“.
      (Jebsen in einer Mail an einen Hörer, zit. nach http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11657)**

      *Der Kommentar stellt die Einschätzung unseres Lesers LF dar. **Für diese Ausführungen hat sich Jebsen entschuldigt, soweit uns bekannt ist.

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      1. ich verstehe nicht diese schnelle schlussfolgerung „lupenreiner antisemit“. wenn die worte israel und zionismus fallen, und man auch noch dagegen etwas sagt ist man gleich ein lupenreiner antisemit…also bitte ehrlich…ich habe gerade ein wenig das gefühl, dass hier doch gewisse hetze betrieben wird, warum…das würde ich doch gern wissen!!!…wobei ich mir die gründe schon denken kann, mich damit aber ebenfalls zu weit aus dem fenster lehnen würde…und letzten endes ebenfalls noch als antisemit dargestellt werde, in der wohl perversesten art und weise die es heute anscheinend gibt. ich finde es echt erschreckend, wer der NAZI heute alles ist…un d so viele lassen sich einlullen. NAZI sein hat heute meiner meinung nach nicht mehr zwangsläufig was mit antisemitismus zu tun, das ist meiner meinung nach zu kurz gegriffen…

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      2. Ken Jebsen als „lupenreinen Antisemiten“ zu bezeichnen, bedeutet nicht gleichzeitig, dass er ein „Nazi“ ist. Ihr (und Jebsens) Fehler liegt gerade darin, dass Sie Antisemitismus offenbar ausschließlich mit dem Nationalsozialismus verbinden. Selbigen gab es jedoch schon lange zuvor: Ganz abgesehen von dem jahrtausendealten christlichen Antijudaismus, der – wie ich gerade auf einem Vortrag erfahren habe – in der englischsprachigen Literatur auch als Antisemitismus bezeichnet wird, hat sich im deutschen Kaiserreich bereits 1879 die sogenannte „Antisemitenliga“ gegründet, in der Ideologen wie Wilhelm Marr die wesentlichen Elemente des heutigen Antisemitismus bereits vorgeprägt haben (Ausschnitt aus http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitenliga):

        „1879 vertrat er in seinem Bestseller eine Verschwörungstheorie, die seitdem zum Standardrepertoire von Antisemiten gehört, Dem Semitismus gehört die Weltherrschaft […]:

        ‚Ihr wählt die Fremdherrschaften in Eure Parlamente, Ihr macht sie zu Gesetzgebern und Richtern, Ihr macht sie zu Diktatoren der Staatsfinanzsysteme, Ihr habt Ihnen die Presse überantwortet […]‘.

        Damit prägte Marr die Idee eines alle Staaten Europas durchdringenden und ‚zersetzenden‘ angeblichen Weltjudentums“.

        Genau wie bei Ken Jebsen wurde also schon damals die verschwärungstheoretische Vorstellung eines international strippenziehenden, meinungsbeherrschenden Judentums geprägt. Wenn Sie jetzt noch behaupten, dass Jebsen nicht in der gleichen „Liga“ spielt, bwz. kein Antisemit ist, dann weiß ich auch nicht, wie ich Ihnen dies noch vor Augen führen kann.

        Im übrigen würde es mich sehr interessieren, welche „Gründe“ Sie hinter meinen Ausführungen vermuten… Gehöre ich etwa auch zur angeblichen „Judenlobby“?

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      3. hm, interessante ausführung. leider kann ich nicht mit so vielen hard facts argumentieren, wie sie. was ich jedoch kann und weiss, dass es einen unterschied gibt zwischen zionisten und juden… beide haben ihre schnittmenge im glauben, allerdings war es das dann wohl schon…ich denke sogenannte verschwörungstheorien haben immer auch einen wahren kern…den allerdings muss man erstmal finden. und die grenzen sind unendlich fein, also ich meine kritik zu äussern, ohne dass sich der allgemeine jude angesprochen fühlt oder eben nur der „zionist“ welcher vllt eher angesprochen sein sollte…und ich glaube das ist das grundlegende problem am verstehen von ken jebsen. letzten endes liegt dieses beim versteher, alo beim empfänger…und seiner anschauung der welt vllt würde ich sagen. also nicht nur ken jebsen macht die meinung, sondern eben auhc die, die sich für seine interessieren, sag ich mal bzw. vllt auch nur einseitig interessieren…soviel kann ich dazu nur sagen. und nein, ich zähle sie nicht zur judenlobby…warum? ich finde in der thematik was juden, israel, palästiner etc angeht wird viel zu viel schwarz weiss gedacht…aber damit kommt man nicht voran…meiner meinung nach. ist allerdings immer ein stück weit einfacher, aber wem trägt dieses denn bei? einer friedlichen lösung? nein ich denke nicht, eher bleibt es starr und unveränderbar, zum größten teil sag ich mal…also wieder sind die einen dagegen und die anderen dafür…letzten endes immmer die grundlage für kriegerische ausseinandersetzungen, dies allerdings auch im weitesten sinne 😉

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      4. Hallo Silke,

        mir ist durchaus bewusst, dass es Jüdinnen und Juden gibt, die sich offensiv gegen den „Zionismus“ bzw. die jüdische Nationalbewegung positionieren und ich würde auch nicht prinzipiell sagen, dass das dann sofort als Antisemitismus zu qualifizieren ist (so verwerflich es aus Meiner Sicht auch ist, das Existenzrecht des Staates Israel in Frage zu stellen). Spätestens wenn Mitglieder der ultraothodoxen Gruppierung Neturei Karta an den iranischen Holocaustleugner*innenkonferenzen teilnehmen (http://de.wikipedia.org/wiki/Neturei_Karta), oder jüdische Intellektuelle wie Judith Butler sich positiv auf die Hamas beziehen (http://www.matthiaskuentzel.de/contents/butler-rennt), wird von „anti-zionistischen“ Jüdinnen und Juden aber auch wieder eine Schublade aufgemacht, die zur Relativierung von Massenmord und Vernichtungsphantasien führt.

        Umso kritischer sehe ich es allerdings, wenn deutsche Staatsbürger wie Ken Jebsen mit antisemitischen Klischees (jüdische Weltherrschaft etc.) nur so um sich werfen. Das hat nicht das Geringste mit einer sachlichen Kritik an der Politik der israelischen Regierung und/oder jüdischen Gruppierungen zu tun. Ich bezweifle sehr, dass sich Jebsen überhaupt inhaltlich mit der politischen Ideologie des Zionismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus) befasst hat. Bei ihm ist das Wort lediglich ein Synonym für die „jüdische Weltverschwörung“ und in diesem Sinne ist SEIN (!) Anti-Zionismus tatsächlich nichts anderes als Antisemitismus.

        Was den Konflikt zwischen Israel und der Hamas angeht, halte ich es nicht für falsch, schwarz-weiß zu malen. Das bedeutet für mich jedoch nicht, dass ich mich mit der im Hamas-Territorium lebenden Bevölkerung nicht genauso solidarisiere, wie mit der israelischen (soweit sie nicht die Politik der Hamas unterstützen, der es letztendlich – wie schon den Nationalsozialisten – darum geht, „die Juden aus[zu]löschen“ http://www.matthiaskuentzel.de/contents/die-juden-ausloeschen). Aus meiner Sicht ist jedoch gerade den Menschen, die in den palästinensischen Gebieten von der Hamas unterdückt werden am wenigsten damit geholfen, reflexhaft alle militärischen Schritte der israelischen Politik zu verurteilen.

        Tut mir Leid, dass ich Ihnen unterstellt habe, mich zur angeblichen „Juden-Lobby“ zu zählen. Ich war nur hellhörig geworden, als ich las, dass Sie sich meine „Gründe schon denken“ könnten. Ich hoffe sehr, dass Sie der konfusen und menschenverachtenden Ideologie Ken Jebsens nicht auf den Leim gehen!

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      5. Ich glaube da haben sie mich falsch verstanden. Dass Ken Jebsen ein Antisemit ist und als solcher auch recht leicht zu erkennen, das möchte ich nicht in Abrede stellen. Ich wollte nur sagen, dass man sich etwas mehr als eine halbe Stunde mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen müsste um das eben auch erkennen zu können. Es ist doch gerade die Krux, dass struktureller Antisemitismus, weil er so weit verbreitet ist, nur als solcher wahrnehmbar ist wenn man sich einmal etwas eingehender mit den Verhältnissen in der bürgerlichen Gesellschaft befasst.

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      6. Das tut mir aufrichtig Leid – da habe ich Sie tatsächlich vollkommen falsch verstanden… Hatte wohl irgendeine Hirnblockade, die sich jetzt aber gelöst hat ;-). Die Kernaussage Ihrer Kommentare leuchtet mir durchaus ein!

        Dass Sie von „strukturelle[m] Antisemitismus“ sprechen, ist auch eine sehr gute Anmerkung! Der Begriff hilft mir, das zu unterstreichen, was ich in meinen Kommentaren an Silke ausdrücken wollte: nämlich dass moderner Antisemitismus mitnichten immer rassistisch geprägt sein muss und dass er sich auch nicht auf Judenhass beschränkt, sondern (besonders in bürgerlichen Kreisen) größtenteils einfach bestimmte Klischees bedient, die in einer klaren Tradition mit historischen Erscheinungsformen des Antisemitismus stehen (vgl. http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37945/antisemitismus?p=0 / http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37945/antisemitismus?p=1).

        Jebsens antizionistischer/antiisraelischer Antisemitismus gehört vermutlich auch in diese Kategorie. Da er selbst behauptet, einer jüdisch(-iranisch)en Familie zu entstammen (18′: 24 https://www.youtube.com/watch?v=4Mk2jpROn3E) würde ich ihm – auf meinem gegenwärtigen Kenntnisstand – zumindest keinen rassistischen Antisemitismus unterstellen.

        Das Beispiel zeigt allerdings wieder sehr anschaulich, dass auch Menschen mit jüdischem Background nicht vor antisemitischen Denkfiguren gefeit sind (so auch im Falle von Max Blumenthal, der nach dem „Toiletten-Gate“ im Bundestag offenbar davon ausgeht, dass Gregor Gysi und andere deutsche Politiker einem „Netzwerk“ des jüdischen US-amerikanischen Milliardärs Sheldon Adelson auf den Leim gegangen seien http://www.heise.de/tp/artikel/43/43318/1.html).

        Besonders verwunderlich ist das allerdings auch nicht – schließlich können im „Westen“ lebende Menschen auch verschwörungstheoretischen Quatsch über „den Westen“ verbreiten, wie die Montagsdemo-Klientel dies ja immer wieder zeigt, und Menschen mit Migrationshintergrund, wie Akif Pirincci, können gegen Migration hetzen…

        Nochmals sorry für die Fehlinterpretation Ihres Kommentars!

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  5. Hab mich über den Beitrag gefreut, kann ihn leider zur Zeit aus juristischen Gründen wegen einer einzigen Zeile nicht „teilen“. Ich hab inzwischen ein mehr als 120-seitiges Manuskript über Jürgen Elsässer (Hintergrund für den Prozess, der demnächst in die II. Instanz vorm Oberlandesgericht München geht) und im Rahmen dessen habe ich seit Anfang des Jahres auch reichlich Ken Jebsen-Material gesammelt. Die Kunstfreiheit und die Offensichtlichkeit sind hier auf der Seite der Antilopen Gang, der ich alles Glück wünsche, auch für ihr Album!

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  6. Was ist aus Jebsens ‚genialer‘ Taktik geworden, die ‚Antisemitismuskeule‘ mit der Gegenfrage ‚Ist Antisemitismus in Deutschland denn verboten?‘ zu entkräften [s. u.a. das Interview mit dem Hanswurst von Jung&Naiv (~ab 24:00): https://www.youtube.com/watch?v=4Mk2jpROn3E%5D?

    Und seine ‚Entschuldigung‘ für den Beitrag ‚Zionistischer Rassmismus‘ (der meines Wissens immer noch in Originalform auf dem KenFM Channel abrufbar ist) kann man kaum ernst nehmen, wenn Jebsen und Pedram Shahyar im selben Beitrag wieder mit ihrer ‚Israelkritik‘ im selben Grundtenor (Israel als Apartheidsstaat, ‚Imperiale Barbarei‘, Zionismus= Rassismus) hausieren gehen.
    Highlight: Pedram nimmt Kens Entschuldigung im Namen der Allgemeinheit an (~ ab 40:00): https://www.youtube.com/watch?v=24AwvpTNp8g

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  7. ken jebsen spricht doch von radikalen zionisten und nicht von juden, als ursache fuer etliche seiner themen…wieso wird er dann als antisemitisch bezeichnet und nicht, was er wahrscheinlich auch nicht per anwalt anfechten wuerde: ein anti
    zionist…muss schon sagen, dass ich von euch hier mehr differenzierung erwartet haette 😉

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  8. die kanzlei hat sich bereits einen namen als schmierige abmahnmaschine gemacht. man könnte daher auch davon ausgehen, das ken j. gar keine ahnung von dem schreiben hat, und die anwälte in gepflegter abzocketmanier hier in geschäftsführung hne auftrag unterwegs sind. das geht hier, und sogar gut honoriert, entsprechend § 684 bgb

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  9. Die Herren Anwälte kommen nicht weit. Freie Meinungsäußerung und Kunstfreiheit. Das Geld von dem Verschwörungsheini für ihr Mandat nehmen sie natürlich trotzdem mal mit 😉

    Mein Tipp an Herrn J: Er könnte doch nach Russland auswandern. Hat jeder was von. Und über freie Meinungsäußerung muss er sich da nicht ärgern.

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  10. das ken fm nicht alzu gebildet ist und mit klishees auf kosten anderer ein namen macht..ändert nix an der tatsache, das die antilopen genauso sind. ich kenne auch genügend nicht antisemiten/ verschwörungstheretiker welche die antilopen für hetzende apolitische masculinistisch und rassistische akedemiker kinder halten. mensch muss doch nur mal auf ne antilopen konzert gehen um zu sehen wer da mit seine kunst an wem gewalt ausübt. und gegen kritik scheinen sie auch imun zu sein.. warum dann euch nicht anzeigen.. ihr profitiert doch von den herschenden verhältnissen. kritik nihmt ihr nicht an.. anstatt euch zu verprügeln ist ne anzeige wohl noch das „vernünftigste“.

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    1. @kyrosh
      Kann ich so nicht teilen. ‚Dumme Akademikerkinder‘ ist auch nicht zu kommentieren. Wenn Du ein Problem damit hast, einfach nicht anhören.

      Ich finde besagten Track super. Kolja war vor Jahren mal mit anderen Hiphopern bei einem Solikonzert, welches ich mit veranstaltete. Was ich da erlebte, waren nette junge Männer. Keine Ahnung, wo Du deine Erfahrungen her hast…

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  11. Zu den besonderen Verdiensten Henryk M. Broders gehört es, maßgeblich dazu beigetragen zu haben, dass Jebsen wegen seines unerträglichen Wortgeblubbers nicht mehr für einen öffentlichen Sender arbeiten.
    Broders Kommentar hierzu, wie auch zu diversen Leserbriefen von Jebsen-Fans, aus dem Jahr 2011:
    „Für Kens Fans ist die Sache nicht vorbei. Wie ihr Guru sind sie natürlich keine Antisemiten und verurteilen den Holocaust, wie dieser hier:

    =Wenn Juden über Fernsehsender und über den Rest der Medienwelt in Deutschland herrschen, und bestimmen wer gefeuert wird und wer bleiben darf (Ken Jebsen), dann läuft hier gewaltig etwas schief.

    Das ist wirklich traurig, denn genau deswegen wurden Sie vor 60 Jahren in diesem Land ja auch so gehasst!

    Ich bin vielleicht mit meinen 20 Jahren noch sehr jung, aber ich kann nun ohne Zweifel sagen, dass Hitler Recht hatte!

    Nicht mit dem Holocaust, dieses unmenschliche und widerwärtige Verbrechen, aber mit seiner Meinung zum Weltjudentum…

    Hitler hätte damals man besser alle Juden ausweisen lassen sollen und gut is. Dann hätten doch Amerika oder Frankreich oder was weiß ich wer sie aufnehmen können (genug Geld hatten die Juden ja in Deutschland sowieso schon genug angehäuft…), aber wir Deutschen wären endlich wieder frei gewesen, ohne den Marionettenspieler im Hintergrund…

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/post_vom_piraten_nationalzionisten_haben_israel_okkupiert_wie_nazis_33_deut

    Nazienkel hat auf Jebsens redliches Bemühen hingewiesen, nun zig oder sogar hunderte von überzeugten Antisemiten, Antizionisten, Reichsbürger und Verschwörungspathologen ins Internet zu stellen.

    Da möchte ich aus gegebenem Anlass einem Jahrzehnte langen Mitarbeiters eines von der DDR bezahlten Verlages (der ehemals in Köln ansässige Pahl-Rubelstein Verlag 😉 und treuen Mielke-Anhänger denn doch die Ehre erweisen, die ihm gebührt: Kürzlich hat Jebsen Werner Rügemers „Laudatio“ auf eine besonders veritable „Antizionisten“ online gestellt (bei der Onlinestellung hatte das Video laut Selbstdarstellung bereits weit über 20.000 Aufrufe 😉 ). Der ehemalige Mielke-Sympathisant Rügemer (er hat bis heute einen Lehrauftrag an der Kölner Universität, was eigentlich verwundern sollte) fabuliert hierin in entfesselter Weise über „Staatsräson gegenüber Israel“:

    Fünf Jahre zuvor hatte eben dieser Rügemer schon einmal einen Beitrag über einen „Besuch in einer Synagoge“ veröffentlicht, der Seinesgleichen sucht. Siehe Adriana Stern in haGalil: „Mehr als Klüngel und Korruption: Die verschroben antisemitische Weltsicht von Werner Rügemer“.
    http://www.hagalil.com/archiv/2009/10/30/ruegemer/

    Siehe hierzu auch die Stellungnahme des Kölner Bündnisses gegen Antisemitismus: http://www.hagalil.com/archiv/2014/09/27/alte-feuerwache/

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  12. Finde es sehr bedenklich, das es immer noch viele Leute gibt welche die globale Politik nicht verstanden haben.
    Ich würde mich auch nicht als „Spezialist“ in diesem Gebiet bezeichnen, jedoch kann sich jeder der sich ein bisschen mit diesem Thema beschäftigt feststellen das keine Lösung in den Konflikten angestrebt wird. Viel eher werden Konflikte geschürt.

    Das hier hautpsächlich über Ken Jebsen als Person hergezogen wird und jedes einzelne Wort was er mal gesagt hat auseinander genommen wird und hinein interpretiert wird was er wohl damit gemeint haben könnte stehen in keinem Zusammenhang mit der derzeitigen Situation.
    Es hat wohl keiner den Ernst der Lage verstanden, das es eigentlich auch ohne Kriege, Auseinandersetzungen, Religionen genug andere Probleme gibt die auf dieser Welt angegangen werden müssen. Bsp.: Klimawandel, hungernde Menschen (Kinder), Armut, umweltschonende Energien etc.

    Das Ken Jebsen mit seinen Ansichten nicht allein da steht kann auch 1x monatlich auf ZDF bei der Anstalt gesehen werden:

    Zu dem „Song“: Das beste daran ist das er sich zumindest reimt, dabei will ich es aber auch belassen.

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  13. Leersätze:

    1.) Die Masse irrt nie. Wichtigster Lehrsatz deutscher Geschichte.

    2.) Die „MSM“ lügen.
    Nur die Anstalt lügt nicht.

    3.) Antisemitismus ist ein Totschlagargument. (Lebt Jebsen eigentlich noch? Bei den vielen Schlägen)

    Die Argumente der Jebsen-Fans (die meisten Jebsen-Fans verstehen die ‚globale Politik‘) werden aber auch immer besser…

    Wer hat mehr?
    Wer hat schönere?
    Wer hat tollere Begründungen

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