Europa 2014: „Jude, verpiss dich!“

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Im Europa des Jahres 2014 ist der Hass auf Juden wieder laut zu hören: Tausende Rechtsextreme, Nationalisten und katholische Abtreibungsgegner sowie Schwulenhasser sind durch Paris gezogen. Dabei skandierten Teilnehmer Parolen wie „Jude, verpiss dich!“. Viele solidarisierten sich mit einem Komiker, der ein Paradebeispiel für eine neue antisemitische Querfront ist. 

Von Patrick Gensing 

Aufruf "Jour de Colere" im Netz
Aufruf „Jour de Colere“ im Netz

Die Initiatoren des „Tags des Zorns“ sprachen von mehr als 100.000 Demonstranten. Die Polizei zählte bei strömendem Regen nach eigenen Angaben rund 17.000 Teilnehmer. Auf jeden Fall waren es also viele Tausend bis Zehntausende Menschen, die durch Paris marschierten, um gegen den sozialistischen Präsidenten Hollande, die Ehe für alle, gegen Juden und für Familie und Vaterland zu demonstrieren. Dabei gab es auch Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Bereits im vergangenen Jahr hat die französische Rechte bei Protesten gegen die Ehe für alle ihre Fähigkeit zur Mobilisierung gezeigt.

Lesetipp: “Made in Papa + Maman”: Frankreichs Kämpfer gegen die Ehe für alle

Im Jahr 2014 geht es vor allem gegen Europa und Juden. Bei der Europawahl ist in Frankreich (und weiteren europäischen Staaten) ein massiver Rechtsrutsch zu erwarten, zudem erhitzte zuletzt die Debatte um den Komiker Dieudonné das Land.

Der Tagesspiegel berichtete über den Komiker:

„Ich möchte mich an Hitler wenden“, sagt der Mann auf der Bühne, und das Publikum des vollbesetzten kleinen Theaters spitzt gespannt die Ohren. „Dieser Monsieur war kein Rassist“, fährt er fort. „Er war wie die anderen, nicht schlechter.“ Begeisterter Applaus. „Welches ist das Neonazi-Projekt heute?“, fragt er weiter. „Ein kollektiver Selbstmord im Bunker? Die Produktion von Seife aus den Stars des Pariser Showgeschäfts?“ Dröhnendes Gelächter. Und dann kommt er zur Sache, um die es ihm zu gehen scheint, die Ausbreitung antijüdischer Klischees bis hin zur Behauptung, Israel regiere Frankreich: „Der einzige Hass, den ich kenne, ist der Hass der Juden auf die Welt.“

So geht es Abend für Abend im Théâtre de la Main d’Or im elften Pariser Arrondissement zu, wenn der Komiker Dieudonné vor seinen Fans das, was er für Humor hält, absondert, sich damit aber den Ruf eines antisemitischen Hetzers eingehandelt hat. Seine braunen Possen krönt der 47-jährige dunkelhäutige Bartträger jedes Mal mit dem „Quenelle“ (Klößchen) genannten umgekehrten Hitlergruß. Dazu streckt er den rechten Arm nach unten und legt die linke Hand quer über die Brust. Einen makabren Höhepunkt seiner Auftritte erreichte er kürzlich, als er dem Journalisten Patrick Cohen, der ihm ein „krankes Hirn“ bescheinigte, nachrief, es sei schade, dass er den Gaskammern entkommen sei.

An der Existenz dieser Kammern zweifeln indes viele Demonstranten in Paris. Sie skandieren Parolen wie „Faurisson hatte Recht, die Gaskammern sind Schwindel!“ Bei Faurisson handelt es sich um einen bekannten Holocaust-Leugner. Außerdem riefen Demonstranten „Juden, verpisst Euch!“. Frankreich gehöre nicht den Juden.

Während also beim französischen „Tag des Zorns“ die antisemitische Figur des jüdischen Vaterlandsverräters lautstark wiederbelebt wird, setzt sich die BDSmovement unterstützt von vielen Linken für weitere Boykottaktionen gegen Israel ein.

Zuletzt wurde die Schauspielerin Scarlett Johansson Ziel der Aktivisten, die sich pro-palästinensisch nennen, aber eigentlich hauptsächlich anti-israelisch handeln, wie der Umstand zeigt, dass das Aushungern eines palästinensischen Flüchtlingscamps in Syrien kaum eine Rolle in diesen Kreisen spielt. Auch hier gilt: Denn es geht um die „Täter“, nicht um die „Opfer“.

Lesetipp: Protest gegen Indien als Lehre aus Auschwitz

Was das mit den antisemitischen Protesten in Frankreich zu tun hat? Eine Menge: Der Komiker Dieudonné ist nicht nur ein Freund der Holocaust-Leugnung, sondern bedient sich auch der Tarnung des „Antizionismus“, mit dem sich Querfronten von Ahmadinedschad über europäische linke Antiimperialisten bis hin zu Neonazis schmieden lassen.

Für jeden etwas dabei

Der italienische Journalist Giulio Meotti brachte diese politische Verwahrlosung gekonnt auf den Punkt:

Dieudonné pleases everybody’s personal form of anti-Semitism: the leftist audience with the white slavery discourse, anti-Americanism and colonialism, the never dulled sense of the guilty; he excites resentment among the youth of the suburbs, the excluded, the pariahs; he courts the neo-Nazis with anti-European nationalism, and especially he excites the Muslims with slander against the Jewish State.

Dieudonné’s „quenelle“ embodies a grudge, a pallor, a hidden passion, that of the poor against the rich, of the immigrants against the locals, of non-Jews against Jews, and, of course, of everybody against Israel.

Zu ergänzen wären noch die selbsternannten Freunde Israels und der Juden, die den Antisemitismus anderer benutzen, um ihrem eigenen Hass auf Muslime einen zivilisatorischen Anstrich zu verpassen.

Einmal mehr ist es also die Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit, die den Antisemitismus so unheimlich erfolgreich machen.

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Siehe auch: Schaumschlägerei gegen AntisemitismusCDU, FW und DLVH verhindern StolpersteineElsässers Volksfront: Sarrazin, Herman und Scholl-Latour gegen die “Schwulen-Ehe”Karikatur im “Stürmerle”: Die Banalität des GutenHawkings Israel-Boykott: “Schwerwiegende Heuchelei”Deutsches Stiftungsgeld für antiisraelische Propaganda?

Dank an Andrej für die Übersetzung!

77 Kommentare zu „Europa 2014: „Jude, verpiss dich!“

  1. Herr od. Frau „Nazienkel“:

    „@Max
    Sie weigern sich also, über einen Fakt wie sekundären Amtisemitismus zu reden? Sie beziehen jede Organisatoon gegen Israel als förderlich für -was eigentlich? Für eine friedliche”“ Zwei-Staaten-Lösung?“
    Hat Max das im vorherigen Kommentar behauptet oder irgendwie gesagt?-Nein! Es bestaetigt eher sein Vorwurf an die jenigen, dass wer Israels Siedlungspolitik kritisiert „Antisemit“ seien „muss“. Ihre Vorwuerfe sind unredlich und der Rest ihres Zitates ist wohl eher aus ihrem reflexievem Verhalten zu erklaeren.

    Liebe „Kanalratte“:

    „Ich weiß jetzt zwar nicht genau was du damit meinst, aber im Grunde weiß doch jeder, dass es diesen Menschen darum geht, dass Israel dort im Nahen Osten aufhören soll zu existieren. Das ist Israelfeindlich und auch durchaus Judenfeindlich, weil Israel das Land der Juden weltweit ist. Kommt es in Frankreich zu Pogromen, werden sich die Juden nach Israel flüchten. Ein Land das Juden Schutz gewährt, das ist die Absicht Israels, der Grund für das Bestehen Israels.“
    Also „weiss“ jeder Mensch, dass Kritik an die jeweilige Regierung in Israel in dem eigentlichen „Wunsch“ der Vernichtung Israels besteht? Mannomannomann-ihr Weltbild ist wirklich simpel gestrickt. Der Rest ihrer Ausfuehrung haben sie schoen auswendig gelehrnt. Weil das „zivilisatorische“ Deutschland einen industriellen Massenmord begannen hat und das „aufgeklaerte“ Europa mehr oder weniger zugeschaut hat, gibt es anscheinend keine Palistinenser od. Araber od. was weiss ich, und wenn es die doch geben sollten, haben diese den Mund zu halten. Ein Unrecht mit einem andern auszugleichen, soetwas kann sich auch nur ein Kulturalist im sicheren Ohrensessel von zuhause ausdenken („Sind ja auch Türken.“, passt prima, nicht wahr?-Achtung, Satire!). Schoen fuer sie, dass sie weder als das Eine noch als das Andere da wohnen muessen…(Wenn sie mir antworten, lesen sie bitte den Kommentar genau durch, bevor sie mir etwas unterstellen wollen. Danke!)

    Hallo „Gallendieter“:

    “Zu ergänzen wären noch die selbsternannten Freunde Israels und der Juden, die den Antisemitismus anderer benutzen, um ihrem eigenen Hass auf Muslime einen zivilisatorischen Anstrich zu verpassen.”
    Was sie als so passend von Herrn Gensing empfinden, finde ich eher schwach. Erinnert mich doch so ein Satz als „Final words“ eines Schulaufsatzes der Sorte „Pro“ und „Contra“ (z.B. „Pro Tempo 100 oder Kontra Tempo 100“). Da ging es auch darum gegensaetzliche Meinungen aufzuzeigen, sich ein eigenes Meinungsbild zu erschliessen, ein Fazit zu finden und der Ausgewogenheit wegen (Lehrer fanden so etwas immer toll)mit eben versoehnliche „Final words“ enden zu lassen.
    Deshalb liesst sich dieser Satz am Ende des Artikels auch wie „angeklatscht“. Gerade zum Thema hat es Herr Gensing immer sonst versaeumt auf eben dieser Tatsache hinzuweisen. Er war ja lieber damit beschaeftigt Linke Politik, oder das was er dafuer haelt, als antisemitisch zu entlarven, dafuer hat er von mir u.a. oft schelte bekommen.
    Wie gesagt, um nicht als Kulturalist dazu stehen, hat er versucht noch eben so die Kurve zu kriegen und schiebt halt so ein Satz nach.

    @Uri:

    „Broder Fan Max“- sie sind ja gar nicht polemisch ;), wohl auch deshalb der explezite Hinweis, dass ihr „Bekannter“ „ehemals aus dem Iran“ kommt…

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  2. @fred
    Also so langsam reicht es doch. Niemand hier sagt, dass Israelkritik pauschal Antisemitismus bedeutet. Genauso aber kann nicht pauschalisierend das Gegenteil gesagt werden. Der Ton macht die Musik, Fred.
    Auch entlarvt hier niemand generell „Linke Politik“ als antisemitisch – wo soll das geschehen sein? Auch Hr. Gensing tat dies nicht. Verstehen Sie womöglich etwas falsch? Zb, dass Anschlussfähigkeit keinen Anschlusswillen bedeuten muss? Er kann…
    Was erwarten Sie eigentlich als Quintessenz dieses Artikels – einen Aufruf zum Boykott Israels? Als Schluss eines Artikel zu Judenhass in Europa? Wäre dies für Sie okay? Würde ihn das glaubwürdiger machen? Und was ist „Linke Politik“? Was gehört dazu – etwa das kritisieren von Israel als Reich des Bösen, welches mit dem Teufel um Bunde ist? Das ist reichlich einseitig. Auch könnten Sie Ihren utopischen Ansatz mir erklären, worin „Linke Politik“ besteht oder zu bestehen habe.

    Das klingt alles zu sehr nach: „es darf nicht sein, was nicht sein darf“.

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  3. Ein Nachtrag: Was heißt „Querfront“?
    Nachfolgend eine antisemitische Hetzrede von Abu Bakr Rieger, ein deutscher Konvertit und Jurist, u.a. Herausgeber der „Islamischen Zeitung“. Rieger ist einer der drei „gleichberechtigten“ Herausgeber von Elsässers Querfront-Magazin. Gehalten hat Elsässers Freund Rieger seine Brandrede 1993 oder 1994 in Köln, vor Metin Kaplans Organisation „Kalifatstaat“; Kaplan sitzt heute in einem türkischen Gefängnis
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31105827.html
    Elsässers antisemitischer Mitkämpfer Rieger führte in Köln u.a. aus:
    „Wir sind eine Gruppe deutscher Muslime und freuen uns, dass wir hier von Euch türkischen Brüdern so freundlich aufgenommen wurden. (…) Wie die Türken haben wir Deutschen in der Geschichte schon oft für eine gute Sache gekämpft, obwohl ich zugeben muss, dass meine Großväter bei unserem gemeinsamen Hauptfeind nicht ganz gründlich waren.“

    Ansonsten, zu Querfront in der Bundesrepublik: „Solidarische Reise gegen die zionistische Bedrohung“:
    http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/30/solidarische-reise/

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  4. Liebe Leute,

    eines zeigt mir dieser „Diskurs“ als einziges wirklich deutlich: Gegen derart verhärtete Weltbilder anzureden ist harte Arbeit. Gegen nichts von dem, was ich kritisiert habe wird auch nur ansatzweise inhaltlich argumentiert.

    Ich habe als einziges gesagt: Es ist unredlich, diejenigen die Boykottaufrufe gegen Israel starten, pauschal mit Antisemiten in einen Topf zu werfen.
    Und ich habe gesagt, die Besiedlung des Westjordanlands durch Israel ist rechtswirdrig.

    Und was bekomme ich: Tonnenweise Unterstellungen, was in meinem Kopf, oder den Köpfen der Aktivisten gegen die Israelische Politik vermeintlich los sei (derart esoterisches Vermutungen-zu-Tatsachen-stricken ist im Bereich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vielleicht gut aufgehoben, aber nicht bei einem antifaschistischen Blog).
    Dann wird mir noch einen Cicero-Artikel („Cicero“, echt jetzt?!?!?) als Entkräftung eines IGH-Gutachtens entgegengehalten und von der selben Person, die sich an diesem arg dürren Ast festhält – Hallo Patrick – wird mir noch gesagt, ich würde mich selbst überschätzen und den Konflikt „hobbymäßig“ betrachten. Da fällt mir echt nicht mehr fiel zu ein. Eine rechtliche Betrachtung eines Regisseurs gegen die des Internationalen Gerichtshofs und ich bin derjenige, der sich hobbymäßig mit dem Konflikt befasst? Eine gewisse Realitätsverleugnung Ihrerseits wäre ein nahliegender Erklärungsansatz.

    Wenn Sie, lieber Partick, nicht wollen, dass unter einem Artikel von Ihnen zum Thema Antisemitismus der israelische Siedlungsbau, die Besatzung und die Landnahme thematisiert werden, dann gewöhnen Sie sich einfach an, zu differenzieren und nicht Besatzungsgegner und Antisemiten in einem Atemzug zu nennen. Ist ganz einfach.

    Zu dem Holger-Apfel-Argument hat Horst ja schon genug gesagt.

    Und dann: Syrien!? Was soll das denn? Wenn sich die Leute, die sich für ein Ende der israelischen Besatzung einsetzen, nicht auch für die Palästinenser in Syrien einsetzen, dann sind sie Heuchler? Oder was?
    Im Übrigen habe ich zu Ihrem Syrien-Text nichts geschrieben, weil Ihre Phrasen derart unterirdisch unsachlich sind, dass ich nicht wüsste, was es dazu zu sagen gäbe.
    Den Organisatoren der Boykott-Aufrufe gehe „die Lage der Palästinenser in Syrien meilenweit am Arsch vorbei“ bzw. der friedensbewegten deutschen Linken falle nichts Besseres ein, als „gegen einen imperialistischen Angriffskrieg“ zu sein, ist Ihre luzide Einsicht? Das hat tatsächlich Brodersche Qualitäten und zwar in seiner Unsachlichkeit. Und darauf soll ich mich beziehen? Wie denn? Soll ich nachweisen, dass den Leuten die Palästinenser in Syrien nicht „am Arsch vorbei gehen“? Oder, dass die Leute aus der jungen Welt, die gegen „imperialistische Angriffskriege“ sind, nicht eben repräsentativ für irgendwen sind? Oder soll ich Ihnen darlegen – was Sie aber selbst wissen – dass die Lage in Syrien mitnichten einer einfachen Lösung zugänglich ist?

    Alles was Sie eigentlich aussagen wollen ist doch: „Weil die sich nicht ausreichend um die Palästinenser in Syrien kümmern, interessiert die auch das Schicksal der Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten nicht, in Wirklichkeit wollen diese Leute nur gegen Israel das Maul aufreißen.“
    Fals Sie eine andere Aussage insinuieren wollten, ich bin ganz Ohr.
    Allerdings scheint es Ihnen überhaupt nicht einzufallen, dass diejenigen, die gegen die israelische Siedlungs- und Besatzungspolitik protestieren einfach gegen Unrecht protestieren, das den Menschen dort angetan wird. Die Besatzung wird bald 50! Da ist die dritte Generation am heranwachsen, die nur das Leben unter der Besatzung kennt. Vielleicht protestieren Menschen wie ich gar nicht gegen die Besatzung, weil Israel sie exerziert und auch nicht, weil sie an Palästinensern begangen wird, sondern weil sie Unrecht ist, seit Jahrzehnten. Ist Ihnen der Gedanke schon gekommen. Sie sind zu intelligent, um das auszublenden.
    Es geht hier nicht um den Schutz der possierlichen Palästinenser vor dem Aussterben und nicht um den Kampf gegen die bösen jüdischen Besatzer, es geht um Gerechtigkeit, und Freiheit und um den Kampf gegen ein Unrecht, das immer und immer weiter geht.

    Carlo Strenger ist ein intelligenter Mensch. Und nun? Ich weiß nicht mal genau, was Sie mir mit diesem vor der letzten Wahl geführten Interview – das ich im Übrigen kannte – beweisen wollen. Soll Strenger irgendwie stellvertretend für intellektuelle Linke Israelis stehen und deswegen muss ich alles unterstützen, was er sagt? Ich erlaube mir auch hier zu differenzieren und viele seiner Worte klug zu finden, gelegentlich aber auch anderer Meinung zu sein.
    Ich bin nicht einmal ein besonders eifriger Verfechter des Boykotts und halte ohnehin nur den Boykott von Waren aus den besetzten Gebieten, oder Firmen, die dort die Unterdrückung und Besiedlung aufrecht erhalten für sinnvoll. Aber wenn der Boykott dazu führt, dass die Menschen im Westjordanland über ihre Zukunft ohne israelische Besatzung entscheiden können, dann: Ja, Boykott.

    Diskutieren geht mit Argumenten.
    „Entweder du sagst zum Thema Israel-Palästina bestimmte Sachen nicht, oder Du bist Antisemit“ ist kein Argument.

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  5. Ach, es ist reichlich sinnlos, sich argumentativ mit dem antisemitischen Furor auseinander zu setzen, der die mörderische Parole seiner Väter und Großväter munter in nahezu gleichem Gewandt präsentiert: Die Juden sind unser Unglück – Kauft nicht bei Juden – Israel ist ein Mörderstaat. (Wenn es nicht, gerade auch auf Publikative, so viel gute und mutige Linke und Liberale gäbe könnte man sich wirklich veranlasst fühlen, sich in Broders „Altherren-Kreise“ (s.o.) zu begeben. Jedes Jahr werden hierzulande Dutzende von klugen Studien, Sammelbänden über die Gegenwärtigkeit des Antisemitismus publiziert – übrigens, erfreulicherweise von zahlreichen sehr jungen Forschern.

    Wie formulierte es einer der ganz, ganz wenigen jüdischen Historiker, der „dennoch“ in Deutschland geblieben ist – Joseph Wulf:
    „Ich habe hier 18 Bücher über das Dritte Reich veröffentlicht, und das alles hatte keine Wirkung. Du kannst Dich bei den Deutschen totdokumentieren, es kann in Bonn die demokratischste Regierung sein – und die Massenmörder gehen frei herum, haben ihr Häuschen und züchten Blumen.“ Joseph Wulf, am 22.12.1912 in Chemnitz geborener, in Krakau aufgewachsener jüdischer Historiker und Shoah-Überlebender, schrieb dies im August 1974 in einem Brief an seinen Sohn in Paris. Zwei Monate später, am 10. Oktober 1974, sprang der schwer Depressive aus dem im 4. Stock gelegenen Fenster seiner Wohnung.“

    Und, ebenfalls hier auf Publikative in erinnernder Weise dokumentiert:
    „Das Umschlagen eines aufgesetzten Philosemitismus in einen meist unverblümten Antisemitismus, den er in Folge der 1968er Bewegung sehr bewusst registrierte, erschütterte ihn zutiefst. Israel erschien insbesondere vielen „Linken“ „nicht mehr als Heimstatt der Opfer des Nationalsozialismus, sondern als kolonialistischer (…) Oppressor.“ (…) In zahlreichen Studien, genannt seien die Studien von Martin Kloke, ist dieser furchtbare Umschwung hin zu einem unverblümten Antisemitismus analysiert worden. Geändert haben diese Studien an dieser verstörenden sozialen Realität jedoch wohl nichts: „Die studentische Jugend, so meinte Wulf resignativ, interessiere sich kaum für Probleme, `die für mich wesentlich sind.´“ Und: „Die anhaltende Bedrohung Israels, die proarabische Haltung der westeuropäischen Mächte, die betonte Neutralität der sozialdemokratisch geführten Bundesregierung und der Antiisraelismus der Neuen Linken wuchsen in Wulfs Augen zu einem einzigen Syndrom zusammen, das das Trauma der Weltkriegsjahre reaktivierte. Israel sei nunmehr `beinahe so einsam´, wie die Juden in den Jahren 1939 bis 1945 es gewesen waren, schrieb er seinem in Israel lebenden Freund Moshe Tavor.“

    http://www.publikative.org/2012/12/22/und-die-massenmorder-gehen-frei-herum-und-zuchten-blumen/

    Und der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der maßgeblichen Anteil an der Ergreifung Eichmanns hatte, sah sich dazu gezwungen, in Deutschland seine jüdischen Identität vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

    Einige der hiesigen bekennenden Boykott- und Kampagnenbetreiber scheinen belegen zu wollen, wie Unrecht Joseph Wulf und Fritz Bauer hatten, als Juden in Deutschland zu leben.

    Ein gut recherchierter Beitrag zum Thema: „Europa 2014: “Jude, verpiss dich!”“ und ein verstörendes antisemitisches Filmdokument aus Paris spornt sie offenkundig dazu an, ihre antisemitisch getönte Feindschaft gegenüber dem einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten „nun erst jetzt“ offen vorzutragen.
    „Lernen aus der Geschichte?“ – Fehlanzeige.

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  6. Vertiefend zum Beitrag noch ein weiterer, wie immer gut recherchierter Hintergrundbericht zur französischen „Querfront“, verfasst von Bernard Schmid, Paris: „Rechte Melange macht mobil“:

    http://www.hagalil.com/archiv/2014/02/08/frankreich-6/
    Bernard Schmids sehr zahlreichen „französischen“ Beiträge über Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Verschwöruingstheorien würden übrigens vorzüglich zu Publikative passen…

    Zwei Auszüge aus Bernards Studie:
    „Unter ihnen befanden sich als promineste Demonstrant/inn/en der Europaparlamentsabgeordnete des Front National (FN) Bruno Gollnisch und die rechtskatholische Ex-Wohnungsbauministerin Christine Boutin. Auch ein Senator der spanischen „Volkspartei“ (PP) und Mitverfasser des jüngst verabschiedeten Abtreibungsverbotsgesetzes in Spanien, Luis Peral, marschierte in den vordersten Reihen mit. (…)
    Erstaunlich war, wie vordergründig unterschiedlich die Kräfte waren, die durch die Initiative gebündelt worden. Hauptberufliche Moslemhasser, wie die Kryptofaschisten von der Publikation Riposte Laïque („Gegenschlag der Säkularisten“) oder vom „Komitee Lepante“ (…)demonstriert mit besessenen Antisemiten und vordergründig-demagogischen angeblichen „Moslemfreunden“, unter ihnen die Anhänger von Dieudonné M’bala M’bala, der selbst verhindert war. Dessen engster politischer Kumpan Alain Soral, der vor kurzem in einem Buch präzisierte: „Ich bin nicht rechtsextrem, ich bin französischer Nationalsozialist“ und mit einer Mischung aus Antisemitismus und Demagogie bisweilen auch ethnische Minderheiten in Frankreich umgarnt, war dagegen persönlich anwesend. Offen wie in der Form noch nie seit 1945 wurden aus einzelnen Demoblöcken heraus Slogans gerufen wie: „CRS (Bereitschaftpolizei), Polizei der Juden“ oder „Jude, Frankreich gehört Dir nicht“. (…) Lanciert hatte die Kampagne der Antisemit und Verschwörungstheoretiker Alain Soral mitsamt seinem Umfeld, insbesondere in Gestalt der vor kurzem zu Sorals Theorien „bekehrten“ früheren Linken und einstmaligen antirassistischen Aktivistin Farida Belghoul. Unterschiedliche reaktionäre Milieus – darunter christliche Fundamentalisten, einige salafistische Moscheen,… – griffen die Kampagne dankbar auf.“

    Querfront in Reinformat – ein weiterer Beleg für Patrick Gensings Analyse.

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  7. Leider schon ein „Klassiker“ der – ja was?: Fremdheit? Judenhass? Verleugnete Geschichte?
    Straßenumfrage zum Thema „Was weißt Du über Juden?“

    Damit ist eigentlich „alles“ gesagt.

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  8. Lieber Uri,

    „Ein gut recherchierter Beitrag zum Thema: “Europa 2014: “Jude, verpiss dich!”” und ein verstörendes antisemitisches Filmdokument aus Paris spornt sie offenkundig dazu an, ihre antisemitisch getönte Feindschaft gegenüber dem einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten “nun erst jetzt” offen vorzutragen.
    “Lernen aus der Geschichte?” – Fehlanzeige.“

    Da ich schätze, dass das auf mich gemünzt ist, muss ich dann doch fast laut lachen. Sie wissen nichts von mir, außer dem dort oben Geschriebenen (oder anderem in diesem Blog), aber eine „antisemitisch getönte Feindschaft“ gegenüber Israel können Sie dennoch erkennen? Das ist in der Tat erstaunlich.

    Ich zitiere mich der Eingachheit halber mal selbst:
    „Derart esoterisches Vermutungen-zu-Tatsachen-Stricken ist im Bereich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vielleicht gut aufgehoben, aber nicht bei einem antifaschistischen Blog.“

    Es geht hier doch offenbar um Feindbildkonstruktionen und schlichte Selbstvergewisserungen. Viel Spaß damit und einen schönen Sonntag noch.

    Ach und übrigens: Sie irren sich was mich angeht vollständig (in ihrem philosemitischen Furor …).

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  9. Lieber max,
    Ehrenwort: Ich meine nicht Sie persönlich. Wirklich nicht 😉
    Ich beziehe mich auf sehr zahlreiche, langjährige Erfahrungen in diesem politisch-gesellschaftlichen Kontext, insbesondere mit Protagonisten von Israel-Boykott-Kampagnen. Soll ich Ihnen einschlägige Links nennen? Das ist wohl nicht notwendig und bringt auch nichts.

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  10. Eigentlich hat Uri doch den Rahmen ausreichend beschrieben und interessante Links gesetzt. Danke auch. Sie, Max, kommen mir nun langsam ein wenig auf Krawall gebürstet vor. Und das möchten Sie doch bestimmt nicht. Dies hier ist doch wirklich ein Blog, in dem konträr diskutiert, aber nicht stumpf beleidigt oder unterstellt wird. Insofern könnten Sie doch aus ihrer Opfer- und Verteidigungshaltung langsam mal herauskommen:

    „Ich habe als einziges gesagt: Es ist unredlich, diejenigen die Boykottaufrufe gegen Israel starten, pauschal mit Antisemiten in einen Topf zu werfen. Und ich habe gesagt, die Besiedlung des Westjordanlands durch Israel ist rechtswirdrig.“
    ->ja, und Sie werden hier auch nicht diffamiert. Und das mit dem Topf hatten wir doch schon. Nur auf undifferenzierte Aussagen wird hingewiesen, Sie sagen ja selbst, dass Sie nicht jeden Aufruf kennen. Auch können Sie wahrscheinlich Menschen nicht in den Kopf schauen. Dies hier ist aber nicht die Bühne für Israelkritik, es ist ein Artikel über Judenhass in Europa. Und über Anknüpfungspunkte, die bestehen und sich ergeben.

    Das ist wohl nicht der richtige Ort, sich als (legitimer???) Israelkritiker als Opfer zu gerieren, der „Israel“ als „Besatzer“ bezeichnet – und alle Palästinenser widerrum als Opfer. Und von einem „Kampf“ gegen Israel zu reden, der zu unterstützen sei. Ziemlich eindimensional. Wer so etwas macht, der sollte nicht im gleichen Zug das Vorhandensein antisemitischer Israelkritik negieren. Und um nichts anderes geht es in diesem Artikel. Jetzt noch anderen Diskutanten philosemitischen Furor anzukreiden, lässt Ihre bisherigen Einlassungen noch fragwürdiger erscheinen. Es kommt mir nach Bellen, aber wenig konkretem vor.

    Wenn Sie schon Bezug auf den Themenkomplex „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ nehmen, lege ich Ihnen Band 3 der Buchreihe „Deutsche Zustände“ von Willhelm Heitmeyer ans Herz. Die von Ihnen in Abrede gestellten Komplexe werden dort ausführlich behandelt, und in Bezug auf Israelkritik gewiß nicht einseitig, oder „philosemitisch“. Und ganz gewiß ist dies kein esoterischer““ Bereich. Auch auf den Komplex von Missverständnissen durch Ausdrucksweise wird dort eingegangen. Vor allem das Problem der Kommuninationslatenz ist interessant.

    Abgesehen von der homophoben, fremdenfeindlichen und antizionistischen Demonstration, welche Artikelthema ist, ist Ihr Thema der legitimen oder illegitimen Israelkritik doch mittlerweile ein ein wenig zu -naja- sehr verfolgtes. Den ausdauernden Diskutanten nun Einseitigkeit in der Argumentationsweise oder philosemitischen Furor zu unterstellen, ist doch ein wenig zu projektiv, meinen Sie nicht. Dass dieser Themenkomplex ein wenig zu -komplex eben- ist, und hier kein Verständnis für Zugeständnisse an windige Parolen und Boykottaufrufe abzupressen ist, sollte doch ebenfalls deutlich sein. Warum reden wir hier nicht über Probleme durch Anknüpfungspunkte für (plump) rechts, welche sich durch mangelnde Abgrenzungen und Differenzierungen ergeben? Da ich durchaus weiß, wovon ich rede, wenn ich über teils bedenkliche Haltungen in der antiimperialistischen Linken spreche, wundere ich mich darüber, dass Sie die Existenz problematische Ansätze dort bisher strikt negieren. Ich erlebe selbst immer wieder, wie auch in der Linken zum
    Beispiel Homophobie und problematischer Antikapitalismus sich äußern.

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  11. Mal was Konstruktives – soeben ist es (für mich erstmals) vermeldet worden: Marlene Dietrich singt auf Hebräisch, hier:

    Und im Begleittext hierzu (von heute) wird hinzu gefügt:
    „Und auch zu Israel hatte die Grande Dame Marlene Dietrich eine besondere Beziehung: 1960 war sie die erste Künstlerin, die in dem jungen Staat auf Deutsch singen durfte. Den Erlös aus ihrem Konzert in Israel spendete sie einem Reha-Zentrum der israelischen Armee, was ihre Beliebtheit noch weiter erhöhte.

    Der Publizist Richard Herzinger schreibt auf seinem Blog über ihr Verhältnis zu Israel: „Wie zuvor bei ihrer erbitterten Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus und ihrer bedingungslosen Parteinahme für die Sache der Freiheit an der Seite der USA im Zweiten Weltkrieg bewies Marlene auch mit der tiefen emotionalen Bindung, die sie zu Israel einging, ein geradezu instinktives Gespür für das moralisch Richtige. Wie im Kampf gegen das NS-Regime hat sie auch nach 1945 untrüglich erkannt, an wessen Seite sie sich mit Herz und Seele zu stellen hatte – in diesem Fall an die Seite des jungen jüdischen Staats, jenes Staats, in dem die Überlebenden des deutschen Jahrtausendverbrechens eine Heimstatt gefunden hatten.“
    Auf dem Weg nach Israel lernte sie, so heißt es, von einer Stewardess das hebräische Lied „Shir HaTan“ über Hunger und Stimmen in der Nacht, das sie bei ihrem Auftritt in Tel Aviv vor begeistertem Publikum als Zugabe sang.“

    Quelle: http://www.botschaftisrael.de/2012/02/01/fundstuck-marlene-dietrich-singt-auf-hebraisch/

    Ich bin mir sicher: Wenn es mehr solcher Stimmen, solcher Bemühungen gegeben hätte – da wären „wir“ einer friedlicheren Zukunft in Israel und in Nahost näher.

    Ansonsten gilt: „Frieden“, Annäherung erreicht man in Israel und Nahost nur über eine wirtschaftliche Kooperation. Stef Wertheimer hat hierzu Vorbildliches geleistet:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/3193/highlight/wertheimer

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  12. So und nun melde ich noch mal für die Runde um einfach mal etwas Neues reinzubringen, das ich gestern entdeckt habe.

    Wenn mit religiösen Mythen und Verschwörungstheorie Politik gemacht wird, dann streuben sich bei mir alle Haare zu Berge. Das ist schon ein Grund Zionismus-Kritik zu betreiben.
    Ich finde diese Gila Gamliel ebenso wirr wie irgendwelche Politiker aus der Orban-Regierung in Ungarn.
    Wenn solche Leute in einer Regierung vertreten sind steigert dies die Chancen einen Riesenmist zu produzieren schon sehr. Das gilt für alle Länder gleich. Aktuell Ungarn und anscheinend auch Israel.
    Hier will ich den Bogen zu max spannen. Wenn die Staatssekretärin für Landwirtschaft sowas von sich gibt dann sind meine Erwartung nicht sehr hoch und dazu reicht es auch aus hobbymäßig sich damit zu beschäftigen.
    Wenn dann so etwas rauskommt ist das leider logisch.
    http://www.taz.de/!124800/
    Also wenn ich sowas lese, dann frage ich einfach nur was ist denn da bitte los?
    http://blog.gospel-forum.de/2014/02/04/977/

    „Das Grußwort von Gila Gamliel:

    Im Buch Amos sprach der jüdische Prophet etwas Göttliches in eine Situation hinein, die viel Ähnlichkeit mit der heutigen hat: Israel war reich und gutsituiert aber geteilt und umgeben von feindlichen Völkern. 2 Jahre vor diesem Bibel-Wort hatte es das schwerste Erdbeben gegeben, das bis dahin jemals registriert worden war. Amos spricht, unter anderem, diverse Warnungen gegen Israels Feinde aus.

    Außerdem spricht Amos von einem Geheimnis, das es bis heute in sich hat. In Amos 3, 7 „Denn der Herr, HERR, tut nichts, es sei denn, dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, enthüllt hat.“ spricht er davon, dass es inmitten von Durcheinander und Zerstörung einen Rest von Menschen gibt, die an das prophetische Wort Gottes glauben und daran festhalten, dass Israel in sein Land zurückkehren wird.

    Staatssekretärin Gila Gamliel wörtlich: „IHR seid Gottes Geheimnis!“ „Eure Liebe und Unterstützung für Israel ist wie ein geheimer Traum für uns, der jetzt wahr wird. Danke, dass ihr mit uns steht!“

    In Amos 9, 11 steht dann: „An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, ihre Risse vermauere ich, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit.“ Es ist kein Zufall, dass das Kapitel 9, Vers 11 an den Terroranschlag vom 11. September (Nine-Eleven) erinnert. Inmitten des schlimmsten Terrors will Gott die verfallenen Hütte Davids wieder aufrichten, wie in den Tagen der Vorzeit [bevor es den Tempel gab]. Wir Juden und Christen stehen zusammen gegen den Terror! Gott bringt Juden und Heiden zusammen, wie es die Bibel sagt, und lässt die Hütte Davids, inmitten von Terror und Krieg wiedererstehen.“

    Frage an Uri was halten sie von diesem Grußwort. Wie finden Sie es, dass solche Politik auch bei uns betrieben wird. (Die Veranstaltung war in Stuttgart) Würde es Sie auch stören, wenn dagegen protestiert wird?

    Fred meint, dass Kritik an solchen Äußerungen wie z.B. von Gila Gamliel hier nicht zu finden sein wird. Der Gegenteil kann erbracht werden …

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  13. Lieber gallendieter,
    Sie wollen mir eine Rolle aufdrücken, dazu habe ich wenig Lust. Ich bin kein Sprecher der israelischen Regierung, auch keiner Partei etc.
    Diesbezüglich würde ich Ihnen empfehlen, sich jemand anders zu suchen. (Aber Sie haben gewiss schon davon gehört, dass dies eines der Lieblingsspielchen ist, wenn es um „jüdische Themen“ geht…) Vielleicht mögen Sie Herrn Gensing dazu drängen, ein Bekenntnis abzugeben. Oder Herrn Salzborn? Oder… Oder… Mein Tipp: Probieren Sie´s doch mal!
    Wenn ich Ihnen ganz allgemein eine Antwort geben kann so empfinde ich die Trennung zwischen Kirche und Staat als einen großen Fortschritt. Göttliche Prophezeiungen in der Tagespolitik – das ist nicht meine Sache…
    (Eruieren Sie mal, wieviel Minister der neuen hiesigen Regierung die Formel „So wahr mir Gott helfe“ in ihrer Vereidigungszeremonie eingeflochten haben…)
    Einen schönen Tag noch!

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  14. Moin Uri,

    „Wenn ich Ihnen ganz allgemein eine Antwort geben kann so empfinde ich die Trennung zwischen Kirche und Staat als einen großen Fortschritt. Göttliche Prophezeiungen in der Tagespolitik – das ist nicht meine Sache…
    (Eruieren Sie mal, wieviel Minister der neuen hiesigen Regierung die Formel “So wahr mir Gott helfe” in ihrer Vereidigungszeremonie eingeflochten haben…)
    Einen schönen Tag noch!“

    Da ich weiss, dass sie nicht auf dem Kopf gefallen sind, ist das wahrscheinlich mehr ihre „Sache“:http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-gemeinsame-saekulare-identitaet-abgelehnt-a-926138.html

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  15. ach, das Frau Putz…
    Da weiß man ja nie, wer auf den Kopf gefallen ist 😉 (Naja, der Spiegel hat partiell ja schon das Bild-Niveau erreicht.)
    (By the way: Ich empfehle Ihnen bei diesem Thema das aktuelle Facebook-Profile von Herrn Gensing ;-))

    Und wenn Sie – bzw., diese Anrede ist wohl sinnvoller: Die Leser dieses wunderbaren Publikative-Blogs) wirklich Interesse am Thema haben: Lesen Sie ne israelische Tageszeitung, z.B. Haaretz, das klappt auch im Netz.
    Oder: Noch einfacher: Lesen Sie die wunderbare Lila, Lila schreibt deutsch:
    http://rungholt.wordpress.com/2014/02/03/von-unrecht-und-seiner-tilgung/
    (Lila, verzeih mir, wenn Du jetzt wieder nen paar Trolle bekommst…)

    Oder lesen Sie die Jüdische Allgemeine; oder die Jüdische Zeitung (wobei die häufig schon ziemlich arg daneben ist…)

    Aber, um meinem Bildungsauftrag gerecht zu werden:
    Niemand, wirklich niemand von den (hiesigen sowie „anderortigen“) selbsternannten „Israelexperten“ hat den gut eine Woche zurückliegenden Tod einer ganz großartigen israelischen Linken, Feministin und Menschenrechtlerin auch nur wahrgenommen: Von Schula:
    Shulamit Aloni, ehemalige Meretz-Aktivistin, Ministerin, streitbare Publizistin und, und, und…:

    Übrigens, eine liebe Freundin von mir hat in einer hiesigen Synagoge kaddish auf sie gesagt – und hierfür sogar einige der nachfolgenden Nachrufe und Filme verwendet.

    Also, lesen Sie:

    http://972mag.com/shulamit-aloni-1928-2014-the-mother-and-the-prophet-of-the-left/86245/

    In New York gab´s nen wunderbaren erinnernden Beitrag:

    Oder: http://jwa.org/encyclopedia/article/aloni-shulamit

    Yossi Sarid: Das Vermächtnis von Shulamit Aloni, unserer großen Lehrmeisterin: http://www.hagalil.com/archiv/2014/01/26/aloni/

    Oder: Ein wunderbares, berührendes Filmportrait über Shula, welches ihr Sohn anlässlich eines runden Geburtstages erstellt hat: „My Radical Mama Shulamit Aloni“ – was für eine tolle Familie!!!:

    Und noch eine musikalische Erinnerung:

    Nu aber genug, weiter mag ich mich nicht mehr äußern.
    (Und meine eigenen Beiträge möchte ich mal lieber gar nicht erwähnen…)

    Eine wunderbare Woche (in der gilt: Alle für Kalle…)

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  16. Lieber Uri,
    wenn Sie nicht auf eine offene und eine geschlosene Frage antworten wollen, dann werde ich mich gerne an Ihren Rat halten.
    Alan Posener kritisiert solche Leute.
    Hannah Arendt hat auch in aller Deutlichkeit solche Tendenzen zurückgewiesen. Das sind nur zwei Beispiele die mir dazu einfallen.
    Sie selbst haben bei anderer Gelegenheit geschrieben
    dass sie Hannah Arendt schätzen würden und dafür plädieren auch hier Texte zu veröffentlichen.
    Ihre Unterstellung geht Großteils ins Leere.
    (Eruieren Sie mal, wieviel Minister der neuen hiesigen Regierung die Formel “So wahr mir Gott helfe” in ihrer Vereidigungszeremonie eingeflochten haben…)
    Es geht um die Verbindung von Religion, Verschwörungstheorie und Politik.
    Wenn Gila Gamliel meint Amos 9,11 hätte was mit dem 11. September zu tun, dann ist das Verschwörungstheorie. Für mich ganz klar!
    Von daher ist ihr Bezug auf die Einführungsformel der Minister*innnen Äpfel mit Birnen verglichen.
    Nenen Sie mir doch Politiker*innen die einen Bezug auf biblische Prophezeiungen und ihre Politik herstellen und dann noch so eine Verschwörungstheorie reinbringen. Alle die sie nennen würde ich genau so kritisieren wie Gila Gamliel.
    Volker Kauder finde ich genau so wirr wie Gila Gamliel.
    http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/kauder-will-emmehr-missionem/
    (Nur am Rande: Wobei ich Kauder zutrauen würde er kann Adenauer und Erhard unterscheiden, wenn er sie zitiert. Gila Gamliel kann ja nicht mal David Ben Gurion und Golda Meir unterscheiden (!) )
    Der Vergleich mit der Bundesregierung hinkt zu sehr. Kauder und Gamliel passt schon eher. Die handeln auch aus einer tiefen Überzeugung heraus, bringen noch etwas Verschwörungstheorie mit rein und setzen dies in Politik um.
    Mit einer Mischung aus Religion und Verschwörungstheorie Politik zu betreiben produziert nur Mist.
    Wenn Sie das genau so sehen wie sie schreiben, dann verstehe ich jetzt nicht weshalb sie so reagieren.
    Es gibt sicherlich Widersprüche über die sich diskutieren lässt.
    Aber für mich ist es eben ein klarer Antagonismus.
    Leute wie Gila Gamliel und Leute die sie so feiern gehören für mich genau auf diese Beschreibung im Text:
    „Zu ergänzen wären noch die selbsternannten Freunde Israels und der Juden, die den Antisemitismus anderer benutzen, um ihrem eigenen Hass auf Muslime einen zivilisatorischen Anstrich zu verpassen.“
    Ich schreibe es nochmal klar. Das Gospel Forum ist eine evangelikale Gruppe http://de.wikipedia.org/wiki/Gospel_Forum
    Auch wenn Gila Gamliel entgegen des Irrtums des Pastors keinen 40er feirte frage ich mich dennoch was ist dieser Frau so wichtig,
    dass sie nach Stuttgart kommt und dann so etwas erzählt?
    Wenn sie oder wer auch immer das nicht so sehen oder meinen es verbietet sich solche Fragen zu stellen, dann lässt das mich völlig kalt. Die CDU und Volker Kauder sehe ich nicht als ernsthafte Gefahr für die Bildung von Querfronten wie in Frankreich an. Vielleicht macht sie ihr Philosemitismus auch irgendwie immun dagegegen.
    Oder vielleicht auch nicht siehe dieses Papier:
    http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Mihr_Lukas/Antisemitismus_der_Religioesen_Rechten_USA_TA2012_3.pdf
    Vielleicht überlegen Sie es sich ja nochmal was Sie von solchen Leuten halten. Eine Antwort will ich jedenfalls niemand aufdrängen.

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  17. @gallendieter: Lassen wir es. Sie sind nen netter Mensch – bleiben Sie sich treu.
    Mich interessiert Herr Kauder vergleichbar intensiv wie Gila Gamliel oder Lieschen Müller (die jeden Tag vorm Fernseher sitzt) oder Martin Allerwelt (der sich jeden Tag einen trinkt) oder sonstwer. Das Leben ist kurz, ich kenn diese Personen alle nicht persönlich – und ich glaub, ich möchte sie auch gar nicht kennen lernen…
    Sie haben mich früher einmal freundlich gebeten, Ihnen ein paar Hinweise über „israelische“ Websites zu nennen – ich hab´s gemacht, es war noch mal mit etwas Mühe verbunden. Ich hab´s gemacht, obwohl ich mir nicht sonderlich viel davon versprochen hab. Wenn man mich freundlich bittet tu ich es gerne.
    Ich habe, wie auch der von mir sehr geschätzte Nazienkel, hier noch mal verschiedene Aspekte in selbstreflexiver Perspektive entfaltet. Ich hab noch mal ein paar „assoziative“ Impulse gesetzt, weitere vertiefende Beiträge genannt. Ganz zum Schluss habe ich an den Tod der großen Schulamit Aloni erinnert, die eine mehr als aufrechte Linke war. Dabei möchte ich es nun wirklich belassen.

    Das Thema dieses Beitrages ist „Europa 2014: “Jude, verpiss dich!”“.
    Der Beitrag – dem ich inhaltlich „zustimme“ – ist nicht von mir verfasst sondern von einem Mitglied der – von mir sehr geschätzten – Redaktion von Publikative, Herrn Gensing. (Herr Gensing hat seinen Beitrag übrigens kostenlos, aus reinem Idealismus, verfasst und veröffentlicht – Sie werden nicht viele Journalisten finden, die hierzu bereit sind!)

    Sie erwarten doch nicht wirklich, dass ich nun das Thema verlasse und nen Exkurs über die Entstehung des demokratischen Staates Israels, über den historisch zu lesenden Kompromiss zwischen Religiösen und Atheisten in Israel bei der Staatsgründung, über die komplexe Frage der Siedlungspolitik etc. liefere. Darum geht es erkennbar nicht.

    Also, wenn Sie nen feinen Roman lesen wollen, in dem das Siedlungswesen in literarischer Weise erzählt wird, so empfehle ich Ihnen Assaf Gavron: Auf fremdem Land, kürzlich erschienen, ich hab den Roman just heute zuende gelesen. Das Buch könnte Sie interessieren.

    Kommen Sie mir doch nicht (wirklich, gallendieter: Sie sind nen Netter!!!) in befremdlicher Diktion mit Hannah Arendt und mit Alan Posener, gar noch in einem Atemzug. By the way: Ich bin kein Philosoph, zu Hannah Arendt habe ich nur einen begrenzten Zugang, ich verstehe mich auch mehr als Psychologen. Arendts Essays über den Aufbau einer jüdischen Armee, während des 2. Weltkrieges verfasst, sind eine erschütternde Lektüre. Da hat wirklich eine Jüdin geschrieben, in tiefer Sorge um ihr von der Auslöschung unmittelbar bedrohtes Volk!

    Posener les ich ab und zu, weil er schreiben kann und über die Gabe der Selbstironie verfügt. Er war mal Lehrer und hats nach kurzer Zeit aufgegeben, weil er sich gelangweilt hat – das ist doch schon ein sympathischer Charakterzug! Und er war mal Mitglied einer K-Sekte (ich weiß gar nicht mehr welcher) und hat über seine Irrtümer immer wieder in sehr offener weise geschrieben. Das ist mir sympathisch!
    Nun aber Posener und Arendt in einem Atemzug zu nennen (ja, ich habs nicht genau kapiert, was Sie damit wollen – irgendwie wollten Sie mich glaub ich moralisch belehren – aber ich mag mich irren) – oh, tut mir leid, aber da unterliegen Sie wirklich einer ziemlich argen Fehleinschätzung: Posener verabscheut Arendt:
    Lesen Sie – Posener (2011): „Adolf Eichmann – Warum das Böse nicht banal ist.
    Hannah Arendt deutete Eichmann falsch. Der Holocaust-Organisator tötete als Idealist, nicht als bloßer Befehlsempfänger:
    http://www.welt.de/kultur/history/article11974228/Adolf-Eichmann-Warum-das-Boese-nicht-banal-ist.html

    Und: Posener (2010): „Das Hannah-Arendt-Institut gehört abgeschafft
    Die aktuelle Stasi-Affäre an dem Dresdner Institut ist nicht einmal das größte Problem. Das ganze Konzept ist verlogen“:
    http://www.welt.de/kultur/history/article11289134/Das-Hannah-Arendt-Institut-gehoert-abgeschafft.html

    Oder auch:
    http://www.publikative.org/2011/04/03/eichmann-prozess/

    Nun aber wirklich genug!!!

    Als Letztes: Sie haben vor einigen Tagen, ich schreib jetzt ein wenig polemisch, ok, die Position eines „Gesinnungsprüfers“ eingenommen; Sie schrieben: „…hier Fred meint, dass Kritik an solchen Äußerungen wie z.B. von Gila Gamliel hier nicht zu finden sein wird. Der Gegenteil kann erbracht werden.“ Nun, ich habe Ihnen gesagt, dass ich keine Lust dazu habe. Und dennoch habe ich Ihnen ausführlich und freundlich geantwortet. Obwohl meine Lust darauf nur sehr eingeschränkt war.
    Dennoch möchte ich Sie freundlich darauf hinweisen, dass ich wirklich der falsche Ansprechpartner bin: Wenn Sie nun, Bezug nehmend auf den impulsgebenden Beitrag von Publikative bzw. von Herrn Gensing (s.o.), eine „Bringschuld“ insinuieren, eine Beweislast für die Verderblichkeit dieses Schreibens … – dann richten Sie diese Frage bitte nicht an mich sondern an die Zuständigen (die Ihnen und anderen jedoch bereits, in angemessener Kürze, vor mehreren Tagen in befriedigender Weise Antworten haben zukommen lassen.
    Also, ich habe mit Publikative genauso viel zu tun wie Sie: Ich lese die Beiträge – und schreibe ab und zu einen Kommentar. mehr nicht. Sie machen es genauso. Das ist fein.
    Aber: Eine Beweislast habe ich nicht – und sie steht mir auch gar nicht zu!
    ENDE

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  18. Uri
    Ich habe ihre links gelesen und auch über Schulamit Aloni.
    Das sind alles Punkte bei denen ich sage, dass mein Horizont geweitet wurde.
    Vielen Dank dafür.
    Ich will sie nicht moralisch belehren. Moral ist, so find ich, ist etwas das man anderen zuwirft, die man nicht leiden kann.
    Das trifft auf sie sicher nicht zu.
    Ich will ihnen auch nicht irgendeine befremdliche Disktion aufdrängen.
    Die Gemeinsamkeit von Posener und Arendt habe ich versucht darzustellen. Aber kann auch sein, dass ich da falsch liege.
    Es hat jedenfalls nichts mit Eichmann zu tun.
    Ich sehe bei beiden eine Kritik daran, wenn mit religiösen Mythen und Verschwörungstheorie Politik gemacht wird. Das nun länger auszuführen würde auch den Rahmen sprengen.
    Hier nur der Link wie Posener über religiös motivierte Israelfreunde im ersten Teil schreibt (der zweite Teil passt gar nicht dazu): http://www.hagalil.com/archiv/2013/06/08/falsche-israelfreunde/
    Beide zu nennen habe ich weiß sie interessieren sich für beide.
    Entschuldigen Sie, wenn dieser Eindruck entstanden ist. Für Gila Gamliel und Volker Kauder interessieren sie sich wie für Lieschen Müller oder Martin Allerwelt. Ich bewundere Ihre Gelassenheit.
    Ich hoffe sehr sie haben recht.

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  19. @gallendieter:
    Schauen Sie,es ermüdet etwas, 30 Jahre lang die gleichen banalen Erkenntnisse über Antisemitismus und Antizionismus und deren verschiedenen, „tagespolitischen“ Erscheinungsformen zu beschreiben.
    Ich nenne Ihnen mal einen Beitrag vom Soziologen und Kulturwissenschaftler Prof. Gunnar Heinsohn (der sich auf Zvi Rix ironisch-wahres Bonmot bezieht, s.o.), einem Pionier der Forschungen zum Genozid: „“Auschwitz werden uns die Deutschen niemals verzeihen“. Was ist Antizionismus? – Über die unstillbare Gier nach Missetaten, die den Juden angetan werden können.“
    Präziser vermag man diesen traurigen Themenkomplex eigentlich nicht zu formulieren. Publiziert wurde er vor 26 Jahren, am 7.11.1988 in der Frankfurter Rundschau…
    Man könnte diesen – und vergleichbare – Texte jedes Jahr wieder neu auflegen, leider verlieren sie nichts von ihrer Wahrhaftigkeit.

    Siehe auch:
    http://www.publikative.org/2013/07/19/kehrt-erst-einmal-vor-eurer-eigenen-tur/

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  20. Lieber gallendieter,
    soeben werde ich (über Facebook) auf „linksradikale“ Diskussionsveranstaltungen mit zwei linken, älteren jüdischen Persönlichkeiten aufmerksam gemacht: Mit Klaus Rózsa, Jahrgang 1954, und Wolfgang Seibert, Jahrgang 1947: „„Ich bin immer noch militant“: Klaus Rózsa und Wolfgang Seibert im Gespräch über ihr jüdisches und linkes Selbstverständnis.“
    Ich kenne beide Personen nicht, übrigens auch nicht diese Website, auf der die Veranstaltungen angekündigt werden; von Wolfgang Seibert hatte ich durch ein taz-Interview gehört: http://www.taz.de/!126260/

    Diese Beschreibungen und Lebenserfahrungen entsprechen jedoch exakt dem, was ich vorhergehend immer wieder zu umschreiben versucht habe.
    Link zu den Veranstaltungen:

    http://www.preposition.de/2014/02/22/ich-bin-immer-noch-militant/

    Donnerstag, 13. März, Berlin, „Monarch“
    Freitag, 14. März, Hamburg, „Golem“
    Samstag, 15. März, Bremen, Ort wird noch bekannt gegeben

    Beginn jeweils 19 Uhr.

    Empfehlen möchte ich ergänzend auch diesen Beitrag eines der beiden Website-Betreiber:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13995

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