Linguistik-Professor lockerer als Bielefelder Autonome?

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Und schon wieder sorgen Feine Sahne Fischfilet für Gesprächsstoff, dieses mal aber unfreiwillig: In Bielefeld soll es bei einem Konzert zum Eklat gekommen sein, weil der Drummer sein T-Shirt ausgezogen hat! Wie es unkomplizierter geht, zeigte kurz zuvor ein Linguistik-Professor.

Von Patrick Gensing

Feine Sahne Fischfilet
Feine Sahne Fischfilet nutzen die Weiten Mecklenburgs, um Haut zu zeigen.

Die Ruhrbarone berichten, ein Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet im AJZ Bielefeld sei abgebrochen worden, weil der Schlagzeuger sein T-Shirt ausgezogen habe. Zudem sei die Band von zehn bis 15 Menschen bedrängt worden, heißt es weiter unter Bezug auf einen Konzertbericht auf Indymedia. Die Band habe die Vorgänge bestätigt.

Sänger Monchi relativierte die Geschichte im Gespräch mit Publikative.org allerdings: Sie seien lediglich von zwei Freaks angegangen worden, die Konzertgruppe und Besucher im AJZ seien „cool“ gewesen. Zudem habe die Band das Konzert nach einer Pause von 20 Minuten fortgesetzt.

Bei Indymedia schlagen mittlerweile auch Kommentare auf, die den ersten Bericht relativieren – allerdings scheint es tatsächlich so zu sein, dass es im AJZ Bielefeld einen Beschluss gibt, wonach Bandmitglieder bei Konzerten nicht zu viel nackte Haut zeigen dürfen. Grotesk ist wohl noch eine höfliche Formulierung, sollte dieser Beschluss tatsächlich in dieser Form existieren.

Pogo beim Professor

Wie es unkomplizierter geht, zeigte unlängst Armin Burkhardt. Der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Sprache lud zahlreiche Studenten sowie die Band Feine Sahne Fischfilet zu sich nach Hause zum Wohnzimmerkonzert ein. Vor der Bücherwand entblößte sich der Schlagzeuger obenrum, während sich der Mitherausgeber der Zeitschrift Muttersprache sowie der Reihe Germanistische Linguistik von der Meute durch seine Stube tragen ließ und die Hausherrin mit Sänger Monchi einen Tanz aufs Parkett legte. Das Video zu dieser Veranstaltung, die einfach Lebenslust pur ausdrückt, gibt es hier zu sehen:

Unbekannt ist, wie die Nachbarschaft des Dr. phil. Dr. h.c auf die nächtliche Pyroshow reagierte.

Siehe auch: 10 Jahre Audiolith: Gegen Nazis und RockstarscheißeKampagne gegen Fischfilets: Nazis als Kämpfer gegen “Extremismus”Punk & PR: Fischfilets meet Verfassungsschutz,  Komplett im Visier des Verfassungsschutzes

37 Kommentare zu „Linguistik-Professor lockerer als Bielefelder Autonome?

  1. interessant wäre es darauf einzugehen, wie so ein „nackte haut verbot“ in einem sich als „schutzraum“ verstehenden laden zustande kommt. ich kann mich an einige konzertmomente in meinem leben erinnern, in denen mir schwitzige oben-ohne-punks aufdringlich ekelgefühle bescherten… …dass die verhältnismässigkeit eines auf solche übergriffe antwortenden „verbotes“ jedoch gewahrt werden muss bleibt fakt.

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  2. Freie Oberkörper sind in einem strukturellen ungleichheitsverhältnis eingebunden, dass heißt, es ist in dieser Gesellschaft in erster Linie Männern möglich, mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit unbedarft aufzutreten. Frauen hingegen können dies nicht ohne weiteres, auch nicht im Rahmen eines Konzertes, die Reaktionen wären ganz andere, möglicherweise bis hin zu Übergrifflichkeiten.

    Einige feministische Gruppen untersagen nun Männern den freien Oberkörper, weil sie es als unfair betrachten, wenn nur Frauen am Schlagzeug in verschwitzten Textilien spielen müssen.

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  3. das ajz bielefeld ist nicht der einzige laden, in dem es ein oben ohne-verbot gibt. aus meiner sicht ist das ein schritt in die richtige richtung, niemand hat lust auf verschwitzte nackte oberkörper und prolliges mackergehabe.

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  4. @schwitzi Das verschwitzte Personen auf Konzerten nicht grundsätzlich allen Menschen Freude bereiten ist geschenkt. Aber für Punk Konzerte ein solches verboten zu erlassen erscheint mir doch reichlich absurd. Ich besuche doch auch kein Schwimmbad, wenn ich nicht nass werden möchte und das ein Punkkonzert kein Tanztee ist dürfte vorher doch jedem bewusst sein. In diesem Kontext empfinde ich es als unfair, Menschen vorzuschreiben wie sie sich zu verhalten haben solange sie niemanden schaden und eine verletzung des ästhetischen Empfindes kann ich hier nur schwer gelten lassen, da der Charakter eines solchen Konzerts wie gesagt vorher bekannt ist und sich hier bewusst dafür entschieden wird.

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  5. Also statt an der Gesellschaft zu arbeiten und einen Weg in Richtung Liberalität zu gehen, wird dann lieber in Richtung der Repression gegangen?

    Interessant, dann macht mal Kommunismus, aber allene….

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  6. @schwitzi:
    ich hab schon oft verschwitzte dreadlocks bei konzerten um die ohren gehauen bekommen. DAS ist WIRKLICH ekelhaft!

    deswegen fordere ich ein haarverbot auf konzerten! umzusetzen durch rasur oder badekappe…

    alternativ (ich bin ja nich so) ein tanz & zappelverbot – oh, wait, das gibts anscheinend ja schon, wenn ich mir so manche beerdigungsstimmung auf „konzerten“ in überregulierten ajzs so anschaue…

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  7. @Bender Mit der gleichen Logik könnte ich Frauen verbieten in der öffentlichkeit zu Weinen oder Highheels zu tragen. Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass eine derartig massive reproduktion von dichotomen Geschlechterbildern ohne jeden emanzipatorischen Anspruch aus einer progressiv feministischen Initiative kommen kann. Haben sie da eventuell Quellen? Ich habe hier bis jetzt nur mitbekommen, dass es um Nacktheit auf einer Bühne als generell sexualisiertes Element geht und dieses (aus welchen Gründen auch immer) abgelehnt wird.

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  8. Ein höchst dialektischer Vorgang, Rückfall in die Anti-Emanzipation. Anders kann man das nicht bezeichnen.
    Es täte einigen wohl gut, sich auf die Grundlagen des emanzipatorischen Denkens zu besinnen, dann bliebe einem dieser Nonsense vielleicht erspart.
    Umgekehrt werden hier Menschen als triebgesteuerte Bestien dargestellt, die bei Anblick nackter Haut kaum mehr im Stande sind, klar zu denken. Bei dieser ach-so-freien geistigen Haltung wird eklatant, wie sehr man sich wieder autoritären Ideologien, die eben das genaue Gegenteil von Emanzipation darstellen, unterwirft.
    Dann weiß ich zumindest, welchen ‚alternativen‘ Laden ich zu meiden habe.

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  9. Was ein schwacher und sinnloser Artikel. Wie die Band verkündet, passiert die Aufregung um den Vorfall auf einer erfundenen Geschichte (15 Menschen stürmen die Bühne, bedrohen die Band, das Konzert muss abgebrochen werden). Wieso berichtet Publikative dann trotzdem? Don’t believe the hype.

    Zum Beschluss, dass man keine nackten Männeroberkörper auf Konzerten sehen möchte: das ist nichts ungewöhnliches, sondern in vielen Kultur- und Konzertlocations common sense. In der Fanszene des FC St.Pauli (die von Herrn Gensing ja ansonsten immer abgefeiert wird), gibt es so etwas auch (Südkurve). Die Gründe dafür sind dem Autor anscheinend nicht bekannt oder er interessiert sich nicht dafür, sonst würde er es nicht als protestantische Prüderie abtun.

    Was natürlich stimmt:
    Die Stürmung einer Bühne aufgrund eines nackten Sängers ist absolut unverhältnismäßig. Diese Stürmung hat allerdings auch nie stattgefunden.

    Und hätte Monchi vor dem Konzert gewusst, dass Oberkörperfrei nicht so gerne gesehen ist, dann hätte er sicherlich auch sein T-Shirt angelassen. Kritik an der Konzertgruppe, dass sie das vorher nicht kommuniziert hat, ist berechtigt.

    Und Herr Gensing, bitte unterlassen Sie doch die Kampagnen-Berichterstattung auf Bild-Niveau. Wobei sich dieser Artikel, der Anschlußfähigkeit an den „Die Grünen/Linken wollen uns alles verbieten“-Diskurs beweist, vermutlich gut in der Visit-Statistik niederschlägt. Dass dies der Grund ist, warum dieser Quatsch hier überhaupt veröffentlicht wurde, will ich mal nicht unterstellen, so vor den Hund gekommen ist Publikative ja nicht.

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  10. @ lukas: die punkszene ist ebensowenig frei von sexismen, wie andere teile der gesellschaft. übergriffe und diskriminierung vor allem frauen gegenüber, gibt es dort ebenso. und einer entblößter oberkörper einer frau erscheint da einigen typen halt bereits als einladung für entsprechende ekelhaftigkeiten, ist in der deutschen gesellschaft ja überhaupt äußerst selten außerhalb von medien, der anblick einer nackten frauenbrust (stillende frauen in der öffentlichkeit wissen davon öfter ein lied zu singen). der grillende typ mit bierbauch im öffentlichen park hingegen ist durchaus üblich. es ist letzlich ja immer das gleiche mit den privilegien, die privilegierten empfinden es als einschränkung ihrer freiheit, wenn sie ihnen genommen werden. das gehört nunmal dazu, so das argument ja auch hier: wen es stört, braucht ja nicht kommen etc.

    von emanzipatorischem anspruch kann dann aber auch nicht die rede sein, und sollte es auch nicht: wesentlich männerdominierter kann die szene ja kaum werden, und zufall ist das nicht.

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  11. 1. Punk ist ekelhaft und scheiße per definitionem. Zumindest dieses Subgenre. Das sei mal gesagt wegen den Zuckerpüppchen von Tifus hier. Ich hab gedacht ich les‘ nicht richtig, Schweiß und so…
    2.Wegen denen mit dem Emanzipationsproblem und dem Fairnessgedanken wünsche ich von Herzen, dass diese Bühne nie wieder eine gute Band betreten möge. Nur artige Kackbands. Und die Zuschauer noch kacker. Ach, sind sie ja schon.

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  12. Ich erinnere mich noch an dem August 1989 im AJZ, wo Bad Religion gespielt haben und der Laden rappel voll war. Die Suppe ist nur so von der Decke getropft.
    By the way, im selben Laden haben 1984 vor dem letzten legendären Chaos-Tagen u.a. Disorder gespielt, gleiches Szenario, heißer Sommer, rappel voller Laden. Da der Sänger bei der Menschenmasse nicht aufs Klo konnte, hat er sich halt auf der Bühne in seine Shorts gepisst.

    So what?!

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  13. interessant: ich beschwere mich über aufdringlichkeiten von oben-ohne männern (übrigens durchaus körperliche aufdringlichkeiten) und mir wird vorgeworfen mich nur anzustellen, bzw dass sei eben punk…
    …also wäre ein angrapschverbot wohl auch zuviel repression für freien punk?!
    is das jetz punk oder brüderle hier?

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  14. Ich bin empört und werde beim nächsten Plänum beantragen, dass Konzerte generell und prinzipiell verboten werden, da hier eine Entblösungsgefahr besteht. Vll könnten wir soweit gehen, dass das Singen als solches verboten wird, da es aufgrund von Auftrittsmöglichkeiten folglich auch zu Entblößungen kommen könnte. Ja das wäre toll… endlich keine Entblößungen mehr.

    Gott oh gott…

    Stimme aus dem off: Ich beantrage Gott aus dem Protokoll zu streichen und eine erneute Nutzung zu verbieten.

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  15. Es geht hier um mehr, als um die Möglichkeit T-Shirts ausziehen zu können, wenn es mir passt.
    Es geht hier um eine Entwicklung in der (radikalen) Linken, korrekt analysierten gesellschaftlichen Misständen mit autoritärem Aktionismus zu begegnen um zumindest im eigenen AZ der politischen Bedeutungslosigkeit zu entkommen.
    Das Ergebnis ist calvinistisch anmutender Tugendterror, in der jeder Eingriff in die Freiheit noch mit dem Willen der Mehrheit legitimiert werden kann, wie ein Kommentator hier bewies: „niemand hat lust auf verschwitzte nackte oberkörper und prolliges mackergehabe“.
    Das ausgezogene T-Shirts ein Symptom von Mackergehabe sein können – geschenkt, darüber kann man gerne diskutieren. Aber es spricht doch Bände, dass das einzige, was offenbar einfällt, um unerwünschtes Verhalten abzustellen, ein Verbot ist.
    Das kommt schon gefährlich nahe an die deutsche Jägerzaunmentalität heran, nach der „gefälligscht“ verboten gehört, was mich stört – wenngleich auch aus lobenswerteren Motiven.

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  16. die vorherigen beiden kommentare bringen es ja gut auf den punkt. punk ist zwar irgendwie emanzipatorisch (im anstrich), aber zugleich kann und will dort offensichtlich auch noch richtig männlichkeit ausgelebt werden, mit schweiß, blut und pisse, am besten im freien oberkörper. „zuckerpüppchen“ haben dort, wie nothinktank formuliert, keinen platz. dass mit so einer attitüde konflikte mit feministischten strömungen vorprogrammiert sind, liegt ja auf der hand. ich persönlich stehe übrigens auf die musik, schwitzende, kotzende und pissende typen lenken mich da eher vor wesentlichen ab.

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  17. Ich sehe das Problem mit den ungleich verteilten Privilegien. Allerdings scheint mir, es wird genau falsch herum gelöst. Anstatt das Privileg der (ganzen oder teilweisen) Nacktheit auf alle Beteiligten auszuweiten, nimmt man es allen Beteiligten einfach weg. Quasi die Gegenbewegung zu den emanzipatorischen Projekten von vor 40 Jahren, bei denen Nacktheit ja noch zum politischen Programm gehörte.

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  18. PS: damit möchte ich nicht gesagt haben, dass ich große Lust hätte, mich auf einem Konzert mit noch mehr Halbnackten aufzuhalten als ohnehin schon — da diese i.d.R. eine ästhetische Belästigung darstellen, der ich mich freiwillig nicht aussetzen möchte. Aber Ästhetik ist vermutlich das Letzte, was diese AJZler hier umtreibt…

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  19. Statement von Feine Sahne Fischfilet:
    „Wir waren die letzten beiden Tage mit guten Freunden unterwegs,haben Konzerte gespielt, die Internethools haben sich scheinbar erstmal ausgetobt und nachdem wir uns die teils absurden Diskussionen im Internet reingezogen hatten,wollen wir kurz was zu der ganzen ,,Bielefeld Story“ sagen.
    Viele Sachen, die in dem Indymedia Bericht stehen und dann auch noch von verschiedensten Blogs und Zeitungen übernommen wurden, sind völlig überzogen dargestellt worden.
    Bspw. Waren es keine 15 Leute die auf die Bühne gekommen sind,sondern 2.
    Nachdem wir dann aus eigener Entscheidung heraus, das Konzert unterbrochen hatten, hatten wir uns mit den VeranstalterInnen kurz zusammengesetzt und auf Bitten der Konzertgruppe, haben wir dann weiter gespielt. Für die Crew war es ok, dass wir gesagt haben ,, Unser Schlagzeuger zieht ab dem Punkt sein Shirt wieder aus,wenn er in dem unbelüfteten,vollen Raum krass schwitzt“.
    Wir spielten weiter, machten kurz eine Ansage, dass wir kein Bock drauf haben, dass die Leute jetzt dumm gegen das AJZ pöbeln und zockten noch ein schönes,ausgelassenes Konzert.
    Noch am selben Abend quatschten wir auf cooler Art und Weise mit den Menschen, die auf die Bühne gekommen sind und diese entschuldigten sich für ihre etwas ,,aggressivere“ Art und Weise. Kann halt mal passieren! Zudem ist es absolut ok, wenn man nicht alles abfeiert was wir machen bzw. man sich mit uns streiten möchte. Kommt halt immer auf die Art und Weise an. Standard halt.
    Für uns hatte sich die Sache damit erledigt.
    Nachdem wir uns nun jedoch einen Großteil der Diskussionen im Internet durchgelesen hatten, empfanden wir Vieles nur noch als erbärmlich.. Wenn einige Leute sich scheinbar aufgrund einer aufgebauschten Geschichte gleich ihren Arsch abfreuen,um mal wieder gegen die Zecken aus`m AJZ hetzen zu können und bspw so eine Scheisse wie ,,Bombe rein ins AJZ“schreiben, dann wissen wir auch, dass wir genau von solchen Leuten keine Schulterklopfer brauchen. Auf unseren Konzerten haben wir kein Bock auf erbärmliches Rumgeprolle. Wer nen Harten schieben will und zuviel Testoteron inne hat, kann unserentwegen gerne mal nach Anklam fahren und dort die Muskeln spielen lassen. Das würden wir dann sogar hart abfeiern. Alles Andere empfinden wir nur als peinlich!

    Ein Gedanke noch:Wenn die Leute auch nur ansatzweise so aufdrehen,dafür streiten und diskutieren würden, wenn es darum geht, junge Leute aus Stralsund zu unterstützen, die versuchen in der vorpommerschen Stadt ein AJZ aufzubauen, wäre man einige Schritte weiter. Dies ist gefühlt scheinbar jedoch nicht so angesagt. Eher fahren die Leute drauf ab irgendwelche belanglosen Geschichten aufzubauschen und sich gegenseitig vollzudüsen. Es ist halt einfacher ,,Alles Scheisse“ zu finden, als sich für eine Sache reinzuhängen. Wenn dieser Gedankenanstoß bei den einen oder anderen vllt Interesse geweckt haben sollte, kann gerne auf diese Seite http://ajuku-stralsund.de/ gehen und schauen wie er/sie helfen kann.

    Abschließend bleibt uns nur zu sagen. Am 22.11 veranstaltet die Konzertgruppe, die auch unser Konzert organisierte, wieder ein schickes Ding. Unsere Homies von The Movement kommen ins AJZ Bielefeld. Können wir nur empfehlen!
    Für Uns hat sich die Sache damit erledigt. Alle Internethools können nun bei uns in der Kommentarspalte abmallen. Wir fahren nach Warnemünde an den Beachi und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Easy going!“
    (Quelle: Facebookprofil der Band)

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  20. Ich hoffe, dass sich Herr Gensing in seinem stillen Kämmerlein dafür schämt, dass er maßgeblich Anteil an der Skandalisierung eines Ereignisses hatte, das so überhaupt nicht stattfand. Vielleicht hätte er erstmal mit der Band reden sollen? Großartiger Journalismus..

    Angesichts der Stammtischstrategen (oder „Internethools“, wie FSF formulieren), die gepaart mit Sexismus(sowie Sexismusverharmlosung) endlich mal gegen die „Zecken“ wüten konnten und sich von dämlichen Artikeln wie dem Herrn Gensings (Antisexismus runterreduzieren auf „unlocker“, oh wow, Brüderle-style) bestärkt fühlen dürften, bleibt mir nur zu sagen: Danke, Arschloch (an Herrn Gensing).

    Beleidigungen werden hier sicherlich nicht freigeschaltet. Macht euch mal locker.

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  21. Hallo Gefe,

    wenn Sie meinen Artikel mit der Stellungnahme der Band vergleichen, werden Sie feststellen, dass die Angaben weitestgehend übereinstimmen. Ich thematisiere die Indy- und Ruhrbarone-Artikel und stelle diesen die Statements von Monchi entgegen.

    Regeln, wonach ein Drummer kein T-Shirt ausziehen darf, finde ich unabhängig von dieser Geschichte daneben, weil sich Verbote und Freiraum nach meinem Verständnis gegenseitig ausschließen. Diese Position als sexistisch zu bezeichnen – nun ja.

    Schämen tue ich mich nicht, weil ich Meinungsverschiedenheiten als nichts Verwerfliches betrachte.

    Gruß
    Patrick Gensing

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  22. @ gefe
    Der Autor soll sich schämen, schlechter Journalismus, das wird ja eh nicht freigeschaltet etc.
    Derartige „Argumentationen“ kenne ich auf publikative eigentlich nur von Frei.Wild und AfD Anhängern.

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  23. Oben ohne sein ist also per se sexistisch.

    Die das so sehen, sollen bitte zum Psychiater gehen anstatt andere Menschen zu belästigen. Widerlich ist dieser Vorgang, Antisexismus mit Sexualfeindlichkeit zu ersetzen.

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  24. Lieber Herr Gensing,

    ich freue mich, mal vollkommen Ihrer Meinung zu sein.
    Wer in entblösten Männeroberkörpern schon allein aufgrund der Nacktheit, ohne weitere Verhaltens-Komponenten irgendetwas Sexistisches erblickt, der/die hat vielleicht ein Problem mit Sexualität und versucht daraus ein Sexismusproblem zu konstruieren, hat aber keinen irgendwie konstruktiven Zugang zum Thema Sexismus. Der emanzipatorische Gehalt solcher Verhaltensvorschriften ist glatt null. „Tugendterror“ triffts wohl ganz gut.

    Im Übrigen finde ich die Reaktion der Band äußerst souverän.

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  25. im endeffekt zwingen diese feministen andere menschen bürgerliche werte auf,weil sie selbst unfähig sind sich von diesen zu lösen.
    da lob ich mir die alten hippis,die hatten solche probleme mit der bürgerlichen anpassung nicht.

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  26. Und da ist die antifeministische Männerfront, die mit Polemik und Sich-Lustig-Machen in der Gruppe auftritt. Mit anderen Worten: wo diese Personen kein Problem sehen, haben auch die anderen kein Problem zu sehen. Und anstatt sich zu informieren, möglicherweise sogar über sexistische Strukturen zu belesen und zu diskutieren, sind KritikerInnen frei Oberkörper dann halt (1) krank, (2) verklemmt, (3) latent (rechts)konservativ (Frei.Wild und AFD, wtf), oder einfach nur (4) lächerlich. Das macht es wesentlich einfacher, sich auf den eigenen Standpunkt zurückzuziehen. Welche emanzipatorische Welt oder welcher Freiheitsbegriff damit verteidigt werden soll, dass sollte sich möglicherweise ernsthaft gefragt werden. Oder ob Punk nicht schlicht auch einfach Typensport ist und bleiben soll für dieses Klientel, sollte sich dann auch eingestanden werden: Platz für feministische Positionen ist dann halt einfach nicht.

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  27. Hey Bender,

    anstatt zu lamentieren, was die von die Kritisierten angeblich alles so machen oder denken oder nicht machen, kannst du ja mal erläutern, inwiefern das Verbot für Männer, sich mit entblößtem Oberkörper zu zeigen, einem emanzipatorischen oder feministischen Politikansatz entspricht. zwar findest du, dass andere sich informieren sollten, bist aber nicht bereit zu informieren. Die anderen sollen diskutieren, dir genügt es zu motzen, ohne einen einzigen Inhalt preiszugeben. Die anderen „ziehen sich auf den eigenen Standpunkt zurück“, du erläuterst nicht mal, was dein Standpunkt ist …

    Das einzige Argument deinerseits scheint zu sein, dass du findest, dass die Gegner eines Ausziehverbots eine „Männerfront“ seien, was sie dann offenbar auch per se als „antifeministisch“ identifiziert. Da brauchen wir doch über Inhalte eh nicht mehr reden, oder?

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  28. Lieber Max, wenn Du Dir die geringe Mühe machst, in der Kommentarspalte nach oben zu scrollen, wirst Du meinen knappe Ausführung zum strukturellen Ungleichheitsverhältnis finden. Dominant in der Kommentarspalte hier sind ansonsten polemische und abwertende Beiträge diverser Form, deren Quintessenz ist, dass diese DIskussion albern und freiheitsbeschneidend sei und die Konzertkultur deshalb so zu bleiben habe, wie sie ist. Das ist wenig verwunderlich, gibt der Artikel mit seiner Polemik ja auch eine Steilvorlage. Mein Eindruck ist, und dies habe ich entsprechend formuliert, dass Punk halt als Typensport für einige Akteure bewahrt werden soll und entsprechende Einschränkungen männlicher Privilegien nicht gewünscht sind. Und es ist aus meiner Sicht auch nicht verwunderlich in Anbetracht des Umgangs mit Geschlechterhierarchien in der linken Szene und Punkszene, wo es grob gesagt in Deutschland mindestens seit den 1980ern stagniert, bevor es überhaupt angefangen hat in irgendeiner Weise Freiräume zu etablieren.

    Ich vermittle auch gerne Literatur, die über strukturelle Ungleichheitsrelatioinen Auskunft gibt, meiner Erfahrung nach ist das in der Szene aber in der Regeln wenig fruchtbar, weil die Leute meistens keinen Bock haben zu lesen. Entsprechend werden hier auch keine Fragen dazu gestellt oder in irgendeiner Weise auf diese Punkte eingegangen, das wird dann oft auch als zu anstrengend empfunden. Es ist entsprechend auch nicht meine Aufgabe, den Leuten Erkenntnisse hinterherzutragen, besonders nicht, wenn derart abwertende Positionen formuliert werden. Mal im Ernst: im Grunde läuft der Impetus des Artikels und weitergeführt der Kommentare auf ein altbekanntes Stereotyp hinaus, nämlich das der verklemmten, Sexualitäts-feindlichen FeministInnen, deren als emanzipatorisch ausgegebener Aktivismus in Wahrheit tief-konservativ und freiheitsberaubend wäre. Bei einem solchen Niveau habe ich dann manchmal auch einfach nur Lust, meine Meinung Kund zu tun.

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  29. Liebe/r Bender,

    ich habe deinen anderen Kommentaren einzig und allein entnommen, dass du statuierst „Freie Oberkörper sind in einem strukturellen ungleichheitsverhältnis eingebunden, dass heißt, es ist in dieser Gesellschaft in erster Linie Männern möglich, mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit unbedarft aufzutreten.“ Warum du es jetzt okay findest, dass zum Ausgleich dieser Ungleichheit ein Verbot gegenüber Männern erlassen wird, solche Nacktheit zu zeigen, habe ich deinen Ausführungen nicht entnehmen können. Ich verstehe es auch beim besten Willen nicht. Wenn A etwas aus dämlichen Gründen nicht dürfen soll, dann schaffe ich Gleichberechtigung, indem ich es B auch verbiete? Und das ist dann progressiv und emanzipatorisch?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Literatur gibt, die mir eine so kuriose Idee von Gleichberechtigung verständlich machen kann. Aber: nur zu …

    Im Übrigen: Dass es immer wieder Auswüchse in der radikalen Linken gibt, „deren als emanzipatorisch ausgegebener Aktivismus in Wahrheit tief-konservativ und freiheitsberaubend“ ist, ist ja nun keine Neuigkeit und leider wahr.

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  30. @ Bender:

    Ich kann deine Argumentation gut nachvollziehen und würde gern hören, ob (und wenn ja, warum) du es als richtig ansiehst, freie Oberkörper generell zu verbieten. Ich sehe die Ungleichheit, glaube aber auch, dass man daran arbeiten sollte, dass alle diese Freiheit haben.

    Ich würde beispielsweise auch nicht daran arbeiten, dass es allen Leuten (finanziell) schlecht geht, sondern daran, dass es eben allen gut geht. Mit anderen Worten: ein Verbot (und sei es ein strukturelles) dadurch zu „entproblematisieren“, indem man es einfach auf alle Kategorien (wie sinnvoll oder auch nicht die auch sein mögen sei jetzt mal dahin gestellt) ausweitet, ist doch keine Lösung der eigentlichen, zugrunde liegenden Problematik (in diesem Fall die tugendhafte, spießbürgerliche Einstellung, dass freie Oberkörper – ob männlich oder weiblich – in der Öffentlichkeit „nichts zu suchen hätten“). Und letztendlich ist niemandem damit geholfen.

    Das Problem ist ohne Frage noch einmal größer, wenn es dann plötzlich nur noch auf Frauen angewandt wird. Ich möchte das Problem an sich auch nicht leugnen, diese Vorgehensweise halte ich aber für falsch.

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  31. Hallo,
    diese „Verbotstheorie“ von Publikative ist irgendwie bescheuert, wie schon in einigen Kommentaren angemerkt. Sie knüpft irgendwie an diesen „Gutmensch“-Diskurs an, der gerne gegen emanzipatorische Inhalte in Stellung gebracht wird.
    Es wird einer inhaltlichen Diskussion ausgewichen und gesagt: „Freiraum und Verbote vertragen sich nicht.“
    Dabei ist doch total klar, dass die meisten Freiräume total streng reglementiert sind: kein Sexismus, Rassismus, usw..
    Jetzt können die weißen Männer natürlich sagen: „Warum diese ganzen Verboten ? Ich fühle mich auch wohl, wenn Männer oberkörpferfrei rumlaufen, Minderheiten diskriminieren oder Frauen anbaggern. Das soll mir bitte auch nicht verboten werden !“
    Verbote können dazu dienen einen gesellschaftlichen Missstand anzugehen. Und bei Partys gibt es so etwas wie Sexismus. Nicht gerade selten kommt es zu schwerwiegenden sexuellen Übergriffen, welche zumeist nicht sanktioniert werden können. Deswegen gibt es Versuche Partys weniger sexistisch zu gestalten. Dabei ist solch ein Verbot sicherlich nicht das beste Mittel, aber um Sexismus auf Partys ging es ja auch nicht in dem Artikel. Sondern um diese bescheuerten Gutmenschen, welche gutgelaunten Männern, alles verbieten wollen. Aber es gibt Gott sei Dank viele Fanmeilen, Großraumdiskos und Bierzelte, in denen sexistisches Verhalten zum guten Ton gehört und Männer sich nicht Dinge verbieten lassen müssen.
    Gegen welches Verbot richtet sich die nächste Publikative-Polemik ? Leugnung des Holocaust ?

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  32. Ich hoffe, dass „gefe“ seine von ihm so herzlich gerne gebrachten „Fresse-Halten!“-Postings irgendwann einmal so peinlich sind, dass er sie eines Tages einfach unterlässt. Im Übrigen möchte ich ihm mein Beileid dafür ausdrücken, dass er sich bereits an Leuten stört, die ein ausgezogenes T-Shirt von einem schwitzenden Drummer nicht stören.

    Das ist so arm.

    Hey, und wenn irgendwo Leute darüber sprechen wollen, ab welchem Punkt pc-förmige Regelungen linke Freiräume in ein Spießerparadies verwandeln: Dann bleibe er einfach fort! Es könnte ihn ja nerven etc.

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  33. Also, Freiräume, sprachliche Regelungen, Schamlosigkeit, sich schämen, „Fresse-Halten“ und und und…
    Der von mir geschätzte Patrick Gensing schreckt aber wirklich vor keinem Tabubruch zurück 😉 :

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