Mitten in der AfD

Die junge Partei „Alternative für Deutschland“ verspricht ein „blaues Wunder“ zur Bundestagswahl. Wer sich auf deren Veranstaltungen als Gegner zu erkennen gibt, erlebt dieses blaue Wunder sofort. Ein Bericht aus München.

Von Michael Renner und S. Adlhoch

AfD-Wahlplakat in Berlin (Foto: Patrick Gensing)
AfD-Wahlplakat in Berlin (Foto: Patrick Gensing)

Am 30. August sprach Bernd Lucke an Münchens Marienplatz. Wir wollten vor Ort Eindrücke vom Parteigründer und seinen Anhängern sammeln. Um leichter ins Gespräch zu kommen, hatten wir Schilder gemalt, die keinen Zweifel daran ließen, dass wir die AfD kritisch sehen und für eine Gefahr von rechts halten. Anzug, Hemd und Krawatte hatten die Aufgabe trotz der handgemalten Schilder eine gewisse Seriosität auszustrahlen.

Die Wahlkampftour der AfD ist gut organisiert: Um den Marienplatz herum standen hunderte Werbeplakate, die Sound-Analage lieferte einen perfekten Ton der den Sprecher gut verständlich bis zur letzten Ecke des Marienplatzes hörbar machte. Das alles wird viel Geld gekostet haben. Mit Spenden aus dem Mittelstand und den Beiträgen von 15.000 Mitgliedern lässt sich solch ein Wahlkampf kaum führen. Erst Anfang 2015 wird sich anhand des vorgeschriebenen Rechenschaftsberichts klären lassen, wie eine junge Partei wie die AfD einen Wahlkampf mit derart viel Material und Personal finanzieren konnte.

Vor der Bühne auf dem Marienplatz warteten viele Menschen. Die Pressemitteilung der AfD sprach später von 1300 Anhängern, diese Zahl scheint allerdings schamlos übertrieben. Geschätzte 70 Personen gehörten zum Organisationsteam, das an den blauen Shirts sowie strahlender Schönheit und Jugend, die man sie sonst nur an Messeständen antrifft, erkennbar waren. Es gab rund 30 Personen die Plakate hoch hielten und tatsächlich zwei mit einem „Bernd Lucke, unser Kanzler 2017“-Tranzparent.

Wir sahen einzelne Anhänger der „Freiheit“, einer muslimfeindlichen Partei, die vom bayrischen Verfassungsschutz beobachtet wird, und Burschenschafter der schlagenden Verbindung „Danubia“ – auch sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Wir erkannten einen Neonazi aus dem Umfeld „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ und „Freies Netz Süd“. Ein Zuhörer trug eine Gürtelschnalle mit dem Wehrmachts-Slogan „Gott mit uns“.

Wir stellten uns in die Mitte der Menschenmenge und hielten unsere selbstgemalten Schilder hoch. Da wir auf Diskussionen hofften, hatten wir uns die Argumente der AfD angesehen um sie selbst anbringen zu können. Vorlagen gibt es aus offiziellen Kanälen viele. Von „man muss unbequeme Wahrheiten aussprechen“ über das „von oben verordnete Stillschweigen“ bis zur Warnung vor dem „irreparablen Schaden“ war alles dabei. Auch das beliebte „das wird man ja nochmal sagen dürfen“ hatten wir uns zurecht gelegt.

Allerdings kam alles anders. Denn es gab kaum Gespräche, sondern fast nur verbale Angriffe. Fragen wie „Aus welcher Anstalt seid ihr?“ und „Bekommt ihr Harz IV?“ waren noch die freundlichsten. Eine Frau erkundigte sich, von welcher Partei wir geschickt worden seien. Bei der AfD scheinen die Vorgaben von der Parteispitze zu kommen. Diese Strategie ließ sich bereits bei der Parteigründung beobachten. Die anwesenden Mitglieder verzichteten per Abstimmung auf ihr Mitwirkrecht am Programm. In diese Denkweise passt die Vermutung, wir seien „geschickt“ worden.

Bei den Beschimpfungen kamen uns AfD-Anhänger oder Ordner oft so nah, dass sich unsere Nasen fast berührten. Anzug und Krawatte vermittelten uns in solchen Augenblicken ein relatives Gefühl der Sicherheit. Dazu redeten wir uns ein, dass in unserer Nähe mehrere Polizisten in Zivil sein müssten. Denn auch wenn unsere Schildchen gegen die vielen gedrucken Plakate winzig wirkten, waren wir bestimmt nicht nur den AfD-Anhängern aufgefallen. Wir hörten gezischte Aufforderungen wie „Haut ab!“ oder Beleidigungen wie „Ihr seid Faschisten!“. Trotzdem erfreuten wir uns einer gewissen Beliebtheit, denn wir wurden von mehreren Ordnern mit Profikamaras von allen Seiten fotografiert.

Vielleicht spielte uns die Erwartungshaltung einen Streich, aber wir kamen unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass immer die selben Personen in Luckes Sprechpausen lautstark in Jubel ausbrauchen – woraufhin auch andere anfingen zu klatschen. Die größte Gruppe der Zuhörerschaft stellten aber tatsächlich die vielen an der neuen Partei Interessierten.

Lucke spielte geschickt mit Zukunftsängsten, er verglich die „Schuldenländer“ mit einem Fieberkranken, für den es keine Hoffnung mehr gibt. Dazu wurde immer der Eindruck erweckt, dass die Aufgabe des Euros auch zum Vorteil der „Schuldenländer“ sei, eine Win-Win-Situation sozusagen. Dies hatte eine Frau verinnerlicht, die atemlos auf uns einschimpfte. Sie gab sich verzweifelt wegen unserer vermeindlichen Dummheit, die aus ihrer Sicht verhindert, dass wir erkennen, dass nur die AfD Deutschland retten kann. Allerdings kam auch mit ihr keine Diskussion zustande, weil sie immer nur kurz zum Schimpfen zu uns kam, dann sofort wieder zu ihrem bisherigen Standort zurück ging – um uns kurz darauf erneut auf unsere vermeintliche Dummheit aufmerksam zu machen.

Wir gingen kurz vor 17 Uhr weil wir annahmen, dass Lucke nur bis zum Glockenspiel, ein fester Bestandteil des Touristenprogramms in den Sommermonaten, sprechen wird. Wir wollten auf keinen Fall in der Menge stehen wenn sie sich auflöst. Die Stimmung gegen uns war latent aggressiv, wir rechneten mit Rempeleien . Was das Ende der Veranstaltung betrifft irrten wir uns: Lucke sprach doch noch 20 Minuten länger. Vom Glockenspiel um 17 Uhr wurde er selbst und auch sein Orga-Team überrascht. Münchner waren an der Vorbereitung offensichtlich nicht beteiligt – die hätten vom Glockenspiel am Rathaus gewusst. Den letzten Teil der Rede verfolgten wir von draußen. Wir hatten, das sei noch erwähnt, einige Mühe aus der Menschenmenge heraus zu kommen, denn eine Reihe kräftiger Männer, die schon die ganze Zeit hinter uns stand, versperrte uns den Weg.

In der Minute, in der wir uns mit einem kleinen Umweg nach draußen kämpften, twitterte Julia Probst ein besonderes Erlebnis mit der AfD.

Screenshot Julia Probst (Gehörlose Lippenleserin)
Screenshot Julia Probst (Gehörlose Lippenleserin)

Siehe auch: Professor Lucke, die AfD und die Zuwanderung

36 Kommentare zu „Mitten in der AfD

  1. Ich hatte es prognostiziert- kurz vor der Wahl bringt publikativ org nochmal einen Hetzartikel gegen die AfD. Diesmal verbrämt als Stimmungsbericht, aber wie früher ohne EIN einziges INHALTLICHES Argument.
    Schade, an einer Diskussion von Sachthemen hätte ich mich gern beteiligt.
    (Ich hoffe, dieser Beitrag fällt nicht wieder der Zensur zum Opfer.)

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  2. @ Harald: Hatte gerade unaufgefordert Wahlwerbung von Ihrem Verein im Briefkasten (trotz „Keine Werbung“-Aufklebers, aber das nur nebenbei). Da war von inhaltlichen Argumenten auch nichts zu lesen. Stattdessen nur platte Parolen und z.T. glatte Lügen (bzw. gezielte Auslassungen der entscheidenen Fakten).

    Und präventiv über angebliche „Zensur“ (vielleicht mal die Definition nachlesen?) zu jammern, ist ja auch schon fast wieder niedlich…

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  3. … dann hätten sie gefrohren.

    Gestern war ich auf einer ähnlichen Veranstaltung in Neu-Ulm mit dem Spitzenkandidat Dr. Alexander Gauland, zu der schätzungsweise 100-200 Interessenten kamen (es mussten noch zusätzlich Stühle in den Saal gebracht werden). Alles lief sehr geordnet, ruhig und gesittet ab. Die Vorträge waren professionell und sehr interessant. Anschließend durften Fragen gestellt werden. Wie mir schien gab es auch Fragende, die man nicht der AfD zuordnen kann. Diese Leute wurden aber ganz normal behandelt und deren Fragen ernst genommen und ausführlich beantwortet. Z.B. wurde gefragt, warum die AfD einen Länderfinanzausgleich innerhalb von Deutschland für richtig hält, innerhalb der Euro-Zone Ähnliches ablehnt.
    Ich kann nur jedem empfehlen eine Veranstaltung der AfD zu besuchen, es ist einfach ein intellektueller Genuss. Ich kann diese Aussage machen, da ich auf einer Veranstaltung von Per Steinbrück war – ich sage nur: überheblich, oberflächlich, protzig, frech

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  4. nobby said:“Und präventiv über angebliche “Zensur” (vielleicht mal die Definition nachlesen?) zu jammern, ist ja auch schon fast wieder niedlich…“
    Es gehört in diesen Kreisen zum guten Ton, sich zum Opfer einer imaginierten Meinungsdiktatur und Zensur zu stilisieren.

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  5. >Mit Spenden aus dem Mittelstand und den Beiträgen von 15.000 Mitgliedern lässt sich solch ein Wahlkampf kaum führen.

    Was für eine alberne Aussage.
    Die AfD ist eine Partei der Wirtschaftswissenschaftler und Großuntetnehmer. Mit dem Mittelstand haben die nichts zu tun. Das zeigt auch nur ein kurzer Blick auf ihre Spitzenkandidaten und die Besitzstandwahrer-Rethorik in ihren Wahlprogramm.
    Das ist im Grunde auch jeden halbwegs neutralen Beobachter klar, nur die Propaganda der Partei selbst behauptet das Gegenteil.
    Deshalb wird der Rechenschaftsbericht auch zu keinen Überraschungen führen.

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  6. Hey Harald dann reden wir doch mal von Sachthemen.
    Wie ist aus Ihrer Sicht im Wahlprogramm der AfD die Mitwirkung der Menschen an politischen Prozessen geregelt?

    Einfache Frage ich warte auf eine Antwort.

    Aus meiner Sicht zeigt der Artikel sehr schön und das ist sachlich dargestellt, dass selbst das eigene Wahlprogramm ohne Mitwirkung der Mitglieder entstanden ist. „Die anwesenden Mitglieder verzichteten per Abstimmung auf ihr Mitwirkrecht am Programm“
    Aus meiner Sicht ist die AfD eine weiterer Schritt auf dem langsamen Weg der BRD in den Bonapartismus.
    Selbst von von vermeintlich fortschrittlichen und linken Inhalte darf sich da niemand blenden lassen. Juan Peron, das beste Beispiel für den Bonapartismus in der Praxis, hat auch viele Sozialprogramme umgesetzt und Gewerkschaften gegründet.
    Er hat es geschafft eine Großteil auch von Arbeitern unter seine Anhänger zu bringen. Zu wenig hinterfragten seinen Populismus.
    Aber Argentinien gibt es heute noch genügend Leute die ihn toll finden und in Deutschland gibt es auch genügend Leute die für so was zu haben sind. Die Aussichten für ihre AfD sind daher glänzend es fehlt eigentlich nur noch ein Typ der mehr drauf hat als dieser Lucke und eine Frau hat mit einer Dynamik und Ausstrahlung wie Evita.
    Ursula von der Leyen hat das Zeug dazu (wenn sie gut drauf ist wie am Sonntag bei Jauch) es braucht nur noch einen Mythos um sie zu inszenieren.

    Was ist mit ihnen Harald? Sind sie dann mit oder ohne Hemd unterwegs? Lassen sich nicht täuschen! Denken ist bekanntlich gratis aber dennoch bei vielen zu viel verlangt …

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  7. gallendieter:
    Die Frage beantworte ich gern:
    Die AfD fordert Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild – die Schweiz, eine alte Demokratie, zeigt gut, das dies funktioniert.
    Wir haben viele politische Vorgänge (etwa die Eurorettungen), wo mehr als Zweidrittel des Volkes das Gegenteil wollen, was im BT beschlossen wird. Abgeordnete, die sich dem ESM oden Gr-„Hilfen“ verweigern, müssen um ihre politische Karriere fürchten, und stimmen deshalb nach den Vorgaben.
    Volksabstimmungen verhindern das und sind zutiefst demokratisch- schließlich muss es das Volk auch ausbaden.
    In meiner Heimatstadt hat eine Bürgerinitiative (an der ich mitgewirkt habe) durch eine Volksabstimmung verhindert, dass die Stadtwerke an einen französischen Konzern verkauft werden wie es der Staatdrat wollte.

    nobby:
    Die AfD ist kein Verein, sondern eine junge demokratische Partei. Können sie mal eine angebliche Lüge der AfD nennen?
    (Ich erinnere an die Lügen unseres Finanzministers („Es wird keinen dauerhaften Rettungschirm geben“, „Das sind nur Kredite, es ist kein Geld geflossen“ etc).

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  8. @ gallendieter
    Die AfD fordert folgendes:
    „Wir fordern eine Stärkung der Demokratie und der demokratischen Bürgerrechte. Wir wollen Volksabstimmungen und Initiativen nach Schweizer Vorbild einführen. Das gilt insbesondere für die Abtretung wichtiger Befugnisse an die EU.“
    Da im Unterstützerkreis der Partei aber z.B. Hans Olaf Henkel vertreten ist, wäre ich solchen Forderungen gegenüber skeptisch. Da könnte sich dann auch folgendes dahinter verbergen:
    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/demokratie-als-mogelpackung

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  9. @ Horst dannke für den link. Das ist ein ausführlicher Artikel zu dem von mir genannten Pudels Kern der

    Harald ihr Glaube daran, dass die AfD sich tatsächlich für direkte Volksabstimmungen einsetzt in allen ehren.

    Was bestätigt sie denn so in dem Glauben daran? Weil das auf dem Papier steht? Papier ist geduldig und Wahlergebnisse müssen auch nicht unbedingt stimmen (dazu später mehr). Was zählt ist doch die politische Praxis.

    Wieso geben Sie Sich denn damit zufrieden, dass das Parteiprogramm, das Herzstück einer Partei, dann ohne Mitwirkung der Mitglieder entsteht?
    Wenn es darum geht linke Parteie zu kritisieren sind sie doch vorne mit dabei. Oder? Hier muss ich mal ganz überzogen werden damit sie hoffentlich wach werden: Selbst Nordkorea gibt sich nach außen einen demokratischen Anschein. http://www.naenara.com.kp/de/great/political.php
    Kim Jon un wurde nicht umsonst in einer weltweiten Abstimmung des time Magazin mit Abstand zur Person des Jahres gewählt
    http://content.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,2128881_2129111,00.html
    Selbst in der PdAK gibt es zumindest offiziel mehr Demokratie, denn so offensichtlich wie die AfD es gemacht hat mit ihrem Wahlprogramm das gibt es nicht einmal in Nordkorea.

    Es gibt also starke Indizien dafür, dass viele in der, wie sie es selbst sagen jungen Partei, ganz andere Vorstellungen haben, die sie nicht gesehen haben oder nicht sehen woll(t)en. Ich will Ihnen da nichts unterstellen. http://andreaskemper.wordpress.com/2013/04/08/zum-bonapartismus-der-alternative-fur-deutschland/

    Aber es wird ihttp://content.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,2128881_2129111,00.html
    Irgendwann wird sich zeigen in welche Richtung es geht.
    Was sagen Sie zu den Indizien? Was denken sie über Henkel und Co?
    Reichen Ihnen die Indizien schon aus oder wollen sie abwarten in der Hoffnung, dass wirklich mehr Demokratie geschaffen wird.

    Ich bin davon überzeugt dass, wenn sie tatsächlich für mehr Demokratie sind, irgendwann der Punkt erreicht sein wird an dem es ihnen hoffentlich die Schuppen von den Augen fallen und sie sagen: STOP
    Oder sie sind geblendet von ihrem Glaube an den Populismus der Partei und die Inszenierung des Parteiapparats, den Entwicklungen der Gesellschaft und der Medien.

    Ich würde einfach mal sagen bitte lesen Sie diesen blog und stellen Sie Sich meine Fragen jetzt und in Zukunft:

    Sind Sie dann mit oder ohne Hemd unterwegs? Lassen Sie Sich bitte nicht täuschen! Denken ist bekanntlich gratis aber dennoch bei vielen zu viel verlangt …

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  10. Seltsam …. kaum wird irgendwo im Netz was über die „alte naive“ geschrieben
    Sind die Vögel auch schon zur Stelle. Ich habe die Vermutung die werden
    von der AfD bezahlt.

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  11. @ Renate. Das ist genau der Freitag mit Gensings persönlichem Feind Jakob Augstein. In dem Blog hier wurde aber dennoch schon über gute Artikel im Freitag berichtet. Bevor sie also irgendwelche Scheingefechte austragen können sie sich ja lieber mal zum Inhalt des Artikels äußern.

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  12. Man muss diesem „Harald“ tatsächlich mal in einem Punkt zustimmen: der Text funktioniert tatsächlich nur als Stimmungsbericht und ohne inhaltliche Auseinandersetzung – als wäre es ganz selbstverständlich, dass man die AFD ablehnt. Insofern wäre es vernünftig, auf eine gute Kritik am neuen „aufstrebenden rechten Rand“ im Text zumindest zu verweisen, um 1. zu wissen, wie die Autoren ticken (mit den Argumente der AFD scheinen sie sich ja befasst zu haben) und 2. um solchen nationalen Chefideologen wie dem Harald die Tour zu vermasseln oder zumindest zu erschweren…(Wenn ich so Sachen wie „Volksentscheid“ und „Initiative gegen ausländischen (französischen) Konzern“ schon höre, graust es mir gewaltig!)
    Danke

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  13. gallendieter:
    Ich kann ihre Argumentation nicht verstehen. Was die AfD mit Nordkorea oder mit dem Hemd zu tun, ist mir nicht klar. Ich halte es mit dem AfD-Programm und mit Sachargumenten.
    Ich kritisiere die Linke nicht, denn ich habe diese Partei mehrfach gewählt. Sie ist neben der AfD die einzige politische Partei, die die Eurorettungen, also die Bankenrettungen, ablehnt. Lucke und Lafontaine liegen da kaum auseinander.

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  14. Beim Lesen des Artikels hatte ich manchmal das Gefühl, nicht auf einer Wahlkampfveranstaltung, sondern auf einer Survivaltour durch den blauen
    Djungel des Kongo zu sein, Rebellen (AFD-Symphatisanten), Berggorillas
    (Ordner)“unsere Nasen berührten sich fast“ und Malariamücken (Frau, die
    atemlos auf uns einschimpfte)inclusive. Zum Glück gefeit durch ideologische Impfungen und Schutzanzügen sind sie der blauen Hölle gerade
    noch einmal entkommen. Meinen Glückwunsch! Wer das durchgestanden hat,
    kann eigentlich jeder anderen Lebenssituation nur noch mit einem Augenzwinkern begegnen und ist Kandidat für höhere politische Aufgaben.

    Hier ist auch so ein Erlebnis – in Bremen – als diese Rechtsdemagogen
    von der AFD sich selbst überfallen haben lassen. Aber so sind die!

    Überigens: Am Sonntag ist Wahltag!

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  15. Harald sie wollten eine Lüge. Hier habe sie eine: Sogar der Forsa Chef einer der Personen, die als für die Demokratie steht an die sie so glauben nennt ihren Parteichef: Lügen-Lucke

    Gibt ihnen das nicht zu denken?

    Ich meine sie glauben doch so an die Demokratie. Aber Wahlforschung ist manipuliert? Alles klar … Die Demokratie ist schließlich auch nur das feststehende amtliche Endergebnis einer Wahl. Wenn dass dann nicht so ausfällt wie gewünscht. Was passiert dann?

    Bei manchen Leuten dauert es länger … Andere kapieren es gar nicht …

    Frau Renate sie waren doch so begeistert von den Antworten der AfD in Neu-Ulm. Wenn es ihr Parteifreund Harald nicht schafft zu antworten, dann finden sie vielleicht welche? Oder sie geben eben ihrem Dr. Gauland bescheid vielleicht weiß der was.

    Eines wollte ich noch sagen: Also im Vergleich zu Juan Peron und Evita wirken ihre Parteifreunde sehr steif und unbeholfen. Woran das liegt? Selbst die Katholiken wissen noch nicht was sie von der AfD halten sollen. http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/dossiers_1/parteiprogramme_zur_bundestagswahl_/afd.php
    Auch Peron musste 1955 merken, dass er ohne die Kirche keine Chance hat. Müssen sie denn die selben Fehler nochmal machen? Von wegen junge Partei … so ein Quatsch. Was die AFD macht ist ganz kalter Kaffe nur in neuen Kleidern und deshalb sind wohl eine Vielzahl der Leute und einige Mitglieder selbst noch nicht so weit zu erkennen wo die Reise hinführt.

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  16. gallendieter:
    Der SPD-Mann Güllner hatte bei Forsa die AfD nur bei 2-3% und er hat Prof. Lucke „Lügen-Lucke“ genannt. Ich denke, das Meinungsforschungsinstitut Forsa muss neutral sein und es wird mit Güllner dies nicht mehr herstellen können. Güllner sollte gehen.
    Forsa lag schon oft daneben (vor der Bayernwahl Grüne mit 12%, nach der Wahl 8%). Wenn das nicht parteisch ist.
    Was Peron, Evita und die Kirche mit der Wahl zu tun haben, weiß ich nicht.
    Die Kirche lebt mit vielen Regelungen noch im Mittelalter, sie sollte erstmal in der Moderne ankommen.
    Ich bilde mir mein eigenes Urteil anhand des AfD-Programms und das kann ich mit gutem Gewissen (an meine Kinder denkend) unterstützen. Für mich zählen nur Sachargumente, was irgendwelche Schreiberlinge zur AfD sagen, beeinflusst micht nicht. Wer Argumente hat, soll sie auf den Tisch zur Diskussion bringen.

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  17. @Harald: Natürlich kann ich einen Verein von einer Partei unterscheiden. War ein Stilmittel 🙂

    Die AfD behauptet, dass „unser“ Geld nach Südeuropa fließe. Dabei handelt es sich bei den bisherigen Rettungsaktionen in erster Linie um die Rettung deutscher Großbanken und internationaler Finanzinvestoren, deren an Griechenland u.a. vergebene Kredite nämlich nun unter anderem vom deutschen Staat übernommen wurden. Es ist ja nicht so, dass direkt deutsche Steuergelder an die griechische Bevölkerung verteilt werden. Gerettet werden die Banken, nicht die mittlerweile teils krasse Not leidenden Bevölkerungen der vom Austeritätsregime betroffenen Staaten.

    Außerdem ignoriert die AfD in ihrer Argumentation völlig die Rolle der deutschen Exportüberschüsse (auf Kosten von Niedriglöhnen und krasser Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigten in Deutschland) in der Eurokrise. Denn diese sind (mit) ursächlich für die wirtschaftlichen Probleme in Südeuropa – alle können nun mal nicht riesige Exportüberschüsse erwirtschaften in einer geschlossenen Weltwirtschaft.

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  18. Ein Wahlprogramm der deutschen Parteien wird nie von den Mitgliedern erarbeitet sondern immer vom Vorstand. Dann gibt es einen Parteitag, bei dem die Mitglieder zu-/abstimmen dürfen und Änderungen einbringen können. Ein Parteitag ist in der Kürze der Zeit und voralldingen wegen fehlender Finanzen nicht durchführbar gewesen. Man muss wissen, dass jedes Wahlplakat, jeder Wahlkampfstand, jede Fahrt wirklich alles von den Mitgliedern aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Die finanzielle Lage ist so erdrückend, dass die Mitlieder erst ein halbes Jahr nach Beitritt einen Ausweis bekommen haben. Und doch entspricht der Inhalt des Wahlprogramms den Wünschen der Mitglieder, denn es gibt weiterhin neue Mitglieder und es sind keine ausgetreten. Sollte sich die AfD etablieren und z.B. Wahlkampferstattung bekommen wird sich sicher die Situation normalisieren und auch Parteitage abgehalten werden.
    Aber das entscheidende Thema ist der Euro. Sollt er scheitern, sind so und so alle anderen Themen unwichtig. Was mich persönlich ärgert, ist, dass nicht Lehren aus früheren Gemeinschaftswährungen bei der Einführung des Euros gezogen wurden. Nehmen wir zum Beispiel die „Lateinische Gemeinschaftswährung „, die etwa vor 150 Jahren zwischen Frankreich, Italien, der Schweiz, Belgien und Griechenland eingeführt wurde. Auch hier musste Griechenland 1908 ausscheiden, da es die Wirtschaft nicht im Griff hatte und unkontrolliert Geld druckte.
    Hier ein Film, um zu verstehen, worum es beim Euro geht:

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  19. Ich glaube die Krisen des Finanzkapitalismus sind wohl kaum mit wirtschaftlichen Problemen des 19. Jahrhunderts zu vergleichen. Daran krankt dann nun auch die marxistische Theorie. Das ist aber auch genau das Problem von Lucke. Er zeigt eigentlich nichts anderes, als das deutsche Ökonomen überhaupt keine Ahnung mehr davon haben, wie die Wirtschaft funktioniert. Und diese Amateure im Talar bilden dann weitere Wirtschaftswissenschaftler aus, die mit einem theoretischen Wirtschaftsbild in Vorstände oder ins Controlling gehen, welches sich leider gar nicht im ökonomischen Alltag abbildet. Natürlich beschleunigt das die Krisenbewegungen.

    Und zum YouTube-Clip: Ja, das sieht doch sehr gestellt aus.

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  20. nobby:
    Na es geht doch mit ernsthafter Diskussion!
    Ja, die Eurorettungen sind zu einem großen Teil Bankenrettungen. Während zu Beginn der Gr-Krise der größte Teil der Schulden bei Banken lag, ist er nun zu etwa 90% bei den Steuerzahlern und D ist mit 83 Milliarden dabei. Dieses Geld ist zwar geliehen, Gr wird nie inder Lage sein, es zurückzugeben. Mit dieser unvorstellbar großen Summe könnte man Städte entschulden, in Bildung und Infrastruktur investieren, Renten erhöhen, Schulden abbauen.
    8 Milliarden hat D bereits durch den 1. Schuldenschnitt verloren (über die HRE), der 2. Schuldenschnitt wird mehr als 30 weitere Milliaden für D verlieren.
    Doch das Geld ist nach Gr wirklich geflossen, der größte Teil davon dann direkt an die Banken (vor allem, französische). Gr hat die Schulden aber aufgenommen und das Geld verbraucht. Ein guter Teil fliesst in den Haushalt des griechischen Staates, davon werden Renten und Löhne im ÖD bezahlt. Wir finanzieren über die ESM-Gelder und die EZB indirekt die griechischen Ausgaben.
    Es gibt nur einen Ausweg: Gr verlässt die Eurozone, die Geberländer verlieren ihr Geld (zumindest den größten Teil). Das WIRD so kommen, ich tippe schon 2014, vielleicht erst 2015.
    (Greenspan soll auf die frage, wie lange Gr im Euroraum bleibt, gesagt haben: solange bis sich D weigert für Gr zu zahlen.)
    Die AFD ignoriert die Exportüberschüsse nicht. Dieses Problem lässt sich nur durch Austritte der schwachen Länder lösen. So etwas gab es in derGeschichte schon oft.

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  21. Stimmt nicht ganz ,Renate. Die Piraten sind die einzigste Partei, bei der die Mitglieder selbstverständlich ihr Programm selber schreiben. Auch sind dort die Finanzen transparent nachvollziehbar, Spenden werden ausgewiesen , ab 1000 Euro namentlich veröffentlicht. Ich kann auch jede Sitzung auch (Bundes)Vorstandssitzungen über Mumble verfolgen. Wer von anderen Transparenz und Mitbestimmung fordert ,sollte das auch selbst vorleben, sonst ist es unglaubwürdig…. Renate ,könntest du bitte den Link veröffentlichen ,wo wir die Finanzierung der AfD und die Spender (Großspender ) einsehen können ? Als Mitglied der AfD müsstest du doch darüber Bescheid wissen ,oder ?

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  22. Harald
    Wenn sie an ihre Kinder denken, dann empfehle ich ihnen wenden sie sich von einer Partei ab die wie es für mich aussieht eine ähnliche politische Richtung wie der Peronismus einschlagen wird.
    Da sie meine ironischen Anspielen anscheinend nicht verstanden haben und Argumente bzgl des Zustande kommens eines Programms ignoriert haben will ich einen letzten Versuch ihnen anhand der Zukunft ihrer Kinder zu erklären was die AfD in der Praxis für Sie und ihren Nachwuchs bedeutet.
    Selbst wenn Sie bereit sind ihre Freiheit aufzugeben für ihren angeblichen wirtschaftlichen Vorteil und die Zukunft ihrer Kinder (wenn sie denn überhaupt vorhanden sind?), dann werden sie vielleicht irgendwann merken, dass dieser vermeintliche wirtschaftliche Vorteil genauso eine Mogelpackung ist wie die Demokratie.
    Schauen sie doch einfach an wie die Situation Argentinien aktuell ist:
    Wirtschaftliches Chaos ohne Ende. Ein paar Reiche sind glücklich und die Mittelschicht und die Armen werden bei Laune gehalten. Von wem?
    Von den ideologischen Nachfolgern von Peron und deren Gewerschaftsaparat und Medien.
    Das hat die AfD im Schilde und dokumentieren dies durch tatsächliches Handeln schon sehr offen.
    Bitte bringen sie doch einfach mal ein Sachargument wie denn die AfD die Probleme mit dem Euro lösen will und wie es den Leuten danach geht, wenn die Lösungen umgesetzt wird. Den Euro abschaffen das ist doch gar nicht möglich seien sie doch ehrlich. Glauben Sie Herr Henkel will den Euro abschaffen? Nein! Genau so wie Peron nie die von ihm verbal dämonisierte Abhängigkeit von den USA abschaffen wollte und auch nie beendet hat, will die AfD den Euro abschaffen.
    Die größte Lüge ist doch schon allein diese Forderung!
    Sie merken, dass irgendwas nicht stimmt. Da sind einem Großteil des Mainstream schon voraus. Obwohl sie das erkannt haben sind sie bei der AfD gelandet. Auch im Sinne der Kinder würde ich einfach noch mehr nachdenken und andere Lösungen suchen.

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  23. @ Renate
    „Ein Parteitag ist in der Kürze der Zeit und voralldingen wegen fehlender Finanzen nicht durchführbar gewesen.“

    Also wenn ich sehe wieviel Kohle da für Wahlplakate ausgegeben wurde und die hier im Artikel beschriebene professionelle Wahlkampfveranstaltungen dann fehlt mir irgendwie der Glaube an diese Geschichte. Sie können von mir gerne in dem Glauben bleiben und wenn der Rechenschaftsbericht erscheit wissen wir mehr….

    Ich meine die ach so emsigen Mitglieder, die auch noch aus der eigenen Kasse Geld ausgelegt haben denen war die Mitwirkungen beim Wahlprogramm oder die Organisation eines gemeinsamen Parteitages nicht so wichtig.
    Wichtiger war laut ihrer Aussage Wahlplakate und Fahrten. Also wenn ihre Aussage den Tatsachen entspricht, dann sagt dies doch schon einiges über die Mitglieder aus. Die wollten lieber Werbung finanzieren für eine Partei deren Programmenstehung sie aufgrund der kurzfristige nicht einmal richtig wussten und was das für Werbung ist sahen sie auch erst wenn sie das Plakat aufhängen … Wenn das stimmt können sie vielleicht über Fälle berichten bei denen einzelne Personen Plakate oder Flyer nicht gefallen haben und die Verteilung abgelehnt haben.
    ich wäre schon überrascht, wenn sie mir nur einen einzigen schildern Renate.

    „Man muss wissen, dass jedes Wahlplakat, jeder Wahlkampfstand, jede Fahrt wirklich alles von den Mitgliedern aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Die finanzielle Lage ist so erdrückend, dass die Mitlieder erst ein halbes Jahr nach Beitritt einen Ausweis bekommen haben. Und doch entspricht der Inhalt des Wahlprogramms den Wünschen der Mitglieder, denn es gibt weiterhin neue Mitglieder und es sind keine ausgetreten.“

    Aus meiner Sicht ist diese Geschichte ein Mythos zur Inszenierung der Partei. Solche Mythen gab es in der Geschichte genug. Alle Parteien, die so etwas machten brachten ihren Mitgliedern und für die Bevölkerung in der Praxis wenig und hielten ihrer Basis mit solchen Geschichten bei Laune. Wenn Inhalte nicht sprechen dann eben Mythen und Bilder. Das ist einfacher und bringt mehr. Bravo AfD!

    „Sollte sich die AfD etablieren und z.B. Wahlkampferstattung bekommen wird sich sicher die Situation normalisieren und auch Parteitage abgehalten werden.“

    Natürlich wird es diesen Parteitag geben und es werden auch viele Leute kommen (vielleicht auch mit Fahrtkostenerstattung?). Aber es wird auch wieder Parteitage geben bei denen ein Teil der Partei nicht kommt. Dann wird es interne Parteitage geben bei denen die Wahlkommision festgelegt wird … Ich denke die AfD wird da sicherlich für Unterhaltung sorgen ….

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  24. Schauen wir uns doch mal an was die AfD so in ihrem vorläufigen Wahlprogramm stehen hatte, da wird ihre Fratze erst wirklich deutlich. Wenn man die Euro frage mal außer acht lässt und sich die sonstige Haltung der AfD anschaut sollte einem klar werden das man mit der AfD auf einmal ganz andere Probleme hätte als den Euro.
    Aus dem vorläufigen Wahlprogramm:
    „Derzeit erhalten, wie die PISA-Studien gezeigt haben, nur Kinder aus bildungsstarken Familien in Deutschland eine adäquate Bildung, nur ihr geistiges Potential wird voll zur Entfaltung gebracht. Dieser Befund wird oft als ein Versagen des Staates interpretiert. Richtig ist aber, dass hier in erster Linie ein Versagen vieler Familien vorliegt. Erziehung und geistige Prägung von Kindern ist Recht und Pflicht ihrer Eltern. Der Staat unterstützt dies durch Schulen, Universitäten und andere Ausbildungsangebote. Aber gerade im Bereich der schulischen Bildung muss der Staat auch darauf vertrauen können, dass seine Bildungsanstrengungen von den Elternhäusern unterstützt werden. […] Die WA-Partei befürwortet deswegen eine Rückkehr zum Prinzip der familiären Bildungsverantwortung. Die Einführung von Bildungsgutscheinen und ähnlichen Anreizsystemen ist ein sinnvoller Schritt zur Förderung des familiären Bildungsbeitrages.“
    und
    „Zum Beispiel könnte der Mutter unmittelbar nach der Geburt eines jeden Kindes eine Kindspauschale von 25.000 Euro ausgezahlt werden – finanziert durch den Wegfall des monatlichen Kindergeldes in den ersten ca. 10 Jahren. Für junge Paare wäre dies ein erheblicher Anreiz zur Familiengründung und auch größere Familien mit drei oder vier Kindern fänden dies finanziell attraktiv. Aus naheliegenden Gründen wäre die sofortige Auszahlungsmöglichkeit aber auf Mütter zu beschränken, die in geordneten Verhältnissen leben: Antragsberechtigt wären z. B. nur Mütter, die ein bestimmtes Mindestalter erreicht haben, über eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein festes Arbeitsverhältnis verfügen etc.“

    Hört man sich dann noch an was Herrn Lucke so zu Integration von Sinti und Roma sagt und verbindet das dann noch mit der Offenheit an NPD Stimmen Interessiert zu sein und allem Anschein nach auch nicht weit weg von der REP zu stehen, dann sollte einem klar sein wohin der Kurs der AfD führt.

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39244/1.html
    http://www.publikative.org/2013/09/11/professor-lucke-die-afd-und-die-zuwanderung/
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen/8209858.html

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  25. Ach ja und zum Thema AfD wurde schwerst angegriffen.

    @rene: tolles Video das Sie da gepostet haben, ich empfehle ihnen folgenden Artikel
    http://www.stern.de/politik/deutschland/vorwuerfe-der-afd-die-alternative-wahrheit-2058281.html
    und dann schauen sie sich vielleicht doch nochmal das Video an welches Sie gepostet haben, stimmt überall nur Vermummte Gestalten, so wie es seitens der AfD hieß.

    @Harald: Sie wollten eine Angebliche lüge der AfD hören. Sehen Sie oben und sagen mir dann bitte nicht dort sei nicht gelogen sondern nur übertrieben worden o.ä..

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  26. @ Harald

    Sie halten sich Ihrer eigenen Aussage gemäß an Sachargumente und Parteiprogramm.
    Ist die von Julia Probst dokumentierte Äußerung „Sowas hätten wir früher vergast“ auch eines der „Sachargumente“ der AfD – oder sind solche Äußerungen okay oder entschuldbar, solange in anderen Bereichen die „Sachargumente“ stimmen?

    Ich bitte um Antwort.

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  27. Sarah:
    Ich kenne weder Julia Probst noch diese Äußerung und bin auch nicht für sie verantwortlich.
    Über das AfD-Programm bin ich gern bereit zu diskutieren, auch polemisch.

    Ich will noch etwas zur Formulierung „entartete Demokratie“ sagen:
    In den meisten Wissenschaften gibt es Standardbegriffe, die besagen, dass etwas entartet, etwa die Lösung einer Gleichung, ein Gleichgewicht, ein Versuch etc. In diesem Sinne hat ihn Prof. Lucke benutzt und da passt er auch. Dieser Begriff wird in wissenschaftlichen Diskussionen ständig benutzt. Man muss wirklich schon eine Naziphobie haben, um dabei an den Gebrauch dieses Wortes durch die Nazis zu denken. Nächstens darf das Wort „Heilkräuter“ nicht benutzt werden, weil es an Nazis erinnert.

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  28. Lieber Harald,

    diese Argumentation des angeblich inflationären NS-Bezugs und einer vermeintlichen Nazi-Phobie ist wirklich so abgegessen, dass sie eigentlich sogar AfD-Anhängern langsam wieder hochkommen müsste. Vor allem ist es ein typischer Textbaustein von Rechtsaußen, zu behaupten, alle anderen würden hysterisch Bezüge herstellen, die es gar nicht gebe. Sie können gerne ein Blog eröffnen, in dem sie ausschließlich über Heilkräuter oder Autobahnen schreiben, ich garantiere Ihnen, niemand wird Sie einen Nazi nennen.

    Aber zurück zum Fall der „Entartungen des Parlamentarismus“. In einem Artikel über die AfD habe ich dazu geschrieben:

    „In einer ersten Rede auf der Wahlparty benutzte Parteichef Bernd Lucke dann ein bemerkenswertes Vokabular. “Meine Damen und Herren, wir haben so viel an Entartungen von Demokratie und Parlamentarismus in den letzten vier Jahren erlebt”, beklagte er. “Entartete” Demokratie und “entarteter” Parlamentarismus – der Begriff Entartung ist zwar auch aus der Physik, Mathematik oder Medizin bekannt, Lucke benutzt ihn aber unzweideutig im politischen Kontext. Und in diesem Zusammenhang ist der Begriff vor allem aus der NS-Zeit bekannt.“

    Quelle: http://www.publikative.org/2013/09/23/afd-betrugsvorwuerfe-und-entartete-demokratie/

    Herr Lucke ist ein hochgebildeter Mann, der benutzt nicht einfach so irgendwelche Ausdrücke, die ihm gerade so in den Sinn kommen. Ich weiß nicht, warum er solche – im politischen Kontext – historisch klar besetzten Begriffe benutzt. Das sollte er vielleicht einfach mal selbst erklären. Mal sehen ob mehr kommt als „PC-Polizei“ und „Gesinnungsprüfungen“… 😉

    Entweder, es ist beabsichtigt, sozusagen gezielte Provokation, oder tatsächlich politische Naivität. Beides schmückt die AfD nicht.

    Gruß,
    Patrick Gensing

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  29. @ Patrick Gensing es für Naivität zu halten finde ich naiv 🙂

    @ Harald
    Außerdem möchte ich in diesem Zusammanhang an meine prophetische Frage erinnern. Am 20 September 2013 at 16:56 habe ich hier geschrieben:
    „Ich meine sie glauben doch so an die Demokratie. Aber Wahlforschung ist manipuliert? Alles klar … Die Demokratie ist schließlich auch nur das feststehende amtliche Endergebnis einer Wahl. Wenn dass dann nicht so ausfällt wie gewünscht. Was passiert dann?“

    Was dann passiert sehen wir aktuell. Die AfD inszeniert einen weiteren Mythos, diesmal den der betrogenen Partei.

    Harald ich bleibe dabei die AfD ist eine bonapartistische Partei und wenn Sie Freiheit und demokratische Mitbestimmung wollen, dann sind sie bei der AfD völlig falsch aufgehoben.
    Hier nur ein weiteres Zitat um das zu belegen:
    Charles Blankart, der sich neuerdings für die AfD engagiert hat auf Wahlkampfveranstaltungen folgendes gesagt:
    „Weimar ist nicht an der direkten Demokratie gescheitert, sondern an der parlamentarischen Demokratie, als die Reichstagsmehrheit am 23. März 1933 Hitlers Ermächtigungsgesetz billigte“.
    Auch wieder so eine zufällige Naivität? Was soll dann als Ersatz für den Parlamentarismus kommen?

    Die AFD Berlin hat folgende Vorstellung zur direkten Demokratie in einem Papier festgehalten:
    “Jede Demokratie ist so zu organisieren, dass die Nutznießerkreise mit den Entscheidungsträgerkreisen und den Steuerzahlerkreisen übereinstimmen”.

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  30. @ Harald

    Zitat:

    „Sarah:
    Ich kenne weder Julia Probst noch diese Äußerung und bin auch nicht für sie verantwortlich.“

    Verstehe ich das richtig, Sie möchten den Bock zum Gärtner machen? Oder haben Sie möglicherweise „nur“ etwas übersehen?

    Ich schlage vor, daß Sie sich den Screenshot am Ende des obigen Artikels doch einmal etwas näher anschauen.

    Vielleicht fällt Ihnen dann eine etwas adäquatere Antwort ein?

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  31. @sarah:

    ich verstehe harald so, dass er den artikel gelesen habe und seine äußerungen ernst zu nehmen seien.

    ich hatte das so verstanden, als wolle harald sagen, dass ihm unbekannten opfern in einer bringschuld der beweislast stehen.

    oben genannte partei ist da als opfer ganz anders legitimiert und leidet qua definition an zensur, diskussionsverhinderung und hetze ohne argument.

    ganze sägewerke rumpeln in den augen.

    .~.

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