„Jude, Jude!“: Mach dir nichts d’raus?

Als Rabbiner muss man in Deutschland offenbar mit antisemitischen Beleidigungen im Alltag rechnen. „Mach dir nichts d’raus?“, hat  sich Menachem Mendel Gurewitz in solchen Situationen bislang gesagt. Bislang. Seit seinem letzten Besuch eines Einkaufszentrums in Offenbach  stellt er die „Mach-dir-nichts-d`raus“-Einstellung ernsthaft in Frage.

Von Rabbiner Menachem Mendel Gurewitz, zuerst erschienen bei hagalil

"Israel-Kritik" an der Kölner Klagemauer
Deutsche Juden werden gerne und oft mit „Israel-Kritik“ konfrontiert.

Es vergeht keine Woche, in der meine Söhne oder ich nicht belästigt und beleidigt werden, nur wegen unserer jüdischen Erscheinung. Normalerweise ruft man uns nach “Jude ..”, “sche… Jude”, “viva Palestina”. Das gestrige Ereignis hat mich allerdings aufgerüttelt!

Als ich ein paar Erledigungen im hiesigen KOMM Einkaufszentrum nachging, hörte ich die nicht ungewöhnlichen Rufe “Jude, Jude”. Wie ich mich nach den Stimmen umdrehe, sehe ich eine Gruppe “Jugendlicher” in einem Schnellimbiss. Ich beschloss zu handeln und die Gang mit meinem Handy zu fotografieren, um damit später zur Polizei zu gehen. Danach ging ich weiter, um bei Tegut einzukaufen. Als ich durch die Gänge lief, sah ich zwei Sicherheitsleute in Begleitung von ca. 10 “Jugendlichen”.

Sie umzingelten mich und der Sicherheitsmann begann: “Haben Sie Bilder von diesen Jungs gemacht?” Als ich erklärte, weshalb ich das getan habe, wandte einer der Jungen ein: “Wir haben gar nicht Sie gemeint mit “Jude”, wir haben unseren Freund gemeint. Der war geizig und wollte sein Essen nicht mit uns teilen.”

Der Sicherheitsmann ignorierte die Bemerkungen und rief: “Ich habe gesagt, Sie sollen diese Bilder löschen, JETZT”. Ich sagte, ich würde sie löschen, wenn wir die Polizei kontaktieren. Während der Sicherheitsmann die Polizei anrief, umzingelten mich die Jugendlichen weiter und schreien, ich soll die Bilder löschen.

Der Sicherheitsmann gab mir sein Telefon mit der “Polizei” in der Leitung. Nachdem ich mich vorgestellt und vom Vorfall berichtet habe, antwortete die “Polizei”, was geschehen sei ginge sie nichts an und ich müsse die Bilder auf der Stelle löschen.

Kein einziger Passant greift ein

Danach wurde ich von den Sicherheitsleuten und den Jugendlichen nach draußen verfolgt. Sie schrien auf mich ein, ich solle beweisen, dass ich die Bilder gelöscht habe – gleichzeitig fotografierten sie mich und drohten ihrerseits, sie würden die Sache öffentlich machen. Sie schrien und brüllten und niemand, nicht einer der vielen Passanten, reagierte. Manche kicherten sogar bei dem Anblick.

Die Lage wurde brenzlig, als einer der Jugendlichen mir den Weg versperrte und mich nicht weitergehen ließ. Er begann, mich zu schubsten und schrie auf mich ein. Ich versuchte zu flüchten, aber ich war umzingelt und in Gefahr. Plötzlich kam ein Freund zufällig (!) vorbei und sah mich. Ich sprang in sein Auto und konnte wundersamer weise entkommen.

“Mach dir nichts d’raus” lautet das Mantra, das ich die letzten 15 Jahre wiederholt habe. Ich habe mir selbst beigebracht, das alles zu ignorieren und weiterzumachen. Ich redete mir ein, das wären nur junge Leute, unwissend und ohne Erziehung. Es ist nicht so ernst, es wird schon alles wieder gut.
“Mach dir nichts d’raus”, so brachten meine Frau und ich unseren Kinder bei, mit der Lage umzugehen. “Trag doch eine Kappe über deiner Kippa” ..”versteck deine Tzitzit” … “vergiss nicht, immer ein Handy dabei zu haben” ….”mach es nicht zu offensichtlich!”

Vor Kurzem besuchte ich ein Rabbiner-Seminar in Halle. Wir hörten einen Vortrag über die Reaktion der Juden auf ihre Lage Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre unter dem Nazi Regime. Damals wurden Juden in der Öffentlichkeit angegriffen, geschubst, geschlagen, beleidigt. Niemand protestierte, es war OK, weil es um Juden ging.

Antisemitische Schmiererei an einer Litfaßsäule direkt am Boxhagener Platz (Foto: René Andreas Erler)
Antisemitische Schmiererei an einer Litfaßsäule direkt am
Boxhagener Platz (Foto: René Andreas Erler)

Und so wurde ein jüdisches Kind, das gestern noch ganz “normal” war und mit seinem besten Freund spielte über Nacht verraten und von genau diesem besten Freund beschimpft. So wandten sich frühere Nachbarn, Freunde, Kollegen und Schulkameraden gegen ihren “Juden”.  Es handelte sich nicht mehr um einen Menschen, sondern um einen “Juden”. Ich frage mich, was dem Kind durch den Kopf ging? Was haben seine Eltern ihm erzählt? Möglicherweise “Mach dir nichts d’raus”?
Darauf hoffen, dass das alles vorbeigeht und man weiterleben kann.

Nach den gestrigen Ereignissen stelle ich diese gesamte Einstellung, die “Mach dir nichts d’raus” sagt, ernsthaft in Frage. Wären die 30er Jahre anders verlaufen, wenn wir nicht einfach gesagt hätten “Mach dir nichts d’raus”?
Es sind andere Requisiten, aber das Drehbuch bleibt in beunruhigender Weise gleich.

Heute, 2013 in Deutschland – oder anderswo – , sollten wir da sagen “Mach dir nichts d’raus”?

PS: Die Polizei fand das Verhalten der “Sicherheitsleute”  sehr seltsam.
Sie untersuchen den Vorfall und den problematischen Anruf bei derPolizei“.
Ich will mich bei den Offenbacher Polizisten bedanken, die sich wirklich aufopfern, um unsere Stadt sicherer zu machen.

Siehe auch: Zerstörter Glaube

37 Kommentare zu „„Jude, Jude!“: Mach dir nichts d’raus?

  1. Offenbach stand schon immer in der Tradition eine Keimzelle des Antisemitismus zu sein. Nicht zuletzt durch die Feindschaft zur „Judenstadt“ Frankfurt.

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  2. „Mach dir nichts d’raus ist falsch“, Wir müssen Handeln!

    Schockierend und traurig, das so etwas heute noch passieren kann ist unglaublich. Die Fehlinformationen der Sicherheitsleute über rechtliche Hintergründe genauso wie die Jugendlichen selber.

    „Mach dir nichts d’raus ist falsch“, Wir müssen Handeln!
    Wir müssen eingreifen und etwas gegen diese Diskriminierung tun. Ich schäme mich für diese Menschen und hoffe das die Bundesregierung langsam erkennt, dass immer noch mehr Geld in Programmen für mehr Zivilcourage, mehr Akzeptanz gesteckt werden muss!

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  3. „Mach Dir nichts draus“ sollte in der jüdischen Welt verboten gehören. Ich weiß das dieses Verbot nicht durchsetzbar ist aber im Jahre 2013 heißt es nur noch „mach was draus“. Veröffentliche, schreibe Artikel, Leserbriefe, klage an, rufe um Hilfe und was auch immer. Je mehr wir nichts draus machen desto mehr wird es wie ein schleichendes Gift der Zersetzung wirken.

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  4. Nie wieder „Mach Dir nichts draus“!

    Vom Antijudaismus ist es ein kurzer Weg zum Antisemitismus und von dort zu Hass und Gewalt.
    Vom Zuschauen und Wegsehen ist es ein kurzer Weg zum Mitmachen.
    Es kann und darf nicht sein, dass man seine Religiösen Symbole aus Angst verstecken soll. So weit sollte es in Deutschland nie wieder kommen, aber mittlerweile sind wir schon wieder so weit?!
    Haben wir nichts aus der Geschichte gelernt? Der Holocaust begann schon im 19. Jahrhundert mit genau den gleichen Antijüdischen, Antisemitischen Äußerungen und Handlungen.
    Es darf sich nicht wieder schleichend in der Gesellschaft manifestieren, NIE WIEDER!

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  5. La Haine, die Sicherheitsleute wurden angehört, derzeit ermittelt der Staatsschutz und wertet die Videoaufnahmen des Kaufhauses aus…

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  6. @ Johannes D. und Andreas Irmer: Sehe ich auch so, egal ob man sich selbst was draus macht (und wem würden schon alltägliche Beschimpfungen, und erst recht solche Erlebnisse nicht nahegehen!) – es ist besser, solche Vorfälle öffentlich zu machen.

    Wenn niemand mitkriegt, dass solche Dinge passieren, kann auch niemand etwas dagegen unternehmen und sähe auch gar keinen Grund dazu. Erst wenn bekannt ist, dass solche antisemitischen Pöbeleien und Belästigungen in diesem Land immer wieder stattfinden, kann man tätig werden (wie auch immer das dann aussehen soll). Erst durch das Bekanntmachen erhält jeder Einzelne die Möglichkeit, die schweigende Mehrheit zu verlassen und Position zu beziehen.

    Jeder einzelne Vorfall dieser Art kann besser bewertet werden, wenn bekannt ist, wieviele solcher Vorfälle es gibt. Isolierte Pöbeleien kann man noch als Einzelfälle abtun. Wenn aber bekannt ist, dass so etwas ständig passiert, geht das nicht mehr so einfach.

    Durch Bekanntmachen nimmt man der Allgemeinheit auch die Möglichkeit, sich so ohne weiteres mit „Ich habe gar nichts gesehen/gemerkt/gewusst“ herauszureden, und „hättet ihr nur was gesagt“ zieht dann nicht mehr.

    Und überhaupt: Alles zu schlucken und im Stillen zu leiden spielt den Hetzern in die Hände – deren Aggression verletzt natürlich, egal wie dick das Fell ist, das man sich als Betroffener zugelegt hat, und auf Dauer muss das eine erhebliche Belastung sein. Außerdem könnte der Eindruck entstehen, es sei ja nicht so schlimm, wenn die Betroffenen nichts sagen, sich nicht wehren usw. Als

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  7. Was für ein nichtssagender Artikel.

    Ja, „Mach Dir nichts draus“ – ist ganz bestimmt unpassend, aber genauso unpassend ist das NPD-Wahlplakat vor der Synagoge in Dresden; quasi als Wegweiser für alle Leser hier, die zu dumm ein könnten, sich einzugestehen, dass die Bezeichnung „Jugendliche“ nichts über die Täter aussagt, außer über deren Alter!

    Da man keine andere Aussage machen kann, sollte man in einer Richtung vermuten (wenn man schon nichts anderes tun kann), die PLAUSIBEL ist!

    Offenbach hat einen Migrantenanteil von um die 55%, der sich überwiegend aus Moslems zusammensetzt. Es ist weit wahrscheinlicher, dass diese „Gang“, wie der Rabbi sich ausdrückt, sämtlich aus schwarzhaarigen „Jugendlichen“ bestand – die die andauern auf Bahnhöfen, Alexanderplätzen und anderswo kopfzertreten werden, die der Bundespräsident in seiner Weihnachtsansprache mahnte. Und, der Imbiss in den „Gang“ ging, war bestimmt keine Wurstbude, eher ein Dönerladen! Befragen Sie mal einen Frankfurter zum Thema Offenbach!

    Ich wetter um 100€, dass es eher so ist, als hier im „Artikel“ zum Anschein gebracht. Meine Email-Adresse habe ich ja hinterlegt. Machen Sie Gebrauch davon. Wir können eine mögliche Korrespondenz auch veröffentlichen. =)

    Den Rabbi, der nicht schreibt, dass er von einer „Gang“ von deutschen Nazis bedrängt worden ist, wenn das so geschehen ist, möchte ich sehen!

    Und bevor sie die Heuristik einer Annahme mit niederer oder höherer Wahrscheinlichkeit angreifen: zeigen Sie mir, wie sie ohne diese Methode durchs Leben kommen und ich huldige ihnen als Gott der Allwissenheit!!!

    Können Sie kein schlagendes Argument anführen, was „meine“ Wahrscheinlichkeit irrelevant macht, dann dürfen Sie auch getrost ihren unaufrichtig, einseitigen Artikel wieder löschen.

    Zu guter Letzt: Die Geschichte der „Jugendlichen“ kann auch stimmen! Juden neigen zu einer Übertreibung wenn es um sie geht, wie es Moslems ebenso können. Nur selbst dann, ist die Art und Weise wie ihn die „jugendliche Gang“ bedrängt unter aller Sau, genauso die Polizei und die Sicherheitsleute mit ihm umspringen und kein Passant hilft.

    Genauso dieses Verhalten der „Gang“ diskreditiert sie wieder – und Offenbach weist auf islamischen Hintergrund nicht national-sozialistischen! Die Nazi-Gang möchte ich mal sehen, die sich in Offenbach als solche zu erkennen gibt.

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  8. Gerade ebend, hörte ich mir das Featur auf Deutschlandradio“ Wie ein Vogel, der nicht landen kann“ an. Dieses Feature, dass die Interviews von Juden in der Nachkriegeszeit und neue Interviews von 2012 thematisierte, machte mich sehr traurig, da die Erlebnisse der Juden der Nachkriegszeit nach Traumatisierung klingen und nach nicht angekommen sein. Und diesen Artikel danach zu lesen, ist erschütternd. Ich schaehme mich und es macht mich wütend, diese heimliche Zustimmung der Zuschauenden, die Wut und der Hass der Jugendlichen.
    Ich kann den Vorredner*innen nur zustimmen, mach dir nichts drauß, ist falsch. Es ist notwendig, dass dieses Verhalten veröffentlich und weitergetragen werden muss. Verschweigen ist eine Waffe, die sich gegen einen selbst richten kann.

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  9. @Joachim D. : es ist aber schon klar, das die Jugendlichen in Offenbach, die ihren Antisemitismus ziemlich offen und ungestraft ausüben können islamischen Ursprungs sind? Von daher nicht zu vergleichen mit der „Keimzelle des Antisemitismus“ aus den unseligen Nazizeiten. Nebenbei impliziert so eine Aussage, das Antisemitismus in Deutschland wieder Konjunktur hat – dem ist aber nicht so, Deutschland hat sich die Judenfeindlichkeit aus dem vorderen Orient und Nordafrika importiert.

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  10. @LaHaine:

    warum sollten die Sicherheitsleute entlassen werden? Weil Sie -wie übrigens auch die Polizei- gefordert haben die Fotos zu löschen? Soweit ich den Text verstanden habe haben die Jugendlichen, nicht die Sicherheitsleute, versucht den Rabbi anzugreifen.

    Das Problem dürfte hier sein, dass hier (leider !!)keine Volksverhetzung vorliegt, weil eben hier nicht Scheiß Jude geschrieen wurde. Vermute ich einfach mal. Allerdings hat das Einkaufszentrum Hausrecht und kann darauf bestehen, dass Fotos gelöscht werden. Nicht falsch verstehen, ich finde es auch traurig was da passiert ist, aber das kann man wohl nicht zu verfolgen. Wohl aber die körperlichen Angriffe, da hätter er eigentlich Anzeige erstatten sollen.

    Was die beistehenden Passanten betrifft, die nur zugeschaut haben: das hat nicht unbedingt etwas mit Antisemitismus zu tun, sondern einfach mit der generellen Feigheit von uns Deutschen. Die würden auch einen Christen nicht helfen, ganz einfach weil wegschauen einfacher ist. Erlebt man jeden Tag in Bahn und Bus.

    Und zum Vergleich mit 1930/1940: Ich kann die Enttäuschung verstehen, und ich glaube auch das wir leider wieder mehr nach rechts abdriften. Aber das Minderheiten beleidigt werden wird IMMER vorkommen. Hier bei mir in der Stadt trifft es eher Ausländer, die dann als Kannacken bezeichnet werden.. Der Mensch an sich findet immer welche die er beleidigen kann.

    @Joachim D:

    Aber das ist doch Schwachsinn…. Keine STadt ist gernerell Judenfeindlicher als eine andere. DIE MENSCHEN sind es…

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  11. Der Antisemitismus in Deutschland war nie verschwunden. Dass fast 70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wieder die deutsche Jugend die Tradition ihrer Vorväter aufgreift und Juden beleidigt, bedroht und schlimmeres, zeigt, dass der deutsche Antisemitismus nie besiegt wurde. Dies setzt sich damit fort, dass der Sicherheitsmann seine treudeutschen „Jungs“ „in Sicherheit“ wiegen lässt und auch die Offenbacher Bürger die gleiche Bedrohung so wie vor 70 Jahren ignorieren oder gar unterstützen. Man könnte fast meinen, dass es keine Entnazifizierung gegeben hätte.

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  12. @ Ralf Görlitz
    Herzlichen Glückwunsch! Sie schaffen es hervorragend, antimuslimische Ressentiments mit antisemitischen(„Juden neigen zu einer Übertreibung wenn es um sie geht, wie es Moslems ebenso können“)zu einer urdeutschen Jauche zu vermengen.
    @Lobo
    Natürlich ist der Antisemitismus nur importiert, der Deutsche tut sowas ja nicht. Das erinnert mich an einen Satz aus einem anderen Publikativeartikel:
    „Vor dem Hintergrund, dass die Tötung von Menschen in unserem Kulturkreis mit einem hohen Tabu belegt ist, ist abzuleiten, dass der Täter hinsichtlich seines Verhaltenssystems weit außerhalb des hiesigen Normen- und Wertesystems verortet ist“
    http://www.publikative.org/2013/06/05/terror-als-reines-sicherheitsproblem/

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  13. @ Loepi: Was hat denn das Hausrecht mit den Fotos auf dem Handy eines beliebigen Besuchers zu tun? Die geht es nichts an, was jemand für Fotos auf dem Handy hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die die Löschung eines in dem Einkaufszentrum gemachten Fotos verlangen können. Mein Handy gehört mir, da hat mir keiner dreinzuschwätzen. Und wenn mir eine (mithilfe des Handys ausgeführte) Straftat vorgeworfen wird, ist sowieso die Polizei oder der Staatsanwalt zuständig. Aber gelöscht wird da so schnell nichts.

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  14. Die „Macht dir nichts draus“ Einstellung ist meiner Meinung nach keine gute Einstellung. Man sollte immer möglichst handeln.
    Würde man die ganze Zeit zulassen, dass die Jugendlichen machen, was die wollen, bekommen diese das Gefühl, dass sie es immer machen können was sie wollen, ohne dafür Konsequenzen zu tragen. Wenn die Eltern dieser Jugendlichen die Erziehung nicht übernehmen bzw. nicht dazu in der Lage sind, muss es quasi die Gesellschaft tuen.

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  15. Immerhin hat die Moderation meinen Kommentar veröffentlich. Das ist heutzutage ja schon mal was.

    Trotzdem konnte sie sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Also ein Leser nicht selber denken könnte! Sieht die Moderation/ Redaktion ihre Leser so? – er muss gelenkt werden, koste es was es wolle, und sei es der eigene Ruf …

    Dazu passt:
    „Es gibt kaum ein größeres Vergnügen, als die Apokalypse anzukündigen; es ist so groß, dass man sie dafür beinahe in Kauf nehmen würde.“

    Der Aphorismus hat was, aber etwas Zynisches. Ich bin nicht zynisch, aber sehe leide ein Apokalypse, die mich substanzlose Seitenhiebe, dazu noch aus vermeintlich überlegener, moralischer Position, gelassen aushalten lässt.

    Mein „Seitenhieb“ beschränkt sich auf meine Meinung. „Ja, ihr seid die Guten, die Besseren, die Besten; deshalb maßt ihr euch an, jenseits von Fakten zu mutmaßen und zu unterstellen.“

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  16. @Loepi
    Den Sicherheitsleuten ließe sich vorwerfen, dass sie nicht ihren Aufgaben (Deeskalation) entspechend gehandelt haben und außerdem ist es fraglich ob es tatsächlich die Polizei war, die ein Löschen der Bilder gefordert hat. Das geht auch aus dem Text hervor.

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  17. Erstens, hat Offenbach keinen „Migrantenanteil von um die 55%“, sondern einen Bevoelkerungsanteil mit Migrationshintergrund von um die 55%.
    Zweitens, wenn dies ein Pauschalurteil ueber Migranten an sich seien soll, duerfen sich die Deutschen nicht wundern, wenn eben diese Migranten die Deutschen, nach NSU, pauschal als Nazis titulieren.
    Was mich an diesen so genannten Antisemitismus in der Community stoert, ist als erstes die Berichterstattung (auch auf Publikative), da generell die Gleichung Antisemitismus=Migrationshintergrund=Muslim aufgestellt wird. Und hinterher will man aber kein anti-islamischer Rassist sein wollen.
    Ein anderes Subjekt ist bei so einer Diskussion, dass die antisemitische Latenz innerhalb der deutschen Bevoelkerung ausgeblendet wird und das Problem Antisemitismus in Dtl. gerne auf Migranten abgeschoben wird. (Ich seh gerade „abgeschoben“, welch Wortwitz).
    Der Deutsche ist fein raus und in Zeiten in den sich „opinion leader“ nicht erbloeden von „Islamfaschismus“ zu schwadronieren, wird sich bestimmt noch ein „Wissenschaftler“ finden, der gaaaanz wissenschaftlich herausfindet, dass der Nazionalsozialismus seine Wurzeln im Islam hat. Nebenbei kann der moralisch geplagte Deutsche seine Schuld am Holocaust auf die, sowiso schon marginalisierten „Nicht-Deutschen“ abladen. Aber wenigstens kann sich dann jeder Deutsche (auch die „Ideologiekritiker“) wieder positiv auf sein Land beziehen.

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  18. Bereits die Verwendung des Wortes „Jude“ als Schimpfwort für einen Freund, der nicht teilen wolle, ist antisemitisch – da ist es völlig egal, ob die berichtende Person direkt gemeint war oder nicht. Ebenso belanglos ist es, ob die Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben oder nicht.

    Verwerflich ist doch die Tatsache, dass es nach wie vor möglich ist, aufgrund einer Religionszugehörigkeit beschimpft, bedroht wenn nicht gar verletzt zu werden – entgegen sämtlicher grundgesetzlicher Festschreibungen von Gleichheit und Religionsfreiheit.

    Die Reaktion „Mach dir nichts draus!“ ist eine sicherlich verständliche, denn nicht immer ist die Kraft (und Lust) für eine Auseinandersetzung vorhanden. Scheinbar ist es jedoch notwendig, immer wieder aufzuschreien, damit deutlich wird, dass es sich eben nicht um Einzelfälle sondern um strukturelle Probleme innerhalb dieser Gesellschaft handelt.

    Ich wünsche Kraft und Mut.

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  19. Na, da werden sich aber jetzt die Rechtsextremisten vor lauter Freude, Blasen an den Händen reiben !
    Trotz Antisemitismus bleibt die Nazikeule im Schrank, denn es waren ja muslimische Jugendliche.

    Trotzdem sollten wir Deutsche nicht so tun, als sei Antisemitismus in Deutschland ein Fremdwort.
    Wie kann man sich denn sonst solche Internet-Plattformen erklären :

    http://www.publikative.org/2012/06/14/bundesweite-razzien-gegen-thiazi-net/

    Damit spreche ich nicht die deutsche Vergangenheit an, sondern die deutsche Gegenwart !
    „Dich hat wohl Hitler damals vergessen was!“ Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört ! Nein, mich konnte damals Hitler nicht vergessen, denn als ich geboren wurde, war dieser schon längst in der Hölle !

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Rabbi Menachem Mendel Gurewitz weiterhin viel Kraft und alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg !

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  20. @ Anonymus
    Zitat: „Herzlichen Glückwunsch! Sie schaffen es hervorragend, antimuslimische Ressentiments mit antisemitischen(“Juden neigen zu einer Übertreibung wenn es um sie geht, wie es Moslems ebenso können”)zu einer urdeutschen Jauche zu vermengen.“

    Definition: Ressentiment: (Quelle: Duden, online)
    auf Vorurteilen, einem Gefühl der Unterlegenheit, Neid o. Ä. beruhende gefühlsmäßige, oft unbewusste Abneigung
    Das ist das, was sie aus meinem Kommentar herauslesen und mir vorwerfen?
    Get a life!

    Und was ist diese „urdeutsche Jauche“? Sind sie in der Lage dafür ein Wort zu finden, dessen Inhalt auf irgendeine Weise fassbar ist? Sie haben nichts gesagt, außer, dass sie es besser wissen.

    @ David
    Ihr Ansatz, dass Fehlverhalten, welches von den Eltern anscheinend nicht korrigiert werden kann, von der Gesellschaft korrigiert werden muss, mutet ja hier schon fast revolutionär an. Passen sie auf, dass sie sich nicht als repressiven Rechten brandmarken.

    @ Fred
    1. Offenbach hat nicht nur einen Migrantenanteil von ca. 55%, sondern sogar einen Immigrantenanteil von um die 55%; ich lasse mir doch von Ihnen nicht vorschreiben, welche Worte ich zu wählen habe!

    2. Nein, dies ist kein Pauschalurteil. Wenn Sie mir, aufgrund meines Kommentars, nicht vorwerfen können, dass es eines ist, weil es offensichtlich daraus hervorgeht – dann lassen sie doch auch einfach die Unterstellung.
    Und wenn sie noch fragen müssen, ob es denn „ein Pauschalurteil sein soll“, dann es ist einfach dreist in direkter Folge mit NSU und Nazi zu kommen. Einfältiger geht’s nimmer!

    Und, bleiben sie standhaft in der von ihnen selbst geforderten Sprachregelung: „Mensch mit Migrationshintergrund“ muss es dann heißen, und nicht schnöde „Migrant“, wie sie es nach dem Komma auch – viel ökonomischer – verwenden.

    Und welche „Community“ meinen sie eigentlich, mit seinem „so genannten“ Antisemitismus? Die eigene; die, die Publikative mit einschließt?
    Ich habe in diesem Artikel keinen Antisemitismus bemerkt. Es ist doch ein Bericht genau darüber, oder habe ich was verpasst? Auch wird hier keine Gleichung: „Antisemitismus=Migrationshintergrund=Muslim“ aufgestellt, sondern die Gleichung: „Antisemitismus=kein Migrationshintergrund=deutsch=NPD“ – davon zeugte das Bild mit der NPD-Werbung vor einer Synagoge. Das wurde jetzt verändert und nur noch meine Anspielung darauf, im ersten Kommentar, zeugt von seiner Existenz.

    Danach disqualifizieren sie sich als ernst zu nehmender Gesprächspartner völlig, wenn sie das Wort „Subjekt“ nicht richtig verwenden können.
    Ein „Subjekt“ ist entweder ein Satzglied oder ein Mensch, aber kein Gegenstand einer Diskussion. Vielleicht ist Englisch stärker als dein Deutsch?

    Es ist schade, dass ich auf einem Fehler so rumreiten muss, aber ich muss mir echt keine Moralpredigt von jemandem halten lassen, der nicht richtig Sprechen kann! Rechtsschreibfehler sind bei diesem ganzen Getippe verzeihlich. (Mach ich ja selbst auch …)

    Und was ist eine „die antisemitische Latenz“?
    Latenz ist definiert als: „Vorhandensein einer (noch, momentan, vielleicht auch prinzipiell) nicht sichtbaren „Sache“ (Quelle: wiktionary.org)
    Der Antisemitismus innerhalb der deutschen Bevölkerung ist also noch nicht, momentan nicht, oder vielleicht auch prinzipiell nicht sichtbar? Aber sie wissen, dass er da ist, nicht wahr? Da bin ich ja froh! Sie, genauso wie der Autor, scheinen keine Fakten zu brauchen, bevor sie anfangen zu schwadronieren.

    Und ausgerechnet das Wort „Islamfaschismus“, verballhornen sie dann als eine „Latenz, die man nicht nur noch nicht, nicht momentan und prinzipiell nicht“, sehen kann.
    Auf den politischen Teil des Islams treffen die faschistischen Charakteristika: Führerprinzip, totaler Anspruch und Gewalt zur Durchsetzung der gewollten, inneren Ordnung gegen das anders denkende Individuum sowas von zu, dass es einem die Sprache verschlägt, wenn man diese Parallele zieht!

    Aber was eine halbwegs gelungene Analyse ausmacht, könnten sie wahrscheinlich nicht definieren.

    Und zum Schluss kommt dann noch der Holocaust – ja ne klar.
    Wissen Sie, wenn mich meine Kinder irgendwann mal fragen, warum ich nichts gegen den Holocaust getan habe, dann werde ich antworten: „Weil ich mehr als 30 Jahre danach geboren wurde.“

    Und nebenbei – besonders an den Autor hier – berichtet die Offenbacher Post bereits, dass es sich bei der „Gang“ um „sechs bis acht südländisch aussehende“ Jugendliche handelt.

    http://www.op-online.de/lokales/nachrichten/offenbach/schock-nach-angriff-rabbiner-2940174.html

    Soviel zu meiner plausibel Wahrscheinlichkeitsheuristik und zum überwiegend substanzlosen Geblubbere, mit inhaltsleeren Unterstellungen und Anmaßungen, vom überwiegenden Teil der Kommentatorenschaft sowie des Autors.
    Gute Nacht!

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  21. ehrlich gesagt, fand ich den Artikel bisher gut, da er eben nicht a) auf die neuen Deutschen hingewiesen hat und b) nicht Dönerbude, sondern Schnellimbiss geschrieben wurde, also es nicht deutlich wurde, wer die Täter waren. (Das hat einige Sympatiepunkte für Publikative eingebracht) Denn Antisimitismus steckt nicht nur in den Köpfen von den neuen Deutschen mit vielleicht muslimischen Hintergrund. Denn die Tendenz sich selbst zu entlasten der alten Deutschen, ist bedrückend groß. Trotzdem ist mir die Problematik schon bewusst. Nur wie soll ein Antisemitismus von anderen bekämpft werden, wenn er in den eigenen Köpfen noch vorhanden ist?

    @Ralf Görlitz, vielleicht ist es sinnvoll mit dir erst gar nicht anzufangen zu diskutieren, denn klar, alles was bei dir ankommt, sind natürlich nur substanslose Seitenhiebe von den Guten, den moralischen…..Nein, was du schreibst, bleibt trotz deines nicht auf den Punkt kommenden Palaver eine deutliche Verallgemeinerung.
    Damit es deutlich wird auf was ich mich beziehe Zitat:“ Die Geschichte der „Jugendlichen“ kann auch stimmen! Juden neigen zu einer Übertreibung wenn es um sie geht, wie es Moslems ebenso können.“

    Gut, dass du die Juden und die Moslems alle so gut kennst, wir können dich beim nächsten Mal als wissenschaftlichen Berater bei solchen Themen einladen *Ironie aus*

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  22. Trau Dich! Trau Dich!

    [Arme Armee. Wir moderieren nicht rund um die Uhr, wir wollen ja nicht den Glauben an die Menschheit verlieren.]

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  23. @ Ralf Görlitz
    Vielleicht sollten Sie das „Get a Life!“ selbst beherzigen, anstatt rumzuheulen, dass ihre Kommentare nicht nach 5 Minuten freigeschaltet werden.

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  24. @Ralf Görlitz: Ach gottchen, da hat sich wohl ihre Profilneurose getroffen gefuehlt, dass sie gleich so einen ellenlangen Kommentar loslassen muessen.
    -„Migranten“ sind in der Regel Menschen, die in diesem Land leben aber keinen dt. Pass besitzen.
    -„Menschen mit Migrationshintergrund“, sind Menschen mit dt. Pass, aber nicht unbedingt mit dt. Wurzeln.
    Vielleicht gehoeren sie ja auch zu den Deutschen, die die 3 Generation der so genannten „Gastarbeiter“, mit besten Deutschkentnissen, deutscher Sozialisation u. dt. Pass, immer noch als den „Tuerken“ sehen?
    (Ich schreibe das nur, weil sie ja hier den Linguisten rauslassen u. nicht weil ich ihnen etwas „vorschreiben“ will.)
    -In diesem Artikel kam eben NICHT der Begriff „Migrant“ vor. Das wurde von ihnen u. anderen unterstellt.
    -Bei der Gleichung beziehe ich mich u.a. auch auf den von Patrick Gensing verlinkten Publikative Artikel.
    -Zu ihrer „Parallele“ Islam u. Faschismus nur soviel; der Staat (welcher im Faschismus eine grosse Rolle inne hat) hat im Islam keinerlei Bedeutung. Ja er wird im Koran noch nicht einmal erwaehnt.
    Die Umma, hat im Gegensatz zu Exklusivitaet des Faschismus, einen universalistischen Anspruch. Denn merke: Auch ein Ralf Görlitz kann Moslem ohne weiteres werden, nur fuer Araber, Indonesier ist es schon wesentlich schwieriger „reinbluetiger“ Nazi zu werden.
    PS: Vielen Dank, dass sie mir goennerhaft meine Rechtschreibfehler erlassen.

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  25. »Sollen die Juden im Stat geduldet sein? – Blicher und Le Berthélaine«

    Ein, zwei, drei … Kommando!

    (1) Über das Artikelfoto: Wenn solche Antisemitische Schmiererei an einer Litfaßsäule direkt am Boxhagener Platz steht zu lesen – sei nicht gelassen! Sage ich, weil das ist Weh und Ach.

    (2) „Kein einziger Passant greift ein … “ berichten der Artikelschreiber, so soll es nichts sein.

    (3) Nach Angaben von Spiegel.de gibt’s jährlich mehr als 100.000 „Hate Crimes“ in Deutschland*.

    Deshalb tut deine Tat – Check Youtube:

    »Sollen die Juden im Stat geduldet sein? – Blicher und Le Berthélaine«

    Re-artikulation der Dänischer Poet St. St. Blicher … in Perspektive der heutigen »Hate Crime«.

    Le Berthélaine – Dänischer Künstler, Dichter und Kritiker

    *(spiegel.de + 662836)

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  26. http://www.swr.de/nachrichten/rp/islamisten-greifen-fersehteam-an/-/id=1682/vv=teaser-12/rid=11557280/nid=1682/did=11556106/xcq8kz/index.html

    10.06.2013 | Drei Personen verletzt Radikale Islamisten greifen ARD-Fernsehteam an

    Offenbar radikale Islamisten haben am vergangenen Freitag im hessischen Offenbach ARD-Reporter und deren Kamerateam bei Dreh- und Recherchearbeiten angegriffen. Ein Reporter, ein Kameramann und ein Kameraassistent, die für REPORT MAINZ im Einsatz waren, wurden dabei verletzt.

    Angriff auf ein Kamerateam des SWR

    Die Angriffe erfolgten vor der Tauheed-Moschee in der Innenstadt. Die Journalisten waren dort mit ihrem Fernsehteam zu einem Recherchegespräch mit dem Imam unmittelbar nach dem Freitagsgebet verabredet. Anlass waren Hinweise, dass sich aus dem Umfeld der Moschee eine Gruppe junger Muslime gebildet haben soll, die plant, in Syrien gegen das Assad-Regime zu kämpfen.

    Die Journalisten wollten diesen Hinweisen nachgehen und die Hintergründe recherchieren. Vor Ort vereinbarten sie über ein Vorstandsmitglied der Moscheegemeinde ein Gespräch mit dem zuständigen Imam.
    SWR-Reporter Fritz Schmaldienst war beim Überfall auf das Fernsehteam dabei

    Als die Journalisten mit ihrem Kamerateam zu dem vereinbarten Zeitpunkt vor der Moschee warteten, griffen plötzlich junge Männer gezielt zuerst einen der Reporter, dann den Kameramann und schließlich den Kameraassistenten an.

    Der Reporter wurde mit der Faust im Gesicht getroffen. Er erlitt eine Prellung an der Schläfe. Der Kameraassistent berichtet, er habe von mehreren jungen Männern Faustschläge und Fußtritte abbekommen. Erst danach habe er sich von den Angreifern befreien können. Er erlitt eine Schädelprellung und wurde vor Ort notärztlich behandelt. Bei dem Angriff wurden Teile der Kameraausrüstung zerstört. Die Polizei in Offenbach hat Ermittlungen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.

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  27. lieber Ralf Görlitz,

    radikale Islamisten greifen ein Fernsehteam an, schön ist das bestimmt nicht. Aber: Wo ist der Bezug zum Artikel oder zum Diskussionsstrang?

    Wir reden über Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund und Sie zaubern den radikalen Islamisten aus dem Hut? Was wollen Sie uns damit sagen?

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  28. Anne Goldenbogen, Politologin und Projektleiterin der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, bemerkt zu den antisemitischen Übergriffen: „Hass, nicht Herkunft ist das Problem. (…)In Offenbach wurde ein Rabbiner attackiert, wenige Monate zuvor geschah in Berlin Ähnliches, und in beiden Fällen haben die jugendlichen Täter einen, wie es heißt, arabischen Migrationshintergrund. Die Versuchung ist groß, diese Migrantengruppe als größte Bedrohung jüdischen Lebens in Deutschland anzusehen, das, wenn es die nicht gäbe, normal wäre.

    Doch das ist falsch: Jüdisches Leben hierzulande, so sehr das Aussprechen dieses Befundes schmerzt, ist nicht normal. Wer erkennbar als Jude durch die Städte geht, läuft Gefahr, attackiert zu werden, physisch oder verbal. Das Problem heißt Antisemitismus, nicht Migrationshintergrund oder muslimisches Bekenntnis.“
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16201

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