„Herrenmenschen-Fantasien“ an Berliner Unis

Deutschland 2013: Mitten in Berlin werden „minderwertige Meinungen“ durch „Blockwarte“ „verhindert“. „Autoritäre Irre“ leben ihre „Herrenmenschen-Fantasien“ aus, um eine „Meinungsdiktatur“ durchzusetzen. Das Opfer: der Verteidigungsminister.

Von Patrick Gensing

Allein die Kategorisierung radikal, fanatisch oder undemokratisch reicht offenbar nicht. Es müssen Nazi-Vergleiche her! Möglichst viele, in möglichst wenigen Zeilen:

Keine Frage, es ist natürlich immer wieder ein Triumph des totalitären Denkens, wenn die Verbreitung minderwertiger Meinungen von ideologiebewussten Blockwarten verhindert werden kann.

Totalitär, minderwertig, Blockwarte – Sie haben es noch nicht erkannt, worauf Welt-Blogger Gideon Böss hinaus will? Noch ein Tipp:

Autoritäre Irre, die ihre Herrenmenschen-Fantasien an der Universität ausleben, anderen ihre Weltsicht aufdrücken wollen und darum versuchen, eine Meinungsdiktatur durchzusetzen.

Jetzt sollte es aber klar sein! Es geht natürlich um Linke.

Linke, die laut Böss die Junge Welt lesen, später in Jugendzentren arbeiten und Israel hassen. Dass sich die Junge Welt mittlerweile praktisch in die Pleite sektiert hat, zahlreiche Jugendzentren geschlossen und viele Linke israelsolidarisch sind – geschenkt. Denn Böss kennt sich aus, er musste zwar nicht wie sein Bruder im Geiste, Fleischhauer, unter Linken aufwachsen, doch er hat immerhin Soziologie studiert, hatte Feindkontakt und „die Revolutionäre aus der Nähe kennenlernen dürfen“.

Kennst Du einen, kennst Du alle! Wie sonst hätte Böss so genau die Protestler analysieren können, die gegen den Auftritt von Verteidigungsminister de Maiziere an der Humboldt-Universität in Berlin demonstrierten – und zwar so laut, dass der Minister seinen Auftritt abbrach. „Thomas, wir lieben Dich!“, „Krieg dem Krieg! Nie wieder Deutschland!“ skandierten die Studenten bzw. Herrenmenschen. Ein Hauch von Weimar: Erst protestieren Studenten gegen einen Minister, dann brennen die Bücher und Synagogen, Sie kennen das. Wehret den Anfängen usw.

Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig

Nie wieder Deutschland-"Herrenmenschen" in Berlin
Nie wieder Deutschland-„Herrenmenschen“ in Berlin

Es ist ein absurdes Phänomen: Publizisten wie Gideon Böss operieren gegen politische Gegner wie selbstverständlich mit Begriffen wie Herrenmenschen und anderen Nazi-Begriffen. In den dazugehörigen Foren wird dies sogar noch als mutige bis gewitzte Sprache gelobt. Und als wären diese Nazi-Vergleich nicht schon an sich genug, wirft man den so titulierten „Linksfaschisten“ auch noch vor, sie würden bei jeder Gelegenheit die Nazi-Keule schwingen.

Man ist außerdem zu Recht empört, wenn linke oder rechte Israel-Hasser mit Nazi-Vergleichen gegen den jüdischen Staat hetzen. Selbst bedient man sich aber ähnlicher Sprache und lässt keinen noch zu blödsinnigen Vergleich aus, wie die Achse des Guten, die eine brutale Gewalttat mit einem Genozid in Verbindung brachte – oder, wie Böss jetzt, der bei einer Protestaktion gegen einen Minister Herrenmenschentum entdeckt. Es ist demokratisch nicht in Ordnung, den Auftritt eines gewählten Ministers zu verhindern, das macht die Protestler aber nicht zu Herrenmenschen, die Millionen von Menschen vernichten wollen. Wer so mit Nazi-Vergleichen um sich wirft, sollte sich auch nicht über Tierschützer beschweren, die vom „Hühnerholocaust“ und anderen Unsinn schwadronieren.

Und aus noch einem Grund enttäuscht Böss‘ Artikel: Obgleich es sich im Zusammenhang mit linksradikalen Studenten und dem deutschen Verteidigungsminister geradezu angeboten hätte, ließ Böss einen zentralen Begriff aus. Dabei wäre „Roter Vernichtungskrieg gegen Deutschland“ so eine hübsche Überschrift gewesen.

Appell an die Vernunft

Böss und seine Mitstreiter radikalisieren die Sprache, verrohen als Multiplikatoren ebenfalls die politische Kultur. Das Resultat lässt sich derzeit in den Foren der Alternative für Deutschland nachlesen, wo Kampfbegriffe wie Blockparteien, Multikulti-Umerziehung und gleichgeschaltete Systemmedien zum guten Ton gehören.  Wer dies rechtspopulistisch nennt, schwingt natürlich wiederum die Nazi-Keule

Und abseits aller Polemik: Vielleicht könnten die werten Kollegen ernsthaft darüber nachdenken, ob solche NS-Vergleiche tatsächlich angebracht sind. Denn eine solche Provokation ist keineswegs scharf, sondern einfach nur stumpf.

„Provokation allein ist nichts wert. Das ist vielleicht ein gutes Mittel, um ab und zu ein paar Idioten zu beeindrucken.“

Siehe auch: Alternative für Deutschland: Hier spricht das VolkDie Mehrheit als Opfer

22 Kommentare zu „„Herrenmenschen-Fantasien“ an Berliner Unis

  1. Leider ist dieser „Protest“, einen Redner in einer Universität am reden zu hindern, durchaus reaktionär und totalitär. Das sind die selben Leute, die meist lauthals „den Dialog“ mit Dikataturen und Terrororganisationen einfordern. Seltsam… ^^

    Gefällt mir

  2. Das ist zwar ein wenig Off-Topic, aber dennoch lustig:

    Patrick Gensing schreibt: „Man ist außerdem zu Recht empört, wenn linke oder rechte Israel-Hasser mit Nazi-Vergleichen gegen den jüdischen Staat hetzen.“

    Schon lustig, diese Gleichsetzung in einem Satz. Und da muss einem getrennt davon doch mal auffallen, dass es richtiger Weise vereinzelt zu Nazi-Vergleichen von links (was ist eigentlich „die Linke“, ein ganz schön riesiges Feld, oder) kommt, dass aber die selbsternannten „Freunde“ Israels und „der“ Juden kaum hadern, alles und jeden als Nazi anzuprangern, der es nur wagt, den Kopf ob der Repression und Gewalt gegen arabische Israelis, Palästinenser, in den Nachbarstaaten Israels lebenden Menschen oder gar der israelischen Linken zu heben, sei er nun jüdisch oder nichtjüdisch. Da ist man sich nicht zu dumm, selbst die israelische oder außer-israelische jüdische Linke als Nazis oder Antisemiten zu bezeichnen. Ein Wort der Empörung habe ich darüber nur selten vernommen.

    Gefällt mir

  3. Lieber Patrick,

    wie gehst du eigentlich mit solchen – mit Verlaub – dummen Kommentaren als Reaktion auf m.E. sehr spannende und wichtige Analyse deinerseits um? Auf gute Artikel, das beschränkt sich ja nicht nur auf dich oder Publikative.org, kommt manchmal fast durchweg nur der unreflektierteste Sc***sz. Sind die Kommentare Ansporn oder Unterhaltung oder einfach demotivierend?

    Gefällt mir

  4. Gideon Böss steigert sich oft in seine Artikel hinein und wählt dann entsprechend hyperbolische Formulierungen, hat aber in der Tendenz durchaus Recht: Leider gibt es bei uns in der Linken auch eine totalitäre Strömung, die auf verschiedenste Weise anderslautende Meinungen unterdrücken möchte. Weitere Beispiele dieser Art findet man immer wieder im universitären Umfeld, im Moment besonders heftig in der Geschlechterdebatte.

    Zwei aktuelle Beispiele von der Universität Mainz und der Hochschule Nürnberg:
    http://genderama.blogspot.de/2013/01/nervenstark-monika-ebeling-trotz.html
    http://www.cuncti.net/machbar/158-fachhochschule-nuernberg-redefreiheit-fuer-monika-ebeling-durchgesetzt

    Zwei aktuelle Beispiele von der Universität Toronto:
    http://genderama.blogspot.de/2012/12/hitlergru-und-hassattacken.html
    http://genderama.blogspot.de/2013/04/universitat-toronto-militante.html

    Vielleicht kümmert sich die Linke besser um derartige totalitäre Tendenzen in den eigenen Reihen statt um die Kritik daran?

    Gefällt mir

  5. Ein richtiger und wichtiger Kommentar des Herrn Gensing. Mich wundert schon lange, dass es offenbar bestimmte Leute gibt, denen kein sinnloser Nazi-Vergleich zu blöd ist, um ihn nicht doch noch in polemischer Weise (vor allem gegen – tatsächliche oder vermeintliche – Linke gerichtet) rauszuhauen. Bisher habe ich dagegen nur ganz seltenen Protest vernommen, deswegen nochmals Respekt, Herr Gensing!

    Ein Spezialist auf dem Gebiet hirnloser NS-Verharmlosungen, denn nichts anderes sind solche rechten Rhetoriken nunmal, ist Henryk Broder, der gar nicht ohne dieses Stilmittel auszukommen scheint. In beinahe jedem seiner „Artikel“ baut er irgendwelche KZ-, Gestapo-, oder sonstige NS-Bilder ein, das scheint bei ihm fast schon ne Art Zwang zu sein. Das mag jetzt recht hart klingen, deswegen bringe ich mal ein Beispiel:
    Mir ist da noch als besonders ekelhaft eine Episode in Erinnerung, als Thilo Sarrazin zusammen mit Broder in London (LSE) zu einer Podiumsdiskussin geladen war. Der Kommentar von Broder im Anschluss dazu: „Das war echt die skurrilste Veranstaltung seit dem Einschlag der letzten V2 in London am 27.3.1945“.

    Gefällt mir

  6. Was ist denn los ? Keinen Humor mehr? Gideons Artikel ist wirklich gut, weil treffend…

    Oder andersrum: schon mal versucht in einem „Bunten Hinterhofcafè“ in einer Diskussion etwas über den überbordenden Sozialstaat („Nannystaat“) oder pro Marktwirtschaft zu sagen?

    Wäre einen Versuch wert… viel Spaß!

    Gefällt mir

  7. Lieber Thomas,

    danke für das Lob, freut mich.

    Gute Frage nach den Kommentaren. Die Antwort ist nicht eindeutig: Bei Artikeln zur AfD oder Frei.Wild erwartet man nichts anderes als den Dünnsinn, der dann einfließt, und die Kommentare bestätigen die eigene Analyse. Daher haben diese Kommentare für die Leser auch einen gewissen Wert, glaube ich.

    Bei anderen Artikeln bleibt oft nur ein Schulterzucken, wir haben ja auch noch einige Kommentare im Giftschrank, wir schalten nicht alles frei. Da werden zumeist persönliche Angriffe auf den jeweiligen Autoren oder das Blog gefahren. Wir müssen uns aber auf unserem eigenen Blog nicht beleidigen lassen, dafür gibt es mehr als genug Hassblogs, die das erledigen.

    Bei diesem Artikel war/bin ich hingegen gespannt auf die Kommentare. Andreas versucht das Ganze nun auf die Spaßebene zu ziehen, von wegen „die humorlosen Linken, die die gekonnte Provokation nicht verstehen“. Nun ja. Ich hatte genau deswegen extra das Pocher-Video dazugestellt, weil ich es wirklich sehr anschaulich fand, was mit sinnlosen Provokationen gemeint ist.

    Auch dem Einwand von Arne Hoffmann kann ich kaum folgen, weil ich nicht weiß, was mit „Bei uns Linken“ gemeint ist. Mit Männerrechtsaktivisten, die bei EF und ähnlichen Publikationen schreiben, haben wir auf jeden Fall nichts am Hut.

    Schöne Grüße
    Patrick Gensing

    Gefällt mir

  8. Einen Minister, der bei jeder Gelegenheit in den Medien zitiert wird und dessen Meinung über die Köpfe der Bürger hinweg unkritisch publiziert und mulipliziert wird, muss man auch einmal spüren lassen, dass er diese nicht überall und jederzeit einfach in die Welt hinaus blasen kann.

    Wer das eindeutige Machtgefälle – ein Minister, der Politik macht, der Soldaten in den Krieg schickt, der ständig ein Millionenpublikum erreicht im Vergleich zu einfachen Studenten, denen dlediglich die Kommilitonen zuhören und die bestenfalls denselben zum Müll raustragen schicken – hier nicht erkennt und die Reaktion der Studenten als reaktionär oder totalitär bezeichnet, DER sorgt tatsächlich dafür, dass demnächst alle anders lautenden Meinungen unterdrückt werden.

    Es ist die Meinung der Bevölkerung, die in dieser Demokratur ständig mit Füßen getreten wird, die keiner hört oder hören will, die mit aggressiver Rethorik denunziert wird (Wutbürger ist auch so ein Unwort) und auf die insbesondere die Mächtigen keinerlei Rücksicht nehmen. Ich bin froh, dass es noch Menschen gibt, die sich gegen die Bild-Front auflehnen und ihre Meinung lautstark äußern! Da freue ich mich mich, wenn die Politiker mal Gegenwind erfahren!

    Gefällt mir

  9. Es ging bei der Veranstaltung doch nicht um Diskussiion, sondern darum, dem Kriegsminister ein Podium für seine Propaganda zu bieten. Das ist die politische Elite, der die Medien doch schon viel zu viel Freiraum geben (Talk-Shows, Exclusivinterviews etc.) ihre Lügen unters Volks zu tönen. Das ist doch alles eine reine Farce gewesen.

    Selbst, wenn de Malesse, oder wie der heißt, bereit gewesen wäre, zu diskutieren, dann sähe das nach menen Erfahrungen so aus, dass er nach jeder Frage als rhetorisch geschulte Labebacke das Publiukum mit ellenlangen, politikertypischen, ausweichenden Antworten gelangweilt oder spätestens dann auf die barrikaden gebracht hätte.

    Wie diskussionsfreudig, demokratisch offen und tolerant die Freunde der Bundeswehr sind, zeigt sich bei den Protesten gegen die jährlich stattfindende Feierlichkeiten zur Ehrung der Gebirgsjäger des WK II in Mittenwald.

    http://mittenwald.blogsport.de/2008/04/29/presseerklaerung-zu-mittenwald-2008/

    „Das Treffen des Kameradenkreises der Gebirgsjäger ist das größte
    Soldatentreffen Deutschlands. Mit dabei sind neben Abordnungen der
    Bundeswehr und der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger auch
    NS-Kriegsverbrecher, z.B. der 1. Gebirgsdivision, die für
    Wehrmachtsmassaker in Kommeno und auf Kephalonia in Griechenland
    verantwortlich waren.“

    Gefällt mir

  10. Dieser Beitrag überrascht. Wenn ich nämlich Ihre Berichte über die eurokritische Partei „Alternative für Deutschland“ lese muss ich feststellen, daß Sie offenbar selbst gerne zu der NAZI – Keule greifen wenn es um die willkürliche Beurteilung Andersdenkender geht. Wenn sie aber selbst davon betroffen sind, sind Sie empört.

    Interessant.

    Ich z.B. mache stets darauf aufmerksam, daß die AfD für mich der notwendige Ausgleich zu dem Rechtsruck der angeblich roten Parteien SPD, Grüne und LINKE ist, welche zwar im Wahlkampf alle heftig links blinken, dann aber im Parlament neoliberal abstimmen, also Privatisierungen vorantreiben, aktuell wollen Grüne an die Minijobs ran, oder vom Mindestlohn von € 8,00 schwafeln, als wenn man davon Leben könnte (kann man von € 1000,- im Monat Netto leben?) Es müsste jedem klar sein, daß Brüssel einen neoliberalen Kurs vorgibt (Lissabon-Vertrag) und das es somit vornehmlich eine linke Aufgabe ist dies abzulehnen- auch dann wenn es hier offenbar Schnittmengen zu Rechten gibt.

    Ihre Artikel zum Thema AfD unterstellen jedoch allesamt, daß diese „Nationalisten“ , „Rechte“ und „Rechtspopulisten“ sind und ich behaupte Sie spielen somit bereits mit der selben NAZI –Keule welche sie aber als Mittel um Sie zu kritisieren ablehnen. Sie verkennen dabei bewusst, dass die Euro und Brüssel Kritik eben gerade für uns linke notwendig wäre, gerade weil SPD, Grüne und LINKE uns hier verraten haben. Ich lese mit Interesse, dass 30% der LINKEN-Wähler sich auch vorstellen könnten die AfD zu wählen, aber „nur“ 25% der CDU Wähler. Das sagt doch bereits alles, oder?
    Trotzdem sehe ich hier nur einseitige Vorverurteilungen. Weil sich naturgemäß auch Rechte dorthin verirren soll diese Abgelegenheit nun plötzlich „rechts“ sein und Sie stoßen somit all die vor dem Kopf welche aber aus „linken“ Beweggründen diese Entwicklung positive sehen. Wie gesagt, ich hätte eigentlich erwartet, dass die SPD, Grüne oder LINKE diese Umdenken fordert, sollte sie doch uns Arbeiter und Geringverdiener unterstützen, aber die Verlogenheit dieser Parteien ist dermaßen groß, dass ich einfach sage, wir können uns doch nicht so vereppeln lassen.

    Ich finde es deswegen menschenverachtend, denunzierend und bereits ansatzweise terroristisch wenn u.a sie solche Bestrebungen mit der NAZI Keule begegnen und somit BürgerInnen wie mich damit vor dem Kopf stoßen, beleidigen und denunzieren- nur weil Sie meine Beweggründe verkennen.

    Wer wirklich gegen NAZI –Vergleiche ist, sollte nicht andere Menschen Vorverurteilen, in Schubladen stecken, Denunzieren oder im Netz am Pranger stellen (auch eine Form des Terrors) denn mit welchem Recht wollen Sie gegen NAZIs sein wenn Sie zu genau den selben Methoden greifen? Der Linksextremismus ist so in Wahrheit ein Linksfaschismus weil er totalitär Menschenrechte einschränkt, Gesinnungsjustiz ausübt, Denunziation und Terror betreibt und ich behaupte, daß solche Menschen dann auch zu Gewalt greifen würden um von Sie so erfasste auch „anzugehen“, also im völligem Einklang zum Faschismus, auch wenn die Motivlage hier kein Rassismus ist, sondern das Unvermögen Menschen zu verstehen.

    Gefällt mir

  11. @ Gensing

    Arne Hoffmann meinte auch nicht die Maennerechtler, sondern die Feministinnen die Hitlergruesse zeigen und total aggro sind und die Linken sich nicht davon distanzieren.Wusste gar nicht das Feministinnen so drauf sind. Gut das hier mal Videos eingestellt wurden die das bezeugen. Distanzieren sich sich auch von diesen?

    Danke Herr Hoffmann fuer diese interessanten Einblicke.

    Gefällt mir

  12. Liebe Sabine M.

    ohne Ihren einmal mehr ausufernden Kommentar komplett gelesen zu haben, nur soviel: Würde ich im Boess`schen Stil über die AfD schreiben, würde das in etwa so klingen: „Die bürgerlichen SS-Horden wetzen schon ihre Messer, um der kommunistischen EU-Diktatur der grünen Untermenschen den Garaus zu machen. Die Herrenmenschen-Attitüde der Nazi-Schergen der D-Mark…“ uswusf.

    Sie verstehen? Nicht? Schade.

    Noch einmal: Es gibt einen inhaltlichen Unterschied zwischen der Klassifizierung rechtspopulistisch, die durch zahlreiche Beispiele belegt wird, und dem Nazi-Gebrüll von Boess & Konsorten, die mit Nazi-Vergleichen um sich werfen und gleichzeitig den vermeintlich inflationären Gebrauch der Nazi-Keule beklagen.

    Das gilt übrigens auch für die AfD und ihre Anhänger, die von Blockparteien und gleichgeschalteten Medien schwadronieren – aber im Quadrat springen, wenn sie jemand als rechtspopulistisch (was nicht gleichbedeutet mit neonazistisch ist) beim Namen nennt. Ob Sie das nicht verstehen können oder wollen, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber auch nicht mein Problem.

    Gruß
    Patrick Gensing

    Gefällt mir

  13. @Her Gensing:ich meine ja auch nur 😉 Ich habe immer gelernt meinen Nächsten zunächst zu versuchen zu verstehen, bevor ich ihn verurteile. Mehr will ich gar nicht sagen. Wenn wir Menschen alle mehr Respekt vor einander hätten, würden sich vieles Übel auf der Welt schon erledigt haben. Ich bleibe dabei, daß Sie daß sehr offensichtlich nicht machen können. Ihre Respeklosigkeit kommt sogar gegenüber mir zum Ausdruck indem Sie offen zugeben meinen Beitrag gar nicht komplett gelesen zu haben, trotzdem urteilen Sie. Sie antworten ohne richtig zu lesen. Warum? Weil Ihnen offenbar die Meinung eines anderen egal ist, wenn es nicht Ihre Meinung ist. Ich bringe meinen Kindern aber immer bei seinem Gegenüber zuzuhören, weil man erst dann urteilen darf. Sie haben ihr Urteil, offenbar auch ideologoisch geprägt, und haben so keine Möglichkeit mehr andere zu verstehen und selbst zu „reifen“. Eine Diskussion ist so gar nicht möglich. Wozu dann hier die Kommentarfunktion? Nur um als Forum zu dienen andere zu beleidigen welche Ihre Meinung nicht teilen, bzw. Ihnen neue Denkansätze geben wollen?

    Schade.

    Was machen Sie einmal wenn Ihr kind, Partnerin etc Ihnen Meinungen sagt, welche sie nicht teilen? Angenommen ihr Vater käme und würde sagen „Junge, der Euro hat meine Rente halbiert und ich komme mit €850,- nicht mehr klar. Ich wähle die AfD.“ Würdest Du ihn dann als Rechtspopulisten beschimpfen, wohl wissend das in Deutschland Rechtsppopulist praktisch gleich NAZI ist?Nein würden Sie nicht. Warum? Sie lieben hoffentlich zumindest ihre eigene Familie. Andere Menschen sind für sie nur anonym. Aber jeder von denen ist genauso ein Mensch wie Ihr Vater, Mutter etc.. und sie haben kein Recht mit solchen Keulen und Veruteilungen um sich zu schlagen nur weil Sie die Meinung anderer Nicht verstehen.

    Lesen Sie es, oder lassen Sie es wieder. Danke für den Austausch.

    Gefällt mir

  14. @ Simome M
    „Ich z.B. mache stets darauf aufmerksam, daß die AfD für mich der notwendige Ausgleich zu dem Rechtsruck der angeblich roten Parteien SPD, Grüne und LINKE ist, welche zwar im Wahlkampf alle heftig links blinken, dann aber im Parlament neoliberal abstimmen, also Privatisierungen vorantreiben, aktuell wollen Grüne an die Minijobs ran, oder vom Mindestlohn von € 8,00 schwafeln, als wenn man davon Leben könnte (kann man von € 1000,- im Monat Netto leben?) Es müsste jedem klar sein, daß Brüssel einen neoliberalen Kurs vorgibt (Lissabon-Vertrag) und das es somit vornehmlich eine linke Aufgabe ist dies abzulehnen- auch dann wenn es hier offenbar Schnittmengen zu Rechten gibt.“

    Ich sage es nochmal, bei der AfD finden sich genau diese neoliberalen Personen. Bernd Lucke hat bspw. den von der arbeitgeberfinanzierten INSM unterstützten Hamburger Appell initiert: http://www.nachdenkseiten.de/?p=873
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=16524
    Hans Olaf Henkel war und ist einer der prominentesten Neoliberalen Deutschlands, der jahrelang den Sozialabbau gefordert hat.
    Wie man diese Partei als quasi linkes Korrektiv zum Rechtsruck von Rot-Grün sehen kann, ist mir völlig schleierhaft. Das ist schon Realsatire.

    Gefällt mir

  15. Es ist interessant, dass der Artikel die Reaktion der Großbürgerlichen Presse als überzogen kritisiert und wahrlich, manch ein Leser mag sich an den antikommunistischen Hetzton der 50er Jahre erinnert fühlen, doch in der Tendenz und der Beurteilung des zugrundeliegenden Vorgangs stimmt der Autor doch mit (einem der vielen) Entfant teribbles des Springerkonzerns überein: „Es ist demokratisch nicht in Ordnung, den Auftritt eines gewählten Ministers zu verhindern“ Kürzt man bei dem Hernn Boess die – auch das bemerkt zu Recht Herr Gensing – inflationären Nazi-Vergleiche weg steht doch da auch nix anderes, als dass „die Linken“ gutbürgerliche parlamentarische ERGO demokratische Verhaltensregelen vermissen und den armen Mann nicht mal ausreden lassen. Gut, Herr Gensing mag vielleicht den Takt besitzen und einen marginalisierten Mob aus Studierenden nicht mit SA-Schergen gleichsetzen aber um den schon oben geposteten Bemerkungen recht zu geben: Was bleibt ihnen übrig?
    Nach dieser Logik müssten dann auch die Besucher des portugisischen Parlaments, die den ebenfalls „gewählten“ Ministerpräsidenten mit dem Revolutionslied „Granduala Villa Morena“ „niedersangen“, als der mal wieder ein Sparpaket in technokratischem Säuselton zum Besten gab als „demokratisch nicht in Ordnung“ gelten. Ich bitte in diesem Zusammenhang also die formal-demokratische Legitimation eines Verteidigungsministers, der vom Bundespräsidenten ernannt, von der Kanzlerin vorgeschlagen, die wiederum von einer Parlamentsmehrheit gewählt wurde, welche wiederum nur um die 30 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung ausmacht nicht mit demokratisch schlechthin zu verwechseln. Sry für den langen Post

    Gefällt mir

  16. …was der Pocher damit zu tun hat, hab ich jetzt nicht verstanden. Der betrunkenen „Moritz“ wär beinahe mal in mich reingelaufen. Auf jeden Fall: schließe mich Martin Jander an.

    Kommentare: Es ist ja schnell offensichtlich, wer mit dem Autor oder anderen Kommentatoren „in der Sache“ diskutieren möchte oder inhaltlich etwas beitragen möchte. Oder einfach nur mit Dreck wirft, in der Hoffnung, es bleibt was hängen. Aber auch das ist ja bisweilen aufschlußreich. Aus welcher Richtung das kommt und auch wie gehäuft es auftritt. Auch für die Leser. Die sind ja auch nicht *doof*. Bestenfalls…

    Gefällt mir

  17. Verteidigungsminister in einer Uni nicht zu Wort kommen zu lassen ist doch bitte nichts Schlimmes, demokratisch gewählt oder nicht.
    „Armee der Einheit – Der Beitrag der Bundeswehr zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“ sollte der Armeewerbevortrag des Ministers lauten. Da darf man doch wohl noch lautstark dagegen sein. Ob man deswegen als Nazi verunglimpft wird oder nicht ist schon beinahe egal, wenn solches Verhalten bereits derart problematisiert wird. Ist ja nicht so, dass der Herr Minister sonst keine Möglichkeit haben würde, sich Gehör zu verschaffen.
    Ich schließe mich Elsas Ausführungen an.

    Gefällt mir

  18. einen minister in der deutschen repräsentativen parlamentarischen demokratie wählen?? wie geht das denn? meines wiszens werden ministerInnen ernannt! von gewählt, gar demokratisch, kann gar keine rede sein.

    Gefällt mir

  19. Ziviler, gewaltloser Protest ist immer legitim, auch wenn er Herr Autor lieber Blogs als Demos hat. Insbesondere gegen einen „gewählten Minister“ mit seinem Wahlkreisbezirk in der Chefetage des Kanzleramts.
    Sozialkunde 5. Witermachen.

    Gefällt mir

  20. Es ist irgendwie schon lustig, wenn ein „Meinungsfuehrer“, der schon sowieso das Mikrophon gepachtet hat, von „antidemokratischen“ Verhalten od. ae. plaerrt, wenn man ihm sein Mikro ausschaltet und zeugt eigentlich auch nur von seinem Demokratieverstaendnis.
    Mit dem Demokratiegefasel verhaelt es sich wie mit der Integration, die Leute die diese Begriffe am inflationaersten Benutzen meinen in der Regel das Gegenteil.

    Gefällt mir

  21. „Genau dies, die Integrationskraft des Systems, neben dem linke Revolutionsmarotten zwingend lächerlich erscheinen, nicht zu erwähnen, sondern eine Bedrohung zu erfinden, obwohl jeder weiß, dass linke Studenten zwar nervig, aber doch vom Errichten der Meinungsdiktatur so weit entfernt sind wie Boess vom gelungen Sprachwitz, macht ihn zu einem Ideologen, der im Stile der antifaschistischen Berufsjugend kräftig skandalisiert, um seiner Empörung die Wichtigkeit anzudichten, die sie in Wahrheit nicht hat.“

    Lesen:

    Gefällt mir

Hier können Sie einen Kommentar schreiben. Bitte beziehen Sie sich auf den Inhalt des jeweiligen Artikels.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s