Deutscher Islamhass in Schweizer Zeitungen

In Deutschland steht Michael Merkle wegen Volksverhetzung vor Gericht. Seine antimuslimisch-rassistische Hetze wird außer von der Staatsanwaltschaft in Deutschland nur noch von islamfeindlichen Sekten ernst genommen. Unter seinem „Künstlernamen“ Michael Mannheimer rief der Blogger bereits vor dem Rechtsterroristen Breivik zum bewaffneten Kampf auf. Vor dem Osterwochenende übernahm der stellvertretende Ressortleiter für Politik der Basler Zeitung seine Propanganda in einem Artikel.

Von Roland Sieber

Ob sich der Journalist Thomas Wehrli vorher bewusst war, welche Wellen sein Artikel schlagen würde? Dieser ging am Freitag auf der Website der BaZ unter der Überschrift „Alle fünf Minuten wird ein Christ ermordet“ online und wurde in weiteren Publikationen der schweizerischen Mediengruppe Tamedia abgedruckt. Dutzende konsternierte Muslime meldeten sich darauf beim „Islamischen Zentralrat Schweiz“, der am Samstag einen ausführlichen Kommentar veröffentlichte. Von der „Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz“ (FIDS) lag am Osterwochenende noch keine Stellungnahme vor.

Screenshot des Onlineartikels der Basler Zeitung: Islamhass im Titel?
Screenshot des Onlineartikels der Basler Zeitung: Islamhass im Titel?

Abgeschrieben von Islamhassblog und Wikipedia?

Der Journalist Hardy Prothmann verglich den in Schweizer Zeitungen veröffentlichten Artikel mit Texten auf „Mannheimers“ Hetzblog und fand zahlreiche Übereinstimmungen: „Plagiierte Islam-Hetze durch die Basler Zeitung“, titelte er passend. Ein weiterer Verdacht wäre, dass Wehrli das Buch „Christenverfolgung in islamischen Ländern“ als Quelle nutzte, dessen Mitautor der Heilbronner Michael Merkle ist oder dieser gar den Artikel schrieb. Eine Anfrage diesbezüglich wurde von der Basler Zeitung bis zum Erscheinen dieses Artikels noch nicht beantwortet.

Wegen Volksverhetzung vor Gericht

Der Attentäter inszeniert sich als "Marxist Hunter".
Der Islamhasser Breivik

Im Februar letzten Jahres beantragte die Staatsanwaltschaft Heilbronn einen Strafbefehl gegen den europaweit bekannten Hassblogger. Dieser wurde über das Amtsgericht Heilbronn zugestellt. Laut diesem hat Merkle Schriften verbreitet, die zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen aufriefen sowie stellte er den Islam „undifferenziert“ dar. Der Strafbefehl legte ihm 50 Tagessätzen zu je 50 Euro – also insgesamt 2.500 Euro – auf. Der Beschuldige Islamhasser legte dagegen Rechtsmittel ein, so dass das Urteil bis heute noch nicht rechtskräftig ist. Merkle-Mannheimer wird die Presse, die Justiz und die Politik also wohl weiterhin beschäftigen.

Siehe auch: Aufmarsch der Kämpfer gegen die GEZ-”Zwangsgebühren”, Die Internationale der Rechtsterroristen, Es distanziert sich, was zusammengehört, Trotz brauner Bremsspur in den Bundestag?, Filmabend für KulturkriegerDie Internationale der RechtsterroristenNational-chauvinistische Rückbesinnung, Neue Rechte im Südwesten: Guten Übermorgen!, Zwischen Breivik-Schlagzeilen und Blindheit, Auf Denglisch ist er noch schlechter, Die Bundesregierung und die “Überfremdung”, Rechtsradikaler Blogger rief zu den Waffen

15 Kommentare zu „Deutscher Islamhass in Schweizer Zeitungen

  1. Man muss dazu sagen, dass der beliebte Topos von „200 Millionen verfolgten Christen“ auch von Volker Kauder und Konsorten verbreitet wird. Es ist also beleibe kein Randphänomen.

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  2. Hätte er lieber von besseren Quellen abgeschrieben. Entschuldigung, aber die Tortur von Christen weltweit wird sehr allergisch hierzulande aufgefasst. Wenn dieser Herr ein Rassist ist, dann ist es großer Mist, aber dieses Abgemetzel von Christen u.a. Minderheiten muss mehr thematisiert werden. Es sollten andere thematisieren und nicht dieses rechtskonservative Rassistenpack. Wie wäre es mit einem sachlich richtigen Artikel zu „Christenverfolgung“.

    Beschönigen hilft niemandem. Es muss endlich aufs Tablett – es hilft in hiesigen Gefilden nur massiver Druck. Das typische Rumgeopfer der Muslime ist die falsche Reaktion. Entweder sollen sie es ignorieren und sagen „wir haben damit nichts zu tun“ oder sich mit der Thematik an sich beschäftigen.

    http://www.compass-infodienst.de/Chaim_Noll__Menetekel_fuer_Europa_-_Christenverfolgungen_im_Mittleren_Osten.6165.0.html

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  3. Da schreibt der Basler Journalist doch allen Ernstes: „der deutsche Soziologe Michael Mannheimer…“! Soziopath würde besser passen (Soziologe war der Herr noch nie): Um seine Verurteilung hinauszuzögern, hat Merkle-Mannheimer letztens sogar einen Strafantrag gegen seinen Richter gestellt. Und zwar Achtung: „Wegen aller in Betracht kommenden Delikte“.

    http://www.stimme.de/heilbronn/hn/Islamhasser-stellt-Strafantrag-gegen-Richter;art31502,2692006

    Unmöglich, den Mann auch nur im Mindesten ernstzunehmen. Was allerdings auch die Polizei in der Vergangenheit nicht daran hinderte, „Mannheimer“ als Referenten zu Fortbildungen zum Thema „Islamismus“ einzuladen…

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  4. Vor kurzem gab es ein Tagesschaubericht über die Verfolgung von Christen in islamischen Ländern und es wurde die These aufgestellt, das Christen weltweit am stärksten verfolgt werden.

    Sind die jetzt auch aufgesprungen?

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  5. @mjb4,

    Der Link zum Report: http://www.pewforum.org/Government/Rising-Restrictions-on-Religion.aspx

    Ich habe die Studie nur vor einer Weile mal überflogen, aber ich vermute mal, dass diese Aussage auf dem folgenden Statement der Studie beruht:

    „Over the three-year period studied, incidents of either government or social harassment were reported against Christians in 130 countries (66%) and against Muslims in 117 countries (59%).“

    Die Aussage hat also eine statische Grundlage. Was gewöhnlich nicht dazu gesagt wird, ist das Christen auch die größte Religionsgruppe sind (laut Wikipedia 1.9 Milliarden Christen vs. 1.6 Milliarden Muslime vs. 13 Mio Juden). Das relativiert nicht das Leiden der einzelnen Betroffenen, statistisch gesehen, sollte es dann aber auch nicht überraschen, dass in absoluten Zahlen mehr Christen von religiöser Verfolgung betroffen sind als Angehörige anderer Religionsgruppen.

    Nebenbei gesagt, die Pew Forum Studie selbst illustriert das deutlich, wenn sie klar stellt dass

    “Although Jews comprise less than 1% of the world’s population, government or social harassment of Jews was reported in 75 countries (38%).”

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  6. @mjb4

    >>Vor kurzem gab es ein Tagesschaubericht über die Verfolgung von Christen in islamischen Ländern und es wurde die These aufgestellt, das Christen weltweit am stärksten verfolgt werden.

    Sind die jetzt auch aufgesprungen?<<

    Solche Horrormeldungen gehen in erster Linie auf die evangelikale Vorfeldorganisation "Open Doors" zurück, auf die sich auch Nazis wie Mannheimer berufen. Es wird Zeit, sich mal eingehend mit "Open Doors" und deren manipulativer Propaganda auseinander zu setzen. Im Grunde sind die wie Salafisten, deren aggressive Missionsarbeit auf staatliche Repression trifft und dann rumheulen vonwegen "Verfolgung". Das ist alles hochgradig unseriös, und es wird nicht besser, dass der Mainstream das begierig aufgreift, siehe Kauder und Co.. Ich nenne Kauder bewusst, weil er von der "Evangelischen Allianz" ständig angeführt wird, als sei er deren Lobbyist.

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  7. Auch wenn Religion ersteinmal abzulehnen ist, kotzt die dauernde Gleichstellung von Vereinen wie Open Doors mit „Salafisten“ gründlich an. Ich möchte bitte eine differenzierte Auseinandersetzung und Gründe dafür, oder Rand halten.

    Nein, die Deutschen Evangelikalen sind NICHT !!! die Hamas – NICHT !!! die Salafisten und NICHT !!! die Teaparty im hiesigen Gefilde. Sie haben auch nichts mit den üblichen Verdächtigen zu schaffen. Die Freiheitsräume von Homosexuellen, Frauen usw. sind deutlich ausgeprägt, trotz meißt bürgerlich-traditionellem Familienbild. Sie propagieren keine Gewalt gegen Frauen o. Ungläubige o.ä.. Sie sind etwas Eigenes und in Nichts mit Islamisten vergleichbar.

    Deren Verfolgungsindex ist wissenschaftlicher als die Hälfte aller hierzulande veröffentlichten Studien. Deren Bekanntheitsgrad ist eher begrenzt und nicht „staatstragend“. Kauder ist NICHT deren feste Lobby, weil er auf einem Youtube-Video vier Sätze sagt.

    Open Doors sind weniger rassistisch, antisemitisch als der gute deutsche Durchschnitt und erst recht als die Linkspartei, und sie sind überhaupt nicht militaristisch o.ä. wie manche Salafisten (auch wenn einige militärische Worte verwenden). Es gibt keine evangelikalen Mobs, Anschläge, Messerattacken und Drohungen gegen Minderheiten. Sie machen die Arbeit, welche eig. der Vatikan und die evang. Institutionen machen müssten – christlichen Minderheiten eine (leise) Stimme im Westen geben.

    Hier das Vid, worauf angespielt wurde (mit den 10sek Kauder). Jeder kann sich über die Methodik des Verfolgungsindex selbst informieren und methodische Mängel oder wissenschaftl. Fehlleistungen selbst herausfinden. Das Ganze ist äußerst transparent. Objektiv – dieser Verein ist emanzipatorischer als die Linkspartei.

    http://www.opendoors.de/verfolgung/verfolgungsindex_2013/

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  8. Achso und wenn der „Mainstream“ das aufgreifen würde, würde ich es ja befürworten.

    Allerdings habe ich noch nie von einer riesen Demo gegen Christenschlachten in islamischen Ländern gehört. Dafür gibt es aber schöne große Demos in Berlin für den ideellen Gesamtschlesier und gegen einen gewissen „Pariastaat“. Diese dürfte eher dem interkulturellen deutschen „Mainstream“ entsprechen.

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  9. solange laut neueren erhebungen 84 % der weltbevölerung an götter oder gott glauben,sehe ichschwarz für den weltfrieden.
    das sagt nämlich aus,dass 84% bescheuert sind.
    millionen fliegen können nicht irren, wenn sie auf der scheisse sitzen !

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  10. Zum Spiegel:

    „streitet eine mächtige Lobby“

    „Machtanspruch christlicher Hardliner“

    „Sie entschieden sich für Themen wie: Warum trägt man Pali-Tuch? Wie lebt man in einer Berliner Straße, die als Nazi-Hochburg gilt? Warum konvertieren junge Deutsche zum Islam? Und einigen war es wichtig, sich die Evangelikalen genauer anzuschauen.“

    Der Evangelikalenhass, so wie er sich hier generiert, ist ein Ausagieren des verbotenen und sanktionierten antisemitischen „Ressentiments“.

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