AfD: Professorenpartei als rechtspopulistische Sammelbewegung?

Der Hamburger Professor Bernd Lucke engagiert sich seit letztem Sommer in der „Wahlalternative 2013“, die mit den „Freien Wählern“ in den Bundestag einziehen wollten. Als die Zusammenarbeit scheiterte, zog der Ökonom das neue Parteiprojekt „Alternative für Deutschland“ (AfD) hoch. Hinter der Sammelbewegung gegen den Euro stehen unter anderem Aktivisten aus einem breiten verschwörungsideologischen, rechtsliberalen und kulturrassistischen Spektrum.

Von Roland Sieber

Die Partei, die Lucke am Montag auf einer Pressekonferenz vorstellte, wird von Kritikern mit der früheren Unionsabspaltung „Bund freier Bürger“ (BFB) verglichen. Und in der Tat: Mit dem Tübinger Volkswirt Joachim Starbatty und dem Verleger Bruno Bandulet gehören mindestens zwei ehemalige Vertreter des BFB zu den Gründungsmitgliedern. Landesverfassungsschutzämter beobachteten die nationalliberale Splittergruppe in den 1990er Jahren. Im Jahr 2000 löste sich die Partei schließlich auf und einige ihre Mitglieder verteilten sich auf andere rechtspopulistische Politsekten.

Parteilogo_Alternative_für_Deutschland„Aufmarsch der Euro-Hasser“, titelte Spiegel Online über die Auftaktveranstaltung der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ vergangene Woche in Oberursel bei Frankfurt am Main. Dort nahmen nach Angaben der AfD mehr als 1.200 Anhänger teil, wie Fotos eines übervollen Saals belegen sollen. Am Rande der Veranstaltung verteilte die NPD Flugblätter. Der antimuslimische Blog „blu-News“ und die neurechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ berichteten sehr ausführlich und wohlwollend.

Bernd Lucke soll zuvor im Zuge der Überlegungen zur Parteigründung mehreren Parteien eine Zusammenarbeit angeboten haben, wurde gemunkelt. Genannt wird dabei die marktradikale und rechtsoffene „Partei der Vernunft“ (PdV) und die „Freien Wähler“. Dies erscheint glaubwürdig, da einem Blog zufolge Jan Czada, einer der Landesbeauftragten für Baden-Württemberg, auch weiteren Kleinstparteien wie den„Republikanern“ (REP) und der „Deutsche Konservative Partei“ einen gemeinsamen Wahlantritt angeboten haben soll. Jan Czada wird im Impressum des Blogs als Herausgeber aufgeführt.

„Eine Veränderung wird aber vermutlich nicht durch eine einzelne Kleinpartei kommen, sondern nur durch eine neue Bürgerbewegung breiter gesellschaftlicher Schichten. Eine solche bräuchten wir auch auf dem Wahlzettel!“

Von der „Freiheit“ zur AfD

Jens Eckleben, ehemaliger Hamburger Landesvorsitzende der kulturrassistischen Partei „Die Freiheit“, ist Landesbeauftragter für Hamburg der „Wahlalternative 2013“ und Mitglied der „AfD“. Auf seinen YouTube-Kanal stößt man auf „Historisches Liedgut aus dem 19. Jahrhundert – Interpret: Frank Rennicke“, Verschwörungstheorien, Videos der „Freiheit“ sowie auf den Soundtrack der „Identitären Bewegung“. Er ist nicht der einzige der aus islamfeindlichen Grüppchen zur neuen Partei gestoßen ist.

Als weder links noch rechts stellte die stellvertretende Sprecherin Frauke Petry ihre Partei auf der Berliner Pressekonferenz vor. Dies behaupten die „Identitären“ allerdings auch von sich.

Populistisch gegen Euro

„Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes“, verkündet die AfD auf ihrer Homepage. Deutschland bräuchte den Euro nicht. Gefordert wird die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Auch die Wiedereinführung der DM soll kein Tabu sein. Ansonsten ist man noch irgendwie für direkte Demokratie und gegen die sogenannten Euro-Parteien. Dieses knappe Programm zieht auch im verschwörungsideologischen und antisemitischen Spektrum. Deren Medien wie “ikNews” oder die Website eines “ASR-Stammtisches” sind voller Lob.

Widerspruch bekommt Lucke dagegen von renommierten Ökonomen wie Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und Thomas Straubhaar, dem Direktor und Sprecher der Geschäftsführung des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI). „Die Gefahr liegt in der Verrohung der Politik“, sagte der Politikwissenschaftler Alexander Häusler über den Anti-Euro-Populismus im Gespräch mit tagesschau.de.

Die Parteijugend

Wohin die Reise geht, zeigte die Parteijugend, die wohl noch weitestgehend ohne Parteijugend ist. Denn für ihr Titelfoto auf Facebook musste – nach Angaben der Seitenadmins – erst ein Foto mit jungen Leuten erworben werden. Auf dem Bild ist unter anderem ein junger schwarzer Mann zu sehen.

Nach wenigen Minuten folgt der erste rassistische Kommentar dazu, dessen völkischer Rassismus zwar von den Seitenadmins nicht übernommen wurde, dafür aber eine neurechte-ethnopluralistische Stellungnahme zu diesem gepostet:

„Auch dass er kein echter Deutscher ist, steht aus der Frage. Aber wollen wir in Deutschland nur echte Deutsche, oder auch gut integrierte Ausländer?!“
„Auch dass er kein echter Deutscher ist, steht aus der Frage. Aber wollen wir in Deutschland nur echte Deutsche, oder auch gut integrierte Ausländer?!“

Als ein Vorbild nahm sich die Jugend der „Alternative für Deutschland“ bei Facebook übrigens den österreichischen Politiker „HC Strache“, seines Zeichens Chef der rechtspopulistischen FPÖ.

Sarrazin als Vorbild

Einige Fragen, die bei der Berliner Pressekonferenz nur ausweichend oder nicht beantwortet wurden, lassen sich hingegen mit einem Blick ins Partei-Wiki beantworten:

„Eine Gefahr entsteht nur dann, wenn fremde Völker mit ihren Kulturen in unser Land kommen und wir gleichzeitig immer weniger werden.“ Sarrazin warnt vor einer neuen Massenzuwanderung durch „Fachkräfte“, denn die würde langfristig die gleichen unlösbaren Probleme in unser Land bringen wie die Massenzuwanderung aus der Türkei im vorigen Jahrhundert. […] Dieses Thema brennt den Leuten – wie man seit dem Verkaufserfolg von „Deutschland schafft sich ab“ weiß – massivst unter den Nägeln. Keine Partei jedoch nimmt sich dieser Problematik aufrichtig an.“

Wahlchancen?

Wahlforscher sehen die Anti-Euro-Partei – trotz eines vorhandenen Stimmenpotenzials im zweistelligen Bereich – noch bei etwa 0,9 Prozent. Dies entspricht etwa dem Wahlergebnis der Partei „Pro DM“ bei der Bundestagswahl 1998. Bei der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar diesen Jahres, trat die „Wahlalternative 2013“ zusammen mit den „Freien Wählern“ an und erreichte aus dem Stand heraus 1,1 Prozent der Wählerstimmen.

Siehe auch: Rechtsjugend für DeutschlandRechtspopulisten gegen EuropaEs distanziert sich, was zusammengehörtTrotz brauner Bremsspur in den Bundestag?Nachgemachter PR-CoupÜber Stammtischökonomen und “Volksverräter”,National-chauvinistische RückbesinnungAttacke auf den SozialstaatWeitere Meldungen zur Wirtschaft

32 Kommentare zu „AfD: Professorenpartei als rechtspopulistische Sammelbewegung?

  1. Quote-Mining vom Feinsten. Dass sich auf der gleichen, von Ihnen zitierten Wiki-Page der AfD/WA2013 als Auftakt diese Worte finden lassen – verschweigen Sie lieber:

    „Es ist eine Tragödie, dass in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland menschliches Potential durch ein mangelhaftes Bildungssystem brach liegt. Dies gilt besonders auch für die Integrationspolitik – in diesem Bereich muss endlich ernsthaft investiert werden, um unseren nach Deutschland migrierten Mitbürger eine volle Beteiligung und einen Beitrag an der hohen Produktivität unseres Landes zu ermöglichen.“

    Mal abgesehen von den Titeln der Main-Stream-Presse, auf die linke Blogs ja vor allem gerne zurückgreifen, wenn mal wieder „die Chaoten Berlin/Hamburg verwüstet haben“ – wird hier kaum Substantielles geliefert.

    Geschickt machen Sie aus einer Frage eine Suggestion, die sich zusammen mit den übrigen Mutmaßungen Ihres Artikels zu einem Gesamteindruck verdichten soll. Aber wie wird aus der Erwähnung des Namens Sarrazins und der Erkenntnis, dass dessen Buch auf große Resonanz in der deutschen Bevölkerung gestoßenn ist – „Sarrazin als Vorbild“?

    Jeder, der die öffentliche Debatte um Sarrazin mitverfolgt hat, weiß dass das Echo groß war. Will man nun, wie die AfD offensichtlich beabsichtigt, Bürgernähe wieder in die Politik einführen, dann führt wohl kaum ein Weg daran vorbei die Ursachen dieser breiten Zustimmung für Sarrazin zu analysieren und diese so zu bedienen, dass sowohl Migranten als „Natives“ sich in diesem Land zusammen wohl fühl können und zukünftigen Problmen durch eine überarbeitete Einwanderungspolitik vorgebeugt werden.

    Lucke hat bereits zu der Vermutung man hätte die REPs zur Kooperation eingeladen, Stellung bezogen und zwar mit einem klaren Dementi. Die PdV habe man kontaktiert. Wer sich nun allerdings einmal die Mühe macht, Kants Leitspruch der Aufklärung zu folgen, sollte alsbald feststellen, dass man bei der PdV einige durchaus streitbare und zugegebenermaßen unpopuläre wirtschaftliche Ideen finden kann, wie bei einer bekennend libertären Partei nicht anders zu erwarten – allerdings nichts entdecken wird, was diese Partei entweder „neurechts“ oder „rechtsoffen“ macht.

    Ich rate den Schreiberling_innen dieses Blogs sich einmal eingehender mit der Geschichte des politischen Liberalismus und des Libertarismus auseinander zu setzen und zu überprüfen in welchem Verhältnis diese zur Gründung und Fortdauer der westlichen Demokratie beigetragen haben. Soviel kann ich schon verraten: es war ein wenig mehr als die Sozialdemokratie, die ja bekanntermaßen erst noch die kommunistische Revolution aus ihrem Programm streichen musste um in der BRD anzukommen.

    Dass bei Facebook umnachtete Gestalten auftauchen, die eine neue Partei entweder für sich zu vereinnahmen oder (vielleicht auch im Auftrag des politischen Gegners) zu diskreditieren versuchen – sollte Sie als medien-erfahrenen Autor wohl kaum wundern. Wenn ich mir nun einen Facebook-Account machen sollte und mit dem Partei-Emblem der Grünen völkisch-nationale Bio-Propaganda verbreite – würden Sie dies auch mit einem Absatz in Ihrem nächsten Artikel ehren?

    Die anderen Argumente entbehren jeder Grundlage und funktionieren nur mit politischem Tagging: „Die AfD fordert etwas, was die Rechten gut finden. Also scheinen sie mit denen unter einer Decke zu stecken.“ Dass sich aber gute Teile des – zugegebenermaßen noch bescheidenen – Wahlprogramms der AfD sich genau mit Foderungen der Linken decken und diese in Illners Talkshow auch noch offenen Zuspruch von Lafontaine erhalten haben, wird an dieser Stelle gekonnt verschwiegen.

    Da ich selbst kein Mitglied dieser neuen Partei bin, freut es mich natürlich, kritische Berichterstattung zu sehen, die mir hilft mir selbst ein Urteil über die Wählbarkeit der sich selbst als Alternative darstellenden Partei zu machen. Doch würde es mich gar noch mehr freuen, würden die Kritiker dabei ihre Redlichkeit bewahren und nicht nur Nebelkerzen verschießen. Das würde die Diskussion nicht nur auf ein demokratisches Niveau heben – sondern auch die Entscheidung, ob man dieser Partei eine Chance gibt, deutlich vereinfachen.

    Doch leider speisen sich viele Artikel aus dem linken Lager zu häufig aus Buzz-Word-Listen, Mutmaßungen um Einzelpersonen, damit einhergehender Unterstellung sowie Zwecks der Diskreditierung erfundenem Neusprechs. Das hilft weder der Wahrheitsfindung – noch hilft es Ihnen Ihr Publikum zu erweitern. Aber das scheint auch kaum die Absicht zu sein. „Preaching to the choir“ ist leider zu oft das Programm.

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  2. @Wahlbeobachter
    „Dass sich auf der gleichen, von Ihnen zitierten Wiki-Page der AfD/WA2013 als Auftakt diese Worte finden lassen – verschweigen Sie lieber:“
    Und diese verschweigen Sie:
    „Der wirtschaftliche Nutzen, den die Zuwanderung bis heute erbracht hat, war minimal und temporär. Die massive, sich bis heute verstärkende Belastung für die sozialen Netze ist unvergleichlich viel höher, die sozialen und kulturellen Umwälzungen infolge der Massenimmigration sind massiv, dauerhaft und bedrohen die Zukunft unserer Kinder mindestens so stark wie die Schulden- und Währungskrise. (…)
    Probleme machen überwiegend Zuwanderer aus islamischen Gesellschaften. Zuwanderer aus beispielsweise europäischen Ländern würden eine Integrationspolitik nicht einmal erforderlich machen. (…)
    Bei der Auswahl von Zuwanderern muss folglich differenziert vorgegangen werden und neben der fachlichen Qualifikationen auch darauf geachtet werden, welche Einwanderergruppen in den Wertekanon des Aufnahmelandes passen. An den Opferzahlen der durch Migranten verübten Verbrechen an der einheimischen Bevölkerung ist ebenso zu messen, welche rechtlichen Maßnahmen die Integrationspolitik flankieren müssen wie an der durch Studien belegten Tatsache, dass jeder vierte junge Muslim Integration ablehnt und aktuell 46% der Migranten auf eine muslimische Bevölkerungsmehrheit hoffen.“

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  3. @Wahlbeobachter

    Wenn eine Organisation als Admin schreibt, ist es etwas anderes als ein einfacher User.

    Wie weit rechts offen die PdV ist, finden Sie hier:

    http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2013/03/11/pdv-alternative-fuer-deutschland-und-der-holocaust/

    Den klei­nen Spare­rIn­nen in Zy­pern soll ihr An­ge­spar­tes tei­lent­eig­net wer­den – auf Druck der deut­schen Bun­des­re­gie­rung. Wäh­rend sich so­li­da­risch den­ken­de Geg­ne­rIn­nen der ak­tu­el­len EU-Po­li­tik über den ver­such­ten Raub an den auf Zy­pern le­ben­den Men­schen em­pö­ren und sich mit ihnen so­li­da­risch er­klä­ren, zeigt die eu­rof­eind­li­che Par­tei „Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land“ ihr kal­tes, das Ei­gen­tum der Ha­ben­den ver­tei­di­gen­de Ant­litz. Sie ver­sucht po­pu­lis­tisch deutsch-na­tio­na­le Pa­ro­len zu schü­ren: „Wie be­fürch­tet, hat man sich Brüs­sel heute Nacht auf Mil­li­ar­den­trans­fers nach Zy­pern „ge­ei­nigt“ – Geld, das so­fort in das ma­ro­de zy­prio­ti­sche Ban­ken­sys­tem fließt“ schreibt die AfD auf ihrer FB-Sei­te.

    http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2013/03/19/neoliberalsimus-marktfundamentalismus-sind-keine-alternative-fuer-deutschland-zypern/

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  4. Also ich werde im September auf jedenfall die ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND wählen,denn bei der CDU/CSU FDP SPD und besonders bei den GRÜNEN ist das problem,wenn man mit deren politik nicht einverstanden ist und eine andere Meinung hat,holen diese Parteien ihre immer gleiche unterstellung aus dem sack und zwar ihre Nazikeule.Jeder der nicht deren meinung ist,ist für sie ein Nazi.Linksfaschisten und Antifa gehören genauso verboten und Claudia Roth ihre Deutschland feindlichkeit ist auch jedem bekannt und für mich ist Sie auch ein Nazi und um es auf dem punkt zu bringen die Nazis im jahre 2013 in Deutschland sind CDU/CSU FDP SPD GRÜNE und die deutsche Presse sollte lieber wieder mal richtige Arbeit abgeben und nix verschleiern und mit lügen irgendwelche Tatsachen verdrehen nur weil es den Einheitsparteien nicht in den kram passt. PS. ich bin kein Nazi aber ein Bürger der mit dem handeln unser Einheitsparteien nicht einverstanden bin

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  5. ich zitiere aus obiger Einleitung: … „Aktivisten aus einem breiten verschwörungsideologischen, rechtsliberalen und kulturrassistischen Spektrum“ …

    Was für ein Schwachsinn!!!

    Ich weiss nicht, welcher Drogenkonsum zu solchen Wortschöpfungen führt, aber ich empfehle dringend, das Zeug abzusetzen!

    Zumal diese Einleitung die inhaltliche Richtung des nachfolgenden Textes vermuten lässt und daher die Lektüre reine Zeitverschwendung wäre. Ein sachlicher, inhaltlich korrekter Text ist nicht zu erwarten.

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  6. Klaus Ehrlich:
    Bitte keine Legenden verbreiten. Zyperns Geschäftsmodell bestand u.a. in einem Zins-Schneeballsystem (es wurde jetzt noch 4,5% (!) Zinsen gezahlt- wo gibt es so etwas ?)- davon haben auch die Kleinsparer Zyperns profitiert und u.a. deshalb ist das Land jetzt PLEITE. Schneeballsysteme funktionieren nunmal nicht.
    Die EU wollte knapp 10 Milliarden geben (mit geringer Chance das Geld, UNSER Geld, jemals wiederzusehen), Zypern sollte 5,8 Milliarden beisteuern. Wie Zypern das macht hängt von Zypern ab- da muss ich Merkel und Schäuble mal in Schutz nehmen.
    Zypern hätte das Geld auch von den großen Fischen allein nehmen können, wollte diese aber nicht verprellen. Daher hat Zypern die Beteiligung der Kleinsparer eingeführt.Übrigens hat Zypern 12,5 % Unternehmensteuern- es war und ist ein Steueroase, die andere produktive Länder um ihre Steuern geprellt hat.

    Es gab heute in Nikosia Nazibärte auf Merkelbildern und auf Schießscheiben. Deshalb wäre ich dafür KEINEN CENT nach Zypern zu geben- schon aus Gründen der Selbstachtung unseres Landes.
    Zypern gehört nicht in Eurozone und sollte austreten.

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  7. Ach, wir wissen doch schon lange dass das bürgerliche Lager nicht besonders gut ist darin, sich zu spalten. Von daher halte ich die AfD für keine große Sache.

    Allerdings heißt das eben auch, dass sie kaum bürgerliche, moderate Konservative rekrutieren kann, nicht bei einer CDU mit 40+%. Da bleibt eher das feine, rechtspopulistische, wenn nicht rechtsextreme, Publikum übrig.

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  8. @15 (belinda):

    vielen dank für ihren aufschlussreichen kommentar.

    sie bemühen allerdings das falsche rechtsgut. was sie in anspruch nehmen zu wollen scheinen, ist ein recht auf widerspruchsfreiheit das es in der bundesrepublik so nicht gibt. meinungsfreiheit muss sich auch kritischem werturteil stellen.

    anspruch auf zustimmung ist mit dem verweis auf das recht, käse zu äußern nicht durchsetzbar. finden sie bitte jemand anders, der ihnen diesen wunsch erfüllen möchte. mir kommt der eher kindlich vor.

    .~.

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  9. Zitat aus obiger Einleitung: … “Aktivisten aus einem breiten verschwörungsideologischen, rechtsliberalen und kulturrassistischen Spektrum” …
    Das ist Unsinn. Ich habe über die Partei nachgeforscht und nichts dergleichen gefunden!
    Außerdem brauchen wir in Deutschland endlich eine Partei die die Eurokritiker vertritt und ihnen Gehör verschafft!
    Daher wähle ich bei den Bundestagswahlen entweder die „Alternative für Deutschland“ oder die „Deutsche Konservative Partei“.
    Beide sind gut und eurokritisch 🙂

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  10. Das Vertreten von Doppelmoral ist bei den Linksradikalen und Antideutschen wohl echt zur Mode gekommen, so wie es dieser „Beitrag“ hier vermuten lässt.
    Alles was man nicht versteht, was patriotisch ist, zu Deutschland steht oder für Deutschland kämpft ist ein Nazi. Es sind Rechtsradikale an jeder Ecke bla bla bla. Lasst mal lieber das Kiffen aus dem Kopf ihr treulosen Hippies, dann lassen auch die Paranoia nach und man sieht nicht mehr den Teufel an jeder Ecke. Man ist dann auch wieder dazu in der Lage Zusammenhänge zu erkennen und in die Realität zurückzukehren.
    Die Linken kloppen seit Jahren auf die kleinste Randgruppe in Deutschland ein und jetzt ziehen sie weitere Kreise. 1.400 Linke gegen 200 Rechte, das ist das heutige Verhältnis. Und weil den Linken das Opfer fehlt, muss ein Ersatzopfer her. So wird eben jeder zum Nazi erklärt, der sich über Ausländergewalt aufregt, oder Deutschland dafür bewundert was dieses Land, trotz der totalen Vernichtung, in den letzen 60 Jahren geschaffen hat.
    Radikalismus, ob Links, oder Rechts, ist Radikalismus. Wer wirklich denkt damit weiter zu kommen, ist in meinen Augen ein primitiver Spast der sich mit Gewalt statt mit Worten durchsetzen muss. Und es gibt weitaus mehr Linksradikale als Rechtsradikale in diesem Land.

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  11. Kurzer Nachrtrag zum Kommentar ganz oben:

    Zwar sehe ich noch immer keinen großen rechts*radikalen* Einfluss bei der AfD. Allerdings sollte man sich – so man denn vorhat, diese zu wählen – mit den wirtschaftspolitischen Hintergründen dieser noch zu gründenden Partei auseinander setzen, wenn man nicht plötzlich in einem Land leben möchte, in dem man vor sozialer Kälte erstarrt und in dem – entgegen dem Parteiprogramm der AfD – Lobbyisten und wirtschaftliche Machtinteressen, die wenigen verbleibenden Freiheiten der Bürger verdrängen.

    Als Lektüre-Empfehlung:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=16524

    Man sollte sich dann auch die Mühe machen, den einzelnen Links zu folgen und die entsprechenden Beitrage auch wirklich zu lesen.

    So gut ich die Empörung und die Verzweiflung der vielen Leute, die sich der AfD zuwenden nachvollziehen kann, so sehr muss ich an dieser Stelle davor warnen, sich auf deren Rattenfänger-Liedchen einzulassen.

    Wenn ihr „den kleinen Mann/die kleine Frau“ stärken und schützen wollt ist dies die falsche Wahl. Und da die meisten, die sich so nach einer Alternative sehnen wohl in diesem Mileu zu verorten sind, rate ich zu einer genauen Prüfung der Hintergründe.

    Vermutlich sind diese wesentlich besser damit bedient die Linke oder die Piraten zu wählen. Auch wenn dann der Euro nicht direkt verschwindet. Das würde er mit der AfD genauso wenig. Die Krise ist da. Die Frage ist, wie man die Bevölkerung vor ihren Folgen schützt.

    Also, Leute: *Lest* auch bitte Partei-Programme anderer Parteien – und recherchiert deren Hintergründe gründlich. Und da ihr euch ja dagegen verwehrt euch für dumm verkaufen zu lassen – schaut auch vielleicht einmal nach den anderen Parteien, die in den Medien traditionell schlecht abschneiden. Und damit meine ich *nicht* die NPD. 😉

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