Die Protokolle des Weisen von Oslo

Er ist zweifach promoviert, besitzt neun Ehrendoktortitel, ist Träger des Alternativen Nobelpreises, und es dürfte keinen Soziologiestudenten geben, der ihn nicht kennt: der Norweger Johan Galtung, 81, Begründer der Friedens- und Konfliktforschung. Doch nun hat sich die World Peace Academy (WPA) in der Schweiz, die mit der Universität Basel zusammenarbeitet, von Galtung getrennt – wegen »unsorgfältiger und verletzender Äußerungen zu Fragen, die speziell für Juden sensibel sind«, wie es in einer Mitteilung heißt.

Von Martin Krauss, zuerst veröffentlicht in der Jüdischen Allgemeinen, mit freundlicher Genehmigung übernommen

Galtung soll gesagt haben, es sei möglich, dass der Mossad den norwegischen Attentäter Anders Breivik geführt habe. So berichtete es Ende 2011 das norwegische Onlineportal humanist.no, wo Galtung auch gleich einen Antwortartikel schrieb. Der israelischen Tageszeitung Haaretz gab Galtung Ende April ein E-Mail-Interview. Dort sagte er, der Massenmörder Breivik habe zu einer Freimaurerloge Kontakt, »die jüdische Wurzeln hat«. In dem erwähnten Antwortartikel Galtungs auf der Website humanist.no schreibt der Solzialwissenschaftler, es könne ja wohl kaum ein Zufall sein, dass Breiviks Tat an einem 22. Juli stattfand – so wie 1946 der Anschlag der jüdischen Untergrundgruppe Etzel auf das King-David-Hotel in Jerusalem.

In Haaretz wurden außerdem Galtungs Worte wiedergegeben, dass Auschwitz zwar sehr schlimm gewesen sei, aber es sei auch »nicht unproblematisch« gewesen, »dass Juden damals Schlüsselpositionen in der Gesellschaft innehatten, die durch die Niederlage von Versailles gedemütigt wurde«. Die Zeitung zitierte Galtung auch mit dem Satz, man könne die Protokolle der Weisen von Zion nicht lesen, ohne »an Goldman Sachs zu denken«, jene Investmentbank, die weltweit mit Wertpapieren und Hedgefonds handelt.

Ferner schrieb Galtung auf humanist.no: »Juden gehören 96 Prozent der US-Medien.« Im März 2012 veröffentlichte Galtung auf der Website seines »Transcend«-Instituts Thesen zum Syrien-Konflikt. Da heißt es zum Thema einer möglichen humanitären Intervention des Westens: »Die USA möchten, was Israel möchte.«

Johan Galtung im Mai 2011 am 41. St. Gallen Symposium an der Universität St. Gallen (International Students’ Committee)
Johan Galtung im Mai 2011 am 41. St. Gallen Symposium an der Universität St. Gallen (International Students’ Committee)

Ganz neu sind Antisemitismusvorwürfe gegen Galtung nicht. Schon im Januar 1987 hatte die deutsche Zeitschrift »links« unter der Überschrift »SDI als jüdische Weltverschwörung« Galtung angegriffen. Er hatte das damals umstrittene militärische Weltraumprojekt der USA als »Technik des Alten Testaments« gedeutet; die Raketen wirkten wie der »Finger Gottes«, und 70 Prozent der an SDI beteiligten Wissenschaftler seien Juden.

Druck Zu einem Telefoninterview war der Friedensforscher laut Aussage seines Büros nicht bereit, nur in einem persönlichen Hintergrundgespräch wolle er alles erklären. In einem Schreiben an die World Peace Academy kommentiert er seine Suspendierung so: »Ich bin in keiner Weise antisemitisch, bin es nie gewesen und werde es nie sein. Dies ist eine Konstruktion einiger Medien.«

Unterdessen werfen Unterstützer Galtungs wie Dietrich Fischer, scheidender Akademischer Direktor der WPA, dem Friedensforschungsinstitut vor, nur auf »furchtbaren, ungerechten Druck gewisser Organisationen« gehandelt zu haben, als es Galtung suspendierte.

Der Schweizerische Israelische Gemeindebund (SIG) hatte die WPA gebeten, sich von Galtung zu trennen. SIG-Vertreter Patrick Studer erklärte: »Es gibt keine Zweifel, dass Galtungs umstrittene Thesen zum Holocaust und über Juden antisemitisch sind.« Er selbst, so Studer in der Zeitung »Tageswoche«, habe sich Galtungs Vorträge angehört, da habe er seine Aussagen »eins zu eins« wiederholt. Galtung, so ist nun zu hören, will mit WPA-Dozenten und Studenten eine neue Friedensakademie gründen.

Alle Meldungen aus der Rubrik Antisemitismus.

11 Kommentare zu „Die Protokolle des Weisen von Oslo

  1. Für mich persönlich ist der Inhalt ein Symptom für ein Bedürfnis vieler Menschen alten Männern ein Mikrofon hinzuhalten in der Hoffnung, dass sie etwas bedeutsames, massgebliches und unwiderlegbares von sich geben, weil sie sich selbst für viel zu wichtig halten. Wäre es nicht Zeit, sich davon zu lösen, immer diesen „Weisen“ so viel Wert beizumessen? (Schmidt, Grass, usw.)

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  2. „Ich bin nicht überrascht. Hass auf Israel, die USA und Juden war schon immer der ideologische Kit der Friedensbewegung.“

    …selbt im Freundeskreis beobachtet und diskutiert: die übersichtliche Freund-Feind-Kennung der Friedensbewegten.

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  3. Entweder hat Herr Galtung sehr aufmerksam Hitlers „Mein Kampf“ oder besagte zionistische Protokolle gelesen. Beides ist meines Wissens in Norwegen legal zu erwerben. In „Mein Kampf“ liest man beispielsweise: „Daß die sozialdemokratische Presse überwiegend von Juden geleitet war, lernte ich allmählich kennen; allein, ich schrieb diesem Umstande keine besondere Bedeutung zu, lagen doch die Verhältnisse bei den anderen Zeitungen genau so.“

    Anlässlich der letzten antisemitischen Rede Ahmadinejads zum Al-Quds-Tag, hat A.J. Weberman diese und andere Reden mit Zitaten von Nationalsozialisten verglichen. – Sehr lesenswert …

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  4. Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Folgende ist 100% zum Punkt. Und 100% kein Spam. Den von Ihnen angegebenen Kriterien entspricht mein unvermeidbar langes Posting also doppelt. Ich hoffe sie respektieren den Wettbewerb der Informationen und die Meinungsfreiheit auch im Netz.

    Ich leite Ihnen diese Inhalte also mit der ernsthaften Bitte weiter, erst nach einer angemessenen Auseinandersetzung mit den gesamten Hintergründen, die von der Jüdischen Allgemeinen verbreiteten verleumderischen Antisemitismusvorwürfe gegen Prof. Galtung zu posten. Dass sie den Artikel “Die Protokolle des weisen von Oslo” auf Ihre Website posten ist verständlich. Das hätte ich auch getan, jedenfalls bis ich mich selbst mit dem Zusammenhängen in Norwegen und der Schweiz auseinandergesetzt habe. Es handelt sich hier um eine Angelegenheit der intellektuellen Redlichkeit und journalistischer Sorgfaltspflicht.

    Spätestens nach der Grass Geschichte und dem darauffolgenden Spiegel-Artikel über die tatsächliche atomare Bewaffnung israelischer U-Boote, dürfte klar geworden sein,dass der Antisemitismus-Vorwurf auch politisch instrumentalisiert werden kann, um berechtigte Kritik an Israel zu stigmatisieren. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit speziell gegen Juden gibt. Diese ist wie alle Formen des Rassismus abzulehnen. Doch es gilt wie überall die Differenzierungspflicht, vor allem bei derart sensiblen Themen.

    Das Folgende ist zur Kenntnisnahme an die Redaktion der Jüdischen Allgemeinen geschickt worden. Die Differenzierungslastigkeit des Themas ist erdrückend. Entsprechend darf diesem oberflächlichen Artikel der Jüdischen Allgemeinen dieser Hintergrundartikel durchaus zur Seite gestellt werden.

    Der Artikel der Jüdischen Allgemeinen schlägt mit dem Titel “Die Protokolle des Weisen von Oslo” haargenau in dieselbe Kerbe wie all die verleumderischen und anprangernden Artikel davor ohne auch nur mit einem Wort auf den Kontext der Zitate und des Streitgesprächs mit John Faerseth einzugehen.

    Gleich zu Beginn teile ich also mit Ihnen diese Geschmacklosigkeit aus dem Twitter Archiv: http://twitter.com/JohnFaerseth/status/197032775042342912

    Und dieser Mensch ist derjenige dem wir wirklich abnehmen sollen, dass er ein aufrichtiges Interesse daran haben soll ein antisemitisches Vergehen aufzudecken? Mit Verlaub, auf dieser Art Humanist, der den Hitler Gruß twittert müssen wir verzichten.

    Der Artikel der Jüdischen Allgemeinen ist auf dem Mist des Autoren dieses tweets gewachsen. John Faerseth ist der Mann, der diese Antisemitismus-Lawine aus noch unersichtlichen Motiven auf Galtung hat herunterpurzeln lassen. Was ihn dazu bewogen haben könnte legitime jüdische Sensibilitäten in seinem persönlichen Kleinkrieg gegen Galtung zu instrumentalisieren, ist ebenfalls noch nicht Gegenstand der journalistischen Recherche geworden. Was man durch bloßes Googlen herausfindet ist teilweise surreal. Aber das ist ein Nebenschauplatz.

    Galtungs frühere Äußerungen über Aspekte der Operation Samson als antisemitisch anzuführen, ist nicht wirklich fair von der Jüdischen Allgemeinen. Aber sas steht ihnen frei zu suggerieren, auch wenn das ziemlich krass und verfälschend ist. Dann gibt es noch die Unwahrheit in dem Artikel der Jüdischen Allgemeinen, in der Formulierung “gebeten”.

    Der Mensch heißt Stegemann und er hat nicht gebeten, sondern gedroht. Fragen sie bei der World Peace Academy in Basel nach, die werden es ihnen bestätigen. Er und einige mit ihm haben der Leitung der World Peace Academy gedroht, dafür zu sorgen, dass die Universität Basel ihr die Akkreditierung für M.A Zertifikate entzieht. Er hat letztlich in der angeblichen Anwaltschaft globaler jüdischer Interessen, einer unabhängigen wissenschaftlichen Einrichtung sichtlich wirksam damit gedroht ihr den Garaus zu machen. Dass die WPA dann aus existenzieller Angst einlenkt und sich durch die Suspendierung ihres Mitbegründers öffentlich blamiert und sich den Unmut ihrer Studierenden zuzieht, liegt weniger daran, dass Sie freundlich darum “gebeten” wurde, als daran, dass ihr massiv und in einer fragwürdigen Weise gedroht wurde. Rufen Sie dort an und finden Sie heraus, ob sie “gebeten” wurden. Natürlich bedeutet das, dass die akademische Freiheit damit politisch durch einzelne Interessengruppen eingeschränkt wurde. Eine eindeutig problematische Form der Einflussnahme, finden sie nicht auch? Ein Skandalum? Ein Politikum? Wer soll das schon beurteilen? Pierre und Catherine Brunner, Gründer und Gründerin der WPA werden der Jüdischen Allgemeinen mit Sicherheit nicht erzählt haben, dass sie “gebeten” worden seien. Galtung zu suspendieren.

    Nehmen Sie sich bitte die Zeit, das untenstehende zu sondieren und natürlich auch zu überprüfen. Die untenstehende Mail zirkuliert unter den 90 Arbeitgebern-Mitgliedern-Mitarbeitern-Angestellten-Studenten-Freunden der WPA. Die Arbeitssprache der WPA ist Englisch entsprechend ist das untenstehend im englischen gehalten. Es steht dem Internet frei das geschriebene ins Deutsche zu übersetzen. Ich bin inzwischen das viele Schreiben Leid. Da Sie dieses Thema auf Ihre Website verfasst haben, leite ich Ihnen diese Hintergründe weiter.

    Aufrichtig,
    Lieselotte Seplmeir

    Zu den Hintergründen des Antisemitismusvorwurfs gegen Galtung

    In Dubio Pro Galtung – Missing Points in this Galtung-Debate

    find below some information you are not likely to find in the press about the on-going discussion on Prof. Galtung. Obviously some media has decided to disable the principle of audiatur et altera pars in this matter so gathering this information was difficult.

    Yes indeed, there are accusations that arose in Norway after Prof. Galtung gave a lecture in front of an audience of 1000 to 1200 individuals in October 2011.

    The following is a reconstruction of the context and substance of that lecture which has systematically been omitted by the three journalists (Mr. Faerseth, Mr. Soderlind, Mr. Adaret)who started this WPA fiasco.

    The past body of work of these three journalists exhibits much knowledge of medieval history, occult satanic practices, U.S and European right wing conspiracy theories and Eastern-European Jewish history but unsurprisingly little knowledge about nonviolence, international relations or geopolitics. Their interpretative bias becomes more understandable if not self-explanatory.

    Be that as it may, the core accusations are false and indicative of a troubling lack of journalistic prudence. Independent research and source validation has been rather weak if not absent on their side. As the 1000+ people who attended that lecture can easily testify, the subject matter of that lecture was Breivik, his compendium, his idiosyncrasies, his political philosophy and Norwegian society’s options in coming to grips with Breivik’s gruesome act of violence.

    Here is an executive summary of what follows:

    First of all, Prof. Galtung never blamed Jewish people for the Shoa. He never did & never will! Find out for yourself in the elaborated points below.

    Secondly, Prof. Galtung never recommended or promoted the protocols. Never did & never will! Find out for yourself in the elaborated points below.

    Thirdly, during WWII, Prof. Galtung’s father was imprisoned in the Norwegian concentration camp “GRINI” because indeed Galtung’s entire family (parents and siblings) were involved in the organized resistance against Quisling’s support for the Nazi invasion. 13 year old Galtung was a runner tasked with transporting tactical messages from one resistance-cell to the other. To call him a Nazi is utterly uninformed – and that is putting it politely. Yes: Norway was full of anti-Semitic collaborators, but specifically Galtung’s family was too involved with the resistance against the vicious Nazi occupation for “Humanist”, Ha’aretz et al. to ignore this rather important detail. They have produced very shallow journalism indeed.

    One would think that a discerning journalist would see the biographical link between the trauma of suffering Hitler’s brutality and the conclusive drive to create a new academic discipline called “Peace and Conflict Studies” inspired by Gandhi. Indeed Prof. Galtung’s main concern as an academic has been and remains sociological research in order to prevent the eruption of all forms of direct violence including massive category killings such as genocides. This purpose of his work has been known since he founded the academic discipline of Peace Studies in the year 1957, at the age of 27, just 12 years after the end of WWII. With over 500 institutes for peace and conflict studies operative in the world right now, this point about Galtung’s biography should be known and clear enough for people to refrain from associating him with Nazis and anti-Semites.

    With these basic points clarified, the following can be read as a respectful and substantiated response to the emotional emails, numerous death threats and invectives directed at Prof. Galtung in the wake of Faerseth’s and Soderlind’s vilification campaign. As mentioned earlier, the subject of the lecture was Breivik’s idiosyncrasies and Breivik’s political philosophy and was about ways to overcome the aftermath of his violent act. You can find Prof. Galtung’s final position on Breivik here:

    1: Breivik a victim of collective psychosis: http://www.transcend.org/tms/2012/06/breivik-a-victim-of-collective-psychosis-i/

    2: Breivik Living in the historical present: http://www.transcend.org/tms/2012/06/breivik-living-in-the-historical-present-part-ii/

    3: Breivik a part of norwegian reality: http://www.transcend.org/tms/2012/07/breivik-a-part-of-norwegian-reality-part-iii/

    Now the 5 core points made by Prof. Galtung during that lecture:

    1: Prof. Galtung asked how come that the Norwegian secret police PST – in line with a request initially filed by the CIA – , put him, a fundamental opponent of violence and an internationally known public proponent of Ghandian Constructive Nonviolence known for his staunch criticism of both western-capitalism and soviet-socialism (both capable of destroying planet earth several times over) on a watch-list for 30 years straight, but totally failed to put a murderer and racist like Breivik under surveillance. After all Breivik is a man with a mind clearly in favour of brutal violence as a politically legitimate means which is precisely what Prof. Galtung has opposed all his life. Anyway, Prof. Galtung went on to ask whether the PST would be willing to investigate its own ranks and its own methods considering the fatal failure to predict the mass murder committed by Breivik. Prof. Galtung also pointed out that the security-branch in Norway (and Germany for that matter) is stupefyingly blind on the right eye and fantastically imaginative on the left eye. With the weird German NSU case becoming more and more obnoxious, wouldn’t one think that there may be something to this point raised by Prof. Galtung?

    2: At the time of the massacre, the Herald Tribune mused that it was a bunch of Islamists behind the attacks in Oslo and Utoya. This was before anything empirical was known. Prof. Galtung pointed out, that his intuition-inclination at that early stage was that this may be blowback from Afghanistan or Libya where Norway was involved in illegitimate and spurious NATO operations incessantly und illegitimately killing Muslims by the thousands. And he made a point which has been very unpopular in Norway: “Could it be that Afghans and Libyans dislike NATO bombings and NATO snipers just as much as we Norwegians dislike Breiviks bombing of our politicians and shooting at our kids?” His point being that Breivik at the societal level and NATO at the state level pursued political aims through the administration of massive and lethal violence bypassing deliberative and democratic procedures. In fact Prof. Galtung has been of the opinion for at least 60 years now, that democracies should apply the same humanistic standards in their foreign policy that they abide to when dealing with their constituents. Interestingly, neither Faerseth, nor Soderlind nor Adaret picked up any of this.

    3:The masonic lodge of Oslo only suspended Breivik’s membership after the Utoya massacre. Stante pede, but noticeably post factum. Prof. Galtung, with the Bologna P2 lodge and the assassination of 85 people & 200 injured bystanders by 2 neo-fascists in 1980 at the back of his mind, asked: How do we know that the secrecy-oath in effect in masonic orders will not hamper a badly needed thorough police inquiry? The key precedent here being a certain Italian masonic lodge member named Licio Gelli, officially sentenced by a court of law for nothing less than “the diversion of the Bologna-police investigation” on the bombings.

    4: With regards to Breivik’s masonic-templar obsession, more can be found in his compendium 2083 where Breivik makes quite a number of reverential statements towards the hardline zionist sections of the israeli society and swears loyalty and all sorts of allegiances to some obscure judeo-christian cause and other things of that nature. Prof. Galtung never speculated about esoteric rites or conspiratorial designs of freemasons or any of these widely popular guesstimations for the simple reason that he is absolutely not into that kind of stuff. Contrary to what John Faerseth, himself a fellow with a dubious reputation regarding the occult, claimed in his defamatory articles. But Prof. Galtung did point out that Freemasons rever a guy named Hiram Abiff, the architect of the temple of Solomon – which is why the masons use Hebrew letters in their insignia -. Prof. Galtung made it very clear, that there is an obvious coherence in Breivik’s membership with the Freemasons and his profound attachment to Jerusalem. In Breivik’s own writings, ultra-zionists are the protectors of Jerusalem. Breivik sees the israeli-palestinian conflict as the battle for Jerusalem. The hardline zionsts in Breivik’s worldview are the most valiant protectors of a declining white-skinned European race of genetically, culturally, morally, intellectually superior humans of blond blue-eyed Christian hue, that are intrinsically fond of individual freedoms and of liberty whereas Muslims, in his twisted dystopian view, are the degenerate embodiment of an expansive collectivist, retrograde, sexist tyranny in the making. That Prof. Galtung, a hyperpolyglott and incarnate polyculturalist himself would strongly disagree with any of this is clear. In Galtung’s opinion, all humans are created equal and deserve to be respected as humans regardless of their phenotype, creed and origin. His principle in this regard is the old: Homo Homini Sacra Res. How anti-Semitism would fit into this, remains for the authors mentioned to explain.

    5: Dr. Ola Tunander, a Swedish transatlantic security specialist currently working for PRIO, had raised the point earlier on in the on-going Norwegian public deliberations, that Breivik’s onslaught against the Norwegian establishment and against the progeny of the labour party may possibly have had some degree of Mossad involvement in some way form or fashion. This most certainly is not Prof. Galtung’s point but Dr. Ola Tunanders. The point Dr. Ola Tunander was trying to explain was that it may have been a possible Mossad act in order to discourage the Norwegian establishment from going ahead with its acceptance of the Palestinian bid for sovereignty at the UN scheduled for the month of September. That Dr. Tunander’s position was not a truth-claim but a hypothesis which was being put forward and circulated particularly by right wing Norwegian neonazis in order to draw a clear distinction between them and the “new-school” neo-fascist Breivik, hasn’t helped Tunander much. Dr. Tunander himself has been heavily lambasted in Norwegian and Jewish media for this publication and has effectively been branded an anti-Semite since. Be it as it may, Dr. Tunander had raised the question in a scholarly paper published around the time Prof. Galtung was in Norway. Click here: http://www.document.no/2011/12/norwegian-peace-researcher-israel-behind-breivik/ and here http://www.idunn.no/ts/nnt/2011/04/art10 . Prof. Galtung read it, and drew attention to the point made by Dr. Tunander during his 1000+ lecture. Prof. Galtung then added that he would like to see what light the authoritative final police report would shed on this particular israel-mossad-hypothesis first put forward not by Prof. Galtung but by Dr. Ola Tunander. In his final statement on this issue published on the 16th of july 2012 (NB: 9 months after Tunander’s hypothesis) Prof. Galtung writes: “Breivik’s narrative seems to confirm that he was acting alone; other hypotheses (islamists, Mossad were pulling strings, etc.) can be discarded.”

    What do the protocols have to do with all of this?

    FIRST: During the Q&A at that very lecture, someone got up and referred to point 3 and point 4 elaborated above and interjected angrily that Prof. Galtung sounded like he was talking about the Protocols.

    SECOND: In his answer to this question, Prof. Galtung who was there to talk about the content of Breivik’s compendium titled 2083 in particular and about the Breivik case in general, far from recommending the protocols, expressed irritation at the idiocy of that interjection and publicly wondered how many of those who were likely to suggest such a thing actually knew what was written in that document. Prof. Galtung went on to make the general observation, that one should not talk about something that one has no knowledge about and that one should know what is in such a paper before talking about it. This is widely known as Kant’s Sapere Aude. Prof. Galtung never promoted or trivialized the protocols and never would. Faerseth, Soderlind and Adaret are of a different opinion and want the world to think so.

    THIRD: In an official response to questions from the otherwise highly respectable israeli Ha’aretz, Prof. Galtung wrote to Ofer Adaret that the Protocols were “HATE LITERATURE”. The original responses Prof. Galtung sent to Mr. Adaret are on the internet and freely available to all here: http://issuu.com/transcend/docs/galtung_haaretz_comparison/1 As anyone can see, Ofer Adaret, the author of that libellous piece of journalism published in Ha’aretz twisted and flipped Prof. Galtung’s statements in a way which would make him appear “anti-Israeli and anti-Semitic”. Prof. Galtung utterly rejects both of these libellous labels.

    FOURTH: Having read that document himself, Prof. “Galtung fully recognizes that the “Protocols”, as revealed in 1921, are a sickening falsification, probably fabricated by the Russian Secret Police, to justify the pogroms. But he does not know precisely who was the author, a point prominently echoed by Umberto Eco for his masterful “The Prague Cemetery” (https://www.youtube.com/watch?v=oORuxodR59w). Prof. Galtung is fully aware that they represent a very sensitive issue that brings up all the sufferings of the Jewish people. This trauma notwithstanding, it is important that people know of those aspects of the content, which deal mainly with the use of debt bondage as power: (http://www.huffingtonpost.com/john-perkins/economic-chaos-loans-gree_b_901949.html). The major actors that currently apply debt bondage are China, Japan and the EU relative to the US, Germany relative to peripheral countries in Europe, like Greece, Italy, Portugal, Spain and Ireland (GIPSI) and the World Bank relative to the World; for a horrifying example, see John Perkins (2004) “Confessions of an Economic Hit Man”.: http://www.youtube.com/watch?v=yTbdnNgqfs8

    That people of Jewish belief and Judaism have nothing to do with any of this goes without saying.” This quote is taken from the official statement issued by TRANSCEND International on the issue.

    CONCLUSION:

    a:You will find the official statement by Prof. Galtung sent out to the world on this entire issue here:
    http://www.transcend.org/galtung/statement-may-2012/

    b: You will find Prof. Galtung’s direct response to the false label of anti-Semitism here:

    Rational Conflict Resolution what stands in the way*:
    VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=ylHgwU3zqsQ

    Editorial:
    https://www.transcend.org/tms/2012/05/rational-conflict-resolution-what-stands-in-the-way/

    Note this passage:* “Some recent statements of mine, quoted out of context, have hurt some feelings. I apologize most sincerely for that, it was entirely unintended. One such context was the Breivik case in Norway with its many ramifications. A deeper context are the six conflicts addressed in this presentation.”

    If anything at all, Prof. Galtung has been staunchly anti-misanthropic and has been known as such for 70 years – remember he was actively involved in underground resistance against NAZI occupation at the age of 13. It is important to look up his body of work before resorting to accusations of the kind being repeated in some of the press without the necessary prior research. In fact, just a few years earlier in 2007 Ha’aretz published exactly what Galtung stands for: http://www.haaretz.com/print-edition/features/ingredients-for-a-true-peace-process-1.229229

    —– Galtung antwortete mir jüngst:

    Dear Lise-Lotte – thanks for what has been quite a job! But I do not have an issue with the WPA. My issue is with those who want to define what is permitted to say about key issues like why Hitler came to power, the shoa, anti-Semitism, the naqba, Breivik, maybe 9/ll and my right to approach these issues as a peace researcher in order to explain, to explore how they could have been prevented, to learn from them without being told what I may or may not say. The issue is about freedom of expression. I am in favor of that. Certain professors at or close to University of Basel are not, WPA is not. By suspending not me but academic freedom, WPA has announced that they are no longer an academic institution. That is their considerable problem, not mine. Norway will be struggling for decades trying to come to grips with the complexities of the Breivik affair. In Norway there are also those who want to direct how to talk about Breivik as opposed to an open discussion. But thanks to you for your laudable efforts!
    Best regards johan galtung

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