Wer kennt Nadja Drygalla?

Die Ruderin Nadja Drygalla ist offenbar mit einem führenden Rostocker Nazi-Kader liiert. Es ist  daher einerseits nachvollziehbar, dass das deutsche Olympia-Team sich schlechte PR vom Halse halten will. Die Sportlerin ist dann auch dankenswerterweise „freiwillig“ aus dem olympischen Dorf abgereist. Das Verhalten der Verantwortlichen aber wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet.

Von Redaktion Publikative.org

Nadja Drygalla soll nach Angaben des Rostocker Blogs „Kombinat Fortschritt“ nicht mit irgendwem zusammen sein – sondern mit Michael Fischer, führender Kopf der „Nationalen Sozialisten Rostock“, regelmäßiger Autor bei „MUP Info“, des Internet-Portals des NPD-Landtagsabeordneten David Petereit und Direktkandidat für die NPD bei den Landtagswahlen 2011.

Zuletzt hatte Fischer für Schlagzeilen gesorgt, weil er an einem Angriff auf eine Gedenkveranstaltung für das Rostocker NSU-Opfer Mehmet Turgut beteiligt gewesen sein soll (Publikative.org berichtete). Dabei hatte eine etwa 16-köpfige Gruppe, die meisten von ihnen vermummt, die Kundgebungsteilnehmer angegriffen, anhand von Bildmaterial augenscheinlich unter maßgeblicher Beteiligung Fischers. Ein Zivilbeamter der Polizei wurde dabei mit einer Eisenstange verletzt.

Laut Szenekennern ist auf diesem Bild Michael Fischer zu sehen.
Laut Szenekennern ist auf diesem Bild Michael Fischer zu sehen.

Apropos Polizei: Im offiziellen Presse-Begleitheft zu den Olympischen Spielen in London des Deutschen Olympischen Sportbundes wird Drygalla als „Polizistin“ geführt. Tatsächlich verdankt sie einen gewissen Teil ihrer sportlichen Karriere der Polizei: Seit Beginn ihrer Ausbildung bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern im Jahre 2008 soll sie Mitglied der dortigen Sportfördergruppe gewesen sein.  Im selben Jahr war sie bereits bei den Junioren als Wettbewerbsteilnehmerin in Peking. Ein Sprecher des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin bestätigte dies heute und gab an, Drygalla sei „im September 2011 auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden“. Mehr wollte man dazu nicht sagen.

Das Polizeijournal stellt Nadja Drygalla vor.
Das Polizeijournal stellt Nadja Drygalla vor.

Mittlerweile bestätigte das Ministerium allerdings, dass Drygalla „Kontakte zur offen agierenden rechtsextremistischen Szene“ unterhalten habe. Die ehemalige Polizeianwärterin hatte darüber sogar mit ihrer Behörde Gespräche geführt, die ihrem Austritt aus dem Dienst im September 2011 vorausgingen: „Nachdem im Jahr 2011 dem Innenministerium bekannt wurde, dass  auch Personen zum Bekanntenkreis von Nadja Drygalla gehören, die der offen agierenden rechtsextremistischen Szene zugehörig sind, wurden mit ihr intensive Personalgespräche geführt“, teilte das Ministerium am Freitag in einer Presseerklärung mit. Die Gespräche hätten dazu geführt, „dass Nadja Drygalla einen Antrag auf Entlassung stellte, welchem mit Wirkung vom 30.09.2011 stattgegeben wurde“, heißt es dort weiter.

„Kein Zweifel“

Michael Vesper, Chef der Mission der deutschen Olympia-Delegation, hatte hingegen bekundet: „Sie hat in dem Gespräch keinen Zweifel daran gelassen, dass sie voll und ganz hinter den Werten der Olympischen Charta steht.“ Die 23-jährige Rostockerin habe sich von der rechtsextremen Szene distanziert. Wichtig sei für ihn, „wie sie selber denkt und wie sie handelt. Da habe ich keine Zweifel daran, dass sie auf dem Boden nicht nur des Grundgesetzes, sondern der olympischen Werte steht“, erklärte Vesper. „Man würde einem Menschen unrecht tun, wenn man ihn durch einen anderen Menschen aus seinem persönlichen Umfeld diffamieren würde.“

Noch deutlicher wurde der Präsident des Deutschen Ruderverbandes (DRV), Siegfried Kaidel: Er  erklärte in einer Stellungnahme, hier werde der Ruf einer Person beschädigt, ohne mit ihr gesprochen zu haben. Es sei „schade, dass aufgrund von Mutmaßungen der Sport dermaßen in den Hintergrund rückt“. Laut Kaidel wolle man „im August ein weiteres Gespräch mit Nadja Drygalla führen. Danach werden wir gemeinsam die weitere Vorgehensweise besprechen und natürlich auch kommunizieren“, so Kaidel.

Wenig glaubwürdig

Im Lichte der neuesten Mitteilung des Innenministeriums erscheint dies alles allerdings wenig glaubhaft. Wenn man  sich Vespers und Kaidels Aussagen durchliest, fragt man sich, warum Drygalla dann überhaupt abgereist ist? Ist es wirklich glaubwürdig, dass jemand offenbar seit Jahren eine Liebesbeziehung zu einem führenden Nazi-Kader unterhält und keinerlei gemeinsame Werte mit diesem Menschen teilt? Was für eine Beziehung sollte das sein?

Umgekehrt: Wenn Drygalla sich „eindeutig“ von der rechtsextremen Szene distanziert, warum saß sie dann nicht gemeinsam mit Vesper auf dem Podium, wehrte sich gegen die Vorwürfe und „Sippenhaft“? Weiterhin stellt sich die Frage, wie plausibel es ist, dass weder der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), noch der Deutsche Ruder-Verband, noch Drygallas Heimatverein, der Olympische Ruderclub Rostock nichts von Drygallas problematischer Beziehung gewusst haben? Mit Verlaub: Dafür ist eine Stadt wie Rostock einfach zu klein. Zudem soll auch Fischer ein ehemaliger Ruderer sein, Drygalla und er sich sogar beim Rudern kennengelernt haben.

Zukünftig wohl ohne Nadja Drygalla: Ruder-Achter der Frauen bei den Olympischen Spielen (Foto: Ben Rodford / flickr.com / CC BY-NC 2.0)
Zukünftig wohl ohne Nadja Drygalla: Ruder-Achter der Frauen bei den Olympischen Spielen (Foto: Ben Rodford / flickr.com / CC BY-NC 2.0)

Vespers Antwort auf die Frage, wie er empfinde, dass der Neofaschismus in Deutschland dem Leistungssport derart nahe komme, lautete: „Die These möchte ich mit aller Entschiedenheit zurückweisen. Es gibt nicht den geringsten Hinweis in diese Richtung, im Gegenteil. Da können Sie in unsere Präambel gucken und uns an unseren Aktionen messen. Wir lehnen das ab.“

Das mag sein, wirkt im Hinblick auf den Fall Drygalla aber seltsam verschwurbelt und ausweichend. Fakt ist: Die Beziehung Drygallas war lange bekannt, in MVP eine Art offenes Geheimnis. Entweder waren den Verantwortlichen ihre sportlichen Leistungen wichtiger oder sie wollten sie nicht in Sippenhaft nehmen. Dafür spricht, dass Drygallas Freund Fischer laut seinem Facebook-Profil selbst nach London mitgereist war.

Schwer vorstellbar

Die Indizien sprechen insgesamt eine andere Sprache: Drygalla hat den Polizeidienst quittiert, möglicherweise, weil ihr die Beziehung zu Fischer wichtiger war. Nun ist sie zugunsten dieser Beziehung aus dem olympischen Dorf abgereist. Am Ende könnte sie zugunsten dieser Beziehung ihre sportliche Karriere opern (müssen). Und das alles, obwohl sie mit den von Fischer seit Jahen führend und aggressiv vorgetragenen politischen Parolen und dessen Engagement für die Nazi-Szene nicht das Geringste zu tun hat? Auch wenn Liebe vielleicht blind macht: Das alles ist schwer vorstellbar.

Interessant ist indes auch die geradezu hysterische öffentliche Reaktion. Offenbar war es einmal mehr „unvorstellbar“, dass Neonazis  nicht nur „am Rand“ der Gesellschaft vor sich hin hetzen, sondern „mitten“ unter uns sind – sogar als Begleiter von deutschen Sportlerinnen, die Deutschland im Ausland repräsentieren sollen. Und wenn dem deutschen Ansehen Schaden droht, so wie in diesem Fall, läuten schnell alle Alarmglocken. Oder warum hat bislang niemand interessiert, dass die Ruderin offenkundig mit einem bekannten Neonazi-Kader zusammen ist? Die Neonazi-Szene war da sensibler: Die angebliche Beziehung zwischen Fischer und einer Polizistin wurde dort bereits 2010 höchst kontrovers diskutiert.

Siehe auch: NPDler führt offenbar Attacke auf Gedenken für NSU-Opfer an, NPD-Anhänger verlieren die Nerven, “Kanaken zerhacken”, Neonazi Petereit im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern,Neonazi-”Passanten” greifen Anti-NPD-Aktivisten an

28 Kommentare zu „Wer kennt Nadja Drygalla?

  1. „Ist es wirklich glaubwürdig, dass jemand offenbar seit Jahren eine Liebesbeziehung zu einem führenden Nazi-Kader unterhält und keinerlei gemeinsame Werte mit diesem Menschen teilt? Was für eine Beziehung sollte das sein?“

    Glaubt es oder nicht, Frauen verlieben sich nicht unselten in die Falschen. Häufig wissen sie das auch. Und hassen sich dafür. Möglicherweise hat sie es deswegen nicht ausgehalten. Weißt es nicht. Wisst ihr es? Was war nochmal mit im Zweifel für den/die noch nichtmal Angeklagte?

    „Offenbar war es einmal mehr “unvorstellbar”, dass Neonazis nicht nur “am Rand” der Gesellschaft vor sich hin hetzen, sondern “mitten” unter uns sind – oder sogar Deutschland im Ausland repräsentieren könnten.“
    Hat sie gehetzt? Hat sie Deutschland als Neonazi repräsentiert? Ist sie ein Neonazi?

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  2. Ach Brodkorb, freu dich doch, ohne solche Pseudoskandale hätte deinesgleichen keine Legitimation mehr, mit gierigen Händen in den Steuertopf zu greifen. Andere holen sich beim Damen-Beachvolleyball einen runter, ihr tut es halt zu solchen „Nazigeschichten“.

    @Feindbild: Schon mal was von „Know your enemy“ gehört? 😉

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  3. Moin,

    ich finde es extrem problematisch, hier sowas wie Sippenhaft durch die Hintertür einzuführen. Das wäre genau das Verhalten, dass wir nicht wollen!

    Solange die Frau nicht selber was neonaziges geäußert hat, gilt sowas wie die Unschuldsvermutung. Im Zweifel könnte man sie ja mal fragen, was sie so von den Meinungen Ihres Mannes hält.

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  4. Dieses saudumme Gelaber von wegen „Sippenhaft“ sollte mal unterbleiben, denn es geht ja nicht um Verwandte der Person, wie Vater, Mutter, Großeltern, Cousins etc. — sondern um ihre persönliche Vorliebe fürs Zusammenleben mit nem Neonazi, ihre Toleranz für dessen nationalsozialistische Gesinnung und seine faschistischen Taten.

    Das hat also mit _Sippenhaft_ gar nix zu tun, wird aber von Rechtsradikalen in allen Foren und Kommentarspalten trotzdem so dauerautistisch widerholt. Lernt mal was das Wort überhaupt bedeutet, ihr rechten Deutschdeppen!

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  5. Bezüglich „Sippenhaft“

    1. „Drygalla hat den Polizeidienst quittiert“
    2. „Nun ist sie … aus dem olympischen Dorf abgereist.“

    Es war also ihre freie Entscheidung. Es ist offensichtlich wie hier versucht wird Frau Drygalla als Opfer darzustellen. Frau Drygalla hat ihr Recht, wie jeder andere Mensch auch. Unter anderem das Recht sich zu dem Sachverhalt zu äußern. Ebenso das Recht dies nicht zu tun. Ihre Reisefreiheit darf nicht eingeschränkt werden.

    Nationalsozialistische Wiederbetätigung ist unter Strafe verboten. Es ist in diesem Fall die Pflicht eines jeden Trainers das Gespräch zu seinen anvertrauten Sportlern zu suchen. Alles andere sind Mutmaßungen. Der Inhalt des Gespräches wird nicht weitergegeben. Das wir zu einem großen Teil sicher zu Frau Drygalla Schutz getan.

    Mitsportler haben das Recht ohne Angst zu einer Sportfeier zu gehen: Angst davor mit gewaltsuchenenden Neonazis konfrontiert zu werden.

    Übrigens haben Sportler nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

    Wenn Kommentatoren behaupten, etwas würde skandalisiert, dann haben sie nicht die bisherige Olympia-Berichterstattung verfolgt.

    Hinter diesem Link interessante Informationen zu den Rechten des IOC:
    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/die-olympische-charta-wer-diskriminiert-wird-ohne-medaille-ausgeschlossen/

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  6. 1. Sippenhaft bedeutet, dass jemand in Haft, also ins Gefängnis bzw. ins Konzentrationslager kommt, weil sein/ihr Verwandter etwas getan hat. Nun kommt die Frau offensichtlich nicht ins Gefängnis und dies beabsichtigt allem Anschein nach auch niemand. Wenn überhaupt, müßte es daher Sippenhaftung heißen.
    2. Nadja Drygalla ist seit Jahren mit einem bekennenden Nationalsozialisten und Nazi-Kader zusammen. Falls sie selbst dessen Ansichten nicht teilt, ist dies zunächst mal zumindest merkwürdig. Da man sich seine Freunde, im Gegensatz zur Familie, aussuchen kann, wirdt diese Beziehung tatsächlich Fragen auf, die sie noch nicht (öffentlich) beantwortet hat.
    3. Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel: Der Sportbund will nichts von der Verbindung Drygallas mit Fischer gewußt haben, obwohl das MP-Innenministerium mit ihr bereits vor längerer Zeit ein Gespräch darüber fphrte, welches zu ihrem aussscheiden aus dem Polizeidienst geführt hat. Und nun diese Story, sie habe sich von nationalistischem und rassistischem Gesankengut distanziert, aber entschlossen, aus dem olympischen Dorf auszuziehen, um das Olympiateam nicht zu beschädigen.
    Entweder sie ist gegen Nazis, dann hätte sie nicht auszuziehen brauchen, sondern dies öffentlich sagen sollen. Oder sie teilt die Ansichten ihres Lebensgefährten zumindest weitgehend, dann ist sie selbst eine Nazi, wenn auch vielleicht nicht so aktiv/radikal wie ihr Freund. Aber aus dem Dorf (und vorher aus der Polizei) ausscheiden und gegen Nazis sein, ist extrem unglaubwürdig.

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  7. Darf man Leute in Sippenhaft nehmen? Verstösst es gegen das deutsche Grundgesetz einen Rechten zu lieben? Hallo? Sippenhaft kennt man sonst nur aus totalitären Diktaturen! Es ist eine Schande, dass Drygalle wegen ihrer Liebe zu einem Mann einen Karriere-Knick bekommt. Erinnert an die Stasi-Diktatur der ehemaligen DDR.

    Herrlich, wie viel Käse man als rechtspopulistischer Schaumschläger so in einen Kommentar pressen kann, Herr Müller. Wie oben schon ausgeführt wird, ist „Sippenhaft“ in diesem Zusammenhang ein totaler Unsinnsbegriff. Denn es geht nicht darum, dass Frau Drygalla mit irgendwem verwandt ist und deswegen nun in „Sippenhaft“ genommen wird, sondern es geht darum, dass sie offenbar seit Jahren freiwillig mit einem Menschen zusammenlebt, der aus seiner offen nationalsozialistischen Gesinnung und entsprechenden Taten nicht den geringsten Hehl macht.

    Offenbar hat sie es aus Liebe zu diesem Menschen sogar vorgezogen, den Polizeidienst zu quittieren, da es den Behörden verständlicherweise zu heikel erschien, eine Person mit derartig intensiven Kontakten zu führenden Nazi-Kadern in so einem sensiblen Bereich tätig sein zu lassen. Man muss sich schon entscheiden, Herr Müller: Entweder man will ein modernes, zukunftsorientiertes Deutschland international repräsentieren – und dazu gehört selbstverständlich ein Bekenntnis zu Demokratie und gegen Rassismus und hasserfüllte Ideologien – oder man will zurück ins Vierte Reich.

    Dann kann man aber schlechterdings nicht für die Bundesrepublik an Olympia teilnehmen. Statt sich von ihrem Nazi-Freund zu distanzieren, hat Frau Drygalla nun offenbar Letzteres eingesehen und ist aus freien Stücken abgereist, anstatt die Vorwürfe öffentlich zurückzuweisen. Genau so, wie sie im letzten Jahr offenbar bereits lieber den Polizeidienst quittiert hat. Warum sie sich ihre Zukunft derart verbaut, werden Sie Frau Drygalla schon selbst fragen müssen, das unerträglich dümmliche und geschichtsverfälschende „Sippenhaft“-Geschwätz können Sie sich aber gerne für Ihren eigenen Blog sparen. Einen schönes Wochenende!

    Mit herzlichen Grüßen
    Die Redaktion

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  8. Schade, dass mein Kommentar gelöscht wurde. Es war ja nichts Anstössiges dabei, wenn ich sage, dass Drygalla meiner Meinung nach in Sippenhaft genommen wird.

    Stephan, Sippenhaft hat nicht zwangsläufig etwas mit einer Haftstrafe zu tun. Es geht um Kollektivhaftung. Jemand muss für jemaden anderen haften bzw. die Konsequenzen ziehen.

    Anm: Vielleicht einfach etwas Geduld, bis der Kommentar freigeschaltet wird…

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  9. So, so. Sind wir schon wieder so weit? Passt uns nicht was unsere Bürger denken KÖNNTEN. Muss man sie deshalb besser gleich aburteilen?

    Kümmert sich auch einer um ‚Links-Extremes‘, ‚Öko-Extremes‘, …. ‚xxx-Extremes‘ Gedankengut?

    Es ist wie 33. Die braunen Faschisten hatten gewonnen und haben eiligst die roten Faschisten einkassiert. -Nicht tolerierbare Konkurrenz.

    IHR SEIT WIE SIE!!!!

    Nicht mal meinen Hass habt ihr verdient. Gesocks.

    Anm.d.Red.: Keks?

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  10. Wenn das nicht mal ein wunderbares Beispiel für den so oft geleugneten linken Meinungsterror ist.

    „Umerziehungslager, keine Rechte den Rechten, wir sind die Guten“ vertritt diese Seite famos..

    Traurig, traurig. Deutschland schafft sich ab.

    Anm. d. Red.: Wenn das kein Beispiel für das so oft geleugnete Text-Lese-Verständnis-Problem der rechtsradikalen Szene ist: KEINEN einzigen der genannten Punkte vertritt diese Seite. Famos, nicht wahr …? 😉

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  11. Ist die NPD verboten? Nein! Hat sie sich öffentlich geäußert-nein! All diese Fakten waren lange bekannt,warum jetzt medienwirksam? Armes Deutschland !

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  12. Faschistisches Gedankengut ist nicht mit dem olympischen Gedanken zu vereinbaren. Niemand möchte Frau Drygalla in Sippenhaft nehmen, aber es ist fraglich ob sie eine geeignete Vertreterin Deutschlands ist. Britische Medien haben schon darüber berichtet.

    Außerdem kotzt es mich an, dass ein Watchblog der über gewisse Missstäne berichtet, hier wieder auf niedrigstem Niveau angegriffen wird.

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  13. könnt ihr aber mal endlich aus dem unsäglichen „sippenhaft“ eine sippenhaftung machen. die gründe hat stephan schon gennant. nur weil der deutsche journalismus sich keinen deut um die semantik schert, ist das kein grund ihm das nachzumachen.

    sonst petz ich das gremliza!

    ps: seid einiger zeit zieht aber ganz schön viele kackbratzen an. spricht wohl für die relevanz der seite 😉

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  14. Ich verstehe nicht, was hier alle von Sippenhaft faseln. Ich bin mir sicher, hätte sie sich öffentlich von Rassenhass und faschistischem Gedankengut distanziert (wie es sich für eine Teilnehmerin von Olympia gehört), hätte sie nicht abreisen müssen.

    Aber scheinbar wollte sie das nicht.

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  15. Drygalla ist in der Vergangenheit XXX* (nicht in Polizeiunoform).

    Das zeigt doch sehr deutlich, dass sie nicht „nur“ die Freundin eines Nazis ist, sondern selbst in der Szene drin hängt.

    *Sie stellen hier eine unbelegte Tatsachenbehauptung auf, die rechtlich problematisch sein könnte. Falls Sie Belege oder Hinweise haben, um diese Behauptung zu belegen, wären wir für eine Nachricht dankbar.

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  16. @Red

    „keine Rechte den Rechten“ , dafür steht diese Seite wie kaum eine andere.

    Sie fordert immer wieder:
    NPD-Verbot (heißt kein Recht auf politische Betätigung)
    publiziert immer wieder Aufrufe zu Demo-Blockaden (heißt kein Recht auf Versammlungsfreiheit) usw. usw.

    Aber den „Code“ hat man schon verstanden, auf die Verfassungsfeindlichkeit
    dieser Seite hinzuweisen wird mit Text-Lese-Verständnis-Problem abgetan. Auch für diesen Code gibt es im Kommentarbereich viele Beispiele.

    Na dann, weiter viel Spaß

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  17. Welch sinnlose Aufregeung und Heuchelei. Um die Geschichte mal ein bißchen aufzuklären: Die beiden Turteltäubchen haben sich beim Rudern kennengelernt, weil sie im selben Verband aktiv sind bzw. waren. Und als Fischer für die Juniorennationalmannschaft (Quelle Tagesspiegel vom 04.08.) aufgestellt wurde, hat sich auch niemand beschwert. Wenn also der, der selbst rechtsextrem aktiv ist, für Deutschland rudern darf, dann darf seine Freundin, die bedeutend weniger auf dem Kerbholz hat, das erst recht.
    Ansonsten erinnert mich das Gezeter schon an die DDR, da konnte man auch für Äußerungen von Familienangehörigen oder Partnern einen ordentlichen Karriereknick verpaßt bekommen.

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  18. @ stephan

    Warum sollte es einen auch nicht daran erinnern, es sind die gleichen Zeterer. Wie hier über die Frau D. berichtet und blasiert in der Spalte debattiert wird ist schon jenseits von gut und böse. Jetzt kommen die Ehefrauen von Nazis auch ins Fadenkreuz, irgendeine Pille-Palle wird künstlich aufgebauscht … Das ist eine junge Frau, eine Hochleistungssportlerin, die hat gar keine Zeit diesen ganzen Nazi-Scheiß durchzuziehen, also, wie böswillig und ignorant bitte muss man sein, daraus so eine Story zu machen? Könnt ihr euch nicht Opfer in eurer Größe suchen? Und dieses scheußliche Herumphilosophastern über anderer Leute Privatleben! Irgendwie scheint sich dieser Anti-Rechts-Kurs in eine ziemliche Kontrollfreak-Show zu verwandeln, in dem Gestalten mit höchst fragwürdigem Charakter und mit lautem Gebrüll nach Aufmerksamkeit suchen.

    Wenn ihr hier mit der Stasi verglichen werdet findet euch damit ab, in eurer Welt könnt ihr euch gern schieben, daß alle, die euch nicht in allem zustimmen Nazis sind, dahingehend merkt ihr eh nichts mehr, aber die Ähnlichkeiten zwischen euch und Stasi-Gesinnungsschnüfflern mit Hornbrillen sind schon frappierend. Das geilste ist, ihr arbeitet noch nichtmal für den Staat. Absurd 😀

    Gensing bekommt ja wenigstens noch müheloses Einkommen und stinkendes Geld in seinen Parker gestopft, aber daß die Underground-Antifas für lau Infos recherchieren und an irgendwelche plutokratischen Offiziellen vom Olympia-Popanz senden, ist schon ein starkes Ding, so stramm standen die Doitschen seit 33 nicht mehr für die „Wahrheit“ ein. Und Gensing, wenn Sie ehrlich sind, so ’ne kleine Wanze beim Apfel platzieren würden Sie doch auch gern, oder?

    lG
    kohl

    hasen.

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  19. Was mich am meisten ärgert ist:
    Auf der einen (ideellen) Seite wollen wir demokratisch, weltoffen und multikulturell sein, auf der anderen (realen) Seite sind wir spießig, sektiererisch, kleinkariert. Wenn seit Monaten gegen Griechen und Spanier Volksverhetzung in allen Medien betrieben wird, dann ist das normal. Dazu kommt, dass die NPD eine „ganz normale Partei“ ist, Demokratie geht nur miteinander. Während hier über einen einzelnen Menschen gehetzt wird, der mit seinen zwei Rückziehern mehr Charakter bewiesen hat als die meisten Abgeordneten haben, zerbröselt der Rest an Freiheit unter dem Diktat der internationalen Finanzoligarchie.

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  20. Denken kann ich was ich will.
    Beurteilt werde ich nach dem, was ich tue.
    Verurteilt werde ich nach dem, was strafbar ist.
    Mit wem ich Umgang habe, geht keinen etwas an.

    Anm.d.Red.:
    Herrlich, diese Gedankenfreiheits-Poesie für Nationalsozialisten. Haben Sie schon mal über eine nationale Lyrik-Seite im Weltnetz nachgedacht?

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