Legenden nach 9/11: Masse statt Qualität

Das ARD-Magazin titel, thesen, temperamente (ttt) hat ein ganz „neues“ Thema entdeckt – Verschwörungstheorien zum 11. September. Nun schaufelten die Kultur-Fachleute jedoch keine Sendezeit frei, um über die Scharlatane zu berichten, die mit ihren Legenden ordentlich Geld kassieren, nein, zehn Jahre nach dem Massenmord in den USA präsentierte ttt einen bekannten Verschwörungstheoretiker als „streitbaren Publizist aus Deutschland“, der „unangenehme Fragen“ stelle. Die Rede ist von Matthias Bröckers, der es sich nicht nehmen ließ, zum 10. Jahrestag des 11. Septembers 2001 ein neues Buch auf den Markt zu werfen, das in ttt von vermeintlich kritischen Kulturjournalisten abgefeiert wird.

Dabei darf sich Bröckers als vermeintlicher Tabubrecher präsentieren – und, das darf in solchen Fällen nicht fehlen, als Stimme der schweigenden Mehrheit:

Ärger, mediale Prügel sind ihm, er ahnt es, auch diesmal gewiss: „Ich habe ganz oft gehört, von Kollegen auch in der Vergangenheit – aus dem Medien- und aus dem journalistischen Bereich, die sagten: ‚Bröckers, was Du da schreibst, das ist doch gar nicht so falsch, aber ich will damit nichts zu tun haben‘.“

NPD-BLOG.INFO veröffentlicht keinen neuen Text zu dem Buch Bröckers, sondern bewusst einen Text, der bereits acht Jahre alt ist. Vielen Dank an Albrecht Kolthoff, dem Autoren dieses Beitrag. Er hat nichts an Aktualität verloren, leider. Der Text Masse statt Qualität ist zuerst auf den Seiten von „Klartext.ch“ erschienen.

Masse statt Qualität

Zwei Jahre nach den Anschlägen auf die beiden Türme des World Trade Centers vom 11. 9. 2001 zweifeln viele Leute an der offiziellen Version der Ereignisse. Eine repräsentative Umfrage der Wochenzeitung “Die Zeit” unter deutschen BundesbürgerInnen zeigte:

68 Prozent glauben nicht, dass sie aus TV- und Presseberichten die volle Wahrheit über die Anschläge erfahren haben,
19 Prozent glauben, dass die US-Regierung die Anschläge selbst in Auftrag gegeben hat.

Konspirologen in den Bestsellerlisten

In den Bestsellerlisten stehen drei deutschsprachige Bücher von Gerhard Wisnewski, Mathias Bröckers/Andreas Hauss und Andreas von Bülow, die nicht weniger versprechen, als die “Lügen und Fälschungen von Medien und Geheimdiensten” zu entlarven und “akribisch” recherchiert “Spuren ins Zentrum der Macht” zu zeigen. Gemeinsam ist diesen Opponenten der “offiziellen Version” die Freisprechung islamistischer Terroristen von der Verantwortung für die Anschläge. Mehr oder weniger verklausuliert sehen sie die Schuld bei Regierungen und Geheimdiensten der USA und Israels.

CNN Special Report über die Anschläge vom 11. September 2011
CNN Special Report über die Anschläge vom 11. September 2011

Die Kritik der “Konspirologen” (so die Eigenbezeichnung von Mathias Bröckers) richtet sich aber auch gegen die Medien, die als “gleichgeschaltet”, als “Diffamierungsliteratur” oder als “Medienbordell” angegangen wurden. Bröckers beispielsweise schreibt über die Medien: “Ob TV-Stationen, Radios, Nachrichtenmagazine oder Tageszeitungen, nahezu ohne Ausnahme befreite sich die ‚freie Presse‘ umstandslos von ihren investigativen Kardinalpflichten: der Überprüfung des Wahrheitsgehalts offizieller Behauptungen, der kritischen Nachfrage, der eigenen Recherche und der vorurteilsfreien Berichterstattung.”

Damit wird die Messlatte hoch gelegt. Findet der Mediennutzer bei den Konspirologen die versprochene “akribische Recherche”? Genügen sie den selbst genannten Ansprüchen? Die Antwort fällt bei näherer Betrachtung ernüchternd aus, wie einige Beispiele zum Umgang dieser Autoren mit ihren Quellen zeigen.

Beton oder nicht Beton

Die live übertragenen Bilder vom WTC zeigen laut Gerhard Wisnewski kurz vor dem Einsturz des Südturms zwei weisslich-graue horizontale Staub- oder Rauchwolken etwa in Höhe des 79. Stockwerks. Seine Deutung der Rauchwolken: “Was wir hier sehen, sind zwei Sprengungen im World Trade Center.” Eine kühne Analyse für einen Journalisten; man hätte doch eine Stellungnahme eines Experten für Sprengungen erwarten können. Wisnewski behauptet weiter, die Staubwolken seien “wahrscheinlich aus Beton”, der Ursprung dieses Betons liegt für ihn auf der Hand: “Es ist der mächtige Kern aus Stahl und Beton, sozusagen die Wirbelsäule des World Trade Centers.” Tatsächlich bestand die tragende Struktur der WTC-Türme – wie im amerikanischen Hochhausbau üblich – aus einem Stahlträgerskelett und nicht aus massivem Stahlbeton. In einer Diskussionssendung des WDR wurde Wisnewski damit konfrontiert und antwortete: “Nein, das weiss ich nicht” und musste vom anwesenden Experten Prof. Peter Schaumann (Technische Universität Hannover) entsprechend korrigiert werden.

Lebende Attentäter?

Bröckers/Hauss und von Bülow greifen Berichte britischer Medien wie der BBC und des “Telegraph” vom 23. September 2001 auf, die nahe legten, dass keineswegs alle der 19 vom FBI genannten islamistischen Terroristen bei den Anschlägen umgekommen waren. Bei Bröckers/Hauss waren es dann “sechs lebende Selbstmordattentäter”, von Bülow meldete “mindesten sieben” als noch lebend.

Völkische Propaganda gegen die USA (Foto: Marek Peters)
Völkische Propaganda gegen die USA (Foto: Marek Peters)

Bei einer Nachrecherche des “Spiegel” stellte sich jedoch heraus, dass diese Meldungen im wesentlichen den gleichen Quellen entstammten: arabischen Zeitungen, bei denen sich auf der FBI-Fahndungsliste geführte Männer gemeldet hatten, die auf ihrer Lebendigkeit und Unschuld bestanden. Die Sache klärte sich aufgrund der “Spiegel”-Recherche mit wenigen Anrufen. Das FBI hatte am 14. September eine Namensliste der mutmasslichen Attentäter herausgegeben, und in einigen Fällen handelte es sich um im arabischen Raum häufige Namen. Nachdem das FBI am 27. September, vier Tage nach den Medienberichten über “lebende Attentäter”, eine weitere Liste mit Fotografien herausgab, hatte sich die Angelegenheit geklärt. Nicht jedoch für die deutschen Autoren, die noch eineinhalb Jahre später von “lebenden Attentätern” zu berichten wussten. In einem dem Bröckers/Hauss-Buch beigelegten Zettel, datiert vom 11. 9. 2003, bedauert der Verlag, dass “die BBC und der ‚Telegraph‘ von ihren ursprünglichen Darstellungen, auf die sich Bröckers und Hauss gestützt haben, abgerückt [sind] – warum, ist zur Zeit noch nicht eindeutig geklärt”.

Vorwarnungen?

Ein Grossteil des verwendeten Materials der 11.-9.-Bücher stammt aus dem Internet. Kein Problem, wenn man weiss, wie Quellen und Informationen zu bewerten sind.

Schon wenige Stunden nach dem Einsturz der WTC-Türme geisterte eine Behauptung durchs Internet, am 11. 9. seien 4000 jüdische ArbeitnehmerInnen nicht zur Arbeit im WTC erschienen. Die beabsichtigte Schlussfolgerung war klar: Sie waren vorgewarnt, weil Juden/Israel/der Mossad mit den Anschlägen zu tun hatten. Die “4000 nicht zur Arbeit erschienenen Juden” werden in dieser Form von keinem der Konspirologen ernsthaft vermeldet. Allerdings weiss von Bülow, dass “ein Israeli unter die Opfer zu rechnen ist, der als Besucher einen der Türme betreten hatte, statistisch gesehen auffallend wenig”. Eine Quellenangabe dafür fehlt völlig. Die israelische Zeitung “Ha’aretz” führt dagegen auf ihrer Website drei israelische Staatsbürger mit Kurzbiografien auf, die sich im WTC aufhielten und dort zu Tode kamen (zwei weitere Israelis kamen in den entführten Flugzeugen um).

Konkreter wurde eine zweite Meldung ähnlicher Art. Dort war von einer per Internet übermittelten Warnung vor dem WTC-Anschlag die Rede, die zwei Angestellte der Firma Odigo in Israel zwei Stunden vor dem Ereignis empfangen hatten. Bröckers hatte die Odigo-Warnung in seinem ersten Buch als Tatsache abgedruckt. Im zweiten Buch drücken Bröckers/Hauss immerhin etwas vorsichtiger aus, dass die Nachricht an die Mitarbeiter “der israelischen Kommunikationsfirma Odigo” von einem unbekannten Absender stamme. Tatsächlich handelte es sich bei Odigo um eine in New York ansässige US-Firma, die im israelischen Herzliya eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung betrieb. Zitiert wird der Vorfall nach der Internet-Ausgabe der Zeitung “Ha’aretz”, die über eine entsprechende Stellungnahme der Firma Odigo selbst berichtet hatte. Ein Odigo-Sprecher hatte tags darauf auf die telefonische Nachfrage eines Journalisten den Bericht korrigiert; demnach hatte sich die Warnung nicht spezifisch auf das WTC bezogen. Diese Korrekturmeldung war der “akribischen Recherche” der Autoren entgangen. Laut Bröckers gilt damit weiterhin, dass die Odigo-Mitarbeiter eine Warnung vor dem Anschlag gegen das WTC erhalten hatten.

Von Bülow – bei ihm ist Odigo eine “in Israel ansässige Firma” – bezieht sich auf eine Meldung der “Washington Post” über die angebliche WTC-Warnung und schreibt dazu: “Es finden sich eine Reihe von Indizien, die auf eine wie auch immer geartete Verbindung des israelischen Mossad zu der Tat und den Tätern des 11. 9. weisen.” Zu seinen Mossad-Thesen vom ZDF-Magazin “Frontal 21″ befragt, verhedderte sich von Bülow:

“FRONTAL 21″: Warum stellen Sie dann die Frage, ob der Mossad da verwickelt war, wenn Sie gar keinen Beleg dafür haben?

VON BÜLOW: Ich hab doch Belege dafür. Nein, ich hab keine Belege dafür. Ich habe Indizien, die geprüft werden müssen. Nichts anderes.”

“Augenzeugen”

Eigene Recherchen sind bei Konspirologen Mangelware. Wisnewski war für seinen WDR-Film immerhin in die USA gereist und hatte dort Interviews geführt. In dem 45-minütigen Report wurden zwei Personen als Augenzeugen gezeigt; der Rest des Filmes war grösstenteils organisierten Skeptikern und Kritikern der “offiziellen Version” vorbehalten.

 

 

Der erste Zeuge in Wisnewskis Film ist Ernie Stull, Bürgermeister der Gemeinde Shanksville in Pennsylvania, dem Absturzort des Fluges UA 93. Stulls Aussage wird im Film vom Journalisten so eingeleitet: “Doch für die ersten Augenzeugen an der Unfallstelle ist die weltbekannte Geschichte von Flug 93 bis heute ein ungelöstes Rätsel. Ernie Stull, der Bürgermeister der nahegelegenen Gemeinde Shanksville, erinnert sich.” Anschliessend berichtet Stull, wie sein Schwager und ein guter Freund Stulls nach dem Absturz zur Unfallstelle gefahren waren und dort noch vor der Feuerwehr eingetroffen seien. Stull war also nicht selbst unmittelbar nach dem Absturz an der Unfallstelle, alles Folgende ist somit kein Bericht eines Augenzeugen vom Unfallort, sondern Hörensagen:

ERNIE STULL: […] da war kein Flugzeug. – Kein Flugzeug.
FRAGE: Sie [die Feuerwehrleute] wurden hier zu der Unfallstelle geschickt, und da war kein Flugzeug?
ERNIE STULL: Nein! Da war nichts! … Nur dieses Loch.

Der “Spiegel” fragte bei Ernie Stull nach und legte ihm die von Wisnewski zitierten Aussagen vor. Stull verlor laut “Spiegel” die Fassung: “Meine Aussagen wurden völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Natürlich gab es ein Flugzeug, es war nach der Explosion nur nicht mehr viel davon übrig. So habe ich ‚no airplane‘ gemeint. Ich habe doch selbst Trümmerteile gesehen, sogar eines der Triebwerke, das im Gebüsch lag.”

Wisnewski hatte noch einen Augenzeugen, den er so vorstellte: “Und noch ein Zeuge bestätigt Ernie Stulls Aussage.”

O-TON DENNIS RODDY: “Flugzeugtrümmer? … Nichts, was ich hätte erkennen können.”

In der nächsten Einstellung wird dann erläutert: “Dennis Roddy ist Chefredakteur der ‚Pittsburgh Post Gazette‘. Unmittelbar nach dem Crash schickte er ein Team von Journalisten zur eineinhalb Autostunden entfernten Absturzstelle.”

Der Chefredakteur, der seine Reporter zur Unfallstelle schickt, wird also zur Bestätigung einer Aussage herangezogen, die vom Hörensagen stammt. Andere BewohnerInnen von Shanksville zu befragen, die – zum Beispiel auch Reportern der “Pittsburgh Post Gazette” gegenüber bereits am 11. 9. und in den folgenden Tagen – geschildert hatten, wie das Passagierflugzeug über Shanksville flog und wenige Sekunden später in einem Feuerball verging, war Wisnewski offenbar nicht in den Sinn gekommen.

Ein Zwischenresümee
Bei den “konspirologischen” Recherchen zeichnen sich mehrere Muster ab:
o Fragliche Details werden nicht abgesichert, zum Beispiel durch Befragung von Experten oder Augenzeugen (WTC-Stahlbeton, Shanksville).
o Obsolete Informationen werden nicht auf Validität überprüft (“lebende Attentäter”, Stellungnahme der Firma Odigo).
o Angaben werden nicht belegt (israelische Opfer bei von Bülow).
o Angaben werden nicht sauber recherchiert (“israelische Firma” Odigo).
o Zeugenaussagen werden selektiv präsentiert, unpassende Aussagen nicht zur Kenntnis genommen (Shanksville).

Fazit: Die Autoren ziehen es offenbar vor, in die Breite statt in die Tiefe zu arbeiten; sie ergattern zwar Mengen von Fakten-Häppchen, für sorgfältige Überprüfung und Nachrecherche bleibt kaum Zeit. In der Materialschlacht geht die Qualität der Information unter.

Es steht alles im Netz

Ein bedeutender Teil der konspirologischen Faktenflut stammt aus dem Internet. Unbestritten ist: Zeitungs- und Nachrichtenarchive im Netz können eine grosse Hilfe bei der Recherche bieten. Ein Verständnis für die Entwicklung von Nachrichtenlagen ist dabei wichtig. Die Recherche eines Fussballergebnisses geht in die Irre, wenn statt des Endstandes der Halbzeitstand ermittelt wird. Genau das aber ist bei der “Odigo-Warnung” und bei den “lebenden Attentätern” passiert.

Nun könnte man solche Fehler ja noch reparieren, wenn sie nur als Fehler anerkannt würden. Manche Äusserungen wie diese von Mathias Bröckers lassen jedoch Schlimmes ahnen: “Nehmen wir zum Beispiel das Phänomen der ‚elusiven Information‘, dem wir bei unseren Recherchen permanent begegnet sind. Das sind Nachrichten, die kurz auf- und dann dauerhaft wieder abtauchen, Nachrichten, die nicht am Erscheinen gehindert werden, die aber sofort wieder aus dem Aufmerksamkeitsfokus der Medien herausfallen, weil sie nicht ins Bild passen, und damit so gründlich entsorgt sind, als hätte es sie nie gegeben. Wäre da nicht das grandiose Weltgedächtnis des Internets, das in seinem Archiv all diese weggeworfenen Krümel registriert, sammelt und zugänglich macht!”

Damit verflüchtigt sich die Hoffnung auf Korrigierbarkeit konspirologischer Recherchen. Nachrichten, die aufgrund fehlenden Realitätsgehaltes nicht weiter verbreitet werden, werden zu verschütteten Schätzen hochstilisiert, deren Hebung dank des “grandiosen Weltgedächtnisses” dem Sammler und Jäger exklusive Einsichten vermittelt. Dass der Weltgedächtnis-Forscher dabei auf Katzengold statt eines echten Schatzes gestossen ist, fällt gar nicht mehr auf.

Umgekehrt wird tendenziell zur Nicht-Realität, was nicht im Netz steht. Die Allmachts- und Allwissensfantasien des Weltgedächtnis-Forschers schliessen aus, was nicht als Link angeklickt werden kann. Der simple Griff zum Telefon, die Fahrt zum Ort des Geschehens, die Befragung von Experten – alles überflüssig.

Verschwörungstheorien sind im Internet verbreitet.
Verschwörungstheorien sind im Internet verbreitet.

Zum journalistischen Handwerk gehört, verwendete Quellen kritisch auszuwählen. Vertrauenswürdigkeit und Brauchbarkeit der Quellen einschätzen zu können, ist Voraussetzung dafür. Und hier wird es bei den konspirologischen Autoren bedenklich düster. Hochgradig dubiose Websites wie die der rechtsextremen LaRouche-Bewegung oder die antisemitisch gefärbte rense.com stehen da gleichberechtigt neben der “New York Times” oder dem “Spiegel”. Die deutsche Übersetzung des Atta-Testaments wird dem Web-Diskussionsforum einer Moschee entnommen, wo sie von einem Teilnehmer namens “iron fist” eingestellt wurde. Dass journalistisch saubere Arbeit so nicht funktionieren kann, muss man wohl nicht weiter ausführen. Die Beliebigkeit der Quellenverwendung korrespondiert mit der Materialschlacht; Masse statt Qualität ist Trumpf.

Rekonstruktion oder Dekonstruktion

Journalistische Recherche und Präsentation der Ergebnisse hat das Ziel, dem Mediennutzer gesicherte Fakten und Hintergründe zu vermitteln. Mit zunehmender Entwicklung der Informationslage sollte es möglich sein, ein zusammenhängendes – wenn auch nicht notwendigerweise vollständiges – Bild der Realität zu rekonstruieren.

Die Konspirologen gehen jedoch einen anderen Weg: Sie greifen die vorhandene Berichterstattung auf und verwerfen gleichzeitig deren Gesamtbild als Irreführung und Täuschung. Am deutlichsten hat Mathias Bröckers sein Selbstverständnis als “Dokumentarist der gesicherten Ungereimtheiten” beschrieben, der “nicht die Wahrheit über den 11. September” enthüllen will, sondern das vorherrschende Gesamtbild als “Konstrukt zu Propagandazwecken” entlarven will. So kommt es auch nur begrenzt zum Versuch, ein faktenbasiertes Gesamtbild zu schaffen, es bleibt bei Konjunktiven, Szenarien, Andeutungen.

Damit immunisieren sich Konspirologen gegen Qualitätsansprüche, denn “sie stellen ja nur Fragen” bzw. “stellen die offizielle Version in Frage”. Ein eigenes Gegenmodell der Ereignisse wird nicht ausformuliert, es wird suggeriert und der Ausfüllung durch den Leser überlassen.

Spätestens hier wird klar, dass der Versuch, Konspirologen an journalistischen Massstäben zu messen, scheitern muss, denn sie spielen in einer anderen Liga. Sie arbeiten nicht an der Rekonstruktion dessen, was geschah, sondern vor allem an der Dekonstruktion dessen, was darüber in den Medien kommuniziert wird.

Dabei sind ironischerweise konspirologische Veröffentlichungen auf eben diese Medien angewiesen, denn sie stellen zu einem guten Teil den Steinbruch für die Faktenhäppchen-Sammlung dar. Vom lauthals geschmähten “Medienbordell” sind Konspirologen durchaus abhängig.

Weitere Informationen: Der Beitrag von ttt am 10. Juli 2011 in der ARD, Verschwörungstheorien im Internet: Eindeutig, scheinbar schlüssig – und kaum zu widerlegen (Interview von Patrick Gensing mit Tobias Jaecker), Von einer vereinfachten Weltsicht und Verschwörungstheorien, Neonazis besorgt: Halbe Hähnchen machen schwul!, Querfront: Rosa Luxemburgs Erben für Rudolf Heß

0 Kommentare zu „Legenden nach 9/11: Masse statt Qualität

  1. Wenn schon solche Spinner bei der ARD (TTT) wie Mathias Bröcker solch Müll über den 9/11 ablässt,sollten wir uns nicht wundern wenn sich die Nazis sich wieder die Schnute zerreißen und auch wieder diesen Bockmist ablassen die Amis hätten die Türme „im Auftrag Israels „gesprengt“,oder die Terroristen wollten einen „Befreiungskampf“ gegen „USrael“ machen,solch krankes Zeug fliegt schon ewig bei den Nazis durch solch bescheuerter Verschwörungs-Theoretiker rum und hausieren zu gegebener Zeit in ihren Foren und Websites rum.
    Ähnlich wie dieses Buch von Sarrazin,wird bestimmt dieses Machwerk auch bestimmt bei den Braunies zu bestellen sein.
    Die Massenmorde vom 11.September haben einzig und allein Osama Bin Laden und sein Terror-Netzwerk Al Kaida zu verantworten,kein Amerikaner,kein Israeli oder Jude!!!

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  2. Der Hanf-Mann würde sich auch bei „Altermedia Deutschland“ nicht schlecht machen, hinsichtlich seiner „Ausführungen“ zu „den Bilderbergern“, der neuen „Achse Peking-Moskau-Berlin“ und bzgl. seines Wunsches nach dem Austritt Deutschlands aus der NATO zwecks einer neuen Allianz mit dem Iran, siehe Bröckers` Page und die Artikel unter „Black Eagle Trust Fund“ & „The Elite, the ‘Great Game’ and World War III“.

    – „ttt“, mit seinen infantilen Einführungen bzgl. des „streitbaren Publizisten“ ist nicht nur anhand der Auswahl Bröckers` umnachtet, sondern auch angesichts der „attestierten unleugbaren Fakten“ zu 9/11 aus dem Munde Bröckers`. – Bei soviel conspiracy for beginners kann die ARD gleich nach Teheran fliegen und da „recherchieren“ lassen… Und erst diese Suggerierungen hinsichtlich der schreibenden Zunft, die wohl flüsternd „eigentlich“ hinter Bröckers steht und da flüstert: „Ey … psst …wir sind mit dir … aber die Bilderberger! …psst! *loool* 😉

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  3. Ein „guter“ „Verschwörungstheoretiker“ appelliert stets an das, „was jeder weiß“, was nicht nur der berühmte (und manchmal irreführende) „gesunde Menschenverstand“ oder „gängiges Allgemeinwissen“ ist. „Was jeder weiß“ können auch nie richtig gestellte populäre Irrtümer sein (etwa die, dass nach einem Flugzeugabsturz ein „Wrack“ herumliegen müsste – meistens bleibt von der Maschine nach dem Aufprall ein Puzzlespiel aus verbogenen Aluminiumblech-Fetzen, verstreut über mehrere Hektar Landschaft, übrig) oder Vorurteile über die Effizienz von Geheimdiensten (in realen Diensten arbeiten bekanntlich keine Typen wie James Bond – und nur selten leitende Beamten, die so tüchtig sind wie „M“). Oder Vorurteile, die so hartnäckig sind, weil es die Weltanschauung erschüttern würde, wenn sie in Frage gestellt würden. Das Vorurteil, islamistische Terroristen würden sich aus den armen Leuten der arabischen Welt rekrutieren, gehört genau so dazu, wie das, dass islamistische Terroristen automatisch fromme Moslems sein müssten.

    Die „besseren“ unter den „Verschwörungstheorie“ halten sich auch deshalb so hartnäckig, weil sie plausibel klingen – während die Aussagen von Experten, die diese „Theorien“ nach allen Regeln der Kunst auseinandernehmen, eben wie Expertenaussagen klingen – „jede Menge Zeugs“, von denen Nichtfachleute nicht verstehen oder nichts verstehen wollen. Wäre das anders, hätte es nie so absurde „Verschwörungstheorie“ wie die, dass die Apollo-Mondlandungen „in Wirklichkeit“ in einem Studio inszeniert wurden, geben können. Mit etwas physikalischem Grundlagenwissen lassen sich die Argumente für diese „Verschwörungstheorie“ leicht auseinander. Nur: gerade daran hapert es. Und holt man etwas aus, heißt es, man flüchte sich ins „Fachchinesisch“.

    Zu Bröckers Zitat: Manchmal ist „ist doch gar nicht so falsch“ nur ein Euphemismus für „Halbwahrheit“. Und „damit will ich nichts zu tun haben“ kann nicht nur heißen: „das ist mir zu heiß“ sondern auch: „das ist mir zu windig“.

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  4. Dieser Artikel ist sowas von flach, kaum auszuhalten. Haben die Autoren/innen sich jemals mit dem 11. September beschäftigt? Also mehr als Spiegel und Bild gelesen? Z.B. den offiziellen Untersuchungsbericht? Bröckers hat den zumindest gelesen. Und wer in sein neues Buch schaut wird sehen, dass dort ausschließlich offizielle Berichte und Mainstream-Artikel als Quellen genannt werden. Aber ist ja alles nur aus dem Internet, blah blah.

    Und auch wenn Wisnewski ein Spinner ist und es auch keinen Betonkern im WTC gab, so wurde doch massig Beton verbaut. Oder was denkt ihr, worauf die Leute gegangen sind? Auf Holzdielen?

    Und das euch zum Thema Vorwarnungen nichts besseres als diese abgeschmackte, bescheuerte Story mit den angeblich gewarnten Juden einfällt, ist auch eher peinlich. Es gibt zwar keinen relevanten 9/11-Skeptiker, der diese These vertritt, aber dafür kann man ja die Skepsis mit Antisemitismus in Zusammenhang bringen. Und irgendwas wird schon hängen bleiben… Warum habt ihr nicht über die Geheimdienst-Vorwarnungen geschrieben, die aus vielen Ländern bei den US-Diensten eingingen? Da hättet ihr ganz einfach belegen können, dass der Mossad nicht hinter den Anschlägen steckt. Alldieweil die den USA eine Liste mit den Namen der Hijacker gegeben haben, die ja unter ihrem Klarnamen in den USA lebten. Das beweist, dass der Mossad die Absicht hatte, die Anschläge zu stoppen, sonst hätten sie diese Infos nicht weiter gegeben. Leider gab es beim CIA nachweislich und namentlich identifizierte Leute, die diese Absicht nicht teilten, sondern alles taten, damit das FBI nicht gegen Atta und CO vorgeht.

    Die Liste dieser Vorwarnungen ist lang, sehr lang:
    http://www.historycommons.org/timeline.jsp?timeline=complete_911_timeline&warning_signs:_specific_cases=foreignIntelligence

    http://www.historycommons.org/essay.jsp?article=essaytheytriedtowarnus

    Mein Fazit ist:
    Am 11. September hat sich eine Gruppe von Rechtsextremisten aus Militär und Geheimdiensten (viele schon bei Iran-Contra dabei) im mächtigsten Land der Welt an die Macht geputscht und anschließend der Welt den Krieg erklärt. Und bekommen ausgerechnet von der Antifa-Bewegung in Deutschland Schützenhilfe, wie kaum woanders.

    Mal ein Beispiel, wie zuverlässige Recherche geht, die mit Dokumenten belegen kann, dass 9/11 nicht das wahr, was uns offiziell weiß gemacht wird:
    http://terrorexperte.blogspot.com/2009/12/die-fakten-belegen-911-war-inszeniert.html

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  5. @Ohh, Benario

    Nimm`s mir nicht übel, aber hast` du – dank` deiner tollen Quellen und deren Aufbereitung durch „Terrorexperten“ – nicht ein paar spannende UfO-Infos für mich? Ich arbeite gerade an einem streng geheimen Geheimreport über die „Area 51“, in dessen Verlauf ich auch Infos zu dir bekommen habe: du bist ein Alien vom Stern Benario..!!! 😉

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  6. Lieber O.Benario:

    Erinnern Sie sich an die Entführung und Ermordung von Hans-Martin Schleyer? Wussten Sie, dass das BKA damals einen Hinweis hatte, aus dem sowohl die Adresse, als auch die exakte Wohnung hervorging, in der die Entführer Herrn Schleyer festgehalten haben.

    Selbst wenn es tatsächlich sachdienliche und konkrete (keine abstrakten) Hinweise gegeben hätte, so ist unter anderem für eine Reaktion die Wahrnehmung und Interpretation dieser Informationen durch die Behörden nötig. Das dauert Zeit…

    Aber mit Faktenwissen braucht man Ihnen nicht kommen. Es ist Ihnen ja nichteinmal aufgefallen, dass der obige Bericht um die 8 Jahre alt ist…

    Aus heutiger Sicht wäre eine Kritik an den neuen Werken der entsprechenden Autoren sicher ähnlich vernichtend.

    Sie können ja bei Ihrer nächsten ernsthaften Krankheit zum Typen um die Ecke gehen. Der hat mal ein Medizinbuch gelesen! Wenn das keine Reputation ist!

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  7. @8 (olga benario):

    wissen sie, warum ich verschwörungstheorien nicht mag? weil uns durch sie die kraft wacher, interessierter und motivierter geister wie ihnen verloren geht.

    .~.

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  8. Der Antifaschismus ist für die Linken Kern ihrer Daseinsberechtigung in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

    Viele Berufspolitiker sind heute Abgeordnete MdL/MdB oder in Vorständen, weil sie sich die Jahre ihrer politischen Praxis auf Antifaschismus/Antirassismus berufen haben, weil sie in ihren Bewerbungs- bzw. Nominierungsreden auf Parteitagen und Versammlungen den Antifaschistischen Kampf beschworen haben und weil sie den Kampf gegen Rechts und gegen die NPD zu ihrem Daseinsschwerpunkt gemacht haben. Ihr Engagement soll hier ausdrücklich gewürdigt werden. Aber auch die problematische Seite dieser innerparteilichen Legitimationsmaschine nicht unerwähnt bleiben.

    Zum Beispiel fehlt ein Konzept für den Praktischen Umgang mit er Tatsache, dass die NPD eine Verfassungschutzpartei ist, also „die nötige Staatsferne“ vermissen lässt, wie das BVerfG feststellte und daher den Verbotsantrag ablehnen musste. Es konnte nicht erkennen, welche aus dem NPD-Vorstand für Sicherheitsbehörden arbeiteten und welche nicht. Die Tatsache, dass Rechte Aufmärsche und Demos gegen Linke generell instrumentalisert werden ist ein offenes Geheimniss, jedoch stellt das die Partei vor Problemen die nicht ausdiskutiert werden. Darüber hinaus gibt es gute Geründe dafür, den Begriff zu erweitern bzw. zu überarbeiten.

    Wer sich auf Antifaschismus beruft und sich damit für Funktionen und Mandate in der Partei DIE LINKE bewirbt, sollte schon wissen was damit gemeint ist. Ich finde es vernünftig und notwendig, Antifaschismus näher auszuführen. Jeder Parteiverantwortliche sollte wissen (z.B. im Wahlkampf), wenn das Stichwort fällt, was unter zeitgenössischen faschistischen Tendenzen zu verstehen ist.

    Spätestens seit 2008 (Finanzkrise und der staatl. Reaktionen darauf, siehe Anhang) haben wir konkret vor Augen was Staatsmonopolkapitalismus bedeuten kann. Die staatsmonopolistische Entwicklung führt in der Tendenz zu autoritären Regimen, deren extreme Form der Faschismus ist.
    Der Grad der Verwirklichung dieser Tendenz hängt ab vom nationalen und internationalen Kräfteverhältniss, oder sagen wir moderner, von der Leistungsfähigkeit einer gelebten echten Demokratie im politischen System. Wir wissen alle wie es darum bestellt ist.

    Gibt es keine oder nur schwache antiimperialistische Bewegungen für Frieden und Demokratie, für Rüstungsbegrenzung, für Kontrolle der Finanzmärkte und für soziale Teilhabe, dann werden die reaktionären faschistischen Tendenzen gestärkt.

    Von daher ist es ein Alarmsignal und ein Skandal ersten Ranges, wenn Parteiverantwortliche, die vorgeben Antifaschismus praktizieren zu wollen, Imperialismus, Klassenkampf verleugnen und die Hintergründe und Fakten von modernen Kriegen und Menschenrechtsverstößen verschweigen, verschleiern und verleugnen können, ohne dass es für die handelnden Personen Konsequenzen hätte.
    Noch schlimmer ist jedoch, wenn andere Linke deswegen verunglimpft werden, weil sie bestimmte geopolitische und menschenrechtlich relevante Fakten öffentlich aussprechen und in die Parteiarbeit thematisch einbringen möchten.

    Dies sind Gründe genug für erzwungene Rücktritte und Abwahlanträge. Funktionäre und Abgeordneten die verunglimpfen und gleichzeitig ein Verschweigen, Verleugnen und Verschleiern praktizieren, sind auch als Parteimitglieder untragbar, da sie gegen den Geist und den Grundsätzen einer Partei, handeln, die sich der Demokratie, den Menschenrechten, der friedlichen internationalen Zusammenarbeit, dem Humanismus und den Werten der Aufklärung verpflichtet hat. Sie machen die LINKE in der Außenwirkung unglaubwürdig und untergraben das Vertrauensverhältnis zwischen den Mitgliedern.

    Die Bedeutung des Interventionismus als Globalstrategie und die Haltung der Linken dazu:

    Die heute vorherrschende außenpolitische Praxis des Interventionismus
    -gefährdet und untergräbt die internationale Sicherheit und Zusammenarbeit
    – greift bewusst und zielgerichtet in die souveränen Entscheidungsbefugnisse und –abläufe von Staaten sowie
    – in zwischenstaatlichen Beziehungen ein und
    – verletzt oder gefährdet völkerrechtlich geschützte Rechtsgüter,
    – fordert jährlich tausende Opfer in den Zivilbevölkerungen,
    – zerstört Infrastruktur, Grundversorgung, Gesundheits- und Bildungssysteme und die Lebensperspektiven der betroffenen
    Bevölkerungen auf Jahrzehnte hinaus
    – und ist Grundlage und Ursache für neuen Hass, Gewalt und Krieg zwischen den Völkern, Kulturen und Staaten.

    Die ehemals blockfreien, sozialistisch oder antiimperialistisch orientierten Entwicklungs- und Schwellenländer wurden verstärkt in den letzten 30 Jahren durch politische und militärische Strategien erpresst und unterworfen, um ihre Einbindung in den westlichen Kapitalismus wieder herzustellen. Dazu diente u.a. das Konzept des low-intensity-warfare, die Ausbildung, Bewaffnung und Einschleusung krimineller, gewalttätiger verfassungsfeindlicher Gruppierungen und menschenverachtender paramilitärischer Einheiten (z.B. in Nicaragua, Angola, Kolumbien, Kroatien, Bosnien, Kosovo, Afghanistan, Irak, Pakistan, Iran, Libyen, Syrien,…). Flankiert wurde und wird der militärische Interventionismus durch die Beeinflussung von Organisationen der internationalen Sicherheit (UNO), durch die Instrumentalisierung und einseitige Ausrichtung der Entwicklungshilfe und des internationalen Finanz- und Handelssystems (Beispiele: IWF, Weltbank, Washington Consensus, Welthandelsorganisation, Schuldenkrisen…) mit dem Ziel der finanzkapitalistischen Öffnung, der Deregulierung und Liberalisierung der Ökonomien der betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländer.

    In den jugoslawischen Folgestaaten wurden die entstandenen gewaltförmigen Konflikte als Begründung genutzt, militärisch einzugreifen („humanitäre Intervention“). In allen intervenierten Staaten wurden in der Folge die Staatsorganisation, das Wirtschaftssystem, die Eigentumsverhältnisse und die Verfassung durch äußeren Druck oder durch unmittelbare Direktive (z.B. Bosnien, Irak, Afghanistan) verändert und an die Vorstellung der Nato/EU-Eliten angepasst. Dieser weltweiten Interventionsstrategie haben sich alle Bundesregierungen seit den frühen 1990ziger Jahren in zunehmendem Maße verpflichtet gefühlt und angeschlossen. Somit natürlich auch die Parteiführungen von SPD und Grüne. Eine schwerwiegende und besonders gefährliche Form des Interventionismus ist der Staatsterrorismus. Staatsterrorismus tritt höchstwahrscheinlich auch in privatisierter Form auf und korrespondiert mit den Formen der Privatisierung von Politik im allgemeinen: Private Militärorganisationen, unkontrollierbare Sub-Strukturen in Nachrichtendiensten und logenähnlich-klandestine Gruppen (ähnlich der italienischen ‚Propaganda Due’) mit Anbindung an Vertreter des militärisch-industriellen Komplexes kommen als Organisator, Auftragnehmer oder Vermittler in Frage. Als Auftraggeber können in diesen Fällen sowohl staatliche wie auch nichtstaatliche Akteure des „Geld-Macht-Komplexes“(Krysmanski) vermutet werden. Naturgemäß entzieht sich die Analyse des Staatsterrorismus (aufgrund der fehlenden Informationen) einer rechtsverbindlichen oder gar wissenschaftlichen Darstellung und Aufarbeitung. Evident ist jedoch, dass seit dem 11.9. 2001 ganz offensichtlich unter dem Anspruch Terror zu bekämpfen, Terror gegen die Bevölkerungen vieler Staaten angewendet wird. Das Vorgehen des Nato-Militärs ist dabei ein Garant für die weltweite Entstehung und Verbreitung von Terror, Aufständen und Bürgerkriegen.

    Diese Verhältnisse nicht zu thematisieren und bspw. über die Lügen in der regierungsamtlichen Erzählung vom 11.9. 2001 öffentlich zu schweigen, bedeutet Massenbetrug durch LINKE und Mitverantwortung linker Abgeordneter und Parteiverantwortlicher für Staatsterror und Krieg als Normalzustand.

    Genaus das bedeutet es: Wenn die offiziellen Kriegsbegründungslügen nicht von der Partei DIE LINKE in Frage gestellt werden, hilft DIE LINKE durch ihr Stillschweigen an der Verbreitung mit. Hilft mit bei der Konsumtion von Klischees und Vorurteilen. Hilft mit, die linkspolitischen Handlungsalternativen in der Außen- und Sicherheitspolitik unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Sie unterstützt durch Verschweigen die Verfestigung und Verstetigung der bekannten Rezeptionsmuster, die letztlich die Entfremdung der Menschen verstärken und die individuelle Wahrnehmung von Qualität der Nachrichten/Informationen auflösen lassen.

    Selbsternannte Antifaschisten untergraben mit ihrem Schweigen und Leugnen ihre eigenen Antifaschistischen Positionen und Praxis.

    Jan Freundlich
    Leipzig, ehm. WASG-Mitglied

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  9. Jan, du hast` in deiner Aufzählung der „ehemals blockfreien, sozialistisch oder antiimperialistisch orientierten Entwicklungs- und Schwellenländer“ noch Venezuela vergessen. – Und ich hoffe doch mich gegen die NPD engagieren zu dürfen, auch wenn ich kein großer Freund der „…souveränen Entscheidungsbefugnisse und –abläufe“ in Pakistan, Syrien oder dem Iran bin…

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  10. Warum wird hier so ein Müll geschrieben und Bröckers mit antisemitischen Theorien in einen Topf geworfen? Die angeblich 4000 nicht zur Arbeit erschienenen Juden wurden weder von Bröckers noch Wisnewski vertreten, beide haben sogar erfolgrich gegen das Aussenminsterium geklagt das diese auf eine Ausstellung gegen Antisemitimus behauptet hat. Es war eine israelische Zeitung die das behauptete, möglicher Weise wurde das in die Welt gesetzt damit man 9/11-Skeptikern Antisemitismus andeuten kann.
    Warum spucken hier so viele Gift und Galle, dass die ARD keine Qualitätzskontrolle machen würde und Bröckers da seinen Müll ablassen könne? Habt ihr dieses Buch oder überhaupt man ein Buch von Bröckes gelsesen?
    Warum regt ihr euch nicht über den Müll ohne Quamitätskomtrolle auf, die die Massenmedien über Bin Laden erzählen, wie z.B. plumpe Fälschungen von diesen als echt darzsetellen. Auch das Bin-Laden-Geständnisvideo ist gefälscht, zumindet die Fälschung der Übersetzung ist endeutig belegt. Das ist keine Verschwörungstheorie sonder Verschwörungspraxis.
    Bröckes und Walther stellen in ihren Buch keine neuen Verschwörungstheorien auf, bezweifeln aber die offizielle Verschwörungstheorie zu 9/11 und wiederlegen Sie gar in Teilen.
    Un komme mir bei Bröckers und co. keiner mit Nazi-Vergleich und dem „strukturellen Antisemitismus“. Struktuelle Ähnlichkeit hat damit die OVT in der Tat. Da wurde einer Art Islamischer Weltverschwörung
    unterstellt und Bin Laden hätte 1000de Schläfer die nur auf geheime Botschaften von ihm im Fernsehen warten oder gar posthypnotischen Befehlen gehorchen. Diese Verschwörungstheroie hat in Afghanistan und im Irak mehrere 100.000 Menschen das Leben geostet, wenn nicht gar mehr als 1-Million!

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  11. Nun die meisten 9/11 „Skeptiker“ sind antisemitisch ausgerichtet.
    Nur einige stellen es etwas geschickter an,als es die rechte Szene es macht.
    Bröcker ist ausgebildeter Journalist und schreibt Bücher.
    Die Nazis sind hingegen meist komplett ungebildet und aus diesen Grund dämlich wie eine Stulle in der Mittags-Sonne.
    Irgendwie müssen es ja diese 9/11 Leugner auseinander frisseln das es halbwegs glaubhaft rüberkommt.
    Da wird was weggelassen und dort was rein interpretiert oder gänzlich in ein Märchen umfunktioniert.
    Ähnlich wie bei der Holocaust-Leugnung.
    Das Geständnis des Massen-Mörders Osama Bin Ladens wird schon stimmen,Al Kaida warnte nie vor,sondern Anschläge wurden erst immer danach bekannt,das ist das Markenzeichen dieser Terroristen,das ist perfiede und feige am 9/11 den größten Terrorakt der Nachkriegs-Zeit forderte über 3000 unschuldige Menschenleben,nur weil so ein Irrer den Dschihad gegen die freie westliche Welt zu eröffnen und 19.fehlgeleitete Islamisten die im Wahn lebten nach den Massen-Mord mit 4.Flugzeugen ins Paradies zu wandern,die Vollpfosten schmoren etliche Etagen tiefer in der Hölle.
    Die Verschwörungs-Theorien werden genau so nie enden wie diese scheiß Holocaust-Leugnung.
    Sicher muss die Qualität solcher Publikationen gewissenhaft von den öffentlich-rechtlichen Sendern überprüft werden und somit diesen Spinnern die Luft abzudrehen,die gegen die USA,Israel und der jüdischen Bevölkerung hetzen oder gar wie die Nazis diese feige Attacke die die 19.Terroristen noch als „Freiheits-Kämpfer bezeichnen,müssen dafür empfindlich bestraft werden!!!Genau so die bekloppten HC-Leugner!!

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  12. @ Sabine:

    Nett, dass du alle 9/11 OVT-Skeptiker „Leugner“ nennst und diese Sie mit Holocuast Leugnern in einen Topf schmeisst.

    Es gibt KEIN Geständnis von Bin Laden, dass er die Tat von 9/11 bekannt hat, Bin Laden war übrigens ein gute Freund der Amis und arbeite für die CIA (ich weiss dass das jetzt klingt wie „Elvis lebt“ oder „Bielefeld gibt es nicht“. Wenn Du mehr weisst dann verlinke mir doch mal ein Video wo Bin Laden angeblich 9/11 gestanden hat. Er hatt die Tat von 9/11 mehrmals bestritten.
    Wenn die Amis (nicht das Volk sonder Geheimdieste und Teile der Regierung) vorher nicht Bescheid wussten. Warum wussten die Fernsehreporter dann bitte sehr schon Bescheid dass es Bin Laden war ale beide Türme noch standen.
    Wegen dem selekttiven Weglassen: Es gab in der Tat einige in der Szene die keine Gegenproben gamacht haben und sich damit angreibfar geacht haben weil Sie viele falsche Argumente bringen. Aber Bröckers und Walther macheh genau das nicht, Sie halten sich streng an die Fakten. Übrigens zeichnen sich „Debunker“ geradezu ebenfalls dadurch aus, dass Sie selektiv gute Argumente weglassen und sich auch schlechte Argumente stürzen.
    Wenn die Amis vorher nicht Bescheid wussten: Warum haben Sie den Krieg gegen Afghanistan vorher schon klar gemacht (die Vorbereitungen waren 1 oder 2 Tage vor 9/11 klar).
    Noch einmal zum Wort „feige“? Sag mal, denkst Du überhaupt noch selber oder plapperst Du die Sprüche von W.Bush und co einfach nach? gegen wir mal hyphotisxcher Weise davon aus, dass es tatsächlich ein Selbstmordanschlag war? Was bitte sehr ist daran „feige“? Im Gegenteil, zu so ewtwas gehöhrt Mut, viel Mut.
    Ich kann den Begriff „Leugner“ auch gerne umdrehen. Vielleicht bist Du ja ein 9/11-Leugner, jemand der den Staatterrorimus leugnet, ja vielleich bist Du ka ein „Staatsterrorimus-Leugner“.

    Ja, vielleicht hat Hitler gar nicht den Reichtsag angezündet und „unter falsche Flagge“ den Sender Gleiwitz überfallen. Leute die das behaupten vielleicht auch „Leugner“! Oder vielleicht die Leute die die „Massenvernichttungswaffen“ von Irak 2002/2003 betritten waren Leugner, ja Sie waren „Verschwörungstheoretiker“.
    Es gibt gar keinen Beweis, dass Bin Laden das gemacht hat, auch kein Beweis dass es diese 19 Attentäter waren, im Gegenteil, es gab von mindesten 6 von ihnen nach 9/11 noch Lebenszeichen incluvive von Atta!

    Du scheinst Dich nicht mit den Fakten auseinander gesetzt zu haben aber schreisst nach Zensur gegen die bösen „VTler“, dabei hat die offizielle Version alle Züge eine unrealistischen VT!

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  13. Man merkt, dass sich die Verfasser dieses Textes mit der Materie nicht wirklich befasst haben.
    Das Problem in der Debatte ist, dass alles, was von der offiziellen Meinung abweicht, unter dem Label „Verschwörungstheorie“ subsummiert wird. Das umfasst dann völlig durchgeknallte Theorien wie intelligente Fragen gleichermaßen.
    Die Leute, die Zweifel an der offiziellen Version anmelden, sind keinesfalls irgendwelche Nerds. Es gibt Zusammenschlüsse von vielen Spezialisten in ihrem Feld, Architekten und Ingenieuren, Feuerwehrleute, Militärs etc., die Zweifel an der offiziellen Version anmelden und nachvollziehbar begründen. Auf diese Kritik wird eben nicht eingegangen, sondern versucht, zu diffamieren, meist ad personam, und missliebige Argumente werden nicht zur Kenntnis genommen.
    Im Übrigen wird eine Theorie nicht deshalb unseriös, weil sie von Extremisten missbraucht wird. Letztendlich kommt es darauf an, was wirklich gesagt wird. Und es lohnt sich, sich mit der sachlichen Kritik auseinanderzusetzen.

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