AfD: Auf dem Weg zur "Volksfront von rechts"

Die AfD und ihre Anhänger können nicht nur politische Gegner massiv angehen, sondern auch untereinander tüchtig austeilen. Derzeit gehen Anhänger und Gegner des neurechten AfD-Funktionärs Höcke aufeinander los. Der arbeitet weiter fleißig daran, die AfD zu einer aktionistischen Fundamentalopposition aufzubauen. Und in einer Rede greift er sogar auf einen Begriff aus dem Selbstverständnis der SS zurück.

Von Patrick Gensing

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Europa: Im Zweifel rechts

Marine Le Pen und der bulgarische Nationalist Volen Siderov (Foto: HomoByzantinus)
Marine Le Pen und der bulgarische Nationalist Volen Siderov (Foto: HomoByzantinus)

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Rechtspopulismus. So könnte man die derzeitige politische Entwicklung in großen Teilen des Kontinents zusammenfassen. Bemerkenswert ist, dass die neuen Rechten in diversen Staaten punkten und der neue Rechtspopulismus zunehmend von Frauen geprägt wird. SPD-Chef Gabriel will die populistischen Strategien derweil imitieren.

Von Patrick Gensing

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NRW: AfD distanziert sich von Rechten – und arbeitet mit Rechten zusammen

Die AfD Nordrhein-Westfalens hat einen Abgrenzungsbeschluss („Kooperationsverbot“) zum „rechtsradikalen Spektrum“ gefasst – erwähnt werden insbesondere die „Pro-Parteien“, die in NRW eine gewisse Rolle spielen. Doch dieser Parteitagsbeschluss ist bereits wenige Tage nach dem er gefasst wurde, offenkundig das Papier nicht mehr wert, auf dem er geschrieben wurde.

Von Frank Behrmann

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Männerfantasien: Die antigenderistische Ideologie des Ulrich Kutschera

Der Kasseler Biologie-Professor Ulrich Kutschera tut sich in den letzten Monaten immer wieder durch Traktate gegen „die Gender Ideologie“ hervor. Dabei nähert er sich nach und nach einem geschlossen rechtsextremen Weltbild an und erhält dementsprechend auch Applaus vom rechten Rand. Grund genug für eine ideologiekritische Skizze seines Antigenderismus.

von Floris Biskamp und Fabian Bärig

Der C4-Tiger brüllt wieder!

Seit Juli tritt der Kasseler Biologe Ulrich Kutschera in regelmäßigen Abständen an die Öffentlichkeit, um die „normalen“ Teile der Bevölkerung vor einer ernsthaften Gefahr zu warnen: Gender!

A cat pawing at goldfish in a bowl. Reproduction of a pen an

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AfD kann in Hamburg nicht marschieren

Die norddeutschen Landesverbände der AfD wollen in Hamburg demonstrieren, werden aber von Linken durch Blockaden daran gehindert. An der AfD-Kundgebung nehmen auch Neonazis teil, die Journalisten angreifen.

Von Benjamin Laufer

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Heimat-Debatte: Immer nur Vergangenheit!

Einspruch: Die Debatte darüber, wie der altdeutsche Begriff Heimat progressiv zu besetzen wäre, löst kein einziges Problem .

Von Patrick Gensing, zuerst veröffentlicht in der „Berliner Republik“, dem sozialdemokratischen Debattenblatt.

Der „Thüringer Heimatschutz“ – so nannte sich eine Neonazi-Bande in den neunziger Jahren, in der auch die späteren NSU-Terroristen aktiv waren; die NPD bezeichnete sich jahrelang als „die soziale Heimatpartei“; und auch andere Rechtsradikale nennen sich stolz „heimattreu“. In Dresden verkündeten Pegida-Anhänger bei ihren Demonstrationen auf Plakaten: „Heimatschutz statt Islamisierung!“ Und die in deutschnationalen Kreisen beliebte Band Frei.Wild textete, das „Heimatland“ sei das „Herzstück dieser Welt“, auf das „schon unsere Ahnen mächtig stolz“ gewesen seien: „Kurz gesagt, ich dulde keine Kritik an diesem heiligen Land, das unsere Heimat ist.“

Zum Feind wird jeder, der irgendwie anders ist

Hinter diesen Verwendungen des Begriffs steht ein gemeinsames Verständnis von „Heimat-Debatte: Immer nur Vergangenheit!“ weiterlesen

Wenn die Angst herrscht

(Foto: Marcus Fischer)
(Foto: Marcus Fischer)

Die Ängste und Alltagssorgen der Bürger ernst nehmen, das hat sich unter anderem SPD-Chef Gabriel auf die Fahne geschrieben. Offenkundig will er als Kanzlerkandidat der Herzen gegen die eher kühle Kanzlerin punkten. Doch dieses gefühlsbetonte Politikverständnis legitimiert sich durch diffuse Alltagssorgen – und öffnet dem Populismus Tür und Tor. Es herrscht die Angst.

Von Patrick Gensing

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat einmal mehr dafür dafür geworben, die Ängste in der Bevölkerung in der „Flüchtlingskrise“ ernst zu nehmen. Dieses Feld dürfe nicht Rechtsradikalen überlassen werden, sagte er am Sonntag im „Bericht aus Berlin“.

Vor lauter Furcht, die Ängste und Alltagssorgen möglicherweise nicht ernst genug zu nehmen, formuliert Gabriel diese „Wenn die Angst herrscht“ weiterlesen