Pirinccis PR-Coup: Gute KZs, schlechte KZs?

Er hatte eine Rede angekündigt, die Maßstäbe setzen würde – und er hat Wort gehalten. Der „Pegida“-Auftritt von Akif Pirincci beschäftigt weiterhin die Öffentlichkeit, die nun versucht, seine Hetzrede zu interpretieren, was angesichts von Inhalt und Form nicht ganz einfach ist. Immerhin Medienkritiker Niggemeier kennt die ganze (Un-)wahrheit.

Von Patrick Gensing

Seit Monaten und Jahren versucht der Autor Akif Pirincci durch Beleidigungen und Obszönitäten sein Image als Bad Boy des deutschen Kulturbetriebs zu festigen. Doch nun wirft ausgerechnet Pirincci den deutschen Medien Rufschädigung vor und will, so ist es zu lesen, Unterlassungs- und Schmerzensgeldansprüche durchsetzen.

Ankündigung der Lesung von Akif Pirincci in Hamburg
Ankündigung der Lesung von Akif Pirincci in Hamburg

Der Vorwurf: Medien hätten eine seiner Aussagen falsch wiedergegeben. Pirinçci sagte beim einjährigen Jubiläum der Pegida-Bewegung in Dresden vor knapp zwei Wochen:

„Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

In der Stellungnahme der Anwaltskanzlei, die der „Welt“ vorliegt, heißt es:

„Diverse Medien haben eine Äußerung unseres Mandanten aus seiner heftig kritisierten Pegida-Rede aufgenommen und in rechtswidriger Weise entstellt. Herrn Pirinçci wurde dabei unterstellt, er habe für die Wiedereröffnung von Konzentrationslagern zur Bewältigung der Flüchtlingskrise plädiert, wo genau das Gegenteil richtig ist. Tatsächlich äußerte er überspitzt-sarkastisch seine Sorge, dass sie wieder eröffnet werden könnten, und zwar gegen ,Fremdenfeinde‘.“

Unterstützt wird diese Darstellung von Medienkritiker Stefan Niggemeier, der schreibt:

Man konnte das, was Pirinçci an diesem Abend gesagt, schon wenig später wörtlich nachlesen. Man konnte es sich unmittelbar danach und bis heute auf YouTube anschauen. Trotzdem hat ein großer Teil der Medien das, was er gesagt und gemeint hat, falsch wiedergegeben und tut es teils noch heute.

Also mal wieder die dummen, sensationsgeilen Medien! So eindeutig, wie Niggemeier es einfach behauptet, ist die Angelegenheit aber keineswegs:  Viele Leute, die sich die Rede angehört haben, verstanden ebenfalls, dass Pirincci sich auf Flüchtlinge bezogen habe. Schon erstaunlich, dass sich ein Schriftsteller so ungenau auszudrücken weiß – und das auch noch in einer recht delikaten Angelegenheit, denn Pirincci wird sich wohl bewusst sein, dass die deutsche Öffentlichkeit bei dem Begriff KZ hellhörig wird.

Andere Begriffe wie „Umvolkung“ oder „Kinderfickerpartei Die Grünen“ oder „Vergewaltigungsfrühling“ oder die „üblichen deutschen Parasiten und Wichsmenschen aus der Migrationsmafia auf dem Schoße von Pro Asyl“  sowie anderer rassistischer Schmutz fallen da fast schon nicht mehr auf.

Medienkritiker Niggemeier beklagt nun, viele Medien hätten „den Zusammenhang weggelassen“ bei der Äußerung von Pirincci. Stimmt das? Vor der Äußerung Pirinccis zu den KZs als „andere Alternative“ hetzte er in bewährter Manier dagegen, dass sich Flüchtlinge, die illegal nach Deutschland kämen, hier sich und ihre Clans durchfüttern ließen. Zugleich sprach er von Politikern, die dem eigenen Volk die Ausreise nahelegen würden. Dann ließ er eine längere Pause, in der das Publikum „Widerstand“ skandierte. Als Pirincci dann den umstrittenen KZ-Satz geäußert hatte, gab es anerkennendes Gelächter im Publikum – und selbst „Pegida“-Gründer Bachmann entschuldigte sich nach der Rede öffentlich, so wie auch viele anderen Zuhören offenkundig genau das verstanden hatten, was laut Pirincci und Niggemeiner nicht gemeint war.

Die Interpretation von Texten ist zumeist nicht eindeutig, hier ist aus meiner Sicht ebenfalls keine absolute Unwahrheit, wie Niggemeier sie verkündet, auszumachen. Pirincci könnte die KZs als Alternative zu dem angeblichen Leben der Flüchtlinge in Deutschland auf Luxusniveau verstehen. Man kann aber auch argumentieren, Pirincci habe sich auf die Politik bezogen, die gerne „Asylkritiker“ in KZs sperren wolle. Darüber kann man natürlich diskutieren – aber was ist denn das bitte für eine Frage? Und aus vielen von Niggemeier ausgewählten Beispielen für ein angebliches Armutszeugnis der deutschen Medien geht übrigens auch gar nicht hervor, ob Pirincci das eine oder andere gemeint habe.

Wir sind der Volk?

Und selbst wenn man die Pause in der Rede ausklammert und nur den unmittelbaren Zusammenhang des Zitats anschaut, ist der Sachverhalt keineswegs ganz eindeutig, denn Pirincci sagte:

Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert.

Mit „ihm“ dürfte das Volk gemeint sein, aber wer ist „er“? Der Volk?  Oder der Kasseler CDU-Politiker? Oder am Ende womöglich doch „der“ Flüchtling?

Selbstverständlich behauptet Pirincci nun, Letzteres könne gar nicht gemeint gewesen sein. Aber so eindeutig wahr oder unwahr wie Niggemeiers Medienkritik es gerne hätte, ist die Stelle selbst bei genauer Analyse nicht. Das grölende Publikum jedenfalls verstand das, was es hören wollte – und möglicherweise auch sollte.

Morgen, also Montag (19. 10. 2015), werde ich anläßlich des einjährigen Bestehens von PEGIDA in Dresden auftreten und einen hübschen Text vorlesen, der in Sachen Wutrede in diesem Lande Maßstäbe setzen wird. Es wird um die Verbrechen gehen, die man diesem Volk gegenwärtig antut. […] Ach, Herr Staatsanwalt, bitte immer den Gesamtzusammenhang sehen und sich keine Wort-Rosinen rauspicken. So doof bin ich nämlich auch nicht … (Akif Pirincci auf seiner Homepage)

Tatsächlich gab es in vielen Medien falsche oder zumindest irreführende Darstellungen der Pirincci-Rede, weil eine Eindeutigkeit des Gesagten behauptet wurde. Genau eine solche Eindeutigkeit behauptet Niggemeier nun gleichfalls, wenn er schlicht Pirinccis Argumentation folgt und von einem „Armutszeugnis“ für deutsche Medien schreibt.

Relativierung von Nazi-Verbrechen

Ganz unabhängig von der Frage, wie man den KZ-Satz nun interpretiert, wenn man sich auf so eine Diskussion einlassen möchte, könnte man darüber nachdenken, dass auch die „überspitzt-sarkastische“ Darstellung, wonach Politiker die Asylkritiker“ am liebsten in KZs (= Vernichtungslager) sperren würden und diese sozusagen die Juden von heute seien, den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen könnte.

Auch über eine mögliche Relativierung von NS-Verbrechen könnte man nachdenken. Das Internationale Auschwitz Komitee kritisierte die KZ-Bemerkung Pirinçcis treffend als „ein widerliches Signal der Schamlosigkeit“. Die Instrumentalisierung des Begriffes KZ lasse die Überlebenden deutscher Konzentrationslager, die KZ am eigenen Leib erfahren hätten, fassungslos und verstört zurück.“

Und dabei ist es vollkommen zweitrangig, ob Pirincci selbst die KZs nun für Flüchtlinge auserkoren hätte oder ob er sich ein Szenario zusammenspinnt, in dem ein CDU-Politiker das Volk in solche Lager sperren möchte. Dem „Skandal-Autor“ ging es offenkundig darum, wie seine oben zitierte Ankündigung für die Rede zeigt, einfach mal „KZ“ zu sagen und einen Skandal zu provozieren. Das hat geklappt. Und nun kann er sich auch noch als Opfer der „Lügenpresse“ feiern lassen – mit gutem Leumund.

15 thoughts on “Pirinccis PR-Coup: Gute KZs, schlechte KZs?

  1. Und dass er sich nun noch als Opfer der „Lügenpresse“ feiern lassen kann, wessen Schuld ist das? Doch die der Medien. Das ist doch das eigentliche Ärgernis.

    Pirinçci wusste, was er tat. Er hatte vorher schon (!) auf seinem Blog in Bezug auf diese Rede geschrieben: „Ach, Herr Staatsanwalt, bitte immer den Gesamtzusammenhang sehen und sich keine Wort-Rosinen rauspicken. So doof bin ich nämlich auch nicht …“ Es war ein kalkulierter Tabubruch und womöglich auch ein kalkuliertes Missverständnis. Ich habe auch gar kein Mitleid mit Pirinçci. Ich habe Mitleid mit den Medien und uns allen.

    Dass die KZ-Äußerung von Pirinçci in jedem Fall, bei jeder Interpretation, unsäglich ist, steht außer Frage (und hab ich auch explizit geschrieben),

    1. Lieber Stefan Niggemeier,

      Ihr Artikel hilft Akif Pirincci durchaus, sich als Opfer präsentieren zu können, weil nämlich – wie oben erwähnt – einige Beispiele für das „Armutszeugnis“ der deutschen Medien, zumindest nach meinem Verständnis, gar nicht falsch sind, sondern in den zitierten Berichten wird es schlicht offen gelassen, wen oder was Pirincci in seiner Rede eigentlich meinte.

      Weiterhin bezweifele ich, ob die ganze Sache so eindeutig ist, wie es in Ihrem Blog heißt („Trotzdem hat ein großer Teil der Medien das, was er gesagt und gemeint hat, falsch wiedergegeben…“). Vielmehr hat er seine Rede so angelegt, dass die eindeutigen Zweideutigkeiten in seinem Sinne straffrei bleiben sollen und er sich auf diese Position zurückziehen kann.

      Aber nur weil Pirincci behauptet, etwas sei gar nicht so gemeint, muss ich dieser Einschätzung noch lange nicht folgen. Anderen Behauptungen, die der Typ aufstellt, folge ich ja auch nicht. Warum sollte er ausgerechnet hier glaubwürdig sein?

      Gruß
      Patrick Gensing

      1. Ich folge gar nicht Pirinçcis Einschätzung. Ich folge meinem Leseverständnis. Die Glaubwürdigkeit von Pirinçci spielt dabei gar keine Rolle.

        1. Guten Morgen SN,

          Sie haben AP doch in Ihrem Kommentar selbst als Beleg für Ihre These angeführt. Und jetzt spielt er wieder keine Rolle? Schwer nachvollziehbar.

          Die Rede war eindeutig zweideutig angelegt, das zeigen die sehr unterschiedlichen Reaktionen darauf sowie die Ankündigung von AP vorher – und Sie interpretieren (!) diese absolut eindeutig. Ausschließlich nach Ihrem eigenen Leseverständnis. Auf dieser Basis werfen Sie deutschen Medien ein „Armutszeugnis“ vor, obwohl unklar bleibt, wo bei mehreren zitierten Medienberichten überhaupt der Fehler liegen soll.

          Gruß
          Patrick Gensing

      2. Oh doch, Herr Gensing, es ist ziemlich eindeutig, worauf der KZ-Satz bezogen war – nämlich auf den Satz davor: „Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert.“ Die KZ als „Alternativen“ sind definitiv auf die Ausreise bezogen, d.h. ausgerechnet der Nazianbiederling Pirincci unterstellt, dass die etablierten Parteien die Pegidisten gern in Konzentrationslager stecken würden. (Dass die damit verbundene Zwangsarbeit für viele Pegidisten bedeuten würde, dass sie das erste Mal seit langer Zeit mal überhaupt arbeiten würden, sei dahingestellt.)

        Dieser Zusammenhang ist definitiv verfälscht dargestellt worden. Genauso wie seinerzeit der Varoufakis’sche Stinkefinger. Und die Stadionaktion in Donezk, wo aus ein paar hundert Claqueuren „tausende“ gemacht wurden, als wäre das Stadion randvoll gewesen. Will man ernsthaft dem Lügenpresse-Vorwurf entgegentreten (vor allem vor dem Hintergrund, dass ein solcher Rufschaden über Jahrzehnte wirkt und Verfälschungen dazu beitragen, Generationen rassistisch Indoktrinierter zu produzieren), dann darf so etwas nicht passieren. Wer sagt, dass er nicht lügt, darf sich nicht bei der Unwahrheit ertappen lassen, so wie ein trockener Alkoholiker besser kein Bier in die Hand nimmt und ein angeblich geläuterter Fremdgeher seine Zunge nicht im Hals der Nachbarin versenkt.

        Auf die Art und Weise bestätigt man diese Leute, sich als Widerständler gegen „das System“, „die Macht“ zu gerieren – wie etwa die Thüringer AfD, die sich mit den Gewistern Scholl vergleicht. So haben das seinerzeit auch die Nazis gemacht, als sie die SA durch die Lande schickten und sich selbst als Opfer der Kommunisten ausgaben, beim Altonaer Blutsonntag wie auch später beim Reichstagsbrand. Diese „Opfer“ haben bereits in über 300 Gebäuden Feuer gelegt und Jagd auf Flüchtlinge gemacht, sie angegriffen und verletzt, wie jüngst in Magdeburg und Wismar. Es kann nicht mehr lange dauern, bis sich Mölln 1992, Solingen 1993 und Lübeck 1996 wiederholen. Und es KANN NICHT SEIN, dass die deutsche Journalismuslandschaft diesem auch noch sehenden Auges Vorschub leistet!

        1. Jetzt muss man aber auch mal differenzieren zwischen Lüge und fehlender Kontext auf Seiten des Lesers.

          „Dieser Zusammenhang ist definitiv verfälscht dargestellt worden. Genauso wie seinerzeit der Varoufakis’sche Stinkefinger. Und die Stadionaktion in Donezk, wo aus ein paar hundert Claqueuren „tausende“ gemacht wurden, als wäre das Stadion randvoll gewesen.“

          Ein falscher Zusammenhang wurde meines Erachtens weniger häufig dargestellt (NDR und ZDF haben es hier aber wirklich verkackt). Häufig ist in den, von Niggemeier angeprangerten Berichten, Folgendes zu lesen:
          „[…] Politiker als „Gauleiter des eigenen Volkes“, und dann fiel folgender Satz: „Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“
          (Beispiel Tagesschau)
          Rein vom Kontext her sind die Infos: Politiker=Gauleiter, KZ= „leider“ ausser Betrieb. Ergo, bei richtiger Interpretation: Politiker würden am liebsten mit KZs gegen das Volk arbeiten.

          Bezüglich Varoufakis muss man sagen – er hat den Mittelfinger Richtung „Deutschland“ gezeigt, jedoch nicht mit dem Hintergrund seiner persönlichen Einstellung sondern einer Persiflage zur Untermalung seiner Rede. Der Fehler, den er gemacht hat, ist allerdings dies nie wirklich klarzustellen sondern das Ganze abzustreiten, als wäre das Video wirklich manipuliert gewesen, was Jan Böhmermann zu Ruhm verholfen hat – vielleicht stecken die auch unter einer Decke – das ist doch eine Verschwörung! Darum soll es jetzt aber nicht gehen.

          Stadion mit tausenden voll? Aha..mal schauen… http://www.myvideo.de/embed/9574173
          Ach, wieder falsch interpretiert, das wurde nämlich nie gesagt. Es heißt nur insgesamt sind Zehntausende zusammen gekommen – im Stadion? in der Ukraine? weltweit? Wird nicht gesagt. Ich kann nicht beweisen, dass die Zahl stimmt, allerdings stelle ich fest, dass die Medien hier weder lügen, noch bewusst falsche Zusammenhänge darstellen.

          Generell werden Informationen weitergegeben. Wer diese nicht interpretieren und differenzieren kann, der hat auch keinen Grund „Systemmedien“ zu diffamieren. Vor allem, wenn man am Ende wirklich solchen Plattformen folgt, in denen gezielte Falschmeldungen als Propaganda verbreitet werden, ohne diese zu hinterfragen. Was auch häufig kritisiert wird, ist, dass ja eine einseitige Berichterstattung stattfindet. Tja. Möchte man alle Aspekte betrachten, wären die Nachrichten vermutlich jeweils um eine Woche verschoben. Ist das der Sinn? Nein. Es geht ums Informieren von aktuellen Informationen. Keine Mutmassungen, keine Verschwörungen, sondern das Mitteilen von offiziellen Informationen. Je weiter links oder rechts man sich bei dem Medium seiner Wahl bewegt, desto unterschiedlicher liegen auch die Aspekte der Berichterstattung.

  2. Und ich hatte den Eindruck, dass sich der Satz weder an die Geflüchteten noch an die Rassisten richtet, sondern eine sarkastische Drohung gegen die Politiker ist. Das Missverständnis war sicherlich gewollt. Aber neben Gruppenadressaten wie die „Kinderfickerpartei“ oder die *** Gruppe der mit Vergasung bedrohten, hat P. ja auch einzelne Personen diffamiert, beleidigt und bedroht. Das geht leider etwas unter.

      1. „er“ ist der Zwischenrufer, dem Lübcke empfahl das Land zu verlassen.
        Und mit „ihm“ ist dann wohl doch der gleiche Zwischenrufer gemeint, nicht das Volk.

  3. Bei allem was hier durchaus richtig ist stimmt die Gleichsetzung von KZ und Vernichtungslager nicht. Sicher, Vernichtungslager sind durchaus KZ’s, aber bei weitem nicht alle Konzentrationslager waren auch Vernichtungslager. Die Zahl der Konzentrationslager ist ungleich höher als die der reinen Vernichtungslager. Vernichtungslager, also Orte der Fabrikmäßigen Ermordung von Menschen waren Auschwitz-Birkenau, Majdanek, Belzec, Sobibor, Treblinka und als erstes Kulmhof (Chelmno). Man sollte hier schon die Nomenklatur beherrschen.

    1. Hallo,

      mir ist bewusst, dass längst nicht alle KZs Vernichtungslager waren. Aber wofür steht denn ein KZ als Bild? Für eine vorübergehende Inhaftierung – oder für die Vernichtung von Menschen, sei es durch Aushungern, Erschießen, Schinderei oder Vergasen? Nach meinem Verständnis für Letzteres. Aber das ist tatsächlich eine subjektive Einschätzung.

      Gruß
      Patrick Gensing

  4. Spannender Exkurs—einerseits. Andererseits: Die Wortwahl des „Litteraten“(ja,meine ich so!) ist derart für die Tonne, dass mir der Begriff „Zeitverschwendung“ sehr nahe ist.

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