Hogesa 2.0 – Köln erwartet tausende Hooligans und Neonazis

Hogesa 2014, Foto: Felix M. Steiner
Hogesa 2014, Foto: Felix M. Steiner

Am Sonntag wollen Hooligans in Köln das Hogesa-Jubiläum begehen. Erlaubt ist ihnen lediglich eine Kundgebung, um deren Ort noch vor Gericht gestritten wird. Tausende werden zu den Gegenprotsten erwartet.

von Felix M. Steiner

HogeSa-Aufmarsch in Köln 2014 mit 4.800 Teilnehmern (Foto: Felix M. Steiner)
HogeSa-Aufmarsch in Köln 2014 mit 4.800 Teilnehmern (Foto: Felix M. Steiner)

Es ist die Woche der Jubiläen: Nachdem Pegida bereits am Montag das einjährige Bestehen mit ca. 15.000 Teilnehmern in Dresden „feierte“, soll am Sonntag nun das Hogesa-Comeback in Köln folgen – „Hogesa 2.0“. Noch vor einem Jahr überlagerten die Ausschreitungen in der Domstadt und die damit verbundene Berichterstattung die Entstehung der Pegida-Proteste in Dresden. Doch im Gegensatz zur Hooligan-Ausgabe der aktuellen „besorgten Bürger“-Proteste, zeigte sich Pegida in den letzten zwölf Monaten relativ stabil. Nach Streitigkeiten und Abspaltungen gelang es den verschiedenen Hooligangruppen in Deutschland nicht mehr, nennenswerte Proteste auf die Straße zu tragen. Schon die Anschlussveranstaltung im November 2014 in Hannover zeigte, dass die Hooligan-Proteste keine wirkliche Bindungskraft entwickeln konnten und durch teils schlechte Organisation und fehlende Choreographien das eigene Klientel nicht halten konnten: Stundenlanges Rumstehen und „Ahuu“-Gerufe war schon in Hannover dem ein oder anderen Hogesa-Teilnehmer offensichtlich zu dumm.

Nach den Geschehnissen in Köln zeigte die Polizei in Hannover massiv Präsenz, Foto: Felix M. Steiner
Nach den Geschehnissen in Köln zeigte die Polizei in Hannover massiv Präsenz, Foto: Felix M. Steiner

Köln – Entscheidung in letzter Minute

Noch immer steht in der Organisationsgruppe der Hogesa der ursprüngliche Werbeslogan für das Jubiläum: „Der gleiche Ort. Die gleiche Uhrzeit. Die gleiche Demoroute. Der gleiche Anmelder“. Doch bereits jetzt ist klar, dass dies nicht möglich ist. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte zwar eine Kundgebung entgegen der Entscheidung der Polizei erlaubt, eine Demonstration allerdings verboten. Ob die Kundgebung nun wie im letzten Jahr auf dem Breslauer Platz, direkt hinter dem Kölner Hauptbahnhof, stattfinden kann, ist weiterhin offen. Die Polizei hat dem Anmelder einen anderen Platz zugewiesen. Geht es nach den Sicherheitsbehörden, so sollen die Hooligans am Sonntag ihre Kundgebung am Barmer Platz abhalten. Dieser befindet sich direkt am Bahnhof Messe/Deutz und damit abseits der Innenstadt. Laut einer Pressemitteilung der Polizei geht der Hogesa-Veranstalter gegen diese Entscheidung vor. So wird wohl erst kurz vor der Veranstaltung ein Ort feststehen.

Wie viele Hooligans und Neonazis es am Sonntag nach Köln ziehen wird, ist derzeit schwer zu prognostizieren. In der offiziellen Facebook-Veranstaltung für „Köln 2.0“ gibt es derzeit rund 2.300 Zusagen und weitere knapp 800 Interessierte. Damit sind die Facebook-Anmeldungen im Vergleich zu 2014 in etwa halbiert. Dennoch ist wahrscheinlich mit 1.000 bis 3.000 Hooligans zu rechnen und wohl auch mit einem hohen Gewaltpotential. Die Redner und Musiker, welche für Sonntag angekündigt werden, sind eine Mischung aus Pegida-Funktionären, Neonazis und Hooligans und könnten so für eine breitere Mobilisierung sorgen. Vor allem auch für Innenminister Ralf Jäger und die Polizei dürfte es nach den Eskalationen im letzten Jahr und der vorausgegangenen falschen Lageeinschätzung auch darum gehen, dass die Veranstaltung ruhig bleibt. Ein erneuter Kontrollverlust dürfte einen erheblichen Image-Schaden für den Innenminister bedeuten.

Gegenproteste: „Hooligans den Platz nehmen“

Fight Racism KölnDie Proteste gegen Hogesa beginnen in Köln bereits am Samstag. Ab 16.00 Uhr ruft das antifaschistische Bündnis „Köln gegen Rechts“ zu einer Demonstration unter dem Motto „Fight Racism“ auf. Für Sonntag läuft bereits seit Wochen eine bundesweite Mobilisierung. Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich nach Köln zu bewegen, um den Hooligans den Raum zu nehmen. „Wir werden den Nazis und Hooligans den Platz nehmen und deutlich machen, dass sie hier nicht erwünscht sind“, heißt es im Aufruf. Ab 11.00 Uhr wird daher in die Kölner Innenstadt mobilisiert.


Auch Publikative.org wird ab dem Nachmittag mit einem Ticker aus Dresden berichten und dafür wie immer Twitter und Facebook nutzen.

One thought on “Hogesa 2.0 – Köln erwartet tausende Hooligans und Neonazis

  1. Wenn schon Hooligans mehr wissen was Sache ist, dann weiss man das Deutschland ein krankes Irrenhaus ist!
    diagnose gutmenschitis Mainstreamialis auch Ökopäderastenkrankheit genannt/Claudia Roth Syndrom
    Die Merkel-Regime treuen Linksfaschisten Grokodil-Reiter/Merkel-Jugend sind geistig und körperlich zu schwach um selbständig denkenden Leuten gegenüber zu treten.
    Die Merkel-Kollaborateure d.h ISIS-Fetischisten-GutmenschInnen und Lügenpressehetzer werden es bald merken, wenn 5 Mio. Fachkräfte einreisen und allen der Kragen platzt, denn einen (Die Bürger), weil ihr Leben absolut eingeschränkt sein wird und die anderen (Fachkräfte) weil sie das nicht bekommen, was ihnen zu steht!
    Sollte es dann zu einem Reichstagsbrand 2 kommen mit brennenden und explodierenden Lügenpressehäusern, dann ist das alles auf die Rückgradlosigkeit, linientreuen Regimearschkriecherei und political correctness zurückzuführen. Wer weiss vielleicht gibt es auch einen deutschen Donald Trump, der weiss wie man Linksfaschisten, ÖkopäderastInninen uns sonst. islamischen Abfall schnellst möglich beseitigt.

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