Extrem rechter Reggae zum Osterfest

Zur Rettung des Abendlandes und zum Erhalt des deutschen Volkes ist alles erlaubt. Egal ob Anglizismen oder Nazi-Rap. Nun sorgt die neueste extrem rechte Errungenschaft für Belustigung im Netz: Extrem rechter Querfront-Reggae zum Osterfest.

Die extreme Rechte hat in den vergangenen zehn Jahren alle Tabus über Bord geworfen: Egal ob Anglizismen auf Kleidung, Neonazi-Rap oder das Kopieren radikal linker Symbolik. Doch immer, wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, kommt ein Szene-Sternchen mit noch kruderen Kopien um die Ecke. Die aktuellste durch Peinlichkeit kaum zu überbietende subkulturelle Adaption der extrem rechten Szene kommt aus Nordrhein-Westfalen. Neonazi-Reggae für die subkulturelle Quefront.

Dahinter steckt das „Jera Projekt“. Nach Eigenangabe ein „music-projekt from German Patriots“. So weit, so krude. Das Wollen des „Musik-Projektes“ wird als „Kampf für die europäische Identität“ beschrieben und dies geht natürlich am besten mit einer eingedeutschten, schlecht gesungenen Version von „Get Up, Stand Up“, dem Wailers Klassiker, komponiert von Bob Marley und Peter Tosh. Als „Musik-Star“ oder besser „die Stimme“ des Videos tritt die Bogida-Initiatorin (Pegida in Bonn) und ehemaliges „Pro NRW“-Vorstandsmitglied, Melanie Dittmer, auf. Im Spiegel TV-Interview sprach sich Dittmer noch gegen MC Donalds und Burger King Filialen und „ganze Straßenzüge inflationär voll mit ausländischen Restaurants“ aus. Reggea scheint dabei aber kein Problem zu sein. Als Belustigung zu Ostern eignet sich das „patriotische Musikprojekt“ aber in jedem Falle. Immerhin darf man ja „Das Leben des Brian“ zu Karfreitag in Deutschland leider nicht zeigen.

13 thoughts on “Extrem rechter Reggae zum Osterfest

  1. hats irgendwer gesichert? es wurde wegen urheberechtsansprüchen gelöscht 🙁

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