Pegida-Randalierer brüllen „Judenpresse!“

Pegida, Hogesa, Salafisten – in Wuppertal waren sie am Wochenende alle auf der Straße. Bei den Salafisten ging es gegen die USA und Israel, einige Rechtsradikale riefen ohne Codierung antisemitische Parolen.

Von Roland Geisheimer/attenzione

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Gegen eine Kundgebung von etwa 100 Salafisten marschierten rund 800 Anhänger von Pegida und HoGeSa in Wuppertal auf. Auch zahlreiche Neonazis aus dem Umfeld der Partei “Die Rechte” beteiligten sich. Neben der Parole “Lügenpresse halt die Fresse” stimmte man auch die Parole “Lügenpresse auf die Fresse” an – und sogar „Judenpresse“ war zu hören.

Bereits während der Auftaktkundgebung kam es zu Straftaten. Gewaltbereite Hooligans vermummten sich und bedrängten die Polizeiketten. Auch zwischen Pegida und Hogesa kam es zu Konflikten, so dass die Polizei aus Sicherheitsgründen einen Demonstrationsmarsch untersagte. Sie musste mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Böller werfenden Randalierer vorgehen.

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Bei den antisemitischen Salafisten ging es ruhiger zu. An deren Kundgebung für gefangene Muslime beteiligten sich knapp 100 Männer und nicht einmal eine Hand voll Frauen.

Auch wenn die antisemitische Parole “Judenpresse” sicher auch hier gut auf der Kundgebung angekommen wäre, passte man hier genau auf, was man sagte. Nur ein Redner ließ sich dazu hinreißen, etwas über die Stränge zu schlagen. Er bat seinen Gott darum alle Ungläubigen, die USA und Israel zu vernichten. Zeugen wollen auch gehört haben, dass er um die Vernichtung der Juden bat.

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Bernhard Falk, in der islamistischen Gefangenenhilfe tätig, saß bereits mehrere Jahre wegen diverser terroristischer Straftaten im Gefängnis

 

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Sven Lau, der Macher der “Scharia-Polizei”, redet zu seinen Anhängern. Lau sagt man nach, dass er bereits mehrmals in IS-Camps gereist sei.

 

Hier finden Sie weitere Berichte und Bilder der attenzione-Fotografen.

11 thoughts on “Pegida-Randalierer brüllen „Judenpresse!“

  1. Der Kommentator legt offenbar Wert darauf, zwischen Pegida und Hogesa zu unterscheiden. (Anscheinend möchte er die polizeiliche Auflösung der Pegida-Versammlung so deuten, dass die Polizei sich nicht imstande sah, die Pegidisten vor der Hogesa zu schützen; damit wäre die Antifa aus dem Schneider.)
    Dann fragt sich aber natürlich: Wieso werden hier gerade die Pegidisten als „Randalierer“ bezeichnet und wieso wird der Ausruf „Judenpresse“ (falls er sich überhaupt belegen lässt) gerade den Pegidisten zugerechnet?
    Wann und wo soll der Ausruf denn genau gefallen sein?

    1. Erstens gibt es nicht „die Antifa“ und Zweitens waren zur Zeit der Ausschreitungen bei der Pegida-Kundgebung höchstens vereinzelt Kleinstgruppen (insgesamt ca. 10 Personen) mit ausdrücklich antifaschistischer Ausrichtung in der Nähe der Pegida-Demo. Es war noch eine kleine Gruppe Anarchisten und ansonsten andere „normale“ Gegendemonstranten vor Ort. Der große Block der „Antifa“ war am Versammlungsort der Salafisten (an die 2000). Die Polizei hat den Demonstrationszug verboten, nicht die Kundgebung, da sie die anderen Menschen in Wuppertal nicht vor Hogesa und Pegida beschützen konnte.
      Der Begriff „Judenpresse“ entstammt den Erlebnissen des Autors und er hat diesen Ruf wohl von den Faschisten der Partei „die Rechte“ wahrgenommen, wie er auch eindeutig schreibt.

  2. Sieben Jahre Krise treiben offensichtlich zunehmend verwirrten Mob auf die Straße. Die große Suche nach dem Schuldigen.

  3. So viele Lügen in nur einem kurzen Bericht. Für wie dumm haltet ihr das deutsche Volk?

    1. Das deutsche Volk halten wir nicht für dumm. Nur vernachlässigbare Teile davon, die allerdings lautstark durch rassistische Sprüche auf sich aufmerksam machen und „Wir sind das Volk“ plärren.

  4. Ich finde bedauerlich, dass die Gegendemonstranten nicht erwähnt wurden: Kurden und Antifa haben den Salafisten deutlich gezeigt, dass ihre Botschaften unerwünscht sind. Deutschland braucht keine Nationalen für so etwas.

  5. Der Autor hätte auch gerne mal aus journalistischer Gewissenhaftigkeit erwähnen dürfen, dass Bernhard Falk seine Straftaten als Linker Extremist begangen hat!

    Muss man denn nun künftig HoGeSa in Pegida-Randalierer umbenennen?

    Wenn der Veranstaltungsleiter mehrfach die Hools dazu aufruft Provokationen zu unterlassen, kann man wohl kaum von einem Konflikt sprechen.

    Warum nicht einen Bericht abliefern, der die erneute Unterwanderung einer breiten Bürgerinitiative durch die Rechte thematisiert, anstatt wie üblich alles in einen Topf zu werfen?
    Da kann ja nur braune Brühe bei raus kommen.

    Henri Nannen würde sich im Grabe um drehen.

    „publikative“? Pffft….

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