Liebe AfD, nehmt doch Götz Kubitschek auf!!!

Immer wieder hat die Alternative für Deutschland mit zahlreichen dieser „Einzelfälle“ zu kämpfen: Neonazis oder Semi-Neonazis oder Anhänger verwandter Ideologien sollen keinen Platz in der Partei haben. Doch der Auschluss von Götz Kubitschek ist einfach nicht fair! Daher: Nehmt Götz Kubitschek auf!

Anmerkungen von Alexander Hacker

Die AfD hat mit den zahlreichen Einzelfällen schwer zu kämpfen...
Die AfD hat mit den zahlreichen Einzelfällen schwer zu kämpfen…

Über Monate musste der „neurechte“ Publizist Götz Kubitschek mit der riesigen Ungewissheit leben, ob er Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD) werden kann oder nicht. Bereits am 1. April 2014 hatte Kubitschek einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Kubitscheks Frau, Ellen Kositza, die ebenfalls als Publizistin im „neurechten“ Spektrum aktiv ist, hatte sich im September 2014 auch dafür entschieden, einen Mitgliedsantrag bei der AfD zu stellen. Aus ihrer Sicht ein völlig nachvollziehbarer Schritt, denn trotz „neurechter“ Kritik am Parteienfilz scheint sich die AfD ja eben um jenes Spektrum rund um die Junge Freiheit zu bemühen. „Im September 2014 hatte die AfD eine großformatige Anzeige in der Jungen Freiheit geschaltet … Natürlich fühlte ich mich persönlich angesprochen. Seit 1992 habe ich regelmäßig für die Junge Freiheit geschrieben, hunderte Artikel“, bemerkt Kositza im Februar 2015, nachdem klar ist, dass weder sie noch ihr Mann von der AfD aufgenommen werden. Formaler Grund ist eine Satzungsänderung der Partei, die dem Bundesvorstand ein Veto-Recht bei Mitgliedsanträgen einräumt. Und von diesem hat der Parteivorstand im Fall Kubitschek/Kositza erstmals Gebrauch gemacht. Fast wäre die Sache aus Sicht der AfD noch schief gegangen, so hatte ein offenbar unachtsamer Mitarbeiter Kubitschek und Kositza bereits Anfang Februar 2015 jeweils ein „hübsches Mitgliederkärtchen“ per Post zukommen lassen, wie Kositza schreibt. Doch nur wenige Tage später entschied der Bundesvorstand in einer Telefonkonferenz, die Anträge von Kositza und Kubitschek abzulehnen, wie es in einer Mail heißt, die Kositza im Nachgang veröffentlichte. Und dann antwortet Georg Pazderski, Bundesgeschäftsführer der AfD, nicht mal auf Rückfragen nach dem Grund des Ausschlusses. Zumindest tat er dies nicht bis zum 20. Februar, wie Kositza angibt. Das alles ist natürlich ein unschöner Vorgang. So hatte doch gerade Götz Kubitschek in den vergangenen Wochen und Monaten sein Engagement bei Pegida und Legida deutlich gesteigert und war als Redner gleich mehrfach bei Veranstaltungen in Leipzig und Dresden aufgetreten. Und sogar der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, hatte über die Pegida gesagt: „Ein Staat kann sich glücklich schätzen, solche Bürger zu haben“. Das sagte Björn Höcke übrigens in der Sezession, einem der bedeutendsten „neurechten“ Publikationen in Deutschland. Als Herausgeber fungiert Götz

Der AfD-FRaktionsvorsitzende in Thüringen: Björn Höcke, Foto: Kai Budler.
Der AfD-FRaktionsvorsitzende in Thüringen: Björn Höcke, Foto: Kai Budler.

Kubitschek, der auch die Interviews mit Höcke führte. Das erste Interview mit Höcke erschien hier bereits Mitte Oktober 2014, also kurz nachdem die AfD auch in den Landtag von Thüringen eingezogen war. Kubitschek wartete zu diesem Zeitpunkt bereits rund sechs Monate auf die Bestätigung seines AfD-Mitgliedantrages. Interview, erste Frage an Björn Höcke: „Björn, wir kennen uns nicht erst seit gestern, will sagen: nicht erst, seit Du nun die AfD in Thüringen als Fraktionsführer im Landtag und als Vorsitzender des Landesverbandes führst und dadurch zu einer Person immensen öffentlichen Interesses geworden bist. Ich hätte diesen Schritt nie bei Dir vermutet. Wie kommts?“ Die sehr persönliche Ansprache in der ersten Frage kann aber nach der Einleitung zum Interview kaum noch überraschen. So ist die AfD für die Macher der Sezession, „[…] Leute, die wir im Verlauf unserer langjährigen Verlagsarbeit, im Wandervogel, beim Militär oder auf einer der mittlerweile zahllosen Veranstaltungen des Instituts für Staatspolitik (IfS) kennengelernt haben“, wie es unmissverständlich heißt. Und dass diese Wertschätzung nicht einseitig geprägt ist, macht Björn Höcke im zweiten Teil des Interviews klar, welches Mitte November 2014, also rund einen Monat später bei der Sezession online erschien. „Institutionen wie die SEZESSION oder IfS [„Institut für Staatspolitik“] waren federführend daran beteiligt, die von Herrn Dr. Schreil [Das Interview war ein Doppelinterview mit Björn Höcke und Dr. Stefan Schreil] angesprochene ‚moralische und intellektuelle Verkommenheit‘ führender Protagonisten des politisch-administrativen Komplexes aufzudecken. Die Gefahr ist erkannt, jetzt muß sie gebannt werden“, heißt es da vom AfD-„Fraktionsführer“ Björn Höcke. Einen weiteren Monat später, also im Dezember 2014, erschien dann das bereits zitierte Interview mit Björn Höcke zu Pegida in der Sezession online. Damals wartete Götz Kubitschek bereits fast neun Monate auf die Bestätigung seiner AfD-Mitgliedschaft. Ellen Kositza verbrachte immerhin schon rund drei Monate mit dem Warten auf den Mitgliedsausweis. Doch bis zur endgültigen Gewissheit mussten noch fast zwei weitere Monate vergehen, bis endlich klar war: Kubitschek und Kositza sind in der AfD nicht willkommen. Wie das jemand Björn Höcke erklärt hat, ist bisher nicht bekannt. Und daher, liebe AfD: Nehmt Kubitschek und Kositza auf!

13 thoughts on “Liebe AfD, nehmt doch Götz Kubitschek auf!!!

  1. Die AfD ist nun mal eine demokratische Partei. Da ist für rechte Tümelei kein Platz. Das ist prinzipiell und das nützt es auch nichts, wenn man Björn Höcke kennt.

    1. @rene
      Wenn die AfD eine demokratische Partei wäre,gäbe es in der in Bremen beschlossenen Satzung nicht den o.g. § ,der dem Bundesvorstand das Recht einräumt,über Mitgliederanträge
      willkürlich zu entscheiden und Entscheidungen der Mitglieder in den Kreisverbänden aufzuheben.
      Schade,wovor haben die Mitglieder des BV (welche eigentlich ) Angst und noch bedenklicher,in einer Telefonkonferenz wird entschieden !
      Einmalig in der deutschen Parteienlandschaft, heißt, in keiner Satzung einer anderen Partei ,gibt es einen Paragraphen, nachdem durch den Bundesvorstand ganze Gebietsvorstände aufgelöst werden können.
      Jawohl,“rene“, dass ist gelebte Demokratie oder doch eher Willkür ?

    2. Sind wir eigentlich schon so hirnerweicht, dass wir gut bürgerliche, konservative (= rechte) Autoren in die „Tümelei“ Ecke stellen. Das ist leider das Ergebnis jahrelanger linker (linksradikaler??) Hetze. Selbst die AfD Granden scheinen schon davon angesteckt. Das ist bedauerlich, denn gerade in der neuen Partei sollten konservative Wähler eine Heimat finden.

      1. „Sind wir eigentlich schon so hirnerweicht,“

        Wer würde dem widersprechen?

        „dass wir gut bürgerliche, konservative (= rechte) Autoren in die “Tümelei” Ecke stellen.“

        Die Hirnerweichung (ist das deutsch?) besteht wohl eher darin, ausgerechnet den Salonfaschisten Götz Kubischek als ‚gut bürgerlich‘ zu apostrophieren.

        „Das ist leider das Ergebnis jahrelanger linker (linksradikaler??) Hetze.“

        Natüüürlich, das wird’s sein. LOL

  2. Ich bin Abonnent der „Sezession“, Herausgeber: Götz Kubitschek. Ich habe in den Ausgaben keine rechtsextremen Passagen entdeckt. Allerdings sehr viel Interessantes, von den meisten Medien Verschwiegenes. Ich bin Mitglied der AfD und habe für die Ablehnung von Götz Kubitschek und Frau Kositza kein Verständnis.

  3. Die 68er gehen langsam in Rente und sterben glücklicherweise aus. Die jungen Leute von heute wollen in der übergroßen Mehrheit mit deren Inhalten nichts zu tun haben. Den Märchen der Lügen-Presse und der Volksverdummungs-Politiker glaubt die Mehrheit der Menschen längst nicht mehr. AfD, Pegida und wachsender Bürgerprotest sind erst der Anfang. Ich wette, dass in weniger als 10 Jahren rechts der heute sozialdemokratisierten CDU genügend Platz für eine liberal-konservative AfD UND eine neue, moderne Rechtsdemokratische Partei ist. Auf jeden Trend folgt ein Gegentrend. Der linke Trend geht dem Ende entgegen. Die 68er werden wird als gefährlichen Sondermüll auf dem Schrottplatz der Geschichte entsorgen!

    1. „Die 68er werden wird als gefährlichen Sondermüll auf dem Schrottplatz der Geschichte e
      entsorgen!“

      Menschen als Müll entsorgen, jaja. Aber aufjaulen, wenn man die Urheber solcher Hassmitteilungen dann als ’33er bezeichnet.

  4. Es ist für mich unerklärlich, dass einem Demokraten wie Götz Kubitschek , der sich stets für den Erhalt unseres pluralistisch organisierten freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaats einsetzt, die Aufnahme in die AfD verweigert wurde.
    Diese ablehnende Entscheidung war ein Fehler. Es macht gerade die Stärke einer demokratischen Gesellschaft aus, dass fehlerhafte Entscheidungen auch korrigiert werden können und müssen. Die AfD sollte von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, um diese korrigierende Stärke zu zeigen.

    Burkhard Willimsky

  5. Unfassbar. Man muss den Kubitschek nicht mögen. Mir liegt er wirklich nicht. Aber ihm zu unterstellen, er wäre „nicht würdig“, Mitglied der AfD sein zu können, vielmehr gilt das auch für seine Frau, ist für mich einfach nur niederträchtig und demokratiefeindlich.

  6. Solange sich die Rechtsradikalen untereinander streiten, müssen wir uns weniger Sorgen machen, dass die nächste Machtergreifung bevorsteht. Außerdem ist es ein Anlass, das Popcorn kaltzustellen.

  7. . . . schade, dass die Presse aus den Entwicklungen der letzten Zeit nichts gelernt hat. Wenn „das Volk“ im Chor „Lügenpresse“ brüllt, sollte man darüber nachdenken, warum wohl. Auch hier ist statt der geforderten objektiven Berichterstattung wieder einmal entweder Indoktrination aus eigenem Antrieb, oder aber das in der Politik inzwischen übliche Verfahren „Maulwurf“, getreu nach Eugen Roth gestalterisch tätig gewesen, und damit weiteres Wasser auf die Mühlen der Pressekritiker produziert.

    Ein Mensch, bei dem ein Maulwurf lebt,
    den ärgert es und bringt Verdruss,
    wenn dieses Viech den Rasen hebt,
    und er ihn wieder glätten musss.
    Und ist der Ärger dann verraucht,
    versöhnt er sich mit diesem Wicht,
    weil die Natur den Maulwurf braucht,
    den Menschen aber – vielleicht nicht

    Ein Mensch als Maulwurf der Partei
    wühlt unerkannt und ohne Not;
    man kennt meist nicht sein Konterfei,
    und wenn – dann schlage man ihn tot.
    (Old Heck)

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