Zentralrat stellt Kippa-Tragen in „Problemvierteln“ in Frage

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich besorgt über den zunehmenden Antisemitismus hierzulande geäußert – und geraten, sich in einigen Vierteln nicht als Jude zu erkennen zu geben.

Schuster sagte im rbb-Inforadio, die meisten jüdischen Einrichtungen seien gut gesichert. Auch sollten sich Juden nicht aus Angst verstecken. Andererseits könnte es in bestimmten Stadtvierteln durchaus angeraten sein, sich nicht mehr als Jude zu erkennen zu geben.

„Ein Verstecken ist nicht der richtige Weg. Die Frage ist, ob es tatsächlich sinnvoll ist, sich in Problemvierteln, in Vierteln mit einem hohen muslimischen Anteil als Jude durch das Tragen der Kippa zu erkennen zu geben, oder ob man da besser eine andere Kopfbedeckung trägt….. Es ist eine Entwicklung, die ich so vor fünf Jahren nicht erwartet habe, und die schon auch ein wenig erschreckend ist“, sagte der Zentralrats-Chef.

In den vergangenen Wochen sind mehrere Videos veröffentlicht worden, in denen Juden mit der Kamera begleitet wurden. In der Schweiz sorgte eine Aktion von Fußballfans für Aufsehen, die einen „Juden-Marsch“ durchführten.

Paris:

 

Berlin / Köln

Zum Thema „Problemviertel“ und Entsorgung des deutschen Antisemitismus:

 

Danke für die Hinweise auf den Fehler!

14 thoughts on “Zentralrat stellt Kippa-Tragen in „Problemvierteln“ in Frage

  1. In einem demokratischen Rechtsstaat mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen, muss jüdisches Leben uneingeschränkt möglich sein. Dazu gehört auch das Tragen einer Kippa.
    Selbstverständlich gehört jüdische Gastronomie und jüdische koschere Produkte wie auch Synagogen ebenso dazu.
    Judenhass hat in einer modernen demokratischen Gesellschaft keine Zukunft !

    http://www.fr-online.de/politik/judenhass–dieses-gift-ist-eine-bedrohung-fuer-uns-alle-,1472596,28008974.html

    http://haolam.de/Juedisches-Leben/artikel_17642.html

Comments are closed.