Kopenhagen: Attentäter von Pariser Anschlägen „inspiriert“

Nach Angaben der dänischen Polizei ist der Attentäter von Kopenhagen von den Anschlägen in Paris inspiriert worden. Der Mann sei identifiziert worden, teilte die Polizei am Mittag mit.

Von Patrick Gensing

Der islamistische Terror hat erneut in Dänemark zugeschlagen: Nach den versuchten Mordanschlägen auf Mitarbeiter der Jyllands Posten hat es nun die Hauptstadt Kopenhagen getroffen. Das Ziel waren wie in Paris jüdische Menschen.

Der Polizeidirektor von Kopenhagen, Thorkild Fogde, teilte am Mittag mit, die Identität des Attentäters sei festgestellt worden. Der Mann sei der Polizei bereits bekannt gewesen. Er sei von den Anschlägen in Paris „inspiriert“ worden.

Pressekonferenz der dänischen Polizei (Screenshot dr.dk)
Pressekonferenz der dänischen Polizei (Screenshot dr.dk)

Die Polizei sprach von einem islamistischen Motiv für den Anschlag. Es gebe aber keine Hinweise, dass der Attentäter in Irak oder Syrien gewesen sei, um bei der islamistischen Terrorarmee „Islamischer Staat“ zu kämpfen.

Der Attentäter wurde nach Angaben der Polizei heute Morgen gegen 4.50 Uhr im Nordwesten Kopenhagens erschossen. Zuvor hatte der Mann ein jüdisches Fest in der dänischen Hauptstadt angegriffen und einen Wachmann erschossen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.

Karneval abgesagt

In Braunschweig wurde derweil ein Karnevalsumzug, bei dem Hunderttausende Menschen erwartet wurden, abgesagt. Der Grund: Die Polizei warnte vor möglichen islamistischen Terroranschlägen.