Die “Lügenpresse” – ein Begriff und seine Geschichte

“Lügenpresse!”, skandiert das versammelte Pegida-Volk auf seinen Demonstrationen in Dresden. Wer dabei ein mulmiges Gefühl bekommt, hat ein gutes Gespür für die Ideologisierung von Sprache. Die Suche nach den Ursprüngen führt dabei zurück in finstere Zeiten …

Von Christian Buggisch

In den letzten Tagen habe ich einige Diskussionen verfolgt, die sich um die Frage drehten, ob die “patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” allesamt rechtsradikale Neonazis und Ausländerhasser seien oder ob sich nicht auch besorgtes Bürgertum dorthin verirrt habe, dessen Sorgen man ernst nehmen müsse.

Europäische Patrioten und die unpatriotische “Lügenpresse”

Bei einer derart diffusen Gemengelage lohnt es vielleicht, den Blick auf Details zu richten. Dass die Angst vor Überfremdung, vor einer Islamisierung Deutschlands und vor zu viel politischer Toleranz gegenüber Asylbewerbern und Migranten weitgehend irrational ist, haben diverse Faktenchecks bereits gezeigt. Doch nicht nur die Kernthesen von Pegida sollten überprüft werden, auch die Sprache, derer sich die Bewegung bzw. ihre Anhänger und Mitläufer bedienen, ist interessant. So wird der diffuse, schwer begründbare (und damit natürlich auch schwer zu entkräftende) Vorwurf, der Journalismus in Deutschland sei tendenziös, linksliberal, mögliche Gefahren relativierend  und damit im Kern – anders als Pegida – unpatriotisch, gerne mit dem Begriff der “Lügenpresse” auf den Punkt gebracht.

Diesen Begriff hat Pegida natürlich nicht erfunden. Die Suche nach den Ursprüngen und der Hochzeit des Begriffs führt zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts – in die Zeit völkischer und nationalsozialistischer Ideologie.

Die Google Book Search zeigt, wann der Begriff "Lügenpresse" Hochkonjunktur hatte

NS-Rhetorik: Apodiktik und primitive Parolen

Die Ideologisierung der Sprache und die Radikalisierung der Rhetorik im Dritten Reich sind hervorragend untersucht. Es gibt zahlreiche Monographien und Dissertationen zum Thema, ein kleiner Blogbeitrag wie dieser wäre sicher der falsche Ort, um das Thema ausführlich darzustellen. Um es kurz zu machen: Ein zentrales Merkmal dieser Rhetorik ist argumentationsfreie und -verweigernde apodiktische Behauptung, das Verkünden (nicht Begründen!) von Wahrheiten, die stumpfe, permanent wiederholte Aufladung von Begriffen jenseits aller Differenzierung, die Umdeutung von Begriffen zu Kampfbegriffen.

“Diesem Grundsatz”, so der Historiker Joachim Fest, “entsprachen die Forderungen nach größter Primitivität, nach einfachen, schlagwortartigen Parolen, ständigen Wiederholungen, die Wendung gegen jeweils nur einen Gegner sowie der apodiktische Ton der Reden, die sich ‘Gründen’ oder ‘Widerlegungen anderer Meinungen’ bewusst versagte.”

Victor Klemperer LTIUnd Victor Klemperer schon 1947 über die Lingua Tertii Imperii: “Der Nazismus glitt in Fleisch und Blut der Menge über durch die Einzelworte, die Redewendungen, die Satzformen, die er ihr in millionenfachen Wiederholungen aufzwang, und die mechanisch und unbewusst übernommen wurden. (…) Das ‘Dritte Reich’ hat die wenigsten Worte seiner Sprache selbstschöpferisch geprägt, vielleicht, wahrscheinlich sogar, überhaupt keines. Die nazistische Sprache weist in vielem auf das Ausland zurück, übernimmt das meiste andere von vorhitlerischen Deutschen. Aber sie ändert Wortwerte und Worthäufigkeiten, sie macht zum Allgemeingut, was früher einem Einzelnen oder einer winzigen Gruppe gehörte, sie beschlagnahmt für die Partei, was früher Allgemeingut war, und in alledem durchtränkt sie Worte und Wortgruppen und Satzformen mit ihrem Gift, macht sie die Sprache ihrem fürchterlichen System dienstbar, gewinnt sie an der Sprache ihr stärkstes, ihr öffentlichstes und geheimstes Werbemittel.”

Die “Lügenpresse” in der völkischen und nationalsozialistischen Propaganda

So geschehen auch mit dem Begriff der “Lügenpresse”, der ebenfalls nicht von den Nationalsozialisten erfunden wurde. Er hatte eine erste Blütezeit im Rahmen der völkischen Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der der Nationalsozialismus zahlreiche Impulse verdankte, bis hin zur antijüdischen Rassenideologie. So erschien schon 1914 das Buch “Der Lügenfeldzug unserer Feinde: Die Lügenpresse” mit einer “Gegenüberstellung deutscher, englischer, französischer und russischer Nachrichten”. Es war offenbar erfolgreich, denn 1916 legte der Autor einen zweiten Band vor: “Die Lügenpresse: Der Lügenfeldzug unserer Feinde: Noch eine Gegenüberstellung deutscher und feindlicher Nachrichten”.

Später verwendet kein Geringerer als Joseph Goebbels den Begriff in seinen Reden und Schriften: “Ungehemmter denn je führt die rote Lügenpresse ihren Verleumdungsfeldzug durch …” Richtet sich die Propaganda hier gegen den Gegner links im Parteienspektrum, wird andernorts gerne die “jüdisch marxistische Lügenpresse” attackiert. Und auch Adolf Hitler distanzierte sich schon 1922 von der Monarchie mit dem Hinweis: “Für die Marxisten gelten wir dank ihrer Lügenpresse als reaktionäre Monarchisten”.

Alfred Rosenberg und die LügenpresseNur ein weiteres Beispiel, um die Sache abzukürzen: Alfred Rosenberg, Chef-Ideologe der NSDAP, verfasste 1923 das Programm der “Bewegung” mit dem Titel Wesen, Grundlagen und Ziele der national-sozialistischen deutschen Arbeiterpartei. In Kapitel 10 propagiert er “die alte deutsche Auffassung vom Wesen und Wert der Arbeit” und kommt zu dem Schluss: “Das Volk wird seine großen Künstler, Feldherren und Staatsmänner nicht mehr als ein ihm Entgegengesetztes empfinden – als welches eine Lügenpresse sie uns darstellen möchte -, sondern, umgekehrt, als den höchsten Ausdruck seines oft dunklen, noch unbestimmten Wollens.”

Ein patriotischer Kampfbegriff mit Tradition

Nach 1945 geht der Begriff nicht mit der NS-Diktatur unter, er taucht aber nur noch gelegentlich auf – bezeichnenderweise gerne in antidemokratischem Kontext, etwa im Rahmen der DDR-Propaganda gegen den Westen.

Mit anderen Worten: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde mit “Lügenpresse” insbesondere die ausländische, als marxistisch und jüdisch geltende Presse diffamiert. Mit dem Kampfbegriff wurden die Publikationen der linken und ausländischen Zeitungen pauschal als “undeutsch” und “vaterlandslos” verurteilt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bedient sich Pegida desselben Kampfbegriffs, richtet ihn gegen die Zeitungen im eigenen Land, verknüpft damit aber die gleiche Kritik wie ein Jahrhundert zuvor: Lügenpresse ist unpatriotische Presse. Wäre der Begriff noch salonfähig, hätte Pegida die Journalisten auch als “Vaterlandsverräter” bezeichnen können.

Wenn Pegida-Anhänger den Journalismus in Deutschland als “Lügenpresse” diffamieren, wirkt das nicht nur kurios in einem demokratischen Land, dessen Medienvielfalt so groß ist wie nie zuvor in der Geschichte. Es verweist auch auf eine intensive, nahezu bedeutungsgleiche Verwendung des Begriffs in völkischen und nationalsozialistischen Zeiten. Das macht noch nicht alle Pegida-Anhänger zu Nazis, doch wer sich – bestenfalls ahnungslos, schlimmstenfalls bewusst – aus dem Sprachfundus des Dritten Reichs bedient, braucht sich über einen Aufstand der Anständigen nicht zu wundern.

Ebenfalls lesenswert: Der Beitrag von zoon politikon, dem ich den Hinweis auf die Booksearch im Zeitverlauf verdanke. 

15 thoughts on “Die “Lügenpresse” – ein Begriff und seine Geschichte

  1. Ich lehne diesen Begriff auch ab und finde ihn übertrieben, da er suggeriert, es würde immer ohne Ausnahme in der Presse gelogen werden. Jedoch haben gewisse Medien auch einen Anteil an der Renaissance des Begriffes. Es wäre dringend angebracht, die Verfehlungen dieser gewissen Medien zu thematisieren. Zum Teil wurde der Vorwurf auch schon belegt. Hier gibt es eine Übersicht der Verfehlungen bei den Öffentlich-Rechtlichen: http://forum.publikumskonferenz.de/viewforum.php?f=30&sid=69d02624e17063a2777d25d901d2c723 Diese Verfehlungen sind nur die eindeutigen Fälle. Es gibt zuhauf andere grenzwertige Fälle. Wir alle kennen das Sprichwort „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spicht“. Von daher sollte man diesen Vorwurf ernst nehmen und nicht einfach abtun. Aber wenigstens wird dies bei Telepolis thematisiert: http://www.heise.de/tp/artikel/43/43483/1.html

  2. Man kann sicher Pegida skeptisch gegenüberstehen, sieht sehr „geplant“ aus und die Argumente in Richtung Islam sind teils absurd. Doch diese Thesen vom Abendland, ein Wort ohne jede Ontologie, finden sie auch in den Grundsatzpapieren der deutschen C-Parteien, sowie seit Jahren in den Berichterstattungen der Springerpresse. Teile der Proteste resultieren sicher aus der bewussten Hebelwirkung dieser Institutionen. Die Empörungen bestimmter politischer und journalistischer Kreise wirken eher schlecht geschauspielert, auf mich wie eine unterdrückte Erntefreude.
    Unter dem baldigen Motto, wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen und das Asylrecht verschärfen. Dass die teils mitverschuldeten Flüchtlingsströme nichts kosten dürfen, zeigt bereits unmissverständlich die neue „humane“ Grenzschutztaktik „Triton“ im Mittelmeer auf. Dort geht es um die Illegalen, Pegida wird dagegen für die Legalen im Land benötigt. Ausnahme sind natürlich die Flüchtlinge, die man eventuell für den Arbeitsmarkt gebrauchen kann.

    „…wirkt das nicht nur kurios in einem demokratischen Land, dessen Medienvielfalt so groß ist wie nie zuvor in der Geschichte.“

    Und bei allem Respekt, diesen Satz können Sie doch nicht ernst meinen. Schauen Sie bitte mal nach, welche Medienkonzentration alleine in den Händen der Familien Mohn (Liz), Springer (Friede) und Holtzbrinck (Georg) liegt. Die DPA, immer wieder im Fokus des Presserates wegen „schlecht recherchierten“ Meldungen, erwähne ich erst gar nicht. Die wirklichen Gesellschafter dort sind weitgehend unbekannt. Wenn Sie dann mal Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer googeln, dann werden Sie ohne jeden Aufwand feststellen, dass diese drei Damen eine sehr persönliche Freundschaft pflegen. Friede Springer gab sich sogar die Ehre, bei der Erstvereidigung von Merkel 2005 auf der Besuchertribüne Platz zu nehmen und dem gemeinsamen Triumph beizuwohnen. Wenn Sie dann z.B. mal Bundesverfassungsgericht und ZDF googeln, dann werden Sie ohne Probleme die Nachrichten finden, dass Karlsruhe weniger Einfluss der Politik auf den Sender angeordnet hat. Bei der ARD sieht es nicht besser aus. Das könnte ich jetzt so weiter ausführen, wie stark die etablierten Parteien mit den Medien ideologisch, nicht verschwörerisch, miteinander verwurzelt sind. Wer keine Tendenz zur einseitigen Meinungs-Hegemonie bei den sogenannten Leitmedien entdecken kann, schaut vielleicht selbst zu einseitig ins aktuelle Geschehen.

    Die Menschen in Dresden haben recht, dass etwas gewaltig nicht stimmt. Doch viele dieser Demonstranten kanalisieren die Probleme falsch. Und das dieser falsche Adressat bleibt, dafür sorgt man vor Ort.

    Aber sicher hat sich jetzt hier nur wieder ein Verschwörungstheoretiker verewigt.

    1. Nein, für einen Verschwörungstheoretiker argumentieren Sie zu differenziert 😉 Aber ja, ich meine den Satz ernst. Nennen Sie mir doch bitte eine Zeit in der deutschen Geschichte mit größerer Medienvielfalt. Und bedenken Sie dabei bitte auch die heutige Vielfalt an Online-Medien inkl. zahlreicher Angebote wie Blogs und anderer medienkritischer Seiten im Web. Und die unmittelbaren Zugriffsmöglichkeiten auf weltweite Medien. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten: So viel Medienkritik wie heute gab es noch nie. Und das ist kein schlechtes, sondern ein gutes Zeichen für den Zustand der heutigen Medien- und Meinungsvielfalt.

  3. Der Begriff der „Lügenpresse“ führt auch zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts, wenn man denn die Untersuchung nicht erst 1900 beginnen läßt! Siehe

    Gustav Freytag

    Die Journalisten. Lustspiel in 4 Akten. Elbert, Leipzig 1852. 73 S.

    und die Veröffentlichung der Literaturwissenschaft dazu!

    Das wäre dann zwar redlicher, aber man könnte halt die Nutzer dieses Begriffes nicht so leicht in die Naziecke stellen, was wohl der Sinn dieses Irrtums ist!

    1. Das ist richtig. Bei aufmerksamer Lektüre wäre Ihnen aufgefallen, dass nirgendwo behauptet wird, die Nazis hätten den Begriff erfunden. Wie viele Begriffe der LTI haben sie eine (Vor-)Geschichte. Mich persönlich hat die Verwendung des Begriffs zwischen 1900 und 1945 besonders interessiert. Schließlich ist das hier keine Dissertation mit Anspruch auf Vollständigkeit. Aber fühlen Sie sich frei, Ihre Zeit in einen eigenen Beitrag zu investieren und recherchieren Sie gerne die Verwendung des Begriffs vor 1900 und nach 1945.

      1. Ich weiß ja nicht, ob Sie den Begriff “Flachzange” auch für einen Begriff der “LTE” halten: Dessen Anwendung hatte lt. “Ngram Viewer” auch von 1940 – 45 ein ähnlich hohes Maximum – und auch von 1884-92.(Schließlich argumentieren Sie ja mit dem “Ngram Viewer”)

        Wenn ich heute Menschen “Lügenpresse” skandieren höre, denn denke ich zunächst einmal an Stimmungsmache, Unwahrheiten und Lügen in den derzeitigen “MSM” und natürlich an das Buch von Udo Ufkotte “So lügen Journalisten” …

        und erst in zweiter Linie an die NS-Presse, die zweifelsfrei in weiten Bereichen auch eine Diffamierungs- und Lügenpresse war, die wiederum andere Presse – natürlich besonders die des Feindes, als “Lügenpresse” verunglimpfte – so wurde mir berichtet.

        Und – abgesehen von versprengten Nazis, welche nun wieder mit Hilfe dieses Begriffes Macht ausüben wollen (die es sicherlich auch gibt) – skandieren m.E. andere diesen Begriff mit Blick auf die Berichterstattung der “MSM”: Sie wollen – etwa im Gegensatz zur Nazizeit – n.m.E. nicht wieder vorgebetet bekommen, wer die “Guten” und wer die “Bösen” sind: Die Zeit derartiger Propaganda sollte halt mal zu Ende gehen!

  4. Interessant im Hinblick auf die DDR ist, dass die Begriffe „Lügenpresse“ und „Hetzpresse“ gehäuft bis Mitte der 1950er vorkam, danach nur noch sehr vereinzelt. Liegt es daran, dass zumindest in den Jahren nach 45 auch in der DDR noch viele Politiker und Journalisten stark von der LTI beinflusst waren?

    http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse

    PS: wenn man bei Google Books mal bis nach 1850 zurückgeht, sieht man bereits ein erstes Aufflammen des Begriffs „Lügenpresse“ und auch „Judenpresse“ um 1865–80.

  5. Wenn ich ein ungutes Gefühl bekomme dann von der widerlichen, ekeleregenden Lügenpresse die in diesem Lande meint sie könnte Menschen für dumm verkaufen.
    Die Wahrheit wird siegen, wie so immer in der Geschichte.

  6. Vorweg ich bin gegen Pegida und es ist auch klar, dass sich dort fragwürdige Gestalten mit brauner Gesinnung tummeln. Dennoch glaube ich, dass es sich unser Mainstream Journalismus und die Politik zu einfach machen, wenn sie nun alle Probleme zu denen Migration führt unter den Teppich kehren

    Wie soll man mit Asylbewerbern umgehen, die falsche Angaben über ihre Identität machen, was nicht selten ist?
    Wie soll man damit umgehen, wenn Asylbewerber verschiedener Herkunft ihre Konflikte hier austragen?
    Ist es wirklich wahr, das Asylbewerber weniger oder gleich häufig kriminell sind wie die hiesige Wohnbevölkerung? Die Statistiken sehen anders aus?
    Wieso nehmen andere EU Länder weniger Asylanten als wir auf?
    Was machen Sie, wenn ihre Kinder in einem Glassscherbenviertel einer deutschen Großstadt eingeschult werden und in ihrer Klasse vorwiegend Migrantenkinder mit schlechten Deutschkenntnissen sind. Privatschule, wenn sie sich z. B. als grüner Politiker das leisten können?
    Wenn dürfen Asylbewerber abgeschoben werden?
    Stimmen die Behauptungern der Bertelsmannstiftung oder von Herrn Sinn oder beides teilweise?

    Ich lebe in einer oberbayerischen Kleinstadt, weshalb ich schon etwas schockiert war, als ich vor einiger Zeit um 22uhr mit der SBahn von Frankfurt nach Wiesbaden fahren musste. Ich kam mir vor wie in London, offensichtlich kein Deutscher im SBahn Waggon

    Um es nochmals klar zu stellen, Deutschland muss und soll Flüchtlinge aufnehmen, Pegida ist gefährlich und abzulehnen, aber unsere Presse und Teile der Politik sehen die Asylproblematik unkritisch. Ein kritischer Diskurs findet m. E. hier nicht statt!
    MfG

    1. Ergänzung zu Obigem
      Ich glaube nicht, dass wir generell eine Lügenpresse haben, aber es gibt aus meiner Sicht in bestimmten, leider auch in serösen Medien oft eine einseitige sowie tendenziöse Berichterstattung und es findet sich auch zunehmend eine auf Sensation orientierte Darstellung auch in serösen Medien. Gerade auch gewisse Politsendungen im Fernsehen gehen in diese Richtung
      Dass man in einer Zeitung verschiedene Argumente/Meinungen lesen kann, findet man so gut wie nie.
      Auch scheint es so zu sein, dass kaum jemand in diesem Land bereit und fähig ist, seine vorgefasste Meinung kritisch in Frage zu stellen.
      In der Asyl- und Migrationsthematik sehe ich das Problem, dass die derzeit meinungsbildende meist linksintellektuell orientierte Elite dieses Landes sowie auch besonders evangelische Kirchenführer hier völlig unkritisch sind und berechtigte Ängste der Bevölkerung nicht wahrnehmen wollen bzw. der rechtsradikalen Schmuddelecke zu ordnen, ohne bereit zu sein, sich mit entprechenden Argumenten auseinander zu setzen. Dies nützen PEGIDA u wohl auch die AfD aus!!! Pegida ist ein Wolf im Schafspelz und gefährlich, aber wer hier glaubhaft dagegen halten will, muss sich mit den Problemen der Asylpolitik und Migration auseinander setzen.
      Eine Integration von Asylanten und Migranten in unsere Gesellschaft kann nur dann gelingen.
      Deutschland muss bedrängten Flüchtlingen helfen und sie aufnehmen!
      Dies ist meine Meinung!

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