NSU-Anschlag Keupstraße: „Das sind die eigentlichen Sachen, die einen verletzen“

Bei der Detonation einer ferngezündeten Nagelbombe wurden in der Kölner Keupstraße vor zehn Jahren 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Der Anschlag in der Straße in Köln-Mühlheim, in der überwiegend Menschen mit einem türkischen Hintergrund wohnen, wurde im November 2011 dem Neonazi-Netzwerk „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zugeordnet.

Von Kai Budler

„Die Erkenntnisse, die unsere Sicherheitsbehörden bisher gewonnen haben, deuten nicht auf einen terroristischen Hintergrund, sondern auf ein kriminelles Milieu“, erklärt der damalige Bundesinnenministerium Otto Schily einen Tag nach dem Anschlag. Rund sieben Jahre später straft ihn die Selbstenttarnung des NSU in Eisenach Lüge. In der „Bekenner-DVD“ des NSU ist die Comicfigur Paulchen Panther zu sehen, auf seinem Rücken ist eine Rakete mit der Aufschrift „Bombenstimmung für die Keupstraße“ zu erkennen. Neben Medienberichte über den Anschlag in Köln taucht auch ein Bild des Sprengsatzes auf der DVD auf. Er besteht aus 5,5 kg Schwarzpulver sowie rund 700 Zimmermannsnägeln und sorgt in der Keupstraße für ein Bild der Verwüstung. Zehn Jahre später soll der Nagelbombenanschlag nun Thema im Landtag von Nordrhein-Westfalen sein. Nach langem Zögern hat jetzt die CDU-Fraktion den Weg für einen Untersuchungsausschuss zu den NSU-Anschlägen im Bundesland freigemacht. Neben dem Attentat in der Keupstraße soll es dabei um den Mord am Dortmunder Kiosk-Besitzer Mehmet Kubasik im April 2006 und den Sprengstoffanschlag auf ein Kölner Lebensmittelgeschäft gehen. Auch beim NSU-Prozess in München wird der Anschlag aus dem Jahr 2001 verhandelt, bei dem eine damals 19-jährige Frau schwer verletzt wurde. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sollen Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt den Sprengsatz mit einem Kilo Schwarzpulver in dem Geschäft deponiert haben. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag von NRW, Armin Laschet, erklärte nach den Stimmen für einen Ausschuss: „Wir sind es den Opfern schuldig“.

Die Opfer als Täter

Es ist unklar, ob Laschet bei seiner Bemerkung der Opfer den Ermordeten und die Verletzten meint oder ob er auch diejenigen mit einbezieht, die beispielsweise in der Keupstraße zu Opfern der polizeilichen Ermittlungen wurden. In einem offenen Brief an Otto Schily und den Untersuchungsausschuss des Bundestages aus dem März 2013 schildert eine kurdische Anwohnerin ihre Erinnerungen an den Tag des Attentats. „Nach zwei Stunden stürmte plötzlich die Polizei, ohne Klingeln, meine Wohnung. Sie brachen zwei Türen auf und durchsuchten meine Wohnung. Wie ich später erfuhr, wurde auch die Wohnung meines Mannes, von dem ich damals bereits getrennt lebte, auf dieselbe Weise durchsucht. Die Polizei sagte mir, dass ich bzw. mein Mann verdächtigt werde, eine Bombe gelegt zu haben. Als Grund gaben sie an, dass ich Kurdin sei und deswegen verdächtigt werde, mit der PKK zu tun zu haben“. Mit ihren Erfahrungen ist die Frau nicht allein: etliche kurdische Familien und Bewohner der „Türkenstraße“ werden von der Polizei als mögliche Täter verdächtigt. Bei ihren Nachforschungen vermuten die Beamten unter anderem PKK, Geldwäsche oder Drogenhandel als Hintergrund der Tat, Neonazis als potenzielle Täter schieden spätestens mit Schilys Erklärung aus. Als Opfer anerkannt wurden die verdächtigten und kriminalisierten Personen nie. Dabei hatten vor zehn Jahren Videokameras am Gebäude eines Fernsehsenders das Geschehen in der Keupstraße am Tag vor Fronleichnam dokumentiert. Auf den Bildern sind zwei Männer mit Mountainbikes und einem Damenfahrrad mit einem Behältnis auf dem Gepäckträger zu sehen, das einer der beiden später vor einem Friseursalon abstellt. Nachdem die Bombe um 15.56 Uhr detoniert, fährt einer der Männer auf einem Mountainbike mit hoher Geschwindigkeit von der Keupstraße weg.

„Keine rechtsterroristischen Strukturen in Deutschland“

Acht Minuten später gibt das Lagezentrum der Polizei in Köln eine Meldung mit dem Betreff „Terroristische Gewaltkriminalität“ heraus, in der es am Schluss heißt: „da im Umkreis Zimmermannsnägel gefunden wurden, geht man von einem Anschlag aus“. Doch nach einem Anruf des LKA beim Lagezentrum wird die Meldung 40 Minuten später korrigiert: „bisher liegen keine Hinweise auf terroristische Gewaltkriminalität vor“. Am folgenden Tag lässt das etwa 13 km von der Keupstraße entfernte Bundesamt für Verfassungsschutz über eine Nachrichtenagentur verbreiten: „Nach dem Anschlag mit einer Nagelbombe gehen die Geheimdienste von einem kriminellen Hintergrund der Tat aus, bei der am Mittwoch in Köln 22 Menschen verletzt wurden. Die Ermittlungen gehen nach wie vor in Richtung ‚organisierte Kriminalität‘, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Verfassungsschutz am Donnerstag“. Zwei Polizisten, die nach dem Anschlag vor Ort sind und einen Vermerk anfertigen, werden erst neun Jahre später vor dem Untersuchungsausschuss vernommen. Für den Ausschussvorsitzenden Clemens Binninger ist dies „einer der Tiefpunkte bei dieser Ermittlung … niemand [kommt] neun Jahre lang auf die Idee …, Sie mal zu befragen, Ihnen mal diese Bilder zu zeigen, sie mit Ihnen durchzugehen“. Völlig fehlt der Nagelbombenanschlag in der Auflistung der Broschüre „BfV Spezial Nr. 21“ mit Stand vom Juli 2004 und der Überschrift: „Gefahr eines bewaffneten Kampfes deutscher Rechtsextremisten – Entwicklungen von 1997 bis 2004“. Dort werden zwar die drei untergetauchten Thüringer Neonazis Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos erwähnt, doch der Geheimdienst ist der Meinung, dass sich „keine Anhaltspunkte für weitere militante Aktivitäten der Flüchtigen ergeben“ haben, auf der vorletzten Seite kommt das BfV zu dem Schluss: „Derzeit sind in Deutschland keine rechtsterroristischen Strukturen und Organisationen erkennbar“.

„Wir wurden ja schon von den Behörden im Stich gelassen“

Kutlu Yurtseven (rechts auf dem Cover) von der Microphone Mafia aus Köln
Kutlu Yurtseven (rechts auf dem Cover) von der Microphone Mafia aus Köln

Zu dieser Zeit wohnte auch der Kölner Musiker Kutlu Yurtseven in der Keupstraße. Für ihn war die terroristische Ausrichtung des Anschlags unverkennbar: „Man will Angst innerhalb der Community schaffen und sagen ‚Es kann euch immer wieder passieren, also verschwindet lieber hier‘. Mit Terror will man Angst schüren, Unsicherheit. Dabei war es ganz schnell klar, wer es sein könnte, ich mein, es wurden Lieder gesungen über die Anschlagsserie und Morde“ Doch es habe niemand hingehört – eben so wenig wie den Bewohnern der Keupstraße Glauben geschenkt wurde, die die Täter in der extrem rechten Szene vermuteten. Dazu komme die Angst, später selbst als Schuldiger dazustehen, sagt der Musiker und fügt hinzu: „Wir wurden ja schon von Behörden und unseren Mitmenschen im Stich gelassen“. Denn im Bereich der Keupstraße wurde jetzt eine auf migrantische junge Männer ausgerichtete Rasterfahndung ausgeschrieben, Telefone wurden abgehört, die Verletzten und ihre Angehörigen wurden stundenlang verhört. Auch Hassan Y. erinnert sich an die Zeit nach dem Anschlag, er arbeitete zu der Zeit in dem Friseursalon, vor dem die Nagelbombe detonierte: „Wir haben von Anfang an gesagt: ‚Das hat einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Es ist auf jeden Fall eine Abschreckungspolitik‘. Aber die Polizei ist immer auf denselben Sachen herumgeritten: ‚Das sind Mafia-Abrechnungen, das hat was mit Drogen zu tun‘. (…) Die Polizisten sind sogar so weit gegangen, dass sie gesagt haben: ‚Ihr wisst, wer diese Sache gemacht hat. Wenn ihr uns sagt, wer das war, dann kriegt ihr vom deutschen Staat ein neues Leben, ein neues Haus, ein neues Auto‘. Das sind die eigentlichen Sachen, die einen verletzen“. Was mit der Bombe begonnen habe, sei fortgesetzt worden mit „Verfolgung durch die Polizei, den Verdächtigungen und rassistischen Zuschreibungen durch die Medien, dem durch die Geheimbehörden gesäten Zwiespalt und Misstrauen und dem Ausbleiben solidarischer Unterstützung der Kölner Öffentlichkeit“, schreibt die Kölner Gruppe „Dostluk Sinemasi – Kino der Freundschaft“.

 Bro Keup

Das Schweigen und die Ignoranz durchbrechen

Die Zerstörung des NSU-Wandbildes in Berlin, Foto: Publikative.org
Die Zerstörung des NSU-Wandbildes in Berlin, Foto: Publikative.org

Sie hat jetzt die Broschüre „Von Mauerfall bis Nagelbombe. Der NSU-Anschlag auf die Kölner Keupstraße und die Pogrome der 1990er Jahre“ herausgegeben, die auf einer Veranstaltungsreihe basiert, die im vergangenen Jahr begonnen hat. Die Ziele der Reihe, in der überwiegend mit Filmen gearbeitet wurde, erläutert „Dostluk Sinemasi“ in der Einleitung der Broschüre: es sei vor allem darum gegangen, „einerseits das defensive Schweigen auf der Keupstraße und andererseits die Ignoranz der Kölner Öffentlichkeit zu durchbrechen und einen offensiven Dialog zu beginnen“. Dass dies nicht immer einfach ist, zeigt der Bericht zur ersten Veranstaltung im März 2013, bei der eine kurdische Anwohnerin das erste Mal öffentlich über ihre Erfahrungen nach dem Attentat reden sollte. In dem voll besetzten Raum waren auch zwei Polizisten, die ihre Aussagen protokollierten. „Ein Vorgang, der so provokativ wie unsensibel war, bewirkte doch der Anblick von Polizisten, wie die Frau in ihrer Rede betonte, vor allem eine Einschüchterung und Wiederholung ihres Traumas, hervorgerufen durch jahrelange Schikanen“, heißt es in dem Veranstaltungsbericht. Auch ein Jahr später sorgt das Vorgehen der Polizei für scharfe Kritik von Seiten der Bewohner in der Keupstraße. Anlass ist die Einweihung eines Wandbildes in Berlin Kreuzberg, das zum zehnten Jahrestag des Anschlags an die jahrelangen Drangsalierungen der Betroffenen erinnern sollte. Doch die darin enthaltene Zeile „NSU: Staat und Nazis Hand in Hand“, die an die Verstrickungen zwischen dem Verfassungsschutz und der extremen Rechten erinnert, kommt laut der Polizei einer Verunglimpfung des Staates gleich. Im Auftrag der Polizei riss ein Feuerwehrmann große Teile des Bildes ab. Dabei spitze genau dieser Satz zu, „was wir uns in dieser Affäre alle fragen: wo hört der NSU auf und wo fängt der Staat an?“, kommentiert ein Sprecher der Initiative „Keupstraße ist überall“, die aus „Dostluk Sinemasi“ hervor gegangen ist. Am Jahrestag des Nagelbombenanschlags will die Initiative am 9.06. die Betroffenen rassistischer Gewalt in den Mittelpunkt stellen. Für eine Aufarbeitung aber brauche es eine kritische Öffentlichkeit, um „rassistischer Gewalt und institutionellem Rassismus wirkungsvoll entgegenzutreten. Öffentliche Lippenbekenntnisse reichen dazu nicht aus“, schreibt die Initiative. Einer ihrer Sprecher ist Kutlu Yurtseven, der erklärt: „Der NSU hat seine Ziele nicht erreicht. Der mörderische Anschlag sollte die Bewohnerinnen und Bewohner der Keupstraße isolieren und damit stellvertretend migrantisches Leben in Deutschland angreifen. Dies kehrt sich jetzt in sein Gegenteil: Die Menschen treten zusammen für eine offene Gesellschaft ein“

Das Programm der Initiative „Keupstraße ist überall“ zum zehnten Jahrestag des Nagelbombenanschlags ist zu finden HIER!

Dabei wird auch die Broschüre „Von Mauerfall bis Nagelbombe“ in deutscher und türkischer Sprache vorgestellt, aus der einige Zitate im Text stammen. Vielen Dank für die Vorabzusendung an Dostluk Sinemasi.

6 thoughts on “NSU-Anschlag Keupstraße: „Das sind die eigentlichen Sachen, die einen verletzen“

  1. Das Fahrrad wurde zuerst vor dem Mevlana abgestellt, dem größten Restaurant der Straße mit seiner breiten Glasfassade. Mundlos (oder Böhnhardt) wurde dann gebeten, es woanders hinzuschieben, bevor die Scheiben verkratzt werden. Das tat er dann auch und stellte das Rad vor dem Frisörladen ab. Der Frisör war also ein Zufallsopfer. Das wusste die Polizei.

    Dennoch ging die Polizei mit der Meldung an die Öffentlichkeit, die Leute im Frisörladen wären gezielt Opfer des Anschlags gewesen, weil EINER, der dort saß, polizeilich nicht sauber war. Die Pressearbeit der Polizei war also verlogen. Sie wussten es besser.

  2. Traurig was hier passiert. Unsere Sicherheitsbehörden unterstützen anscheinend Rechtsextremismus. Noch nachdem Angela Merkel den angehörigen der Opfer eine lückenlose Aufklärung versprochen hatte, sind systematisch Akten vernichtet worden. Was ist dort passiert, wer ist dafür verantwortlich. Sicher ist nur, der Staat steckt ganz tief mit drin und wir sollten, nein wir müssen uns dagegen wehren.

  3. Ja, ich glaube so langsam verstehen wir alle was hier im Land falsch läuft. Wir müssen laut werden und die Nazis aufklären. Die erwecken für uns alle den Anschein, als würden sie das deutsche Meinungsbild widerspiegeln. Ich mag mir nicht vorstellen was passiert, wenn Kinder mit sowas groß werden, ohne, dass jemand Ihnen den richtigen Weg aufzeigt. Die haben das Internet vollgepumpt und sind leider engagierter mit ihrer Hetze.

    An und über Nazis:

    Nazis sind verwirrt und bei 1945 stehen geblieben.

    Deutschland ist seit 1945 von Krieg verschont. Die Immigranten und Flüchtlinge leben einfach nur hier und sind keine Feinde.

    Der Araber kam hierher, weil er unter dem neugegründeten Staat Israel gelitten hatte. Dies sind Früchte der Nazi-Vergangenheit.

    Innenpolitische Unruhe ist das schlimmste was einem Land passieren kann.
    Wir leben hier gemeinsam in einem Land.

    Nazis haben kein sinnvolles Ziel.

    „Danke Türke, dass du hier geknechtet hast, jetzt verzieh dich. Igitt, schon wieder ein Dönerladen, Kioskdichte“ , das sind Schimmelwörter!

    Die Inder haben in England auch mit harter Arbeit und Kiosken angefangen. Heute gehört Indien, China und die Türkei zu den Volkswirtschaften größten Wachstums.

    Die Araber sind ein Volk aus Händlern und Ingenieuren, genau wie die Inder. Dort fand Mathematik seinen Ursprung und Welthandel (Seidenstraße).

    Wir sollten clever sein und das beste aus dem Durcheinander machen, das durch den 2. Weltkrieg verursacht wurde. Lassen wir zu, dass Alle sich hier miteinbringen, dann ernten wir gemeinsam die Früchte des Erfolgs.

    Wenn man euch Zitronen gibt, macht Limonade draus. Immigranten sind unsere Zitronen.
    Freie Entfaltung, Bildung für Alle, Chancengleichheit sind optimale Bedingungen für eine Volkswirtschaft und deren Wachstum.

    Sollen die Früchte des 2. Weltkriegs der Untergang der Araber und der Deutschen sein oder machen wir das Beste draus?

    Alle Türken, die in Deutschland geboren sind, möchten auch hier bleiben und das ist auch gut so, denn diese Menschen sind hier zu Hause, können sofort arbeiten, studieren oder eine Ausbildung anfangen. Dies gilt auch für Araber.

    Das Leben ist kein Wunschkonzert!

    Du willst qualifizierte Arbeitskräfte? Das Humankapital ist vorhanden! Nutze es und hör auf dafür zu sorgen, dass die Menschen abwandern, denn auch das Kapital wandert mit ihnen ab.

    Der Weg des Friedens ist der richtige Weg. Hört auf dieses Land innenpolitisch zu zerschrotten. Wir sind hier nicht auf der Titanik.

    Wir haben alles was wir brauchen.
    Rassismus gehört nicht dazu.

    Unser Deutschland ist bunt, kulturreich und es ist ein freihes soziales und demokratisches Land.

  4. Die gestrigen 150 Veranstaltungen sowie die gesamte Atmosphäre war wirklich beeindruckend, in ihrer Lebendigkeit und Buntheit. Hervorheben möchte ich die div. Veranstaltungen der Opferanwälte sowie die Diskussion mehrerer Journalisten über die weiterhin vollständig ungeklärten Hintergründe sowie die Anzahl der Täter – alles spricht dafür, dass nicht nur die drei Hauptverdächtigen dieses grauenhafte Attentat geplant und durchgeführt haben. Es gibt glaubwürdige Zeugen, die weitere Täter bzw. weitere bewaffnete, im Zivil auftretende Beamte gesehen haben. Auch das in der Öffentlichkeit kaum erinnerte Attentat in der Probsteigasse, für das die NSU in ihrem Film die Verantwortung übernommen hat, wurde nicht von diesen drei Personen durchgeführt. Die Täter haben ausgezeichnete Ortskenntnisse gehabt! Sie haben 2005 eine umfangreiche Liste mit weiteren potentiellen Anschlagszielen erstellt.
    Die staatlichen Behörden lügen in diesem Fall in einem Ausmaß, das unser Vorstellungsvermögen als Angehörige eines demokratischen Staates übersteigt. Sie haben ihre Gründe dafür. Die Opfer haben sie neun Jahre lang verfolgt, verdächtigt, gespalten. Die Täter haben sie erkennbar nicht interessiert. Sie haben ihre Gründe dafür. Der eigentliche Skandal ist, dass dies eine rot-grüne Regierung zu verantworten hat.
    Wir brauchen einen Untersuchungsausschuss mit mutigen Politikern. Und eine Öffentlichkeit, die sie mit ihrem Interesse, mit Veranstaltungen unterstützt.
    Noch ein Beitrag: http://www.taz.de/Opfer-des-NSU-Anschlags-in-Koeln/!139841/

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