„Club 88“ kann jetzt in Walhalla öffnen

Seit Mitte der 1990er Jahre ist der „Club 88“ ein Zentrum der Neonazi-Szene in Schleswig-Holstein gewesen. Damit ist nun Schluss: Der „Club 88“ ist zu und kann wohl nun in Walhalla eröffnen.

„Die Stadt hat das Gewerbe von Amts wegen abgemeldet“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz am Donenrstag zum Holsteinischen Courier. Bereits per Ende Januar soll die Mieterin und Betreiberin der Gaststätte den Mietvertrag demnach gekündigt, die Schlüssel beim Vermieter abgegeben und das Objekt geräumt haben. Die Stadtverwaltung fragte schriftlich nach, was aus der Gaststättenkonzession werden solle. „Als keine Antwort kam, haben wir gehandelt“, sagte Beitz dem Blatt.

Neonazis vor dem Club 88 in Neumünster (Screenshot Panorama)
Neonazis vor dem Club 88 in Neumünster (Screenshot Youtube)

Der „Club 88“ hatte in den vergangenen Jahren allerdings bereits an Bedeutung verloren, eine andere Kneipe in Neumünster entwickelte sich zum wichtigsten Szenetreffpunkt. Der Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen-Landtagsfraktion, Rasmus Andresen, betonte daher auch, es sei zwar „ein schöner Tag für Neumünster, das Land und den Antifaschismus“, doch gehe der Kampf weiter.

Auch für die Zukunft zeichne sich ab, so Andresen weiter, dass Neumünster einer der Schwerpunkte der rechtsextremen Szene in Schleswig-Holstein bleibe. „Die Neonazis nisten sich mit dem Lokal „Titanic“ an einem zentralen Ort in Neumünster ein und zeigen Präsenz. Auch die Nähe zur Rockerszene tritt stärker als in der Vergangenheit hervor.“

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