Europa 2014: „Jude, verpiss dich!“

Im Europa des Jahres 2014 ist der Hass auf Juden wieder laut zu hören: Tausende Rechtsextreme, Nationalisten und katholische Abtreibungsgegner sowie Schwulenhasser sind durch Paris gezogen. Dabei skandierten Teilnehmer Parolen wie „Jude, verpiss dich!“. Viele solidarisierten sich mit einem Komiker, der ein Paradebeispiel für eine neue antisemitische Querfront ist. 

Von Patrick Gensing 

Aufruf "Jour de Colere" im Netz
Aufruf „Jour de Colere“ im Netz

Die Initiatoren des „Tags des Zorns“ sprachen von mehr als 100.000 Demonstranten. Die Polizei zählte bei strömendem Regen nach eigenen Angaben rund 17.000 Teilnehmer. Auf jeden Fall waren es also viele Tausend bis Zehntausende Menschen, die durch Paris marschierten, um gegen den sozialistischen Präsidenten Hollande, die Ehe für alle, gegen Juden und für Familie und Vaterland zu demonstrieren. Dabei gab es auch Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Bereits im vergangenen Jahr hat die französische Rechte bei Protesten gegen die Ehe für alle ihre Fähigkeit zur Mobilisierung gezeigt.

Lesetipp: “Made in Papa + Maman”: Frankreichs Kämpfer gegen die Ehe für alle

Im Jahr 2014 geht es vor allem gegen Europa und Juden. Bei der Europawahl ist in Frankreich (und weiteren europäischen Staaten) ein massiver Rechtsrutsch zu erwarten, zudem erhitzte zuletzt die Debatte um den Komiker Dieudonné das Land.

Der Tagesspiegel berichtete über den Komiker:

„Ich möchte mich an Hitler wenden“, sagt der Mann auf der Bühne, und das Publikum des vollbesetzten kleinen Theaters spitzt gespannt die Ohren. „Dieser Monsieur war kein Rassist“, fährt er fort. „Er war wie die anderen, nicht schlechter.“ Begeisterter Applaus. „Welches ist das Neonazi-Projekt heute?“, fragt er weiter. „Ein kollektiver Selbstmord im Bunker? Die Produktion von Seife aus den Stars des Pariser Showgeschäfts?“ Dröhnendes Gelächter. Und dann kommt er zur Sache, um die es ihm zu gehen scheint, die Ausbreitung antijüdischer Klischees bis hin zur Behauptung, Israel regiere Frankreich: „Der einzige Hass, den ich kenne, ist der Hass der Juden auf die Welt.“

So geht es Abend für Abend im Théâtre de la Main d’Or im elften Pariser Arrondissement zu, wenn der Komiker Dieudonné vor seinen Fans das, was er für Humor hält, absondert, sich damit aber den Ruf eines antisemitischen Hetzers eingehandelt hat. Seine braunen Possen krönt der 47-jährige dunkelhäutige Bartträger jedes Mal mit dem „Quenelle“ (Klößchen) genannten umgekehrten Hitlergruß. Dazu streckt er den rechten Arm nach unten und legt die linke Hand quer über die Brust. Einen makabren Höhepunkt seiner Auftritte erreichte er kürzlich, als er dem Journalisten Patrick Cohen, der ihm ein „krankes Hirn“ bescheinigte, nachrief, es sei schade, dass er den Gaskammern entkommen sei.

An der Existenz dieser Kammern zweifeln indes viele Demonstranten in Paris. Sie skandieren Parolen wie „Faurisson hatte Recht, die Gaskammern sind Schwindel!“ Bei Faurisson handelt es sich um einen bekannten Holocaust-Leugner. Außerdem riefen Demonstranten „Juden, verpisst Euch!“. Frankreich gehöre nicht den Juden.

Während also beim französischen „Tag des Zorns“ die antisemitische Figur des jüdischen Vaterlandsverräters lautstark wiederbelebt wird, setzt sich die BDSmovement unterstützt von vielen Linken für weitere Boykottaktionen gegen Israel ein.

Zuletzt wurde die Schauspielerin Scarlett Johansson Ziel der Aktivisten, die sich pro-palästinensisch nennen, aber eigentlich hauptsächlich anti-israelisch handeln, wie der Umstand zeigt, dass das Aushungern eines palästinensischen Flüchtlingscamps in Syrien kaum eine Rolle in diesen Kreisen spielt. Auch hier gilt: Denn es geht um die „Täter“, nicht um die „Opfer“.

Lesetipp: Protest gegen Indien als Lehre aus Auschwitz

Was das mit den antisemitischen Protesten in Frankreich zu tun hat? Eine Menge: Der Komiker Dieudonné ist nicht nur ein Freund der Holocaust-Leugnung, sondern bedient sich auch der Tarnung des „Antizionismus“, mit dem sich Querfronten von Ahmadinedschad über europäische linke Antiimperialisten bis hin zu Neonazis schmieden lassen.

Für jeden etwas dabei

Der italienische Journalist Giulio Meotti brachte diese politische Verwahrlosung gekonnt auf den Punkt:

Dieudonné pleases everybody’s personal form of anti-Semitism: the leftist audience with the white slavery discourse, anti-Americanism and colonialism, the never dulled sense of the guilty; he excites resentment among the youth of the suburbs, the excluded, the pariahs; he courts the neo-Nazis with anti-European nationalism, and especially he excites the Muslims with slander against the Jewish State.

Dieudonné’s „quenelle“ embodies a grudge, a pallor, a hidden passion, that of the poor against the rich, of the immigrants against the locals, of non-Jews against Jews, and, of course, of everybody against Israel.

Zu ergänzen wären noch die selbsternannten Freunde Israels und der Juden, die den Antisemitismus anderer benutzen, um ihrem eigenen Hass auf Muslime einen zivilisatorischen Anstrich zu verpassen.

Einmal mehr ist es also die Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit, die den Antisemitismus so unheimlich erfolgreich machen.

Siehe auch: Schaumschlägerei gegen AntisemitismusCDU, FW und DLVH verhindern StolpersteineElsässers Volksfront: Sarrazin, Herman und Scholl-Latour gegen die “Schwulen-Ehe”Karikatur im “Stürmerle”: Die Banalität des GutenHawkings Israel-Boykott: “Schwerwiegende Heuchelei”Deutsches Stiftungsgeld für antiisraelische Propaganda?

Dank an Andrej für die Übersetzung!

77 thoughts on “Europa 2014: „Jude, verpiss dich!“

  1. Lieber Uri,
    wenn Sie nicht auf eine offene und eine geschlosene Frage antworten wollen, dann werde ich mich gerne an Ihren Rat halten.
    Alan Posener kritisiert solche Leute.
    Hannah Arendt hat auch in aller Deutlichkeit solche Tendenzen zurückgewiesen. Das sind nur zwei Beispiele die mir dazu einfallen.
    Sie selbst haben bei anderer Gelegenheit geschrieben
    dass sie Hannah Arendt schätzen würden und dafür plädieren auch hier Texte zu veröffentlichen.
    Ihre Unterstellung geht Großteils ins Leere.
    (Eruieren Sie mal, wieviel Minister der neuen hiesigen Regierung die Formel “So wahr mir Gott helfe” in ihrer Vereidigungszeremonie eingeflochten haben…)
    Es geht um die Verbindung von Religion, Verschwörungstheorie und Politik.
    Wenn Gila Gamliel meint Amos 9,11 hätte was mit dem 11. September zu tun, dann ist das Verschwörungstheorie. Für mich ganz klar!
    Von daher ist ihr Bezug auf die Einführungsformel der Minister*innnen Äpfel mit Birnen verglichen.
    Nenen Sie mir doch Politiker*innen die einen Bezug auf biblische Prophezeiungen und ihre Politik herstellen und dann noch so eine Verschwörungstheorie reinbringen. Alle die sie nennen würde ich genau so kritisieren wie Gila Gamliel.
    Volker Kauder finde ich genau so wirr wie Gila Gamliel.
    http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/kauder-will-emmehr-missionem/
    (Nur am Rande: Wobei ich Kauder zutrauen würde er kann Adenauer und Erhard unterscheiden, wenn er sie zitiert. Gila Gamliel kann ja nicht mal David Ben Gurion und Golda Meir unterscheiden (!) )
    Der Vergleich mit der Bundesregierung hinkt zu sehr. Kauder und Gamliel passt schon eher. Die handeln auch aus einer tiefen Überzeugung heraus, bringen noch etwas Verschwörungstheorie mit rein und setzen dies in Politik um.
    Mit einer Mischung aus Religion und Verschwörungstheorie Politik zu betreiben produziert nur Mist.
    Wenn Sie das genau so sehen wie sie schreiben, dann verstehe ich jetzt nicht weshalb sie so reagieren.
    Es gibt sicherlich Widersprüche über die sich diskutieren lässt.
    Aber für mich ist es eben ein klarer Antagonismus.
    Leute wie Gila Gamliel und Leute die sie so feiern gehören für mich genau auf diese Beschreibung im Text:
    „Zu ergänzen wären noch die selbsternannten Freunde Israels und der Juden, die den Antisemitismus anderer benutzen, um ihrem eigenen Hass auf Muslime einen zivilisatorischen Anstrich zu verpassen.“
    Ich schreibe es nochmal klar. Das Gospel Forum ist eine evangelikale Gruppe http://de.wikipedia.org/wiki/Gospel_Forum
    Auch wenn Gila Gamliel entgegen des Irrtums des Pastors keinen 40er feirte frage ich mich dennoch was ist dieser Frau so wichtig,
    dass sie nach Stuttgart kommt und dann so etwas erzählt?
    Wenn sie oder wer auch immer das nicht so sehen oder meinen es verbietet sich solche Fragen zu stellen, dann lässt das mich völlig kalt. Die CDU und Volker Kauder sehe ich nicht als ernsthafte Gefahr für die Bildung von Querfronten wie in Frankreich an. Vielleicht macht sie ihr Philosemitismus auch irgendwie immun dagegegen.
    Oder vielleicht auch nicht siehe dieses Papier:
    http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Mihr_Lukas/Antisemitismus_der_Religioesen_Rechten_USA_TA2012_3.pdf
    Vielleicht überlegen Sie es sich ja nochmal was Sie von solchen Leuten halten. Eine Antwort will ich jedenfalls niemand aufdrängen.

  2. @gallendieter: Lassen wir es. Sie sind nen netter Mensch – bleiben Sie sich treu.
    Mich interessiert Herr Kauder vergleichbar intensiv wie Gila Gamliel oder Lieschen Müller (die jeden Tag vorm Fernseher sitzt) oder Martin Allerwelt (der sich jeden Tag einen trinkt) oder sonstwer. Das Leben ist kurz, ich kenn diese Personen alle nicht persönlich – und ich glaub, ich möchte sie auch gar nicht kennen lernen…
    Sie haben mich früher einmal freundlich gebeten, Ihnen ein paar Hinweise über „israelische“ Websites zu nennen – ich hab´s gemacht, es war noch mal mit etwas Mühe verbunden. Ich hab´s gemacht, obwohl ich mir nicht sonderlich viel davon versprochen hab. Wenn man mich freundlich bittet tu ich es gerne.
    Ich habe, wie auch der von mir sehr geschätzte Nazienkel, hier noch mal verschiedene Aspekte in selbstreflexiver Perspektive entfaltet. Ich hab noch mal ein paar „assoziative“ Impulse gesetzt, weitere vertiefende Beiträge genannt. Ganz zum Schluss habe ich an den Tod der großen Schulamit Aloni erinnert, die eine mehr als aufrechte Linke war. Dabei möchte ich es nun wirklich belassen.

    Das Thema dieses Beitrages ist „Europa 2014: “Jude, verpiss dich!”“.
    Der Beitrag – dem ich inhaltlich „zustimme“ – ist nicht von mir verfasst sondern von einem Mitglied der – von mir sehr geschätzten – Redaktion von Publikative, Herrn Gensing. (Herr Gensing hat seinen Beitrag übrigens kostenlos, aus reinem Idealismus, verfasst und veröffentlicht – Sie werden nicht viele Journalisten finden, die hierzu bereit sind!)

    Sie erwarten doch nicht wirklich, dass ich nun das Thema verlasse und nen Exkurs über die Entstehung des demokratischen Staates Israels, über den historisch zu lesenden Kompromiss zwischen Religiösen und Atheisten in Israel bei der Staatsgründung, über die komplexe Frage der Siedlungspolitik etc. liefere. Darum geht es erkennbar nicht.

    Also, wenn Sie nen feinen Roman lesen wollen, in dem das Siedlungswesen in literarischer Weise erzählt wird, so empfehle ich Ihnen Assaf Gavron: Auf fremdem Land, kürzlich erschienen, ich hab den Roman just heute zuende gelesen. Das Buch könnte Sie interessieren.

    Kommen Sie mir doch nicht (wirklich, gallendieter: Sie sind nen Netter!!!) in befremdlicher Diktion mit Hannah Arendt und mit Alan Posener, gar noch in einem Atemzug. By the way: Ich bin kein Philosoph, zu Hannah Arendt habe ich nur einen begrenzten Zugang, ich verstehe mich auch mehr als Psychologen. Arendts Essays über den Aufbau einer jüdischen Armee, während des 2. Weltkrieges verfasst, sind eine erschütternde Lektüre. Da hat wirklich eine Jüdin geschrieben, in tiefer Sorge um ihr von der Auslöschung unmittelbar bedrohtes Volk!

    Posener les ich ab und zu, weil er schreiben kann und über die Gabe der Selbstironie verfügt. Er war mal Lehrer und hats nach kurzer Zeit aufgegeben, weil er sich gelangweilt hat – das ist doch schon ein sympathischer Charakterzug! Und er war mal Mitglied einer K-Sekte (ich weiß gar nicht mehr welcher) und hat über seine Irrtümer immer wieder in sehr offener weise geschrieben. Das ist mir sympathisch!
    Nun aber Posener und Arendt in einem Atemzug zu nennen (ja, ich habs nicht genau kapiert, was Sie damit wollen – irgendwie wollten Sie mich glaub ich moralisch belehren – aber ich mag mich irren) – oh, tut mir leid, aber da unterliegen Sie wirklich einer ziemlich argen Fehleinschätzung: Posener verabscheut Arendt:
    Lesen Sie – Posener (2011): „Adolf Eichmann – Warum das Böse nicht banal ist.
    Hannah Arendt deutete Eichmann falsch. Der Holocaust-Organisator tötete als Idealist, nicht als bloßer Befehlsempfänger:
    http://www.welt.de/kultur/history/article11974228/Adolf-Eichmann-Warum-das-Boese-nicht-banal-ist.html

    Und: Posener (2010): „Das Hannah-Arendt-Institut gehört abgeschafft
    Die aktuelle Stasi-Affäre an dem Dresdner Institut ist nicht einmal das größte Problem. Das ganze Konzept ist verlogen“:
    http://www.welt.de/kultur/history/article11289134/Das-Hannah-Arendt-Institut-gehoert-abgeschafft.html

    Oder auch:
    http://www.publikative.org/2011/04/03/eichmann-prozess/

    Nun aber wirklich genug!!!

    Als Letztes: Sie haben vor einigen Tagen, ich schreib jetzt ein wenig polemisch, ok, die Position eines „Gesinnungsprüfers“ eingenommen; Sie schrieben: „…hier Fred meint, dass Kritik an solchen Äußerungen wie z.B. von Gila Gamliel hier nicht zu finden sein wird. Der Gegenteil kann erbracht werden.“ Nun, ich habe Ihnen gesagt, dass ich keine Lust dazu habe. Und dennoch habe ich Ihnen ausführlich und freundlich geantwortet. Obwohl meine Lust darauf nur sehr eingeschränkt war.
    Dennoch möchte ich Sie freundlich darauf hinweisen, dass ich wirklich der falsche Ansprechpartner bin: Wenn Sie nun, Bezug nehmend auf den impulsgebenden Beitrag von Publikative bzw. von Herrn Gensing (s.o.), eine „Bringschuld“ insinuieren, eine Beweislast für die Verderblichkeit dieses Schreibens … – dann richten Sie diese Frage bitte nicht an mich sondern an die Zuständigen (die Ihnen und anderen jedoch bereits, in angemessener Kürze, vor mehreren Tagen in befriedigender Weise Antworten haben zukommen lassen.
    Also, ich habe mit Publikative genauso viel zu tun wie Sie: Ich lese die Beiträge – und schreibe ab und zu einen Kommentar. mehr nicht. Sie machen es genauso. Das ist fein.
    Aber: Eine Beweislast habe ich nicht – und sie steht mir auch gar nicht zu!
    ENDE

  3. Uri
    Ich habe ihre links gelesen und auch über Schulamit Aloni.
    Das sind alles Punkte bei denen ich sage, dass mein Horizont geweitet wurde.
    Vielen Dank dafür.
    Ich will sie nicht moralisch belehren. Moral ist, so find ich, ist etwas das man anderen zuwirft, die man nicht leiden kann.
    Das trifft auf sie sicher nicht zu.
    Ich will ihnen auch nicht irgendeine befremdliche Disktion aufdrängen.
    Die Gemeinsamkeit von Posener und Arendt habe ich versucht darzustellen. Aber kann auch sein, dass ich da falsch liege.
    Es hat jedenfalls nichts mit Eichmann zu tun.
    Ich sehe bei beiden eine Kritik daran, wenn mit religiösen Mythen und Verschwörungstheorie Politik gemacht wird. Das nun länger auszuführen würde auch den Rahmen sprengen.
    Hier nur der Link wie Posener über religiös motivierte Israelfreunde im ersten Teil schreibt (der zweite Teil passt gar nicht dazu): http://www.hagalil.com/archiv/2013/06/08/falsche-israelfreunde/
    Beide zu nennen habe ich weiß sie interessieren sich für beide.
    Entschuldigen Sie, wenn dieser Eindruck entstanden ist. Für Gila Gamliel und Volker Kauder interessieren sie sich wie für Lieschen Müller oder Martin Allerwelt. Ich bewundere Ihre Gelassenheit.
    Ich hoffe sehr sie haben recht.

  4. @gallendieter:
    Schauen Sie,es ermüdet etwas, 30 Jahre lang die gleichen banalen Erkenntnisse über Antisemitismus und Antizionismus und deren verschiedenen, „tagespolitischen“ Erscheinungsformen zu beschreiben.
    Ich nenne Ihnen mal einen Beitrag vom Soziologen und Kulturwissenschaftler Prof. Gunnar Heinsohn (der sich auf Zvi Rix ironisch-wahres Bonmot bezieht, s.o.), einem Pionier der Forschungen zum Genozid: „“Auschwitz werden uns die Deutschen niemals verzeihen“. Was ist Antizionismus? – Über die unstillbare Gier nach Missetaten, die den Juden angetan werden können.“
    Präziser vermag man diesen traurigen Themenkomplex eigentlich nicht zu formulieren. Publiziert wurde er vor 26 Jahren, am 7.11.1988 in der Frankfurter Rundschau…
    Man könnte diesen – und vergleichbare – Texte jedes Jahr wieder neu auflegen, leider verlieren sie nichts von ihrer Wahrhaftigkeit.

    Siehe auch:
    http://www.publikative.org/2013/07/19/kehrt-erst-einmal-vor-eurer-eigenen-tur/

  5. Lieber gallendieter,
    soeben werde ich (über Facebook) auf „linksradikale“ Diskussionsveranstaltungen mit zwei linken, älteren jüdischen Persönlichkeiten aufmerksam gemacht: Mit Klaus Rózsa, Jahrgang 1954, und Wolfgang Seibert, Jahrgang 1947: „„Ich bin immer noch militant“: Klaus Rózsa und Wolfgang Seibert im Gespräch über ihr jüdisches und linkes Selbstverständnis.“
    Ich kenne beide Personen nicht, übrigens auch nicht diese Website, auf der die Veranstaltungen angekündigt werden; von Wolfgang Seibert hatte ich durch ein taz-Interview gehört: http://www.taz.de/!126260/

    Diese Beschreibungen und Lebenserfahrungen entsprechen jedoch exakt dem, was ich vorhergehend immer wieder zu umschreiben versucht habe.
    Link zu den Veranstaltungen:

    http://www.preposition.de/2014/02/22/ich-bin-immer-noch-militant/

    Donnerstag, 13. März, Berlin, „Monarch“
    Freitag, 14. März, Hamburg, „Golem“
    Samstag, 15. März, Bremen, Ort wird noch bekannt gegeben

    Beginn jeweils 19 Uhr.

    Empfehlen möchte ich ergänzend auch diesen Beitrag eines der beiden Website-Betreiber:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13995

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