NSU: Die offenen Fragen

Anfang Mai soll der NSU-Prozess in München beginnen. Die öffentliche Aufmerksamkeit konzentriert sich seit Wochen auf das Akkreditierungsverfahren am OLG München. Dabei sind viele Fragen im NSU-Komplex noch offen. Ob diese aber im Prozess beantwortet werden, erscheint fraglich. Eine Übersicht.

Von Patrick Gensing

Leben im "Untergrund": Urlaubsfotos von Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe im Jahr 2004
Leben im „Untergrund“: Urlaubsfotos von Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe im Jahr 2004

Die Anklageschrift des Generalbundesanwalts umfasst 488 Seiten. Mehr als 600 Zeugen werden benannt, fast 400 Urkunden sollen die Anklage stützen, 22 Sachverständige werden zitiert. In dem Verfahren müssen sich ab dem 6. Mai vor dem Oberlandesgericht München fünf Personen verantworten.

Beate Zschäpe werden nicht weniger als 27 rechtlich selbstständige Handlungen gemeinschaftlich mit Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos vorgeworfen. Darunter werden zehn Morde und mehr als 20 versuchte Morde aufgeführt. Bei Sprengstoffanschlägen in Köln hatte der NSU mehr als 20 Menschen verletzt, einige schwer.

Dazu kommen mehrere Banküberfälle, die Zschäpe als NSU-Mitglied mitgetragen haben soll, sowie die Brandstiftung in ihrer Wohnung in Zwickau, wobei sie den Tod von mehreren Menschen in Kauf genommen habe, so die Anklage. Es kümmerte Zschäpe offenkundig nicht, dass beispielsweise in einer Nachbarwohnung eine fast 90-jährige Nachbarin war, als sie das Hauptquartier des NSU in die Luft jagte.

Bundesweit aktiv

Trotz der Zerstörungen konnten die Ermittler noch bemerkenswert viele Beweismittel sichern. Neben Stadtplänen von mehreren Anschlagsorten wie München, Hamburg, Nürnberg oder Dortmund auch Karten von Greifswald mit handschriftlichen Markierungen sowie von Neustadt (Holstein), Osnabrück, Braunschweig, Göttingen, Hamm, Paderborn und Bielefeld. Der NSU war bundesweit aktiv und unterwegs – dank der Unterstützer.

Zudem hatten die Rechtsterroristen ihre Ziele ausgekundschaftet – oder auskundschaften lassen. Als mögliche Anschlagziele hatten sie islamische Zentren, jüdische Einrichtungen und Flüchtlingsheime aufgeführt – und diese teilweise mit Details versehen. So hieß es bei einem Asylbewerberheim, die Tür habe kein Schloss und sei offen. Ein deutlicher Hinweis auf Helfer aus den jeweiligen Städten, allerdings sollen die Rechtsterroristen auch selbst Tatorte genau beobachtet haben.

Weiterhin verfügten die Rechtsterroristen über ein Waffenarsenal und massenhaft Munition, teilweise aufbewahrt in alten Packungen von Kinderriegeln. Rund 2,5 Kilogramm Schwarzpulver, 20 Schusswaffen (davon zwei Maschinenpistolen) und 1600 Patronen und Munitionsteile wurden in den Trümmern der Wohnung gesichert, heißt es in der Anklageschrift, dazu ein als Holzkiste getarnter Schussapparat, um in der Öffentlichkeit unbemerkt auf Menschen feuern zu können.

Screenshot aus dem NSU-Video (Quelle: Publikative.org)
Screenshot aus dem NSU-Video (Quelle: Publikative.org)

Die Ermittler fanden in den Trümmern zahlreiche Briefumschläge mit der Bekenner-DVD darin – frankiert und adressiert unter anderem an die ARD.ZDF Medienakademie in Nürnberg oder das ARD-Hauptstadtstudio. Zschäpe nahm vor der Sprengung der Wohnung angeblich noch zahlreiche Bekennerschreiben an sich und soll diese zwischen dem 4. und 8. November 2011, bevor sie sich stellte, verschickt haben.

Die Helfer

Die Anklage stützt sich vor allem auf Aussagen von Holger G. und Carsten S.. Vor allem G. soll den NSU vom Februar 2004 bis Mai 2011 unterstützt haben. Er hatte der Anklageschrift zufolge Führerschein, ADAC- sowie AOK-Karte und einen Reisepass besorgt. Er kommt wie Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe aus der Jenaer Nazi-Szene, zog aber 1997 nach Niedersachsen um. G. behauptet, er sei danach aus der Szene ausgestiegen; zumindest zweifelhaft, da er später noch bei Aufmärschen gesichtet wurde – und offenbar Kontakt hielt zu der Terrorgruppe.

Da Holger G. weitestgehend geständig ist, dürfte sein Fall relativ leicht zu verhandeln sein, ähnlich sieht es bei Carsten S. aus. Viele neue Erkenntnisse erscheinen unwahrscheinlich. Spannender sind die Fälle Ralf Wohlleben und Andre E.. Bei Wohlleben dürfte vor allem die Frühphase des NSU beleuchtet werden, also die gemeinsame Zeit im Thüringer Heimatschutz, aus dem NPD-Jena und NSU hervorgingen, sowie die Hilfe bei der Flucht und weitere Unterstützung, bis hin zur Beschaffung einer Waffe. Für die NPD könnte dies besonders unangenehm werden, immerhin war Wohlleben viele Jahre hochrangiger Funktionär in Thüringen.

Bei Andre E. reichen die mutmaßlichen Kontakte zu Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe weiter – bis ins Jahr 2011. Zudem spielen hier die Kameradschaftsstukturen in Sachsen sowie Verbindungen zu Blood & Honour eine wichtige Rolle.

Die meisten Fragen könnte aber Beate Zschäpe beantworten. Dass sie aussagen wird, erscheint unwahrscheinlich – auch wenn Bundesinnenminister Friedrich bei der Rechtsterroristin offenbar lediglich von einer vorübergehenden geistigen Verwirrtheit ausgeht und der „Bild am Sonntag“ sagte, er hoffe, „dass Frau Zschäpe im Laufe des Prozesses zur Besinnung kommt und zur Aufklärung dieser schrecklichen Taten beiträgt“. Es sei zudem oft „im eigenen Interesse des Angeklagten, sein Schweigen aufzugeben“.

Anrufe aus dem Innenministerium

Ob es auch im Interesse beispielsweise einiger Verfassungsschützer wäre, sei dahingestellt. Denn noch immer ist unklar, warum Zschäpe nach der Sprengung ihrer Wohnung in Zwickau von einem Telefonanschluss angerufen wurde, der auf das sächsische Innenministerium zugelassen ist. Wie aus einer vorliegenden Aufstellung der Telefonverbindungen Zschäpes von diesem Tag im November 2011 hervorgeht, wurde sie über diese Nummer kontaktiert – und zwar deutlich früher als von der Polizeidirektion Zwickau, die einige Stunden nach dem Feuer die Nummer der Wohnungsmieterin, also Zschäpe, ausfindig gemacht hatte und danach viele Male versuchte, sie zu erreichen.

Hohn und Spott für den Geheimdienst im Netz
Hohn und Spott für den Geheimdienst im Netz

Warum war im Sächsischen Innenministerium die Nummer Zschäpes offenbar bekannt, bzw. warum wurde sie kurz nach der Brandstiftung in ihrer eigenen Wohnung angerufen? Auf diese Fragen gibt es bislang keine überzeugende Antwort, obgleich diese bereits vor Monaten zugesagt worden war. Auch die Zweifel an der offiziellen Darstellungen des Selbstmords von Böhnhardt und Mundlos halten sich hartnäckig: Angeblich haben Zeugen einen dritten Mann gesehen, auch die Angaben von Polizisten zum Ablauf werfen Fragen auf. Und: Warum erschossen sich die schwer bewaffneten Neonazis überhaupt? Ihrer Ideologie folgend hätten sie zumindest heldenhaft im Kampf sterben müssen, wobei sie wahrscheinlich noch einige Polizisten mit nach „Walhalla“ genommen hätten. „Besser aufrecht sterben, als auf den Knien leben!“ – so lautet ein viel zitierter Spruch in der militanten Nazi-Szene. Dass Böhnhardt und Mundlos sozusagen auf Knien sterben wollten, passt kaum zu ihren vorherigen Taten und ihrer fanatischen Ideologie des Rassenkriegs.

Der vierte Mann

Offen ist weiterhin, wie Zschäpe von dem Selbstmord ihrer Kameraden erfuhr. Wer hat sie über den Tod von  Böhnhardt und Mundlos informiert? Eine Kontaktaufnahme der beiden Rechtsterroristen zu Zschäpe ist nicht nachgewiesen – und auch ihr Verhalten in den Stunden nach dem Tod ihrer „Kameraden“ sprechen nicht dafür, dass sie etwas von dem Ende der Terrorgruppe wusste, da sie im Internet nach vollkommen anderen Dingen suchte. Es muss also einen vierten Mann oder eine vierte Frau geben.

Als möglicher Kandidat gilt der bekannte Neonazi Andre K. – ein langjähriger Weggefährte des angeklagten Ex-NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben. K. war just an dem Tag des Banküberfalls von Böhnhardt und Mundlos bei Eisenach unterwegs. Zudem wurde auf seinem Mobiltelefon Datenverkehr registriert – und zwar offenbar zu der Zeit, als auch Zschäpe in Zwickau online war. K. bestreitet die Kontaktaufnahme zu Zschäpe, er sei beruflich bei Eisenach unterwegs gewesen, versichert er. Eine Behauptung, die angesichts K.`s Job  durchaus plausibel klingt. Beweisen kann man K. eine Mitwisserschaft bislang offenkundig nicht. Denkbar also auch, dass Zschäpe nicht aussagt, um andere zu schützen.

Weitere Fragen sind längst nicht eindeutig geklärt, die für das NSU-Verfahren aber durchaus relevant sein könnten: Immerhin soll Zschäpe als Mittäterin verurteilt werden, doch noch ist nicht einmal eindeutig klar, dass Böhnhardt und Mundlos die zehn Morde begangen haben. Besonders der Mord an Michelle Kiesewetter in Heilbronn fällt komplett aus dem Raster. Vorliegende Phantombilder, die auf den Aussagen des damals schwer verletzten Kollegen Kiesewetter basieren, zeigen keine Ähnlichkeit mit Böhnhardt oder Mundlos. Ist es Zufall, dass Kiesewetter aus Thüringen kam und in ihrem Heimatdorf Nazis aus dem Umfeld des NSU-Netzwerks aktiv waren? Es erscheint fast unmöglich, dass auch dies ein Zufall sein soll, dafür spricht allerdings, dass Kiesewetter an dem betreffenden Tag angeblich gar nicht für den Einsatz vorgesehen war. Eine Planung des Mords wäre somit praktisch unmöglich gewesen.

Tiefer Staat?

Gedenken an die NSU-Opfer (Foto: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt)
Gedenken an die NSU-Opfer (Foto: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt)

Viele Nebenkläger, Angehörige der NSU-Opfer, wollen vor allem eins wissen: Welche Rolle spielten staatliche Stellen im NSU-Komplex? Fast 130 Personen werden mittlerweile zum mutmaßlichen Unterstützernetzwerk des NSU gerechnet. Bislang sind sechs Neonazis darunter, die nachweislich mit Geheimdienst oder Polizei kooperierten. Eine Zahl, die weit höher liegen dürfte; immerhin verdienten beispielsweise beim Thüringer Heimatschutz etwa ein Drittel der Neonazis ein paar D-Mark dazu, indem sie dem Geheimdienst Informationen verkauften.

Bei den bislang bekannten V-Leuten handelt es sich nicht um einfache Mitläufer, sondern führende Neonazis aus Bayern und Baden-Württemberg beispielsweise, von Tino Brandt, Anführer des THS, ganz zu schweigen. Wie viele V-Leute gab es noch im NSU-Umfeld? Wie kann es sein, dass staatliche Stellen nichts von dem Rechtsterrorismus in Deutschland wussten? Kann das überhaupt sein, oder wurde vertuscht – oder wie im Fall des Thüringer Heimatschutzes, sogar indirekte Aufbauhilfe betrieben? Das Schweigen beim Verfassungsschutz zu diesen Fragen übertönt sogar die Schredder, in denen zahlreiche Akten verschwunden sind.

Der bisherige Umgang des Oberlandesgerichts München mit dem NSU-Verfahren lässt nicht darauf schließen, dass diese Frage eine übergeordnete Rolle spielen wird, die politische Dimension der Terrorserie scheint eher nachrangig. Ohnehin warnen die Anwälte der Angehörigen der NSU-Opfer, das Gericht sei kein Untersuchungsausschuss. Es gehe vor allem um die strafrechtliche Schuld der Angeklagten.

Wer für das Ende des Prozesses umfassende Aufklärung im Gerichtssaal durch die Beweisaufnahme erwartet, ist blauäugig. Wer die Aufklärungsarbeit nur in den Gerichtssaal schieben will, macht es sich zu einfach. Wer meint, dass mit einem Prozess gegen die fünf Angeklagten und einer möglichen Verurteilung, das Kapitel NSU ausreichend beleuchtet und die NSU ausreichend verfolgt wurde, denkt nicht weit genug und nach dem Sündenbockprinzip. Wir werden nicht aufhören nachzufragen, bis alle Verantwortlichkeiten geklärt sind. Sei es im Strafverfahren oder im anderen Kontext. Niemand darf sich durch eine mögliche Verurteilung der fünf Angeklagten rein waschen. (Rechtsanwältin Angela Wierig auf Publikative.org)

Dokument des Grauens

Die Anklageschrift betont aber durchaus die politische Dimension des NSU-Terrors. Der NSU wollte demnach, dass seine Morde als serienmäßige Hinrichtungen wahrgenommen würden, daher sei bei neun Anschlägen die Ceska 83 mit Schalldämpfer benutzt worden. Der Schrecken der Morde sollte noch dadurch erhöht werden, dass die Opfer in Alltagssituationen überrascht und erschossen wurden. Bei allen Morden traten Böhnhardt und Mundlos unmaskiert auf. Nach mehreren Taten fotografierten sie ihre Opfer.

Hilflose Ermittler: Wer hat einen Wohnwagen an der Ostsee gesehen?
Hilflose Ermittler: Wer hat einen Wohnwagen an der Ostsee gesehen?

Dass Zschäpe sich auch für die Morde verantworten muss, wird auch auf eine Aussage einer Zeugin aus Nürnberg gestützt. Diese hatte Zschäpe am 9. Juni 2005 in der Nähe eines Tatorts an der Kasse eines Supermarkts gesehen. Zudem sei Zschäpe in die Planung und Vorbereitung involviert gewesen, habe Reisebewegungen getarnt und für Böhnhardt und Mundlos einen sicheren Rückzugsraum geschaffen. Die Taten seien gemeinsam geplant worden, es gab keine Anführer, sondern den gemeinsamen Willen, aus rassistischen Gründen Menschen mit Migrationshintergrund zu ermorden.

Insgesamt 15 Überfälle soll der NSU begangen haben, um sich zu finanzieren – in Zwickau, Chemnitz, Stralsund, Arnstadt und Eisenach. Die Brutalität der Neonazis kannte auch hier kaum Grenzen. So sollen sie am 18. Dezember 1998 einen Edeka-Markt in Chemnitz überfallen haben. Auf der Flucht schossen sie auf einen 16-Jährigen – gezielt auf Kopf und Brust. Der Jugendliche wurde nicht getroffen, doch für 30.000 D-Mark Beute nahmen die Rechtsextremen seinen Tod in Kauf.

Dolce Vita im Untergrund?

Das Geld wurde, wie bereits bekannt, teilweise gespendet – nicht nur das Fanzine „Der Weiße Wolf“ aus Mecklenburg-Vorpommern profitierte davon, sondern auch das Magazin „Der Fahnenträger“ aus Sachsen-Anhalt. Möglicherweise spendete der NSU zudem an weitere Szene-Magazine. Geldsorgen hatten die Rechtsterroristen offenbar nicht – obgleich sie über Jahre Miete, Lebensmittel, Reisen, Kleidung, Waffen, Fahrräder, Wohnmobile, Campingausrüstung, Surfausrüstung und vieles mehr bezahlen mussten – und zwar für mehrere Personen. Ob die Beute aus den Banküberfällen dafür tatsächlich ausgereicht haben kann, erscheint ebenfalls fraglich. Gab es Geldgeber, beispielsweise Nazis im Ausland, zu denen NSU-Unterstützer Kontakt hatten? Wie viel Geld kam durch Konzerte und andere Veranstaltungen für die Terroristen zusammen?

Und noch ein Gedanke scheint wichtig im NSU-Komplex: Nun werden nach und nach die Versäumnisse der vergangenen 20 Jahre aufgearbeitet, die Ignoranz, mit der dem Neonazi-Terror begegnet wurde. Eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe, zweifelsohne. Doch droht die Gefahr, dass alle gebannt auf den NSU-Prozess schauen, und somit wiederum die aktuellen Entwicklungen schlicht aus den Augen verlieren. Wir beschäftigen uns in den Fehlern der Vergangenheit, und wiederholen möglicherweise genau jetzt diese Fehler. Denn über die Formierung paramilitärisch-angelegter Einheiten aus dem Milieu der rechtsextremen Islamhasser liest man weder in Medien, geschweige denn in den Berichten der Geheimdienste. Sollten solche Gruppen oder fanatisierte Einzeltäter losschlagen, werden Überraschung und Empörung wieder groß sein.

Siehe auch: “NSU-Prozess ist kein Untersuchungsausschuss”“Diese rassistischen Ermittlungen fanden nicht im luftleeren Raum statt…”NSU: Das Ende des “Terror-Trios”?Akademisches Karussell: Wer schützt die Demokratie?,

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19 Kommentare zu „NSU: Die offenen Fragen

  1. „(…) … dass Kiesewetter an dem betreffenden Tag angeblich gar nicht für den Einsatz vorgesehen war. Eine Planung des Mords wäre somit praktisch unmöglich gewesen.“

    Ihre Schlussfolgerung wird anscheindend durch einen Bericht der Bild-Zeitung in Frage gestellt:

    “Tagelang hatten Böhnhardt und Mundlos ihrem Opfer offensichtlich vergeblich aufgelauert. Was sie wohl nicht wussten: Kiesewetter machte kurzfristig Urlaub bei ihrer Mutter in Thüringen.

    Telefonisch bat sie bei ihrer Dienststelle in Heilbronn, am 25. April doch Streife fahren zu dürfen, obwohl sie ursprünglich noch frei machen wollte. Prompt verlängerten die NSU-Mörder den Mietvertrag für ihr Wohnmobil.” (bild)
    mehr Infos:
    Ku Klux Klan – vom Verfassungsschutz gefördert!
    http://friedensblick.de/3433/ku-klux-klan-vom-verfassungsschutz-gefoerdert/

    Auch vermisse ich einen Hinweis auf den Verfassungsschützer, der während des Mordes an Halit Yozgat zur ungefähren Tatzeit anwesend war.

    Wie beim Kiesewetter-Mord ist es beim Yozgat-Mord un-realistisch, dass Mundlos und Böhnhardt im Alleingang handelten. Im Falle von Herrn Yozgat wären die Beiden in das gut besuchte Internet-Cafe reingeplatzt und hätten den Betreiber Herrn Yozgat erschoßen. Das Vorhaben wäre ohne Hilfe „von Innen“ sehr risikoreich gewesen, im Cafe gab es ja eine ganze Reihe von möglichen Zeugen in Telefonkabinen, an Computern.
    Rekonstruktion des NSU-Mordes an Halit Yozgat
    http://friedensblick.de/2774/rekonstruktion-des-nsu-mordes-an-halit-yozgat/

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  2. „Vorliegende Phantombilder, die auf den Aussagen des damals schwer verletzten Kollegen Kiesewetter basieren, zeigen keine Ähnlichkeit mit Böhnhardt oder Mundlos. Ist es Zufall, dass Kiesewetter aus Thüringen kam und in ihrem Heimatdorf Nazis aus dem Umfeld des NSU-Netzwerks aktiv waren?“

    Warum wird eigentlich immer angenommen, dass Kiesewetter das Ziel des Anschlags gewesen sei? Dass ihr Kollege überlebt hat, ist nach allem, was über die Tat bekannt ist, reiner Zufall. Während Kiesewetters Hintergrund, ihre Herkunft und möglichen Bekanntschaften mit dem NSU-Trio oder Unterstützer_innen mittlerweile auch öffentlich breit diskutiert wurden, sind zumindest in der Öffentlichkeit derartige Zusammenhänge bei ihrem Kollegen offenbar kein Thema. Die Frage ist, ob hier nicht zu sehr vom Ergebnis der Tat – Kiesewetter ist tot, also muss der Mordanschlag ihr gegolten haben – ausgegangen wird, ohne zu berücksichtigen, dass der Ausgang bis kurz nach den Schüssen auf die Polizist_innen „offen“ war.

    In dem Zusammenhang ebenfalls interessant: Kiesewetters Patenonkel, ebenfalls Polizist, sprach schon eine Woche nach der Tat davon, dass er einen Zusammenhang zu den damals noch so genannten „Dönermorden“ annimmt. Warum?

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  3. Lieber Georg Lehle,

    danke für Ihre Anmerkungen. Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dies ist im NSU-Komplex eigentlich kaum möglich.

    Sie haben Recht, es lassen sich noch weitere Fragen anführen. Die Anwesenheit von Andreas T. am Tatort in Kassel – noch ein Zufall? Ich möchte dazu demnächst noch etwas schreiben, da T. ja auch Quellenführer war.

    Zum Fall Kiesewetter lassen sich ebenfalls Bücher füllen. Allerdings ist auch nicht jeder Medienbericht belastbar, viele haben sich auch schon als schlicht falsch herausgestellt. Von daher ist es zu einfach, alles zu glauben, was ins eigene Bild passt – und alles andere als Vertuschung des Staates abzutun.

    Viele Grüße
    Patrick Gensing

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  4. “ Denn noch immer ist unklar, warum Zschäpe nach der Sprengung ihrer Wohnung in Zwickau von einem Telefonanschluss angerufen wurde, der auf das sächsische Innenministerium zugelassen ist. “
    Unklar ist auch, warum Kriminaldirektor M. Menzel sich noch am 4.Nov.’12 bei dem ehemaligen Verfassungsschützer N. Wiesner erkundigte, ob dieser wisse wo B. Zschäpe sei.
    Die beiden Uwes wurden erst Tage später identifiziert.
    Menzel ist der Vorgestzte des Patenonkels von M. Kiesewetter, der eine Verbindung zwischen dem Mord an ihr und der Ceska-Morserie sah.
    ( Wiesner wurde vom Untersuchungsausschuss befragt )

    “ Angeblich haben Zeugen einen dritten Mann gesehen, auch die Angaben von Polizisten zum Ablauf werfen Fragen auf. “
    Diesen dritten Mann kenne ich nur aus der Bild, wo er einmalig in einer Zeile ohne nähere Angaben erwähnt wurde.
    In dem Buch „Die Zelle“ wird auf S.237 erwähnt ein Rentner sei von den Polizisten aufgefordert worden zurück ins Haus zu gehen.
    Wenn an beiden Angaben was dran ist müsste es sich theoretisch um dieselbe Person handeln. Wenn es diesen Rentner aus Haus Nr.2 gab müsste als Zeuge verhört worden sein.

    “ Warum erschossen sich die schwer bewaffneten Neonazis überhaupt? “
    ( Meinung: )Sie haben angefangen mit den Ceska-Morden anzugeben, und dann eingesehen das es nicht so schlau war.
    Die NSU-DVD’s die im Wohnmobil gefunden wurden waren nicht versandfertig abgepackt, sollten wohl in Umlauf gebracht werden.
    Und der Klose hatte das Paulchen schon auf Facebook.

    “ Denn über die Formierung paramilitärisch-angelegter Einheiten
    aus dem Milieu der rechtsextremen Islamhasser
    liest man weder in Medien “
    Das Verbindende Element zwischen Islamhassern und NSU ist der KKK.
    Die Rolle des EWK in Bezug auf den NSU ist ungeklärt
    ( ausser bei Högl ).
    Peter B., der Anführer der derzeit aktiven EWKotbC , tritt auch als
    Erzbischof auf. Ohne Kapuze fällt der Rassenwahn von ihm ab,
    auf seiner Website verwendet er für seine Hospitaller
    die Begriffe „Knight Commander“ und „Military Order“,
    so wie A. Breivik für seine Templar.
    Das ist alles nicht richtig geheim, B.’s monotome antiislamistische
    Auswürfe kann man sich auf Twitter ansehen.

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  5. Betr. Anruf aus sächsischen Innenministerium

    Dieser Anruf auf dem Mobiltelefon der Beate Zschäpe (Pre-Paid Nummer!) dauerte laut Auswertung nur wenige Sekunden.

    1. Laut Ausbildung operativer Kräfte wie Quellenführer der LFVs & BFV handelt es sich in einem derartigen Fall um Weisungsanruf, dh. die betreute Quelle wird kurz angeklingelt und begibt sich an eine vereinbarte Telefonzelle oder ruft auf einem Mobiltelefon des Quellenführers zurück. Sicherlich war in dieser Notsituation die Folgebrisanz nicht ersichtlich. Ein reines Anklingeln (was belegt ist, es gab kein Gespräch) kann nicht geortet werden.

    2. Sollte eine Extremsituation für eine Quelle bestehen, existiert auch ein eingeprägter Ablauf. So sind Treffpunkte vereinbart, zb. viermal „Klingeln“ Punkt a. fünfmal „Klingeln“ Punkt b. usw…. im Falle Beate Zschäpes bestand eine absolute Extremsituation. Es war dem LFV Sachsen mit Sicherheit bewusst, dass Mundlos und Böhnhardt tot sind, „wahrscheinlich“ sofern sich weitere Teile des noch unübersichtlichen Geflechtes zusammengefügt haben, gab es auch Meldungen von einer Explosion in „Frühlingsstrasse Zwickau“. Somit ging dieser Weisungsanruf an Beate Zschäpe heraus.

    3. Dass es in Folge keine verwertbaren Beweise über Folgekontakte gibt liegt in der Natur des LFV. Die Quelle ruft von einem weiteren Mobiltelefon oder Telefonzelle eine „nicht registierte Mobilnummer“ des Quellenführers an, oder trifft sich an vorgegebenen Orten mit LFV Beamten. Verwunderlich ist, dass niemand aus Sicherheitskreisen diese Lehrbuch Punkte auch nur ansatzweise anspricht.

    4. Laut Presse und angeblichen Ermittlungen ist Beate Zschäpe (inzwischen mit Fahndungsbild die meistgesuchteste Frau der Bundesrepublik) durch ganz Deutschland mit der Bahn getourt? 4 Tage lang, von Ost nach Nord, von Nord nach Süd, dann wieder West usw…. an jedem Hauptbahnhof sind zahlreiche Polizeistreifen unterwegs, Kameraüberwachung – direkt eingesehen von Bundespolizisten in Überwachungsräumen, absolut unrealistischer Ablauf! Man kann auch, wenn man diese 4 Tage an Bewegungen aufzeichnet, nachrechnen, was alleine die Bahnfahrten gekostet haben. Es hat sich bisang neimand die Mühe gemacht, zu überprüfen, ob es überhaupt möglich ist, in diesen Zeitfenstern diese Städte mit Bundesbahn anzufahren. Ich kann versichern, es ist nicht möglich (einfach mal Fahrpläne zwischen 4 November – 8 November 2011 mit den aufgezeichneten Bewegungen einsehen) – es stellt sich ferner die Frage? „hat Beate Zschäpe 102 Stunden bis sie sich stellte nie geschlafen? Dh. in welchem Hotel? (Oder will man Menscheheit weismachen, sie habe auf Bahnhofsbänken genächtigt?). Sie müsste wenn man den Behördenmärchen glauben will, zudem rund 3.500 € in bar bei sich gehabt haben? (Und bitte jetzt nicht mit Banküberfällen kontern, die gesamte Beute aus den beiden letzten Überfällen wurde in Eisenach sichergestellt, der Raub davor lag Jahre zurück ….)

    Schon bei den einfachsten Punkten und Dingen (ohne jetzt die diversen Theorien) bleibt nicht viel von den staatlichen Stellungsnahmen / Erklärungen und schon zweimal nichts von Pressemeldungen übrig!

    Zumindest was den kurzen Telefonanruf aus sächsischen Innenministerium betrifft, ist Realität glasklar! Es war ein Weisungsanruf wie aus Lehrbuch. Und die Folgeschritte deuten auf nichts, aber auch garnichts anderes hin. Beate Zschäpe wäre in den 4 Tagen ihrer angeblichen zielosen Reise durch Deutschland keine 100 km weit gekommen. (Am 5 November 2011 um 12 Uhr hatten bundesweit alle Streifen und alle sonstigen Sicherheitsbehörden Lichtbilder von Beate Zschäpe in „allen Wagen, Dienststellen u.a.“)

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  6. Bezüglich der DVD ist mir ein Detail aufgefallen, das m.E. nicht so recht in die rekonstruierte Charakteristik der Mordserie passen will. Es wird doch allenthalben davon gesprochen, dass der NSU die Opfer und Tatorte akribisch ausgewählt und ausgespäht habe. Mit Blick auf den Mord an Halit Yozgat in Kassel wird auf der DVD ein Schriftzug verwendet, auf dem es heißt: „9. Türke erschossen.“ Nun war Theodorus Boulgarides aus München ja kein Türke sondern Grieche. Ich hatte früher vermutet, dass T.B. „versehentlich“ ermordet wurde, weil man ihn irrtümlich für einen Türken hielt. Damals war mir aber nicht bekannt, dass die Mörder ihre Ziele akribisch auszuspähen pflegten. Und selbst wenn er irrtümlich für einen Türken gehalten wurde, müssten sie doch bis zur Ermordung Yozgats mitbekommen haben, dass ihr zweites Münchener Opfer kein Türke sondern Grieche war.

    Eine weitere Merkwürdigkeit ist mir dieser Tage zufällig in einem Spiegel-Bericht von 2011 aufgefallen: demnach haben die Behörden im unbeschädigten Keller der Zwickauer Wohnung vier Fahrräder und vier Helme unterschiedlicher Größe gefunden. Mit den beiden Fahrrädern aus dem Wohnmobil macht das mindestens sechs Fahrräder für 4 Personen. Das Bild der Schlusssequenz der Paulchen-Panther-DVD zeigt ebenfalls vier Panther-Köpfe. Wenn man noch in Betracht zieht, dass sich hartnäckig die Gerüchte um eine dritte Person halten, die vor dem vermeintlichen Suizid das Wohnmobil verlassen haben soll, sollte man m.E. die Vorstellung einer vierten Person als Mitglied des harten Kerns der Gruppe nicht zu leichtfertig ad acta legen.

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  7. Lieber Faith Ersoy

    Faith – Du darfst nicht mit normaler menschlicher Denkweise versuchen, eine Logik zu sehen. Es funktioniert auch nicht, den Nationalsozialismus zwischen 1933 – 1945 als Muster zu nehmen. Diese Rechtsextremen ticken komplett anders.

    Die 90 iger Jahre waren in Thüringen geprägt von rechtsextremen Gruppen, welche alle Einfluss auf die Entwicklungen hatten, dazu gehörten neben den dumpfen Skinheads auch Satansanbeter mit schwarzen Messen, es gehörten Blood & Honourgruppen mit internationaler Ausrichtung dazu und eben die alten faschistoiden Gedanken, Verehrung von Kriegsverbrechern, Publikationen aus Naziregime u.a. Schau dir Horst Mahler an, ein „2 Juni“ Mitglied aus der RAF Gründerzeit, dazu noch Jurist – und heute ein geistig gestörter Rechtsradikaler, bei Konfrontationen sah ich junge Leute, die wir früher als Punks bezeichnet hätten.
    Es spielte, worin wir uns inzwischen relativ sicher sind, garkeine Rolle, aus welchem Land das Opfer kam. Dies sehen wir inzwischen als sekundär an. Man wollte (Sprichwörtlich) ein Zeichen setzen! Die Tatortauswahl hatte ein System. Und es muss ein perfides Netzwerk geben, es existiert auch ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem.
    Ohne sämtliche Strömungen dieser kranken Szene tritt man was der Grund der Mordserie sowie ein existentes Netzwerk angeht schlichtweg auf der Stelle.
    Es gab nicht nur einen dritten Mann oder eine zweite Frau. Seid doch mal realistisch!
    Jede Woche kommen neue Meldungen seitens des Generalbundesanwaltes. Man habe Unterlagen gefunden, dass in NRW die NSU 100 Objekte ausgespäht habe, man habe in BW was alle grössere Städte betrifft Stadtpläne mit wahrscheinlichen Anschlagszielen gefunden, Bayern usw… usf… wenn im Gegenzug dann Presse nachrecherciert heisst es, es gab aus der jeweiligen lokalen Szene keine Hilfeleistungen? Dh. drei Neonazis, die angeblich unendeckt 14 Jahre im Untergrund agierten, umgeben von ca. 25 Informanten aller LFVs und BFV haben hunderte Anschlagsziele ausgespäht? Ohne irgendwelche Hilfeleistungen? Vergleicht das einmal mit PLO, ETA und IRA! Diese Volksbewegungen benötigten für solche Massnahmen tausende Unterstützer, die Durchschnittszeit im Untergrund betrug dort wo bis zu 80% der Bevölkerung diese Bewegungen unterstützt ca. 6 Monate! Hier in BRD turnen 3 durchgeknallte ungebildete Versager über ein Jahrzehnt durch Republik und niemand bekommt etwas mit? Schaut euch einmal die Lebensläufe dieser sozialen Wracke an, bei beate Zschäpe reichte es nicht einmal zur fundierten Lehrausbildung und Böhnhardt hatte einen Sprachschatz von 100 Worten ….. der ach so fehlgeleitete Professorensohn Mundlos, klar …
    man kann sich auch Dinge solange hinbiegen, bis es irgendwo passt! Dass es 75% der BRD Konsumgesellschaft frisst ist einberechnet, restlichen 25% haben zum einen wichtigere Dinge zu tun, oder schlichtweg kein politisches Interesse. In Deutschland gibt es nur ein grosses Problem, trotz „hinbiegen“ war noch nie eine Geschichte erfolgreich, liegt an komplexen System der Bundesländer und zuvielen Köchen in den einzelnen Behörden. Alles eine Zeitfrage, wie auch Schmücker und Celler Loch!!!

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  8. @Fatih
    „9. Türke erschossen“

    Ich vermute das liegt daran, dass Türke als Synonym für alle unerwünschten Personen verwendet wird. Die wirkliche Nationalität spielt dann keine Rolle. Viele, die Türken genannt werden, sind gar keine. Und andersrum werden viele gebürtige Türken (speziell Nachkommen der Gastarbeiterfamilien) von Deutschen gar nicht als Türken wahr genommen. Aus Sicht von Nazis und Wutbürgern ist dieser Sprachgebrauch also eine Vereinfachung bzw. Desinteresse. Hauptsache das Feindbild steht.

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  9. Lieber Patrick Gensing

    Der NSU Komplex wird wahrscheinlich nie ausdiskutiert werden da „normalen“ Menschen schlichtweg die Vorstellungskraft fehlt, was in solchen Tätern vor sich geht.

    Während unserer Recherche haben wir versucht, zunächst die Zusammenhänge in Thüringen zwischen 1990 – 1998 zu begreifen. Ein Trugschluss aller Ermittlungsbehörden war das festgefahrene Bild von szenetypischen Neonazis. Auffällig war hier, es existieren keine szenetypischen alten Verhaltensmuster. So bestanden die Gruppen aus Altnazis mit gefestigter politischer Ideologie, aus Skinheads – Krawallmacher, auffällig waren auch Personen, die aus dem Bereich Satanisten kamen und eben die B&H Fraktion.

    Man „unterschätzt“ noch heute diese Strukturen. So endeckten wir das Kommunikationssystem dieser Personen, wobei direkt wieder ein Verdacht aufgekommen ist, auch hier deutet vieles auf Fremdeinwirkung und mit Einschränkungen sogar Fremdsteuerung hin.

    Ein weiterer Punkt beinhaltete Hintergründe und Schnittstelle, wo aus regionalen Strukturen (Protestgruppe mit rechtsextremer Gesinnung) eine militante terroristische Vereinigung wurde! Es wurde weder in den Ermittlungsbehörden oder Untersuchngsausschüssen hinterfragt, was der eigentliche Auslöser war, dass mehrere junge Leute diesen Schritt unternommen haben. Hier sind wir wiederum auf interessante Aussagen in rechtsextremen Foren gestossen, die erheblichen Anlass zu Sorge bereiteten. Man diskutierte relativ offen im Zeitraum 2005 – Ende 2006 diesen Punkt. Wurde wie eigentlich alles von Ermittlungsbehörden übersehen. Und erneut – nie hinterfragt!

    Dann belächelt man das verkorkste Leben der rechtsextremen Täter, fehlende Berufs und Schulbildung, keine Empathie, kein strukturelles Denken, Kadavergehorsam, begrenzten Wortschatz, Tunnelblick usw…
    Auf der anderen Seite sollen diese schon infantil wirkenden Personen 15 Jahre im Untergrund gelebt haben, sich sämtlichen Ermittlungs und Geheimdienstbehörden entzogen haben, umgeben von Dutzenden Informanten und V-Leuten? Diese Personen haben laut höchsten staatlichen Behörden wie Generalbundesanwalt und Bundesgerichtshof, einer zusammengestellten Truppe von 500 Experten aus BKA, LKAs, BFV u.a. 10 + Morde begangen, 2 schwere Sprengstoffanschläge mit über 30 Verletzten, Mordversuche, zahlreiche Post & banküberfälle, Schändungen von ausländischen und inländischen Denkmälern, sie sollen in praktisch jedem Bundesland dutzende bis gar hunderte Objekte und Personen ausgespäht haben, sie besassen rund 30 Lang und Kurzwaffen, Tarnpapiere, wurden überdies in den ersten 5 Jahren als politisch motivierte Gewalttäter per Haftbefehl gesucht?

    Was soll man da noch anfügen!!!

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  10. Ku-Klux-Klan in Deutschland aktiv

    Der rassistische Geheimbund Ku-Klux-Klan ist nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) wieder im deutschen Bundesland Baden-Württemberg aktiv. „In Schwäbisch Hall wurde eine neue Sektion gegründet“, sagte LKA-Präsident Dieter Schneider in Stuttgart.

    „Es scheint eine kleine Sektion zu sein mit weniger als zehn Mitgliedern.“ Auf die neuen Aktivitäten des Klans wurden die Experten der Ermittlungsgruppe „Umfeld“ aufmerksam.

    http://orf.at/stories/2180203/

    Vor zwei Wochen wurde noch behauptet, es gäbe keinen KKK mehr in BRD?

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