Alternative für Deutschland: Sowas kommt von sowas!

Bei der Alternativen für Deutschland knirscht es mächtig im noch gar nicht ganz errichteten Gebälk. Auf der Facebook-Seite der AfD wurde eine Parole gegen „Multikulti-Umerziehung“ verbreitet. Potentielle Mitglieder distanzierten sich. Auch Parteichef Lucke griff ein, doch die Parole ist weiterhin auf der AfD-Seite zu finden.  

Von Roland Sieber und Patrick Gensing

Countdown bei der AfD – noch vier Tage bis zum geplanten Gründungsparteitag. Die Tagesparole für den Mittwoch hatte es in sich: „Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung!“ lautete die Losung, die auf keiner NPD-Seite aufgefallen wäre.

Darauf folgten Hunderte Kommentare: Viele AfD-Anhänger zeigten sich empört über die verschwörungsideologische Propaganda, kündigten ihren Rückzug aus der Partei an; viele verteidigten aber auch mit offen rechtsradikaler Rhetorik den Spruch. Fast 800 AfD-Freunden gefiel die Parole bei Facebook auf jeden Fall. Bei gerade einmal rund 16.000 Freunden, die der angeblichen Stimme des Volkes folgen, ein beachtlicher Wert.

Gegen die "Multikulti-Umerziehung": die AfD
Gegen die „Multikulti-Umerziehung“: die AfD

 

Die Administratoren der AfD-Seite verteidigten die Parole mehrmals gegen Kritik, dennoch wurde einige Stunde später ein weniger verfänglicher Spruch nachgeschoben: „Bildung statt Ideologie“ soll die AfD-Anhänger nun motivieren. Vorausgegangen war offenbar eine Intervention der Parteispitze. Parteichef Bernd Lucke antwortete auf unsere Anfrage, wie er zu der Parole stehe, man sei bereits eingeschritten und habe „die Löschung“ veranlasst. Es handele sich um keine Position der AfD.

Und noch ein Neuzugang

Die „Freien Wähler“ Frankfurt werben mit Sarrazin © Screenshot
Werben mit Sarrazin © Screenshot

Schadensbegrenzung also. Lucke wird wohl noch einiges zu tun bekommen in dieser Disziplin. So meldete nun das Blog blu-news und die Wochenzeitung Junge Freiheit den Übertritt von Wolfgang Hübner zur Anti-Euro-Partei. Vorausgegangen war ein monatelanger interner Streit. Die Freien Wähler Frankfurt etablierten sich als regionale „Sarrazin-Partei“. „Sarrazin beherzigen – ohne Schmerzen“, so einer ihrer Wahlkampfparolen. Als Hubert Aiwanger aus Bayern heraus mit mäßigem Erfolg versuchte, aus den regional unabhängigen Wählergemeinschaften eine Bundespartei zu formen, gehörten die Frankfurter zu den wenigen aktiven Unterstützern. Hübner, der  die Freien Wähler im Römer, dem Stadtparlament, als Fraktionsvorsitzender nach Rechtsaußen führte, verharmloste im Herbst auf der Frankfurter Parteiseite unter der Überschrift „Die „NSU“-Morde werden politisch instrumentalisiert!“ diese. Die zehn Morde und Terroranschläge würde von:

„verschiedenen Einwanderer-Lobbyisten in unverschämter Weise genutzt […], um vom Staat zusätzliche materielle und ideelle Zuwendungen zu fordern“,

polterte er online. Unterstützt würden die „Einwanderer-Lobbyisten“, von den „Massenmedien“, wie z.B. die Tagesschau und anderen Sendungen, die „die hetzerischen Transparente linksextremer Organisationen, die in der Angelegenheit längst einträglichen politischen Profit wittern, zur besten Sendezeit […] groß ins Bild“ rückten. Dies auch um das angebliche

„nachgewiesen xenophile (fremdenfreundliche) deutsche Volk unter den Verdacht zu stellen, noch immer unausrottbare Nazi-Neigungen unter dem “dünnen Firnis der Zivilisation” (Frankfurts CDU-Kulturdezernent Semmelroth) zu hegen.“

Diese Veröffentlichung nahm der Bundesvorsitzende Aiwanger als Vorwand seinem zum Ärgernis gewordenen Frankfurter Unterstützer mit einem Parteiausschlussverfahren zu drohen. Hübner jedoch polterte aus Frankfurt weiter und verlor zunehmend die Rückendeckung der hessischen Freien Wähler. So blieb ihm schlussendlich offenbar nur die Flucht nach vorne – in die AfD.

Die Hintergründe Hübners gehen dort in der Begeisterung des Parteiübertritts unter, vor allem, da die AfD nun über ein Mandat verfüge. So meinte ein Kommentator zu dem Übertritt:

Herr Hübner hat in Ffm. eine sehr mutige Politik gemacht. Er war eine der letzten Stimmen der nationalen Vernunft und das in einem Umfeld, das inzwischen babylonische Dimensionen angenommen hat. Seine Stellung in der AfD wird zeigen, ob diese Gruppierung zu mehr in der Lage sein wird als eine Professorenpartei erwarten läßt. Immerhin geht es um nicht weniger als die Abschaffung Deutschlands.

Frank Franz, Bundespressesprecher im NPD-Parteivorstand sieht in der AfD eine Türöffner- und Eisbrecherfunktion für seine Partei:

Lucke hat sich also von der „Multikulti-Umerziehung“ distanziert, doch die rechtsradikale Parole prangt weiter auf der Facebook-Seite der Partei – gelöscht, wie Lucke dies veranlasst haben will, wurde sie nicht; dazu sind dort Hunderte rechtsradikale Kommentare zu finden. Und der angebliche Neuzugang aus Frankfurt könnte die AfD erneut in Erklärungsnot bringen.

IF

Lucke befindet sich somit in keiner sonderlich komfortablen Position, er und seine Mitstreiter kämpfen gegen die Geister, die sie riefen. Geht die Parteispitze nun konsequent gegen offen rechtsradikale Sprüche und Anhänger vor, räumt sie das Problem ein – und gilt bei vielen Unterstützern als „gleichgeschaltet“. Einer schrieb beispielsweise zu der entschärften „Bildung statt Ideologie“-Parole:

Was soll das denn jetzt. Noch nicht gegründet und schon Opportunismus. Das ist der beste Weg zur Blockpartei.

Doch Lucke muss sich distanzieren, denn sonst verliert die Partei ihren seriösen Anstrich. Nicht gerade eine Win-Win-Situation.  Mitleid ist aber fehl am Platze, denn nicht das Agieren gegen den Euro ist das Problem mit der AfD, vernünftige Kritik am Euro und der Bankenrettung ist dringend nötig. Doch die Partei und die Wahlalternative 2013 bieten rechtsradikalen Positionen beispielsweise auf ihrer FB-Seite, in Wikis oder in Bewerbungsschreiben prima Foren – und macht diese somit weiter salonfähig. Und das ist das eigentliche Problem mit dieser Partei.

Siehe auch: Alternative für Deutschland: Hier spricht das VolkProfessoren als Sperrspitze, Partei als SammelbewegungWelche Chancen hat die Alternative für Deutschland?AfD: Professorenpartei als rechtspopulistische Sammelbewegung?Rechtsjugend für DeutschlandRechtspopulisten gegen EuropaEs distanziert sich, was zusammengehörtTrotz brauner Bremsspur in den Bundestag?Nachgemachter PR-CoupÜber Stammtischökonomen und “Volksverräter”National-chauvinistische RückbesinnungAttacke auf den Sozialstaat

34 Kommentare zu „Alternative für Deutschland: Sowas kommt von sowas!

  1. „Vernünftige Kritik am Euro und der Bankenrettung ist dringend nötig.“

    Dann schreib sie doch endlich einmal selbst lieber Roland – statt jeden in die Pfanne zu hauen, der es versucht und damit Leute anlockt, wegen denen er dann deine Aufmerksamkeit im negativen Sinne bekommt…

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  2. Keine Frage, dieser Spruch der AfD war unseriös. Aber jetzt mal im ernst, wollen Sie etwa behaupten das es möglich ist für eine Partei 16 000 Facebook „Freunde“ zu haben ohne das sich darunter mindestens 200 befinden welche dort Zwietracht im Schilde führen, bzw. darauf lauern der Partei zu schaden. Man muss doch sehr naiv sein um anzunehmen, dass alle 16 000 FB Unterstützer auch „Freunde“ der Partei sind denn manche Kommentare dort sind so plump rechtslastig dass man davon ausgehen muss das kein normaler Mensch, selbst wenn er das denken würde, so was offen in einem Forum schreiben würde. Welches Motiv haben also diese ca. 200 „Freunde“ sich dort derart auszulassen? Das gleiche Motiv was Sie ebenfalls haben: eine „neue Politik“ zu unterdrücken.

    Aus meiner Sicht ist dieses Spiel durchschaubar. Weiter muss man festhalten, dass jede Partei mit 7000 Mitglieder über mindestens 100 Profilneurotiker, Spinner und latente Extremisten verfügt, egal ob es Links- oder Rechtsextremisten sind. Es gibt, Gott sei Dank, in Deutschland keine Gesinnungsjustiz welche das verhindern könnte. Ich bin mir sicher, dass in der FDP und in den Grünen hunderte von Linksextremisten und bei den Grünen dutzende Grüne- Hardline Spinner sitzen welche u.a Inzucht erlauben wollen, Fleisch essen verbieten, Paedophil veranlagt sind (man siehe ein Video von dem Grünen Cohn Bendit wo er sich offen als Paedophiler zeigt ( http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article115179944/Preis-fuer-Cohn-Bendit-Kretschmann-attackiert-CDU.html )

    Trotzdem, würden Sie deshalb die Grüne Partei als Paedophilen und Spinner Partei hier disqualifizieren?

    Ich möchte gar nicht wissen, was los wäre, wenn einer aus dem AfD Vorstand sich so geäußert hätte wie einst Cohn-Bendit. Die Medien hätten längst eine Medienkampagne gegen die Partei und dem Man losgetreten, hier aber ein Grüner und die Medien schweigen überwiegend. Kein Skandal, obwohl ich behaupte, dass die Äußerungen von Cohn-Bendit zu Kindern viel schlimmer ist als der dümmste Blödsinn irgendwelcher FB Nutzer auf der AfD Seite.

    Weiterhin ist es natürlich schwierig ein FB Forum, wo jeder Beiträge formulieren darf, frei von dummen Sprüchen zu halten. Der SPD oder den Grünen ginge es nicht anders, wenn sie sich das trauen würden. Von den LINKEN ganz zu schweigen. Im Endeffekt könnten Sie somit, mit ähnlicher Methodik, jede Partei denunzieren und somit ist dieser Artikel sicher auffällig in seinem Bestreben eine „neue Politik“ zu verhindern. Die Frage ist nur warum wollen Sie es verhindern? Der Euro führt einem ganzem Kontinent beweisbar schweren Schaden zu und die Bürger lehnen sich immer mehr dagegen auf aber viele Journalisten versuchen das zu verhindern obwohl diese eigentlich Stimmungen der Bürger aufgreifen sollten. SPD, LINKE und Grüne wollen doch den Euro weiter haben und fördern somit die Verschuldung, Privatisierungen und somit Verarmung der Bürger, obwohl sie ständig im Wahlkampf links blinken. Glauben Sie wir Bürger merken nicht, das wir belogen werden? Trotzdem wollen Sie uns die Möglichkeit nehmen Protest zu wählen? Was soll der Bürger denn machen wenn wir nun keine EU –Kritische Partei wählen dürfen? Bürgerkrieg?

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  3. „Gegen Multi- Kulti- Umerziehung“ = rechtsradikal???
    Sagt mal- geht´s noch? Macht Ihr hier jetzt auch auf „Rote SA“?
    Ich frage mich, WEM denn hier das demokratische Grundverständnis fehlt- und erinnere mal leise an Voltaire und R. Luxemburg.

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  4. Wieder einmal ein Zusammenkleben von Wörtern, die für die extreme Linke gut klingen, aber nichts mit der Realität zu tun haben: „So blieb ihm schlussendlich offenbar nur die Flucht nach vorne – in die AfD.“ Warum „blieb nur die Flucht“? Die FW Frankfurt ist autonom. Mir wäre auch neu, dass Hübner überregionale Ambitionen hat erkennen lassen. Aber ich kann ihn verstehen, dass er die FW-Partei verlässt. Ich und viele andere hätten ihn gerne als kritischen Geist und klugen Kopf innerhalb der Partei behalten. Persönlich hätte ich lieber Aiwanger abgegeben, gerne im Paket mit Werhahn an die CDU.

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  5. @PB: Wir können leider nicht alles erledigen.

    @Simone M.: Alles Einzelfälle, Provokateure, usw. Ist schon klar. Nur warum tauchen solche Leute bei der AfD auf. Es waren auch nicht irgendwelche anonymen Trolle, sondern die Administratoren der FB-Seite der AfD.

    @Pfotenhauer: 800 von 16.000 ist sogar sehr viel, was FB-Relationen angeht. Nur ein Beispiel: Wir haben gut 13.000 Follower (und bilden uns übrigens deswegen nicht ein, für „das Volk“ zu sprechen) und selbst äußerst populäre Artikel, die Zehntausende Abrufe haben, kommen bei FB kaum auf diesen Wert.

    @Thomas Fuegner: Wie würden Sie den Spruch denn einordnen? Linksliberal? Aber erzählen Sie doch einmal: Wie läuft denn diese Umerziehung ganz praktisch ab? Wer hat sich das eigentlich ausgedacht, wie wird sie umgesetzt, wer steuert das ganze Projekt?

    Mit freundlichen Grüßen
    Patrick Gensing

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  6. Liebe Publikative!

    Ich möchte einfach mal danke sagen. Danke für eure Artikel über die AfD. Bei der Partei wundert mich ja eigentlich garnix mehr, aber es ist immer wieder ein trauriger Spaß, die Kommentare zu lesen. Unglaublich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die in vollem Ernst alle Register rechtspopulistischer „Argumentation“ ziehen!
    „Ich bin mir sicher, dass in der FDP und in den Grünen hunderte von Linksextremisten und bei den Grünen dutzende Grüne- Hardline Spinner sitzen welche u.a Inzucht erlauben wollen, Fleisch essen verbieten, Paedophil veranlagt sind…“ Ich schmeiß mich weg.
    „Rote SA“
    Kaum zu glauben. Simone! Thomas! Merkt ihr noch was!?!

    Sorry, verstößt womöglich gegen die Regeln guten Kommentierens, musste aber mal raus.
    Haltet die Ohren steif.

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  7. @Thomas Fuegner
    „Ich frage mich, WEM denn hier das demokratische Grundverständnis fehlt- und erinnere mal leise an Voltaire und R. Luxemburg.“

    Du beziehst dich bestimmt auf folgendes fälschlicherweise Voltaire zugeschriebene Zitat von Evelyn Beatrice Hall:
    „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“
    und auf dieses Zitat von Rosa Luxemburg:
    „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

    Beide fordern sinngemäß, dass jeder seine Meinung sagen darf. In keinem der beiden Zitate kommt vor, dass man diese Meinungen nicht kritisieren darf. Meinungsfreiheit beseutet nicht, dass man von Kritik und Widerspruch ausgenommen ist, auch wenn du das gerne so hättest.

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  8. Dann ist Frau Merkel nach Eurer Vorstellung auch rechts- radikal? „Der Ansatz [!!!]für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“, sagte Kanzlerin Angela Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Potsdam. (aus SPON, 16.10.2010)
    Jetzt kommt mal wieder runter…!

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  9. Großartig! 🙂 Nun erscheinen auf publikative.org schon Artikel zu einzelnen Postings auf der fb-Seite der AfD. Die Relevanz dieser jungen Partei muß ja als gewaltig eingeschätzt werden. Das stimmt mich hoffnungsfroh.

    Zur Sache selbst: Wie man einen Claim wie „Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung“ interpretiert liegt natürlich vornehmlich darin, wie man ihn interpretieren möchte. Und hierin sehe ich das Problem des Claims. Er ist eben auch böswillig interpretierbar. Daher hat der Sprecher der AfD, Lucke m.E. recht daran getan eine Änderung herbeizuführen und mit „Bildung statt Ideologie“ die Stoßrichtung klarer zu machen. Daß es anläßlich des Multikulti-Claims zu einem breitem Diskurs unter den fb-Likern der AfD gekommen ist, nenne ich Demokratie in Echtzeit. „Knirschen“ tut da gar nichts, sondern eine junge Partei diskutiert ihren Kurs mit Anhängern und Gegnern live und öffentlich auf der fb-Seite. Dazu passt übrigens auch, daß die Partei auf ihrer eigenen Seite in aller Transparenz sämtliche Kandidaten inklusive Lebenslauf vorstellt, obwohl ja gerade einmal ein Bruchteil derer überhaupt Aussicht auf ein parteiinternes Amt hat. Transparenz und die Möglichkeit auf demokratische Teilhabe geht der jungen Partei über die taktische Mätzchen. Das macht sie bei den Böswilligen zwar angreifbar, für die Unvoreingenommenen ist es jedoch erfrischend.

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  10. @simone m.:
    „Keine Frage, dieser Spruch der AfD war unseriös. Aber jetzt mal im ernst, wollen Sie etwa behaupten das es möglich ist für eine Partei 16 000 Facebook „Freunde“ zu haben ohne das sich darunter mindestens 200 befinden welche dort Zwietracht im Schilde führen, bzw. darauf lauern der Partei zu schaden. Man muss doch sehr naiv sein um anzunehmen, dass alle 16 000 FB Unterstützer auch „Freunde“ der Partei sind denn manche Kommentare dort sind so plump rechtslastig dass man davon ausgehen muss das kein normaler Mensch, selbst wenn er das denken würde, so was offen in einem Forum schreiben würde.“

    Doch! „Normale“ Menschen (Was auch immer sie darunter verstehen? Ich denke ‚Menschen‘ würde reichen!) schreiben solche „plump rechtslastig[en]“ Kommentare und jetzt stellt sich die Frage des Umgangs mit solchen Äußerungen: Lass ich sie unkommentiert so stehen? Lösch ich diese Kommentare? etc.

    Ein richtiger Umgang wäre: a) das ganze zu kommentieren! b) den betreffenden Kommentar zu löschen! c) bei wiederholtem Male den betreffenden User/Kommentator/etc. zu sperren! und vor allem d) erst garnicht auf solch populistische Art und Weise aufzutreten und den betreffenden Personen erst gar kein Forum zu bieten!

    Was passiert? Nichts! Also ist die Aussage: „bieten rechtsradikalen Positionen beispielsweise auf ihrer FB-Seite, in Wikis oder in Bewerbungsschreiben prima Foren – und macht diese somit weiter salonfähig. Und das ist das eigentliche Problem mit dieser Partei.“ vollkommen richtig!

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  11. Von Roland Sieber und Patrick Gensing

    Sie würden ganz gut in die Goebbels Propaganda passen.
    Da wurden Demagogen ganz groß. Aber diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.

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  12. @Dietel:

    +1 point godwin! Herzlichen Glückwunsch! Bei 3 Punkten schmeißt ich ne Lokalrunde und sprech ein paar Abschiedsworte zum Ausscheiden aus der aktiven Vernunft.

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  13. Wenn man eine rechte Partei gründen will, um enttäuschte CDU/FDP Wähler aufzufangen, nimmt man nunmal in Kauf, Rechtpopulisten mitsamt ihrer Ideologie einzufangen, das läuft auf der anderen Seite des Spektrums nicht anders. Die Frage ist doch, ob die Partei sich unter einem solchen Vorzeichen als seriöse, nicht rechtsextreme Kraft präsentieren kann. Meine Vermutung: Nope.

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  14. @Ben: zunächst einmal eine Korrektur: ich meinte eigentlich, daß es sicher in der „SPD und Grüne viele Spinner, Verschwörungstheoretiker, Paedophile etc gibt“ und ganz nebenbei auch Linksextreme. Trotzdem kommt man nicht auf die Idee deshalb die Grünen oder SPD als Partei der Spinner und Verschwörungstheoretiker zu denunzieren. Wie gefährlich der Linksextremismus ist ahne ich bereits hier. Ist es wirklich „gut“ wenn man zu Recht darauf aufmerksam macht, dass rechtsradikale Tendenzen in der AfD blockiert werden müssen dies mit den selben Methoden zu machen welche man den Rechten vorwirft, also Rassismus (Meinungsrassismus), Denunzierungen, Unterstellungen und Prangertum? Wie unterscheide ich mich als Mensch, wenn ich gegen Faschisten bin aber gleichzeitig deren Methoden anwende? Wer eine solche Einstellung hat ist doch sicher nicht mehr weit davor entfernt auch Steine gegen Menschen zu werfen und physische Gewalt anzuwenden. All das ist auch Terror. Ist es also nicht so, dass viele Linksextreme die geistige Höhe von damaligen Nazi oder Stasi Schergen hatten indem sie stets von einer Ideologie besessen waren und diese dann mit Gewalt durchsetzten wollen und dabei in Kauf nehmen Menschen zu verletzten, zu demütigen, über einen Kamm zu scheren, vorzuverurteilen etc? Ist das nicht die eigentlich Gefahr die aus diesen eigentlich unwürdigen Wortwechseln deutlich zu Ausdruck kommt? Mit ein wenig Menschligkeit müsste man doch sehen, dass das was in Europa gerade passiert die wahre soziale Gefahr darstellt. Eine Finanzdiktatur eben. Unterstützt von leider auch Roten und Grünen Parteien. Natürlich gibt es gewisse Risiken mit der AfD aber was ist die Altrnative dazu? Ist das was SPD, Grüne und LINKE machen nicht viel viel verlogener indem sie „links blinken“ und bei allen Gesetzesinitiativen neoliberal fahren- zum Schaden ihrer Wähler.
    Das ist doch das Problem. Die Grundidee sich von diesem Brüssel Monstrum und dem Euro abzukapseln ist für mich sehr sozial und damit eigentlich eine linke Idee. Das das Thema nun auch von Rechten bis rechtsradikalen eine Rolle spielt nehmen ich ja zur Kenntnis, aber das ändert doch nichts daran dass diese Aufgabe in unser aller Interesse ist.

    Es erstaunt mich, dass dieser Linksextremismus nicht gegen Grüne, LINKE oder SPD Politiker vorgeht- wenn die offensichtlich so viel Zeit haben- denn hier findet gerade ein verlogene Politik gegen uns statt.

    Zusammenfassend: Ich sehe zwar nun, dass es Schnittmengen mit linken und rechten Ideen gibt, eine Linke Idee wird aber deshalb nicht rechtsradikal weil sie von rechten unterstütz werden. Für die AfD bedeutet das für mich, dass ich zwar auch die Gefahr sehe, dass rechtsradikale versuchen dort deswegen Fuß zu fassen, aber wir linke sollten dann dort mitwirken, den linken Flügel stärken und dafür Sorge tragen dass solche Einflüsse raus gehalten werden. Für völlig kontraproduktiv halte ich die AfD als rechtspopulistische Partei einzustufen und so das politische Feld erneut den anderen zu überlassen, welche uns erneut der neoliberalen Euro-Finanz- Diktatur überlassen.

    Ich hoffe man ließt sich das gründlich durch.

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  15. @Simone M
    „(…) indem sie „links blinken“ und bei allen Gesetzesinitiativen neoliberal fahren- zum Schaden ihrer Wähler.“
    Die AfD ist ein Sammelbecken neoliberaler und konservativer Personen. Bernd Lucke hat den Hamburger Appell initiiert und über Hans Olaf Henkel muss man nun auch nichts weiter sagen. Diese Leute haben alle neoliberalen Reformen seit Rot-Grün begrüßt und ideologisch unterstützt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Appell
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=16524
    Mit ihrem kruden Vorwurf von Nazimethoden haben sie sich eh für eine ernste Diskussion disqualifiziert.

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  16. Herr Roland Sieber und Patrick Gensing sollten sich echt schämen so etwas bösartiges hier zusammenzustellen. Eigentlich sollte man hierauf gar nicht reagieren. Es ist es gar nicht wert. Ihre Motivlage wüsste ich nur zu gern. Die Sorgen um die Bürger kann es ja nicht sein.

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  17. @Petra

    Mein Ansatz für die Motivation der Herren Sieber und Gensing:

    Eine wählbare Partei rechts der CDU, die aber trotzdem nebenbei der Partei „Die Linke“ den Todesstoß versetzen wird. Das muss bei den Herren den blanken Horror auslösen.

    So dieser Kommentar ist ja nun volllkommen sachlich, nicht beleidigend oder so…wird er dennoch nicht veröffentlicht, weiß ich…Bingo, voll ins Schwarze getroffen

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  18. @Petra: Ich weiss erst seit gestern von dieser Sache, aber mein Umfeld kann sein Glück ja gar nicht glauben, dass es nun endlich so eine Partei hier gibt. Und was muss ich nun lesen? So eine Hetze hier! Wärend die Leute da draussen unter dem Euro leiden, wird hier etwas bekämpft was uns alle, vor allem sozial schwache, rentner etc nutzten wird. Frag doch mal einen Rentner was seit dem Euro aus seiner Rente geworden ist: halbiert ist sie und die Kosten blieben dieselben. So hat doch kaum noch einer Geld. Wir sind früher jede Woche in die Kneipe und Restaurant gegangen. Wir gehen heute kaum noch, weil wir dort mit 2 Personen keine 40 DM mehr ausgeben, sondern Euro 50,- Mein Gehalt hat sich aber leider nicht verdoppelt und ich sagen Ihnen was: so geht es sehr sehr vielen in diesem Land und Sie haben den Nerv eine solche Sache so zu kommentieren? Ich stimme Petra zu und frage mich was für ein Motiv Menschen haben müssen so gegen die Bürger zu arbeiten und solche Berichte zu schreiben. Um uns geht es Ihnen dabei sicher nicht.

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  19. @ Marion
    „Wärend die Leute da draussen unter dem Euro leiden, wird hier etwas bekämpft was uns alle, vor allem sozial schwache, rentner etc nutzten wird.“
    Als „sozial Schwache“ können Sie froh sein, dass das Bundesvorstandsmitglied Konrad Adam Sie überhaupt noch wählen lässt:
    „Erst später, mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und seiner hässlichsten Folge, der Massenarbeitslosigkeit, ist die Fähigkeit, aus eigenem Vermögen für sich und die Seinen zu sorgen, als Voraussetzung für das Wahlrecht entfallen. Ob das ein Fortschritt war, kann man mit Blick auf die Schwierigkeiten, die der deutschen Politik aus ihrer Unfähigkeit erwachsen sind, sich aus der Fixierung auf unproduktive Haushaltstitel wie Rente, Pflege, Schuldendienst und Arbeitslosigkeit zu befreien, mit einigem Recht bezweifeln.“
    http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html

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  20. Ich lese gerade Bild Online und sehe, dass dort genau das steht was ich auch sage: Die Idee aus dem Euro auszusteigen ist zunäscht einmal ein Linkes anliegen, auch dann wenn es rechte genauso sehen. Bild stellt nämlich fest, dass 29% der Wähler von DIE LINKE und 21% SPD Wähler sich vorstellen könnten die AfD zu wählen. Also, doch kein Rechtspopulismus. Roland Sieber und Patrick Gensing bitte setzten: 6!!!

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  21. @Petra
    „Bild stellt nämlich fest, dass 29% der Wähler von DIE LINKE und 21% SPD Wähler sich vorstellen könnten die AfD zu wählen. Also, doch kein Rechtspopulismus.“
    Wenn man bedenkt, dass ein nicht geringer Teil der Anhänger der etablierten Parteien rechte Ansichten hat, verwundert das nicht.
    Ca. 15-22% der Anhänger von CDU SPD und Linkspartei haben chauvinistische Ansichten und zwischen 20% und 24% gelten als ausländerfeindlich: http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_12/mitte-im-umbruch_www.pdf
    Tabelle auf Seite 44

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  22. Heute wurde mit dem Abnicken der Zypernhilfe wieder indirekt Wahlkampfhilfe für die AfD geleistet. Das Zypernpaketz ist ein weiterer klarer Rechtsbruch, denn die Vorausetzung der Systemrelevanz für die Anwendung des ESM-Vertrages ist bei Zypern nicht gegeben (siehe auch den heutigen Artikel in der SZ).
    Die AfD ist gegen weitere Rechtsbrüche- es wäre gut, wenn sich die Autoren dieser Forderung anschließen würden.
    Überigens, Lafontaine und Lucke waren nicht weit auseinander- ist Oskar jetzt auch schon ein Rechter? Vielleicht ist hier auch das Koordinaensytem verrutscht?i

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  23. ich habs einfach satt, dass die unisono euro-devoten Bundestagsparteien und ihre Lobby jede Initiative gegen deren fatalen und unkritischen Kurs in die rechte Ecke stellen. Und die Mehrzahl der Medien machen damit. Was ist denn gegen eine Buergerbeteiligung in Euro- und EU-Angelegenheiten zu sagen? Wir haben nun die Situation, dass genau betrachtet der Euro vom DEU Waehler her eigentlich keine Legitimation hat, da er nie gefragt wurde. Und diese ominoesen Wahlen zum EU-Parlament? Nun ja: „hast Du einen Opa, so schick ihn nach Europa“. Postenschacherei fuer entweder abzuschiebende oder alternde „verdiente“ Parteimitglieder, dazu noch skandaloes ueberbezahlt. Das Ergebnis des Euro ist katastrophal: die Zone zerfaellt in eine relativ stabile Nord- und eine schwache Suedfraktion. Und was DEU angeht: der Euro hat nur altbekannte Ressentiments und Vorurteile wieder an die Oberflaeche gespuelt. Eine alte Weisheit sagt: Freunde kann man sich nicht kaufen und das sollten sich unser pro-Euro Politiker hinter die Ohren schreiben (siehe antideutsche Stimmung in Griechenland, Zypern, Spanien und Italien etc.) Und das obwohl gerade DEU einer der grossen Geldgeber bei der Hilfe fuer diese Laender ist. Hoechste Zeit also fuer eine laengst ueberfaellige Alternative…

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