Berliner Eastside Gallery: Wutbürger, Hipster und die CDU

Am Berliner Spreeufer soll ein Teil der Eastside Gallery versetzt werden, weil dort der Bau einer Fußgängerbrücke und eines Wohnhauses geplant ist. Aus Protest gegen die Umgestaltung hat sich ein bunter Mob aus Wutbürgern, konservativen Freunden der Totalitarismustheorie und bauchgesteuerten Gentrifizierungskritikern zusammengetan. Die Beteiligten haben zwar unterschiedlichen Motive, doch sie wollen alle nur das eine: Die Mauer soll bleiben.

Von Jonas Gempp, Hate Magazin

Wenn sich in Berlin 2013 ein breites Bündnis von alternativ bis konservativ gegen den Abriss der Mauer bildet, lohnt es sich einmal genau hinzuschauen, vor allem wenn der mit 1,3 Kilometer längste noch stehende Mauerteil gar nicht dauerhaft und komplett entfernt, sondern lediglich versetzt oder später im Museum ausgestellt werden soll. Wieso also schlugen die Wellen der Empörung so hoch, als am Freitagmorgen die Bagger anrückten, um mit den Bauarbeiten zu beginnen?

Proteste an der Eastside Gallery (Foto: Peter Ulrich / flickr.com / peterulrich.net / CC BY-NC-SA 2.0).
Proteste an der Eastside Gallery (Foto: Peter Ulrich / flickr.com / peterulrich.net / CC BY-NC-SA 2.0).

Das Bündnis East Side Gallery Retten (sic!) hatte bereits in den Tagen zuvor des liebsten aller Wutbürgerinstrumente bedient und sammelte Unterschriften für eine Petition,  die unter anderem ein Verbot der Bebauung des ehemaligen Niemandslandes und den Denkmalschutz für die kunsthandwerklichen Betonverzierungen fordert. Währenddessen sammelten sich am Morgen an der East Side Gallery Demonstranten, um die Bauarbeiten zu verhindern. Das gelang am Ende sogar und die Arbeiten wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Kameras fingen die aufgeregten Gesichter engagierter Menschen ein, die irgendetwas von Gentrifizierung, zu verurteilendem Luxus, naivem Kunsthandwerk und der deutschen Geschichte erzählten. Allerdings ist völlig unklar, welchen Nutzen der Mauerabschnitt jenseits seiner Funktion als Touristenmagnet, als nostalgisch aufgeladene Betonschlange oder Symbol für stumpfen Bonzenhass im Kontext der Ufergestaltung der Spree hat. Dass die Mauer Berlin teilte und als antifaschistischer Schutzwall errichtet wurde, steht wahrscheinlich in jedem Schulbuch der Welt, die Kulturindustrie hat massenweise Produkte mit dem Thema DDR auf den Markt geworfen und Teile der Mauer kann man in diversen Museen bewundern. Das hindert einen der interviewten Protagonisten allerdings nicht daran, das Versetzen eines Teils der Eastside Gallery vorsichtshalber schon mal mit einem Teilabriss des Holocaust-Mahnmals zu vergleichen:

Stadt veränder sich immer

Gerne angeführt wird eine „praktische Erfahrbarkeit von Geschichte“. Wie das anhand eines Mauerabschnitts, die jahrzehntelang im absoluten Niemandsland vor sich hin stand, passieren soll, wissen wahrscheinlich auch die Apologeten des Geschichtseventtourismus nicht so recht, während andere Orte der Geschichte – wie der Palast der Republik – historistischem Bombastquatsch weichen mussten. Auch die gerne vorgebrachte These, dass früher alles besser war, und Berlin sich nur zum Negativen hin verändert, läuft völlig ins Leere: „Stadt“ ist nichts statisches, sie verändert sich (natürlich inklusive aller negativen Implikationen wie sozialer Verdrängung) im Kontext der Verhältnisse – und an Luxus an sich ist erst mal wenig auszusetzen.

Doch über die Affirmation des Bestehenden kommen die Aktivisten einfach nicht hinaus. Statt eine soziale Wohnungspolitik oder gar „Luxus für alle“ zu fordern, konzentriert man sich lieber darauf Investoren und Uferbebauung zu verteufeln. Was übrig bleibt sind die Worthülsen aufgebrachter Mauerfreunde, die offenbar keinen anderen Zweck verfolgen, als sich selber zu beweisen, dass sie auf der richtigen Seite stehen. Um Luxuswohnungen und Investoren nicht zu mögen und als unberlinerisch abzutun, muss man die Verhältnisse zum Glück nicht groß analysieren. Gerade das Bündnis Mediaspree versenken! ist in den letzten Jahren durch krude, wenig durchdachte Aktionen aufgefallen. 2009 ließ man etwa unter dem Motto „Berlin treibt ab“ ein überdimensioniertes Baby als Sinnbild für den Umgang mit der Clubkultur in Berlin die Spree heruntertreiben – und war damit dem reaktionären Abtreibungsverständnis christliche Fundamentalisten näher als wahrscheinlich gedacht.

Die konservativen Freunde der Eastside Gallery

Das passt es nur zu gut ins Bild, dass sich im Fall der East Side Gallery auch prompt Hubertus Knabe, der umstrittene Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen und leidenschaftlicher Totalitarismustheoretiker, einschaltete und der Berliner Morgenpost mitteilte, dass Berlin den Riesenfehler begangen habe, „seine größte Sehenswürdigkeit selbst fast vollständig abgerissen zu haben. Deshalb sollte man wenigstens die letzten Reste der Mauer bewahren – auch wenn die echte Mauer an dieser Stelle niemals so bunt und lustig war wie die East Side Gallery“. Mit dieser Argumentation verknüpft Knabe geschickt den Tourismus (ein nicht zu unterschätzender Aspekt im öffentlichen Diskurs der ökonomischen Pleitestadt Berlin) mit der Totalitarismustheorie und ist damit in guter Gesellschaft. Auch der CDU-Fraktionschef Florian Graf wies im Tagesspiegel auf das „weltweit geachtetes Mahnmal in Erinnerung an die Verbrechen der SED-Diktatur“ hin und fordert als Gipfel des Irrsinns gleich auch noch ein Moratorium.

Inzwischen haben auch BBC und Huffington Post das Thema aufgegriffen und berichten über den Mauerabriss, der sich bei genauerem Hinschauen dann doch nur als aktionistischer Schulterschluss zwischen reaktionären Politikern, verkürzt analysierenden Gentrifizierungsgegnern und empörten Bürgern, die hobbymäßig auf Volksvertreter schimpfen, erweist. Morgen wollen sie sich erneut alle Freunde der Mauer treffen, um durch die Straßen zu paradieren; die einen wegen der Bonzen, die anderen wegen der Geschichte.

Siehe auch: Yuppies raus…?!Feeling blue: Fuck U!1980: Die vergessene RebellionRechtsextremismus als soziale Bewegung: Feindbild StadtDer AStA, Schleyer und die RAFNeofaschismus in Italien: Popkulturell anschlussfähigJetzt sind die Nazis da. Wieder da. In Neukölln.Umfrage: Haben Sie nicht auch mit Hundekot, Schmutz, Müll und “Ausländern” ein Problem?

20 Kommentare zu „Berliner Eastside Gallery: Wutbürger, Hipster und die CDU

  1. „Allerdings ist völlig unklar, welchen Nutzen der Mauerabschnitt jenseits seiner Funktion als Touristenmagnet, als nostalgisch aufgeladene Betonschlange oder Symbol für stumpfen Bonzenhass im Kontext der Ufergestaltung der Spree hat.“ <- Jenes!

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  2. Ich verstehe den Artikel nicht. Was wird hier bitte aufgezeigt, außer der „Fehltritt“ eines Einzelnen (nicht mit dem Kollektiv gleichsetzbar, übrigens) und der Tatsache, dass Menschen (auf einmal!) auch aus unterschiedlichen Motiven heraus gegen eine bestimmte Sachen sein können?

    Des Weiteren ist die Kritik an den Zielen der Demonstranten auch etwas konfus. Die Kritik an Investoren (natürlich direkt mal blinde „Verteufelung“) ist doch essentieller Bestandteil der Forderung nach sozialem Wohnungsbau. Und wenn die Demonstranten über die „Affirmation des Bestehenden“ nicht hinaus kommen, warum verhilft uns der Autor nicht zu diesem Blick über den Tellerrand? Wenn diese Menschen wirklich „verkürzt analysieren“, warum zeigt Herr Gempp nicht die wahren Zusammenhänge?

    Ich würde mich über geduldigere und reflektiertere Artikel freuen.

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  3. Ich lese regelmäßig die Beiträge auf publikative und gelegentlich flattr ich den einen oder anderen auch mal, aber was das hier soll ist mir unklar. Anstatt einen breit getragenen Protest zu unterstützen und gerne auch kritisch zu betrachten und damit zu begleiten wird hier auf spalterische Art und Weise Stimmung gemacht, gegen Anwohnende die ihr ganz persönliches Recht auf Stadt einfordern.

    Dabei geht es mit nichten nur um den Abriss eines Stückchen bunten Betons mit innerdeutschem Teilungshintergrund. Viel mehr wird versucht sich gegen eine Dynamik zu stemmen, die auf unmenschliche Art und Weise auch noch die letzte öffentliche Fläche dieser Stadt privatisiert. Den hilflosen Versuch sich dagegen, dass eine weitere Freifläche an der Spree mit einem hässlichen Betonklotz verbaut wird, mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zur Wehr zu setzen, hier als „Worthülsen aufgebrachter Mauerfreunde“ zu diffamieren, erscheint mir verkürzt.

    Und Sätze wie „Stadt ist nichts statisches, sie verändert sich (natürlich inklusive aller negativen Implikationen wie sozialer Verdrängung) im Kontext der Verhältnisse – und an Luxus an sich ist erst mal wenig auszusetzen.“ klingen wie von der Website der Senatsverwaltung für Finanzen abgeschrieben. Fast schon peinlich für den Standard der sonst an Beiträge auf dieser Plattform gerichtet wird.

    Ich bin enttäuscht…

    Ed

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  4. „Alles verändert sich immer“ ist wirklich das dümmste Argument, das ich je gehört hab. Damit lässt sich so ziemlich alles legitimieren.

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  5. Es ist etwas kompliziert, wenn auf einer Seite, die sich nicht mit Berliner Wohnungspolitik auseinandersetzt eine Aktion kritisiert wird, die in gewissem Sinne nur in diesem Feld zu verstehen ist.
    So war es nicht „Mediaspree versenken“, sondern Megaspree, welche sich diese unsägliche Babysache ausgedacht haben. Und „Mediaspree versenken“ war nicht dumpfes Bonzenbashing, sondern schlussendlich der Neubeginn radikaler stadtpolitischer Proteste. Megaspree dagegen ist ein Zusammenschluss von Clubs, welche Lobbyarbeit betreiben. Diese sind auch maßgeblich jetzt involviert, weil Wohnungen an der Spree ganz konkret die Clubs gefährden. Lobbyarbeit ist jetzt aber nicht etwas besonders schlimmes, wurde ja auch nicht bei den GEZ-Protesten kritisiert. Natürlich auch nicht sonderlich weiterführend.
    Es wird kritisiert, dass die Aktivist*innen nicht über das Bestehende hinausdenken und nicht z.B. „Luxus für alle“ fordern, wenn Luxuswohnungen gebaut werden. Dies wird mit der allbekannten Kritik an der Gentrifizierungskritik verbunden: Es ist doch nicht schlimm, wenn sich die Stadt ändert.
    Nein, das ist nicht an sich schlimm. Aber es gibt in Berlin Proteste, welche die soziale Frage stellen und gleichzeitig versuchen nicht zu simpel zu werden. Zurzeit gibt es z.B. Proteste gegen Zwangsräumungen, welche eine ganz schöne Welle geschlagen haben und sich ganz konkret gegen Eigentum richten. Bei einem Artikel, welcher die „Mauerproteste“ mit einer Kritik der Gentrifizierungskritik kombiniert, sollte zumindest der derzeitige Stand der stadtpolitischen Proteste in Berlin mitbedacht werden. Alles andere ist Populismus und alberne, unfundierte Theoriebehaglichkeit.

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  6. Hi,
    ich lese Euch regelmäßig und ab und zu übernehmt ihr auch einen Blogpost von mir für Publikative.Org. Nach dem o. g. Beitrag muss ich mir das aber zukünftig gut überlegen.

    Was soll dieser Beitrag? Mir scheint mittlerweile so, dass Publikative.org kapitalismus-konformen Anti-Rassismus pflegt, aber nur, wenn das Subjekt auch nützlich genug ist.

    Weia.

    Grüße,

    Tobias Raff

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  7. Autsch, man muß kein Freund der Totalitarismustheorie sein, um den Mauerstreifen als öffentliche Kunst zu begreifen, der dort wo er steht einen guten Platz hat.

    Und ja, auch wenn dort Sozialwohnungen statt Luxusappartments stehen würden, würde die Frage im Raum stehen, ob ein anderer Ort nicht besser wäre.

    Der Artikel verkennt, dass der Vergleich mit Holocaustmahnmalen(nicht dem Holocaust) insoweit berechtigt ist, dass eine Geschichts-vergessenheit in jedem Fall schlecht ist und Erinnerungskultur immer frei zugänglich sein sollte.
    Im Fall der Mauer heißt dies, dass auch den Mauertoten gedacht werden kann und soll. Sonst kann man es Margot Honecker gleichtun und argumentieren, es wäre deren eigene Schuld gewesen.

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  8. „Die elementare Frage nach einem Dach über dem Kopf ist auch nach 150 Jahren kapitalistischen Wachstums nicht erledigt. Im Gegenteil, das pure Wohnen wird für viele zu einem kaum mehr bezahlbaren Luxus.
    Warum ist das so?

    Gliederung:
    1. Das Grundeigentum: Boden, Pacht & Miete, Bodenpreis
    2. Der „kleine Mann“ und die Zwänge des Wohnungsmarktes
    3. Staat und Wohnungsmarkt
    4. Diskussion“

    [audio src="http://doku.argudiss.de/data/13_02/wohnungsfrage_rgb_0213_ges.mp3" /]

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  9. Mir gefällt der Kommentar sehr gut! Die Motive der Protestierenden mögen verschieden sei, die Proteste werden von einigen, die im Rtikel genannt werden, genutzt, ihre dummen rot gleich braun Thesen zu popularisieren.

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  10. Die antikapitalistisch gemeinte Parole „Luxus für alle!“ bewegt sich nicht nur auf dem Niveau von „Kommunismus heißt ausschlafen“, „Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland“ und „Für immer Ferien!“ („redical M“), sondern ist in seiner Verkürzung antirevolutionär durch und durch. Linksradikale wie der Autor dieses Artikels machen anderen (aber vor allem sich selbst) vor, dass eine auf den Kapitalismus folgende gesellschaftliche Ordnung frei von Sachzwängen, von gesellschaftlich notwendiger Arbeitszeit und damit verbunden von Unlust-Erfahrungen sein wird. Derartige Forderungen bewirken nichts als die reaktionäre Sehnsucht nach individuellem ökonomischen Erfolg, nach einem Haus mit Garten, einem teuren Auto und ner schicken Yacht (dafür steht die Kategorie Luxus, ihr bürgerlicher Inhalt ist unauflösbar mit der Kategorie selbst verwoben).

    Ansonsten: Nice try.

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  11. Danke für den Artikel.

    Diese Proteste zeigen deutlich was passiert, wenn intelligente linke Analysen, wie die originäre Gentrifizierungskritik, erst auf Schlagwörter verkürzt (Luxus-Lofts, Sanierung, …), emotionalisiert und durch plattes Unten-Oben-Denken angereichert und schließlich völlig verzerrt nur noch zum blindem Ressentiment wird.

    Dadurch wird der Bau von „Luxuswohnungen“ zum Übel selbst, ohne dass man sich noch anschauuen muss, ob die eigentlichen Kritikpunkte, etwa die Verdrängung sozial schwacher Bevölkerung überhaupt passiert. Denn eine Loft auf Niemandsland vertreibt eben auch Niemanden von seinem Land.

    Schön durchgerührt mit konservativ-antikommunistischem Alarmismus (Nein, es tut dem Gedenken an die Verbrechen der DDR keinen Abbruch, wenn 20 Meter Mauer weg sind) und schlichter Fortschrittsfeindlichkeit ergibt einen denkbar ekligen Cocktail.

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  12. Ich habe selten so einen unausgewogenen und an der Sache vorbeiggehenden Artikel gelesen. Mit dem „die Stadt wandelt sich“ Argument müsste dann auch der Historienunsinn in Form des Stadtschlossneubaus in Ordnung sein.
    Aber wenn die Leute glauben, dass die East Side Gallery besser in einem Museum aufgehoben oder vor Ort von schönen Wohnklötzen verbaut ist, dann soll das eben so sein. Stadt ist eben auch, was Ihr draus macht.

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  13. Schade,
    sie haben zwar erkannt, dass aus dem Thema ein spannender Artikel werden kann und auch Kritik geübt werden muss! Doch leider ist nicht gut recherchiert worden und kritischer Journalismus geht anders.

    Dadurch wird dieser Artikel der schlechteste, den ich hier seit der Neuausrichtung zu publikative.org gelesen habe. Sehr traurig (gerade weil das Thema so viele Fazetten zum kritischen Beleuchten hergegeben hätte)

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  14. Ich erkläre mir diesen Artikelt mit „Reaktanz“. So bescheuert die Hysterie um den angeblichen Abriß war, wo unreflektiert kommt dann doch dieser Artikel daher. Ich versteh das, daß man genervt ist von diesen komischen Berlinern, die keinen Plan von Geschichte oder der Mauer haben, aber meinen, der Beton müsse dableiben, weil irgendeine andere das getwittert hat. Aber deshalb in Bausch und Bogen die Gallery verurteilen? Das greift u kuuz. Und bitte, ich weiß nicht obs Absicht war, aber den besten Grund, sie zu lassen, hat der Autor selbst genannt: “Allerdings ist völlig unklar, welchen Nutzen der Mauerabschnitt jenseits seiner Funktion als Touristenmagnet, als nostalgisch aufgeladene Betonschlange oder Symbol für stumpfen Bonzenhass im Kontext der Ufergestaltung der Spree hat.” Hm…Genau diesen Nutzen vielleicht? Was genau ist an dem schlecht?? Gott um Gruße.

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