Was hat Augstein eigentlich geschrieben?

Die Debatte um die Liste des SWC dreht sich mittlerweile zumeist um Broder oder die angebliche Absurdität des Vorwurfs, der Verleger und Kolumnist Jakob Augstein sei „Antisemit“. Die Frage ist aus unserer Sicht allerdings viel eher, ob Augstein antisemitische Ressentiments in seinen Texten benutzt oder zur Förderung derselben beträgt. Daher veröffentlichen wir noch einmal Zitate aus seinen Texten, die wir mit Fundstellen aus dem „Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus“ konfrontieren. Daraus geht hervor, warum Augsteins Aussagen – nach den Kriterien eines von der Bundesregierung eingesetzten Expertengremiums – durchaus als antisemitisch gelesen werden können. Zumindest aber ist es aus unserer Sicht an der Zeit, die Debatte endlich anhand von Textstellen – und nicht anhand von vermeintlich „absurden“ Vorwürfen zu führen.

Von Redaktion Publikative.org

Es musste gesagt werden

Die Top-Ten-Liste des SWC hat für viel Aufsehen gesorgt (Foto: Screenshot)
Die Top-Ten-Liste des SWC hat für viel Aufsehen gesorgt (Foto: Screenshot)

„Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: ‚Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.‘ Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.

Es muss uns nämlich endlich einer aus dem Schatten der Worte Angela Merkels holen, die sie im Jahr 2008 in Jerusalem gesprochen hat. Sie sagte damals, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen „Staatsräson“. Und damit es keine Missverständnisse gebe, fügte sie hinzu: ‚Wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben.‘

Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs.

Israel hat der Welt eine Logik des Ultimatums aufgedrängt: Es will gar nicht beweisen, dass Iran eine Bombe hat.“

Der politische Antisemitismus unterstellt das Bestehen einer „geheimen jüdischen Macht“, die „hinter den Kulissen“ der etablierten Politik die eigentlichen Fäden zieht. Die damit verbundene Verschwörungsideologie artikuliert sich dabei meist in Verweisen auf das Wirken einer angeblichen „Israel-Lobby“.  (S.16, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

[…]Positionen, die einen antisemitischen Diskurs befördern können. Dies gilt vor allem für die Israelkritik, die häufig durch eine einseitige Verurteilung des jüdischen Staates, ein Ignorieren seiner legitimen Sicherheitsinteressen und eine leichtfertige Infragestellung seiner Existenzberechtigung geprägt ist. Man scheut nicht vor Vergleichen mit dem Nationalsozialismus zurück und verbindet die Kritik der Unterstützung Israels durch die Bundesregierung mit einer pejorativen Bewertung der deutschen „Vergangenheitsbewältigung“. (S.172, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Gleichzeitig wirken [Affären um Antisemitismusvorwürfe] in den Alltag zurück, da die öffentlichen Reaktionen häufig als „Verfolgung“ von Unschuldigen, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Gesinnungsterror dargestellt werden. Dass es sich im Wesentlichen um Selbstverständigungsdebatten der gesamten deutschen Gesellschaft angesichts ihrer Geschichte handelt, wird dabei häufig außer Acht gelassen, die Verantwortung für die vermeintliche „Verfolgung und Ausgrenzung“ dieser Personen pauschal „den Juden“ zugeschrieben und damit eine beherrschende „jüdische“ Macht auf dem Meinungsmarkt insinuiert. (S.68, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

„Das Feuer brennt in Libyen, im Sudan, im Jemen, in Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören. Aber die Brandstifter sitzen anderswo. Die zornigen jungen Männer, die amerikanische – und neuerdings auch deutsche – Flaggen verbrennen, sind ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi und Sanaa. Wem nützt solche Gewalt? Immer nur den Wahnsinnigen und den Skrupellosen. Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung.“

Überall Antisemiten

„Die israelische Machtpolitik bedroht die Legitimität des ganzen Staates. Wie andere Besatzungsmächte zuvor versucht auch Israel, Kritik an der eigenen Unrechtspolitik zum Verstummen zu bringen. Die Kritik an der eigenen Unterdrückung der Palästinenser wird selbst in einen rassistischen Zusammenhang gestellt. Und das im Dialog mit einer Gesellschaft, die ihrerseits Zeuge und Opfer furchtbarer rassistischer Verbrechen wurde.“

Israels verpasste Chance

„Als israelische Sicherheitskräfte vor einem Jahr in internationalen Gewässern das türkische Schiff „Mavi Marmara“ enterten und acht türkische und einen amerikanischen Staatsbürger erschossen, hatte die israelische Regierung das getan, was sie seit dem Sechstagekrieg vor 44 Jahren immer getan hat: ohne Rücksicht auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel das durchzusetzen, was sie für die Interessen Israels hält. Und wie schon so oft zuvor hat sie diesen Interessen damit einen schlimmen Dienst erwiesen: Das ohnehin angespannte Verhältnis zur Türkei ist auf unabsehbare Zeit zerrüttet. Mit einer kaum fassbaren Nachlässigkeit haben die Israelis ihr Verhältnis zum wichtigsten Partner in der Region zerstört.

Die Zeit für Israel wird knapp. Die amerikanische Garantie verliert an Gültigkeit. Die USA konnten weder die Eskalation zwischen der Türkei und Israel verhindern noch dem Sturm auf die israelische Botschaft in Kairo vorbeugen. Israel hat Freunde in Europa. Aber auch die werden dem Land nicht beistehen können, wenn es sich in eine offene Auseinandersetzung mit einem der Nachbarstaaten manövriert oder gar mit der Türkei. Ob Starrsinn, Hochmut, Selbstüberschätzung, Ungeschicklichkeit oder eine Mischung aus allem verantwortlich ist, wird dann keine Rolle mehr spielen.“

Heute finden sie im Nahen Osten vor dem Hintergrund der Agitation gegen Israel Verwendung. Häufig geschieht dies in Verbindung mit einem Bild von den Juden, das sie als abweichlerisch, betrügerisch, eigenmächtig oder verräterisch zeichnet. (S.10, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Der antizionistische Antisemitismus tritt unter dem Deckmantel einer Ablehnung der Innen- und Außenpolitik des Staates Israel auf, der im Kern aus einer besonderen ideologischen Verzerrung und pauschalen Diffamierung des jüdischen Staates besteht, die sich zugleich traditioneller antisemitischer Stereotype bedient. (S.11, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Gesetz der Rache

„Warum hat Israel Ahmed al-Dschaabari, den Militärchef der Hamas, gerade jetzt getötet? Weil die Wahlen in den USA gelaufen sind und die Wahlen in Israel bevorstehen. […] Es sah bis vor kurzem nicht gut aus für Netanjahu und seinen Koalitionspartner, Verteidigungsminister Ehud Barak. Als Kriegsherren dominieren sie nun wieder die Berichterstattung. Und auch Israels Premier kamen die Bilder der wütenden Muslime mehr als gelegen. Es war betrüblich mitzuerleben, wie er sie gleich für seine Zwecke nutzte.

In Israel gibt es Gegenden, da wird eine Frau als Hure beschimpft, wenn sie im Bus vorn bei den Männern sitzt. Und es gibt Menschen, die bespucken ein kleines Mädchen auf dem Weg zur Schule, weil es falsch gekleidet ist. Israel wird von den islamischen Fundamentalisten in seiner Nachbarschaft bedroht. Aber die Juden haben ihre eigenen Fundamentalisten. Sie heißen nur anders: Ultraorthodoxe oder Haredim. Das ist keine kleine, zu vernachlässigende Splittergruppe. Zehn Prozent der sieben Millionen Israelis zählen dazu. Benjamin Netanjahu hat in seinem Kabinett Mitglieder gleich dreier fundamentalistischer Parteien sitzen. Die gleichen Werte?

Diese Leute sind aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ihre islamistischen Gegner. Sie folgen dem Gesetz der Rache. Die Hamas feuerte schon im Frühjahr Raketen auf Israel. Israel bombardierte Gaza. Viele Palästinenser kamen ums Leben. Ein 13-jähriger palästinensischer Junge soll vor einer Woche beim Fußballspielen von einem israelischen Helikopter aus erschossen worden sein. Ein geistig behinderter Mann soll vor zwei Wochen getötet worden sein, weil er auf Zuruf der Soldaten nicht stehengeblieben war.

Gaza ist ein Gefängnis. Ein Lager. Sie (die israelische Politik) hat Angst vor der Zukunft und außer Gewalt kennt sie kaum eine Antwort.“

Einseitige Zuschreibungen an die „Israelis“ als Verantwortliche für die Eskalation des Konflikts kann im Sinne einer Opfer-Täter-Umkehr, die andeutet, die ehemaligen Opfer des Nationalsozialismus seien nun zu Tätern geworden, durchaus Wirkung auf latent vorhandene antijüdische Ressentiments haben. (S.98, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Vergeltung – Rache, das sind Attribute, die einige Medien immer wieder Israel zuschreiben. Besonders zugespitzt erfolgt dies, wenn Israel nach dem falsch interpretierten Bibelzitat unterstellt wird, eine Politik „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ zu verfolgen. Das Zitat wird von Politikern, TV-Dokumentationen und in vielen deutschen Zeitungen nicht nur, aber doch auffällig oft im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt verwendet. Es stammt aus dem 2. Buch Mose (Exodus 21:24). Die Übersetzung des Originals „ajin tachat ajin“ als „Auge um Auge“ ist falsch, richtig vielmehr ist „Auge für Auge“. Das Bibelzitat betont die Verhältnismäßigkeit der Forderungen des Geschädigten und den Schadensersatz. Die jüdische Ethik widersetzte sich damit der in biblischen Zeiten üblichen Tradition, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. In keiner jüdischen Quelle wird die Forderung aufgestellt, einem Menschen, der einem anderen – mit oder ohne Absicht – ein Auge ausgestochen hat, als Strafe das Gleiche anzutun. Bis heute verbindet sich aber mit diesem Sprachduktus die Vorstellung von Rache.  (S.98, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

 

Die deutsche Atom-Lüge

„Im Jahr 2002 hat Gerhard Schröder gesagt: ‚Israel bekommt das, was es für die Aufrechterhaltung seiner Sicherheit braucht.‘ Das war falsch. Richtig muss es lauten: Israel bekommt das, was es will. Und dafür muss Israel nicht einmal zahlen. Jede israelische Bombe, jedes deutsche U-Boot, das Atomwaffen abschießen kann, erhöht den Druck auf Iran und die arabischen Nachbarstaaten, selbst zum Mittel der nuklearen Aufrüstung zu greifen. Die iranische Atompolitik ist die Antwort auf die israelische Bombe. Denn wenn es um Israel geht, gilt keine Regel mehr: Politik, Recht, Ökonomie – wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.

Aber Israel ist ein besonderer Fall. Hier geht es um U-Boote, die zu Nuklearwaffen aufgerüstet werden können. Von denen haben die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg die Finger gelassen. Die Regeln der guten Haushaltspolitik und der marktwirtschaftlichen Ordnung, auf die sich die Merkel-Regierung gerne beruft, sind außer Kraft gesetzt. Pech für die Schlecker-Frauen: Mit Putzmitteln und Körperpflegeprodukten lässt sich kein Krieg führen. Würde der Staat Israel für die Durchsetzung seiner machtpolitischen Interessen auf Zahnpastatuben setzen und nicht auf Atomraketen, die berufliche Zukunft von rund 13.000 Drogistinnen wäre sicher.

Die Regierung Merkel hat einmal kurz versucht, von den Israelis so etwas wie eine Gegenleistung für die deutsche Großzügigkeit zu erlangen: die Siedlungspolitik sollte geändert werden, Gaza solle die Genehmigung erhalten, ein von Deutschland finanziertes Klärwerk fertig zu bauen, und die eingefrorenen Steuergelder der Palästinensische Autonomiebehörde sollten freigegeben werden. Als die Israelis mit dem Lachen fertig waren, haben sie die palästinensischen Steuergelder freigegeben. Das war’s.“

Beim politischen Antisemitismus wird den als homogenes Kollektiv gedachten Juden eine Machtstellung zugeschrieben, deren Ziel die Erlangung der Herrschaft im jeweiligen Land oder in der ganzen Welt sei, die durch eine Verschwörung erreicht werden solle. Insofern stünden jüdische Kräfte hinter Kriegen, Revolutionen oder Wirtschaftskrisen. (S.9, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Mit dem Begriff des sekundären Antisemitismus werden im Allgemeinen verschiedene Phänomene bezeichnet, die sich aus dem Bedürfnis einer Schuldabwehr nach der Shoah ergeben und für die auch die Formel „Antisemitismus wegen Auschwitz“ verwendet wird. Zu den gängigen Topoi gehören der Vorwurf einer jüdischen Mitschuld an der Verfolgung, der Versuch einer Täter-Opfer-Umkehr, Forderungen nach einem Schlussstrich und die Behauptung, die Erinnerung an den Holocaust diene zur Erpressung finanzieller Mittel. (S.11, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Sekundärer Antisemitismus äußert sich auch in der angeblich ständigen Erinnerung an den Holocaust durch jüdische Organisationen als „Moral-Keule“, die als Angriff auf die eigene nationale Identität empfunden wird. (S.11, Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung)

Siehe auch: Antisemiten, das sind die anderen, Augsteins Israelkritik: Eine Frage der Obsession, Die Linke und das “Verbrechen im Namen des Holocaust”, (Israelische) Soldaten sind Mörder!, Augstein, Pirker und die “Cui bono?”-Frage, Wahn und Wirklichkeit, Im Zweifel gegen Israel.

37 Kommentare zu „Was hat Augstein eigentlich geschrieben?

  1. Sogar der Zentralrat der Juden nimmt Augstein gegen die Antisemetismus-Vorwürfe in Schutz:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zentralrats-vize-korn-verteidigt-jakob-augstein-gegen-antisemitismus-vorwurf-a-875756.html

    Trotzdem hacken einige Medien wie publikative.org weiter auf Augstein herum. Genau solche Medien und solche Institutionen wie das Wiesenthal-Center sind dafür verantwortlich, dass der Begriff Antisemetismus völlig entwertet worden ist und heute kaum noch mit mehr als einem Schulterzucken quittiert wird.

    Das schadet nur jenen Menschen, die Opfer von echtem Antisemetismus werden.

    Herzlichen Glückwunsch!

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  2. Warum wird zu diesem Artikel kein Verfasser angegeben?
    Die Trennung zwischen Artikel und verwendeten Zitaten ist schlampig und unübersichtlich, die paar eingefügten Links genügen nicht. Wenn dieser Artikel etwas über Augsteins veröffentlichte Meinung zum Thema Israel aussagen soll, muß jedes einzelne Zitat auch deutlich erkennbar und einzeln verlinkt oder belegt sein.
    Schlechter Artikel.

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  3. es tut mir wahnsinning leid, dass ich mich dazu noch nicht inhaltlich äußere, sondern zunächst zu den leidigen Anführungsstrichen zurückkomme, die „nur was für Studenten sind“, wie die Vermutung nahelegt. (Zugegeben reine Vermutung, die allerdings bisher noch immer als Wahrscheinlichste eben… vermutet wird.) (Oder hat jemand einen besseren Vorschlag.)

    Um einen Text rezipieren zu können, muss er eindeutig sein. Manchmal sind so winzige, scheinbar überflüssige Dinge wie eben Anführungsstriche dazu unerlässlich.

    Hier zum Beispiel ist es schon etliche Stufen besser als gelegentlich auf dieser Seite beobachtet, ein paar Gänsefüßchen sind da. Immerhin. Trotzdem: seht euch mal den Unterschied zwischen dem aktuellen ersten und zweiten Abschnitt an – der zweite Abschnitt stellt sich durch die vergessenen Gänsefüße nicht als Zitat dar, kann daher für flüchtig Lesende als Äußerung eures Blogs missverstanden werden, ebenso der letzte Satz im ersten Absatz. (Und so ziemlich fast der gesamte Rest.)

    Könnt ihr die irgendwie mal einheitlich setzen und was als Augstein-Zitat übernommen wurde, auch unmissverständlich als solches kennzeichnen? Das wäre wohl der gesamte Abschnitt „Israels verpasste Chance“, es fehlen die Anführungsstriche um „Gesetz der Rache“ (die notwendig sind, wenn das Zitat davor geschlossen wurde) (wenn die Abschnitte zusammenhängend ohne Lücken übernommen werden, reicht aber auch eines vorne, eines hinten, muss nicht um jeden Satz einzeln sein. Ansonsten bei längeren Abschnitten Auslassungen mit Auslassungszeichen markieren, also:

    „… Zitat Satz eins,
    Absatz,
    Zitat Satz 2,
    Absatz,
    Zitat Satz 3, Auslassungszeichen – schreibt sich (…)
    Absatz,
    Zitat Satz 4“

    Da ist eine ganze Gänsefamilie mit 8 Gänsefüßchen nicht nötig, reicht eins vorne, eins hinten, ABER wenn ihr einen Satz als Zitat schon abschließt und den folgesatz ohne Zitatmarkierung lässt, macht ihr den Text auf eurer Seite ziemlich missverständlich.

    Und bei großen übernommenen Textstell-Klöpsen wie hier hätte ich ehrlich gesagt Kursivschreibung empfohlen – Also Anführungszeichen am Anfang und Ende jedes Abschnitts, Auslassungen ggf. mit (…) markieren, gesamten Abschnitt kursiv setzen, die Zwischen-Textblöcke in Grundschrift lassen.

    So edenfalls ist es ein ziemliches Chaos für den Leser. Bestimmt nicht in eurem Sinne.

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  4. @Hans Müller,
    wo fängt denn bei Dir der Antisemitismus an?
    Bei 1.000.000 Toten? Bei 10.000 Toten? Oder doch schon früher?
    Es werden doch vom Expertenkreis Definitionen angeführt, wo AS anfängt und wo er aufhört. Und nach diesen Definitionen ist das AS, was Augstein sagt. Punkt.
    Da geht es nicht um Rumhacken auf Herrn Augstein, sondern um das notwendige Ziehen einer roten Linie. Die Herr Augstein überschritten hat.
    Und wenn es Dich wirklich interessieren sollte: Die EU-Definition von AS

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  5. @ Markus.

    1. Der Blog sagt, nach den Definitionen des bundesdeutschen Expertenkreises KÖNNE man Augsteins Zitate als antisemitisch lesen.

    KANN ist kein MUSS und also nicht zwingend.

    2. Nebenbei wäre Frau Merkel auch eine Antisemitin nach dieser Lesart:
    „[…] und verbindet die Kritik der Unterstützung Israels durch die Bundesregierung mit einer pejorativen Bewertung der deutschen „Vergangenheitsbewältigung“.“

    Denn die von ihr zur Staatsräson erhobene Garantie von Erhalt und Sicherheit Israels entstand aus Verantwortung vor der Vergangenheit und ist somit auch als Bewältigung dieser zu bewerten. Das ist auch nicht schlimm. Nur eben auch nicht antisemitsch das aus dieser Staatsräson resultierende Handeln, wie eben auch Rüstungsunterstützung als Teil einer(unaufrechenbaren) Schuld zu sehen.

    3. Es gibt durchaus und nicht verborgen jüdische Interessen-/Lobbygruppen wie das American Jewish Committee (AJC)in den USA. Auch nicht schlimm aber eben auch nicht antisemitisch dies festzustellen. Es sind schließlich weder Geheimorganisationen noch sind sie erfunden.

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  6. Hilfe!

    Wie wäre es denn mit ein wenig mehr Trennschärfe und ein bisschen genauerer Textanalyse?

    Es fallen z.B. einmal die Wörter ‚jüdische Lobbygruppen‘ und schon geht das Hyperventilieren los.
    Wo genau spricht Augstein denn von „einer „geheimen (!) jüdischen Macht“, die „hinter den Kulissen“ der etablierten Politik die eigentlichen Fäden zieht.“?

    Augstein spricht hier explizit von den USA, wo jüdische Gruppen nun mal größeren Einfluß haben. Was ist an dieser Feststellung nun antisemitisch, bzw. falsch?

    Ich zitiere hier einfach mal hagalil, die dem Antisemitismus hoffentlich unverdächtig sind:

    >> In keinem anderen Land – außer Israel – wird der Nahostkonflikt so gesehen wie in den USA, wo die Palästinenser als irrationale Angreifer und die Israelis als deren Opfer gelten. So umstritten und kostspielig diese Politik auch sein mag, bislang hat jede Regierung und jeder Kongress an ihr festgehalten.

    Diejenigen in den USA, die den israelischen Hardlinern den Rücken stärken – darunter sehr viele Evangelikale -, übersehen ein wichtiges Problem. Sie erklären die “neutrale” Haltung der Europäer zum einen mit deren traditionellem Antisemitismus, zum anderen mit ihrem Bestreben, die ölreichen arabischen Regime in Schach zu halten. Sie behaupten außerdem, die “antisemitischen Medien” in Europa hätten eine propalästinensische Schlagseite, da sie immer gern mit den Schwächeren sympathisieren, und das sind in diesem Fall die Palästinenser. Ergo läge das Problem nicht bei den USA, sondern beim ganzen Rest der Welt.

    Aber das erklärt nur zu einem (kleinen) Teil, warum im US-Kongress stets die Kräfte dominieren, die kompromisslos hinter der Politik Israels stehen. Ein weiterer Faktor ist das America Israel Public Affairs Committee (Aipac) samt seinen Unterorganisationen, die im Kongress mehr Einfluss haben als jede andere außenpolitische Lobby.<<
    http://www.hagalil.com/archiv/2010/02/19/jstreet/

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  7. Pingback: zu viel der ehre
  8. Darauf können wir lange warten, dass ein Antisemit sich zu seinem Ressentiment bekennt. Er bemerkt ihn ja nicht, weil er durch ihn blind oder fakten-resistent geworden ist. Als ich im vorigen Jahr zu einer Veranstaltung des israelischen Generalkonsulats im Hotel Vier Jahreszeiten in München ging, sah ich zwei Fahnen am Hotel: die bayerische und die baden-württembergische. Die israelische wurde aus Sicherheitsgründen nur in den Innenräumen gezeigt. Pat Condell bringt auf den Punkt, was auch Netanyahu immer wieder anhört (Leider werden dessen ausgezeichneten Reden bei uns nicht veröffentlicht. Im Wortlaut, liebe FR:

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  9. die klassische lüge von der aipac als einflussreichster lobby in den u.s.a. kann mich sich wirklich nur mehr mit dem unbedingten wunsch israel zu kritisieren oder zumindest sich irgendwie als rebellisch darzustellen, weil man anspricht was niemand ansprechen darf (obwohl das trotzdem jeder bei jeder gelegenheit anspricht)

    aipac ist eine einflussreiche organisation, ja. aber sicherlich nicht die einflussreichste. ich empfehle allen widerkäuern sich mal lobbyingorganisationen wie die aarp anzusehen und ein zwei artikel über die macht der saudi-arabischen lobby in den u.s.a. zu lesen.

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  10. Ich finde diese Ritualisierung des Diskurses ist fahrlässig und schadet dem exakten Diskurs zum Antisemitismus.

    Das SWC ist kein akademischer Wächterrat, sondern eine politische Organisation in den USA die deutlich weit rechts zu verordnen ist. Ich frage mich vor allem, und da hätte ich mir auch von den Autoren dieses Blogs mehr gewünscht, dass man einfach auch mal in Frage stellt, welchen Sinn eine Hitliste der gefährlichtsen Antisemiten macht, wenn dann faschistische Parteien, Staatspräsidenten und Personen, die Onlineartikel verfassen in einer Reihe genannt werden. Seriös wirkt das nicht.

    Augstein ist nun wahrlich keine journalistische Koryphäe, seine Artikel zu Israel einseitig und ziemlich dumpf. Zurecht muss man fragen, wo seine kritischen Artikel zur russischen Aggressionspolitik bspw. im Kaukasus sind. Die fehlen. Man kann ihn also durchaus als tendenziös bezeichnen.

    Ich finde aber auch die Auszüge aus dem „Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, eingesetzt von der Bundesregierung“ unpassend. Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin ist seit 2009 Koordinatorin des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, der die Bundesregierung berät. Ihre Aussage zu den Antisemitismus-Vorwürfen: „Maßlos überzogen“

    http://taz.de/Antisemitismusdebatte-um-Augstein/!108397/

    Weder ist Augstein ein Antisemit, zumindest seinen Texten nach, noch ist er bloßes Opfer einer böswilligen Kampagne. Er ist ein egozentrischer und chauvinistischer Journalistn mittelmäßiger Klasse, der mit seiner Ich-bezogenen Polemik ein kalkuliertes Skandälchen hervorrief. Dass man in nun in Los Angeles auf die Liste der zehn gefährlichtsen Antismeiten defr Welt zusammen mit Ajmadineshad und der faschistischen Jobbik-Partei setzte, ist schlichtweg daneben.

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  11. Wann fängt der Antisemitismus an? Na, ganz einfach, wenn ein „Rechter“ was gegen Juden sagt. Sagt hingegen ein „Linker“ was gegen Juden, so ist das natürlich immer nur als wohl- und gutmeinender Beitrag zur „kritischen Judenfreundschaft“ gedacht und natürlich nie bös gemeint, selbst wenn gehetzt wird, dass die letzte „fortschrittlich“ gesinnte Gifttinte aus der Dichter- und Denker- und Publizistenfeder bis an die Decke spritzt.

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  12. zwei lesbare Wortmeldungen sind mir heute dazu aufgefallen:
    http://www.titanic-magazin.de/essay-augstein.html

    Stefan Gärtner schreibt, zunächst Augstein zitierend: „‚Früher war es eine Schande, für einen Antisemiten gehalten zu werden. Inzwischen muß man solchen Vorwurf nicht mehr ernstnehmen. Im Meer der hirn- und folgenlosen Injurien des Internets geht auch diese Beschimpfung einfach unter.‘ – Früher war es eine solche Schande, für einen Anti­semiten gehalten zu werden, daß Antisemiten am Rande der Gesellschaft als Richter, Industriekapitäne, Bundeskanzler oder -präsidenten vegetieren mußten; heute kann man seine Neigung wieder offen leben, weil Injurien im Internet untergehen bzw. in »Spon«-Kolumnen wandern…“

    auch P. Nowak äußert sich zum Thema und schlägt dem SWC eine eigene Sparte für „regressive Israelkritik“ vor:

    http://www.heise.de/tp/blogs/6/153463

    schon rein textstilistisch dagegen etwas grob gestrickt der Frontalangriff auf Nowak in der jW:
    http://www.jungewelt.de/2013/01-05/003.php
    (wer hätte das gedacht, dass sich die jW mal so für einen Grass und Augstein in die Bresche werfen würde…)

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  13. Ob Jakob Augstein auf die Liste des SWC gehört, kann ich nicht beurteilen.

    Seine Texte sind jedenfalls antisemitisch und antiisraelisch. Man kann sie nicht
    nur so lesen. Wer weiß, was Antisemitismus ist, der bemerkt das gleich. Jeder
    merkt das, wer weiß. daß Antisemitismus nicht damit anfängt, daß man Juden
    verfolgt oder umbringt.
    Augstein, als Mann der Feder sollte wissen, was er schreibt. Wie es ausschaut,
    weiß er es nicht. Entweder ist er uninformiert oder dumm oder antisemitisch.
    Wahrscheinlich ist er alle drei. Und verantwortungslos auch.
    Und so einer schreibt im einst zu Recht renommierten SPIEGEL. Schade. Und
    eine Schande.

    LG
    caruso

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  14. Mich macht es wütend dass er einfach bestimmen darf dass G.Krass für „uns“ Deutsche gesprochen hat und somit Krass zum repräsentanten aller Deutscher und aller Deutsch sein wollender macht. Somit diktiert er allen Deutschen aus; wenn Du „Deutsch“ sein willst musst Du Krass Meinung sein. Das geht mal überhaupt nicht klar! Somit werden nämlich ständig den Deutschen die Pflicht zum „NS“/“Sozialismus“ aufgezwungen und das geht nicht! Ich finde auch dass das Antisemitismus ist! Und ich finde die Haltung des Zentralrat mal wieder absolut beschissen! Dieser Rat ist sowas von korrupiert, durch diese rot-grün „sozialistische“ Weltanschauung die uns seit fall der mauer aufgeprügelt wird, schade ist das. Damit wird der rat nicht nur den israelis nicht gerecht sondern er wird auch echten Deutschen nicht gerecht. durch aussagen wie „deutschland ist inzwischen eine demokratie“, wird verharmlost dass in deutschland immer noch die täter des 2 wk und die täter die die selben praxen wie damals heute noch anwenden (zb zwangspsychiatrie etc pp) – (national-) sozialisten/kommunisten/faschisten – immer noch strukturell die mehrheit haben. Die haltung des zentralrat „Wir haben unsre schäfchen im trockenen, nun geht es uns nichts mehr an wenn deutschland weiter menschen unterdrückt“, ist einfach unloyal gegenüber denen die in ihrem leben qualen erleiden weil sie sich gegen antisemitismus etc pp stellen. hier im land sind alle einig diese totalitären zustände hinzunehmen und das nervt mich.

    diese leute repräsentieren nciht deutschland, sie repräsentieren nicht die deutschen juden, sie repräsentieren nicht die deutschen und sie sind auch nicht ideologisch im recht über krieg und frieden zu urteilen.

    basta!

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  15. Och nö Publikative, das ist jetzt echt zu einfach. Ja, Augstein hat das geschrieben. Das weiß jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt hat. Ihr klatscht euren Artikel via C&P zusammen – das Zauberwort heißt aber Textarbeit, da versagt ihr total.

    Ist Augsteins Vergleich auf die 10% Haredim tatsächlich eine Täter-Opfer Umkehr oder nur ein Verweis darauf, dass es auf beiden Seiten strengreligiöse gibt, die eben auch im israelischen Kabinett sitzen und von aus einem ähnlichen Holz geschnitzt sind wie die strengläubigen Muslime auf der anderen Seite? Macht schon der reine Hinweis auf die Existenz der Haredim Augstein zum Antisemtiten oder vergleicht er, wie anscheinend die Achgut-Fraktion glaubt, die Haredim mit Bombenbauern und Terroristen? Oder setzt er unter genauer Nennung der 10% Quote alle Israelis bzw. alle Juden mit diesen 10% gleich? Wohl kaum, oder?

    Augstein spricht auch nicht von einer „geheimen jüdischen Macht“, er verweist auf jüdische Lobbygruppen in den USA die einen entsprechenden Einfluss haben. Das ist antisemitisch? Nein, es ist einfach nur die Wahrheit? Natürlich gibt es jüdische bzw. israelische Lobbygruppen in den USA, auch entsprechend Einflussreiche, AIPAC wurde hier glaube ich bereits erwähnt. Das hat Augstein geschrieben, die Volte zur „jüdischen Weltverschwörung“ und „geheimen Steuerung der USA“ findet hier in eurem Kopf statt – nicht bei Augstein. AIPAC ist nur eine Lobbygruppe unter vielen, sieht steht neben anderen religiösen Lobbygruppen anderer Religionen, neben der Wirtschafts- und Menschenrechtslobby und allen anderen Gruppen, die Versuchen ihre Interessen in der US Politik wiederzufinden. Augstein schreibt darüber – und Publikative nimmt dies als Beleg für antisemitische Äußerungen? Meint ihr das wirklich ernst???

    Glaubt ihr wirklich, dass Augstein durch das Wort „Lager“ Gaza ernsthaft mit dem Warschauer Ghetto vergleichen wollte? Macht nur das Buzzwort „Lager“ seine Aussage antisemitisch oder die Behauptung, dass Israel da die nächste Generation seiner Feinde heranzieht? Oder die Kombination?

    Diesee „was hat Augstein eigentlich geschrieben“ ist witzlos, wenn ihr euch eben nicht mit beschäftigt…

    Zur Auflockerung und zum Beleg, dass es sich nicht um eine deutsche Obsession handelt ein Video der US Daily Show zum Thema Wahlkampf und Israel und Kritik in den USA:
    http://www.thedailyshow.com/watch/tue-march-6-2012/hebrew-nationalist

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  16. @Fabian:
    Ein glasklarer Antisemit, dieser Jon Stewar! 😀

    Aber im Ernst: Es ist befremdlich zu sehen, welche absurden Züge diese Debatte mittlerweile hat. Was immer man von Augstein halten mag – seine Platzierung auf dieser Liste, in dieser Gesellschaft, ist schlicht und einfach grotesk.
    „Politischer Antisemitismus“ beinhaltet für mich immer noch die implizite Verneinung des Existenzrechts Israels, oder Israel die Alleinscshuld für den Nahostkonflikt zuzuschreiben, und das hat Augstein definitiv nicht getan.

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  17. verfl…

    sorry für den themensprung, aber das aas, das absolute aas im offiziellen wl-account hat heute den ~~~~~~~zehnten~~~~~~ tweet zum rechtsextremistischen blatt fria tider losgeschickt, ist wirklich kein mensch unter den schreibern dieses blogs, der für das thema ein paar minuten zeit hat?

    von dem heutigen ~~~~~~zehnten~~~~~~ tweet habe ich erfahren über

    https://netzpolitik.org/2012/blowing-the-whistle-heldinnen-oder-kriminelle/#comment-481290

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  18. @hans müller & co: mich würde mal interessieren, woran du und andere ‚echten‘ von ‚vermeintlichen‘ antisemitismus unterscheiden bzw was das unterscheidungskriterium sein soll. muss erst ne synagoge abgefackelt werden oder menschen, die jüdischen glaubens ermordet werden? schon mal von primären und sekundären antisemitismus, sowie von „geistiger brandstiftung“ gehört?
    augsteins artikel drehen sich fast schon besessen um israels fehlverhalten. es ist nicht zu bestreiten, dass israel eine beschissene aussen-und innenpolitik führt und das nicht nur im fall der gesellschaftlichen unterdrückung von palästinenser_innen. nur komisch aber, dass sich augstein dermaßen auf israel und die usa eingeschossen hat, während andere staaten, wie z.b russland (von augstein) unkommentiert machen können was sie wollen.
    kein wort von augstein über die ermordung und verfolgung von regierungskritiker_innen dort, die absurde prozess-führung um pussy-riot, die versuchte ausmerzung und unterdrückung der unabhängigkeit von tschetschinien,nicht zuletzt das erstarken und fördern von neo-nazigruppen, der krasse gesellschaftliche rassimus, gegenüber allem was nicht russisch ist die narrenfreiheit geniessen.und die herrschaft(anders kann mensch es ja wohl nicht nennen)von einem despot wie putin, dem alle klein beigeben.ach, herr augstein und auch russland besitzt atomwaffen und gefährdet den weltfrieden.genauso wie alle anderen staaten, die diese besitzen und drohen, diese anzuwenden.
    allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass auch augstein einem sehr verbreiteten irrtum aufgessen ist. das bloss, weil er sich selbst als links bezeichnet, qua definition und „genetisch“ gar nicht antisemitisch sein kann. das jedoch links-sein und antisemitismus sich nicht unbedingt ausschliessen ist jedoch in jüngerer geschichte eindeutig bewiesen worden.

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  19. In Augsteins Artikeln sind antisemitische Formulierungen. Wie zahlreich sie sind, spielt eigentlich keine Rolle. Es reicht schon eine einzige Stelle. Beispiel: die israelische Regierung führt die Welt am Gängelband. Warum Augstein das so formuliert, wird nur er wissen. Aber alleine für diese Stelle müsste er sich entschuldigen. Sie ist nicht Ausdruck eines nüchternen, kritischen Verstands, sondern lässt dahinter eher eine emotionale Gemütsverfassung oder aber ein opportunistisches Kalkül vermuten. Beides ist unangemessen. Publizierte deutsche Kritik an israelischer Politik sollte aus historischen Gründen doppelt und dreifach auf antisemitische Äußerungen überprüft werden. Das mag anstrengend sein, aber es ist Deutschlands historisches Erbe.

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  20. ich bin mir bei diesem, in seine position reinvereerbten augstein nicht ganz sicher, was er da verfasst trägt zwar eindeutig , und wohl auch laut offiziellen richtlinien belegt, den beigeschmack von antisemtischen zügen, ich vermüte jedoch das augstein , selbherrlich und unbelehrbar wie er ist, ganz einfach zu dämlich ist um wirklich zu wissen, was er da eigentlich von sich gibt. ich bemesse ihm garkeine bedeutung bei, er ist ein günstling seiner eigenen familiären erbverhältnisse, der an und für sich nichts vorzuweisen hat, nichts eigenes erarbeitetes. der wind in der BRDDR weht eindeutig scharf linksgrün und zukunftsverneinend, da passt er schonmal bestens rein. broder selbst nimmt ihn auf persönlicher ebene sicherlich nichtmal ernst genug, um sich von ihm gefordert, ja gar beleidigt fühlen zu können. angesichts der tatsache dass augstein aber (leider) nicht nur einer von vielen unbedeutenden bloggern ist, sondern durchaus ein publikum erreicht (wie und ob diesem publik das von ihm verbreitete gefällt sei an dieser stelle offen gelassen), ist es völlig richtig und wichtig das man sich mit seinen werken in dieser weise, wie z.b. durch broder geschehen, öffentlich auseiendersetzt und darauf reagiert. augstein kann nunmal auf einer plattform und einem medium mit größeren tragweiten seine meinungen kommunizieren, und was dort kommunizeirt wird, trägt mindestens das potenzial in sich, mal heikel, ja gar gefährlich werden zu können. daher ist es zwar nervig aber nötig, zumindest zur kenntniss zu nehmen und zu reagieren. ich vertraue auf broder, und kann nur hoffen und wünschen, das er deutschland nicht mal den rücken kehrt. leute von seinem schlag bräuchte es gerade in diesen zeiten an allen fronten en massè !

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  21. Auf Achgut findet sich seid heute ein treffendes Gedicht von Wiglaf Droste zum Thema:

    Ich höre sie jammern,
    sie dürften als Deutsche
    in Deutschland nichts gegen
    Israel sagen.

    Das dürfen sie aber,
    es tun auch fast alle,
    und können dann nicht mal
    ein Echo vertragen.

    Das Ärgste an allem
    Germanengegreine
    sind das etwa Gallen-?
    Nein: Aug-Martensteine.

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