6 thoughts on “Wir sind Friedensnobelpreis!

  1. Krieg oder Frieden

    „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“

    Konfuzius

    Der Fehler „Europäische Währungsunion“ entstand aus dem Gedanken, „dass Staaten, die eine gemeinsame Währung haben, nie Krieg gegeneinander führen“. Dieser Gedanke war schon der zweite Fehler; der erste Fehler bestand darin, sich gar nicht bewusst gemacht zu haben, was eine Währung ist und woraus Kriege entstehen. Wäre man sich dessen bewusst gewesen, hätte man zuerst die nationalen „Währungen“ in echte Währungen (konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährungen) umgewandelt, die nationalen Bodenrechtsordnungen korrigiert und den zollfreien Handel (Freihandel) zwischen den europäischen Staaten eingeführt. Der dauerhafte Frieden wäre dadurch bereits gesichert gewesen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/04/krieg-oder-frieden.html

  2. Der Friedensnobelpreis demontiert sich selbst.

    Sei es, weil er als politische Einflussnahme gegen unliebsame Regime eingesetzt wird (Verleihung an chinesische Dissidenten), weil er ohne jede erbrachte Leistung vorzeitig vergeben wird (Obama) oder weil er – wie nun – an die profiteure der Gloablisierung verliehen wird, die tatsächlich bereit sind, ihren Reichtum im Zweifel auch mit Waffengewalt zu verteidigen. Aber solche Dummheiten gab’s ja auch in der Vergangenheit – seien es nun Henry Kissinger oder Menachem Begin. Beides Menschen, die eigentlich zu viel Blut an ihren Händen haben (ersterer indirekt, letzterer auch direkt), als dass ein Friedensnobelpreis noch sinnvoll denkbar wäre. Das lässt die sinnvollen Friedensnobelpreise für Menschen, die sich tatsächlich für den Frieden einsetzen, einfach schlecht aussehen.

    Was kommt als nächstes? Friedensnobelpreis an die USA für bekämpfung des Terrorismus? Oder warum nicht direkt an die NATO für ihre tolle „Friedensschaffung“.

    Der Friedensnobelpreis sollte standardmäßig an Personen und Institutionen verliehen werden, die sich entgegen der Politik ihres Staates/der Region für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. An Leute, die sich für nicht-kriegerische Lösungen einsetzen, auch wenn die Stimmung ansonsten stark auf Krieg steht.

    Aktuell hätte ich mir den Friedensnobelpreis für kleine Kampagnen wie die israelische „We love Iran“ gewünscht – Kampagnen, die direkt darauf abzielen, zu zeigen, dass es sowohl in Israel als auch dem Iran viele Menschen gibt, die keinen Krieg wollen, sondern Frieden. Solche kleinen Kampagnen können auch mit dem Preisgeld etwas anfangen – für die EU sind das Pennys.

    Hier würde ich mir von den deutschen Bundesregierung den Mut wünschen, solche Organisationen auch mal zu nominieren. Denn die Politiker in den betroffenen Ländern haben meist kein Intresse daran, die Nominierungen auszusprechen…

  3. @Denis K.

    Gute Aufzählung, aber wenn Sie schon Begin nennen, bitte auch den nennen, der den Preis wohl am wenigsten verdient hat–> Arafat, dem Friedensnobelpreisträger der wohl (direkt und indirekt) am meisten Blut an den Händen hatte. Spätestens mit dessen Ernennung hatte sich das Komitee für immer disqualifiziert.

  4. Ich finde den politischen Hintergrund der Kritik des Videos gut. Allerdings ist das Video selbst doch ziemlich rassistisch. Einerseits die Stereotypisierung des „Afrikaner“(Lippen, halbnackt, …), welche natürlich scherzhaft gemeint ist. Aber Rassismus tarnt sich ja desöfteren als „Scherz“.
    Auch der paternalistische Impetus des Videos ist höchst problematisch. „Der Afrikaner“ wird als willenloses, armes, passives Subjekt dargestellt. Natürlich soll dies den Rassismus von Europa kritisieren, reproduziert aber wiederum genau diesen Rassismus. Dieses Video hat auf einer Seite, die den Rassismus auch der Mitte problematisieren will, nichts zu suchen.

  5. JL:
    Das Video ist eine Satire und soll eben den Rassismus in Europa entlarven. Deswegen ist es so gemacht, wie es gemacht ist und ich finde es perfekt so. Und den Machern von X3 Rassismus vorzuhalten halte ich für etwas weit hergeholt 😉

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