Zschäpe soll NSU-Video miterstellt haben

Das Bundeskriminalamt (BKA) erhebt umfassendere Vorwürfe als bisher bekannt gegen Beate Zschäpe. Das berichtet der NDR. Die Ermittler schreiben demnach der Mitbegründerin des Zwickauer Neonazi-Trios „in dieser terroristischen Vereinigung mindestens eine gleichberechtigte und strukturierende Rolle“ zu.

NDR Info liegt ein ein neuer BKA-Personenbericht über die Inhaftierte vor. Die Ermittler machen darin Zschäpe nicht nur für die Brandstiftung in der Zwickauer Wohnung des Trios verantwortlich. Die Behörde hält Zschäpe darüber hinaus für die Miturheberin des NSU-Bekennervideos.

Screenshot aus dem Bekennerfilm des NSU (Publikative.org)
Screenshot aus dem Bekennerfilm des NSU (Publikative.org)

Aus Funden in der Wohnung des Terror-Trios schließen die Ermittler, dass sowohl Uwe Böhnhardt als auch Beate Zschäpe „über entsprechende Fähigkeiten im Bereich der Videobearbeitung verfügten und die Videodateien sowohl kannten als auch bearbeiteten“.

Zudem wurden die Fingerabdrücke der mutmaßlichen Terroristin auf Zeitungsausschnitten zur Mordserie gefunden, die in dem Video verwendet wurden. Auch an der Versendung der DVDs an Medien und andere Empfänger soll sie maßgeblich beteiligt gewesen sein.

Außerdem soll die heute 37-Jährige die Bargeldbestände des Trios verwaltet haben. Die Bundesanwaltschaft versucht, Zschäpe eine Mittäterschaft an den Morden nachzuweisen. Die Verdächtige selbst schweigt bislang.

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