NPD-Niedersachsen auf der Suche nach neuem Vorsitzenden

Nur rund acht Monate nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der NPD in Niedersachsen will Christian Berisha jetzt offenbar von seinem Amt zurück treten – zumindest gaben das die Macher des NPD-nahen Blogs „Deutschlandecho“ bekannt. Demnach hat der 1967 geborene Berisha seinen Rücktritt in einem Rundschreiben an die Vorsitzenden der niedersächsischen Kreisverbände angekündigt.

Von Kai Budler

Wer die Nachfolge des gelernten Maschinenbauers antreten soll, ist derzeit wohl noch offen. Berisha war erst im Mai des vergangenen Jahres auf dem Landesparteitag der NPD zum neuen Vorsitzenden gewählt worden und löste damit Adolf Dammann ab, der schon immer angekündigt hatte, er werde nur vorübergehend für den Vorsitz zur Verfügung stehen.

Dumme Sprüche statt ernsthafter Politik: NPD-Plakat in Rheinland-Pfalz (Foto: Sebi Brux)
Dumme Sprüche statt ernsthafter Politik: NPD-Plakat in Rheinland-Pfalz (Foto: Sebi Brux)

Die Wahl stand nicht nur für eine Verjüngung des Vorstandes , auch für eine „seriöse Radikalität“ in Niedersachsen, wie Holger Apfel sie später für die Bundespartei proklamierte, schien Berisha prädestiniert. Der Kreistagsabgeordnete der rechtsextremen „Unabhängigen Wählerliste Lüneburg“ (UWL) versucht sich schon seit Längerem an einem betont harmlosen Auftreten.

Dabei war er in der Vergangenheit als Spendenbeauftragter der mittlerweile verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) aktiv und soll unter dem Namen Christian von der Heide an dem „Netzradio Germania“ beteiligt gewesen sein. Über die Zukunft der von ihm maßgeblich initiierten Kampagne „ohne NPD“ für die Landtagswahl in Niedersachsen im kommenden Jahr werden künftig wohl andere entscheiden müssen.

Siehe auch: “Neger” und “Balkan-Connection”: Schafft die NPD sich ab?41-jährige NPD-Klone ziehen in die Wahlschlacht, Jüngere Neonazis übernehmen NPD-Landesvorstand

One thought on “NPD-Niedersachsen auf der Suche nach neuem Vorsitzenden

Comments are closed.