Ein „Umkreisen Gottes“

Bei den Ruhrbaronen streitet man darüber, ob es an öffentlichen Schulen bekenntnisorientierten Religionsunterricht geben sollte. An den Waldorfschulen gibt es ihn – als Ablenkungsmanöver von der alles durchdringenden religiösen Prägung durch die Anthroposophie.

Von Andreas Lichte, zuerst veröffentlicht bei den Ruhrbaronen

Vortragsplakat von Rudolf Steiner aus dem Jahre 1917 (Zürich)
Vortragsplakat von Rudolf Steiner aus dem Jahre 1917 (Zürich)

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”

Schwieriger wird es, will man die Religion Anthroposophie auch als solche erkennen, Prange führt aus: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“

Zur Illustration der „Mogelpackung Waldorfpädagogik“ ein Beispiel aus der Praxis meiner Ausbildung zum Waldorflehrer – der „Lehrer“ ist ein Gastdozent am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“:

„Ein letztes Mal quietscht die Kreide über die Tafel. Der Lehrer steht bewundernd vor seiner vollendeten Unendlichkeitskonstruktion. Den Kreidestaub aus seiner Aura und seinem modischen Jackett klopfend, holt er nun zur Offenbarung letzter Wahrheiten aus: »Sie sehen, der Mensch besitzt die Fähigkeit zur Erkenntnis des Unendlichen, des Göttlichen…« Das Fach: Mathematik, genauer: »darstellende Geometrie«.”

Die „normale Verpackung“ ist „Mathematik“, das „eigenwillige Produkt“ die Religion Anthroposophie. Lothar Steinmann, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, schreibt dazu in einer e-Mail an Pfarrer Thomas Gandow, Beauftragter für Sektenfragen der Evangelischen Kirche:

„Die Begegnung mit der Unendlichkeit ist für Schüler, wenn sie denn stattfindet, immer auch die Begegnung mit einer neuen Dimension. Das vermeintlich Abstrakte verdichtet sich zu einem Erlebnis, dass eine andere, vielleicht transzendente Seinsebene ahnen lässt. Geometrie ist in diesem Sinne immer auch Begegnung mit dem Unendlichen. Ich fasse das als eine Art »Umkreisen Gottes« auf, benutze damit einmal ein Ihnen geläufiges Vokabular, und wünsche mir in diesem Unterricht, wenn es denn gelingt, eine Art religiöser Stimmung, bei der Richtungen, Ismen und Konfessionen keine Rolle spielen.“

Ein weltanschaulich neutrales „Umkreisen Gottes“? Hier klingt das anthroposophische Selbstverständnis an, „Wissenschaft“ sein zu wollen: Rudolf Steiners irreführende Bezeichnung für die Religion Anthroposophie ist „Geisteswissenschaft“. Lothar Steinmann kann aber auch deutlicher werden, so sagt er an die zukünftigen Waldorflehrer gerichtet: „Sie werden die Welt mit anderen Augen sehen … Zweck unseres Zusammenseins ist Rudolf Steiner.”

In der Waldorfschule sind alle Fächer von Rudolf Steiners Religion Anthroposophie geprägt, hier nur noch ein weiteres Beispiel aus einem Gebiet, wo man im 21igsten Jahrhundert eigentlich keine Religion erwarten würde:

„Im Fach «Himmelskunde« hantiert ein anderer Lehrer mit einer Antiquität: einer »Armillarsphäre«. Das ist ein Modell des geozentrischen Weltbildes, in dem die Erde Mittelpunkt des Universums ist. Er will den Schülern den Himmel auf »natürliche Weise« nahe bringen, »so wie der Mensch ihn erlebt«. Warum? Der Lehrer erläutert es mit einem Schiller-Zitat: »Es knüpft dein Zenit und Nadir dich an die Achse der Welt …«, »das bringt eine moralische Dimension«. Leider lösen Moral und Schiller bei den Schülern nur Erstaunen aus, deshalb erklärt er dasselbe noch einmal, diesmal zum Anfassen: »Das Zentrum der Welt ist in meinen Füßen, das Zentrum der Welt ist in meiner Haarspitze. Sie sind immer das Zentrum … ein erbauender Gedanke! Der Mensch, sein Ich, steht im Zentrum der Welt: Ich bin Gott …«“

In der „Himmelskunde“ lässt der Dozent erahnen – und bewusst offen! – welch bedeutende Rolle der Mensch in der Anthroposophie hat, hier im Schnelldurchlauf:

„Anthroposophie“ heißt übersetzt „Weisheit vom Menschen“. In der Anthroposophie ist alles „Mensch“, auch die Natur ist vom Menschen „durchgeistigt“. Der Mensch ist Beginn und Ende der Welt.
Rudolf Steiner stellt Darwins Evolutionslehre auf den Kopf und zugleich in den Rahmen einer kosmischen Geschichtsschau: Der Mensch steht am Anfang. Aus ihm heraus haben sich die Tiere entwickelt, sind Spezialisierungen, Vereinseitigungen menschlicher Eigenschaften. Und zugleich ist „der Mensch“ auch Ziel des ganzen Entwicklungsgeschehens. Aufgrund „höherer Notwendigkeiten“ steigt er als rein geistiges Wesen in die materielle Welt hinab, um sich – und damit auch die „geistige Welt“ – im Verlaufe vieler Reinkarnationen zu perfektionieren.

Der selbsternannter Hellseher Rudolf Steiner behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“lesen zu können. Laut Steiners übersinnlichen Erkenntnissen vollzieht sich die „Menschheitsentwickelung“ nacheinander auf sieben „Planeten“: Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan.

Zurzeit befindet sich die Menschheit auf der Erde. Die Erdentwicklung begann mit einer „polarischen“ und „hyperboräischen“ Zeit, es folgten „Lemurier“ und „Atlantier“, Zitat Rudolf Steiner, „Aus der Akasha-Chronik“: „Und von einem kleinen Teil [der Atlantier] stammen die so genannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört.“

„Arier“ benutzt Steiner synonym zu „Europäer“, andere Kulturen und Völker spielen keine entscheidende Rolle – wie sollten sie auch, wurden sie doch „zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als so genannte wilde Völker gewisse Teile der Welt bewohnen.“ (ebd.)

Zu abgehoben? Wo bleibt die Praxis? In der Waldorfschule wird auch „Atlantis“ – als Geburtsstätte der „Arier“ – unterrichtet. Noch nie davon gehört? Manche Eltern auch nicht, siehe das Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

„O-Ton Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“

Wenn es richtig „waldörflich“ sein soll, zitiert man hier am besten Goethe: „Den Teufel spürt das Völkchen nie, // und wenn er sie beim Kragen hätte.“ Anders gesagt: Die beste Missionierung ist die, die man gar nicht erst bemerkt.

 Weiterführende Artikel der Ruhrbarone:

Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ Erfahrungsbericht über die Ausbildung zum Waldorflehrer

Waldorfschule: Curriculum und Karma – das anthroposophische Erziehungsmodell Rudolf Steiners – von Prof. Dr. Klaus Prange, Erziehungswissenschaftler, Überblicksdarstellung der Waldorfpädagogik

Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte – über den esoterischen Ursprung der „Jahrsiebte“ und das falsche Etikett „Wissenschaft“

3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) entschied, dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben

Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“, Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien

Alle Artikel zum Thema bei Publikative.org

48 thoughts on “Ein „Umkreisen Gottes“

  1. @ Daniel

    „…der als Aufruf missdeutet werden kann die Genannten zu terrorisieren finde ich ziemlich schockierend.“

    Mit Verlaub: Völlig überzogener Schmarrn! Und noch einen Verlaub hinterher: Wer wie Ravagli bei jeder publizistischen Gelegenheit wortklingelnde Selbstgerechtigkeit als anthroposophisches Dauerüberlegenheitsgefühl inszeniert, sollte ein bißchen eine angemessene Kritik durchaus aushalten können…

  2. Sehr geehrter Herr Lichte,

    jetzt werden Sie einfach nur hämisch und blöd beleidigend. Ist das das Niveau eines „intelligenten Kritikers“? Auf dem Niveau können Sie jedenfalls ohne mich weiter trollen.

    Warum Sie Zahlen so selektiv aufarbeiten wie Sie es tun konnten Sie immer noch nicht darlegen. Mit Ihnen lohnt das Gespräch nicht, schließlich sind Ihnen Fakten egal und Sie gehen nicht auf konkrete Fragen ein. Ich habe keine Lust mir weiter Ihre Ausflüchte und persönlichen Angriffe anzuhören. Spielen Sie weiter mit Ihrer Sockenpuppe Steinerimbrett.

    Gruß

    Daniel

  3. @ Daniel

    „Sockenpuppe“? Schluck: Haben Sie sich bisher nicht als jemand darstellen wollen, dem bereits jeder Anschein von Beleidigung zuwider war?

    Nun ja, ich will Ihnen das kleine moralische Mißgeschick verzeihen; jedoch, um im Bild zu bleiben: Ihre zuletzt ins Rennen geschickten Anwürfe und Feststellungen sind doch ein wenig arg simpel gestrickt.

    Und wenn Sie ebenfalls spielen gehen wollen, versuchen Sie es ruhig mal mit anthroposophischem Schach: Dort nämlich, wo Sie sich bewegen, geben Bauerenopfer eine durchaus beliebt-strategische Figur ab…

  4. @ steinerimbrett

    Sie schreiben: „Wer wie Ravagli bei jeder publizistischen Gelegenheit wortklingelnde Selbstgerechtigkeit als anthroposophisches Dauerüberlegenheitsgefühl inszeniert, sollte ein bißchen eine angemessene Kritik durchaus aushalten können…“

    Völlig richtig! Hier noch ergänzt die herausragende Bedeutung von Lorenzo Ravagli für den „Bund der Freien Waldorfschulen“ und die Anthroposophie:

    Spätestens mit dem Erscheinen seiner demagogischen Verteidigungsschrift „Anthroposophie und der Rassismusvorwurf – Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit“ ist Lorenzo Ravagli DER Mann des Bundes der Freien Waldorfschulen für die Abwehr von Kritik an der Anthroposophie und den Waldorfschulen.

    Zu „Anthroposophie und der Rassismusvorwurf – Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit“ sagt Jana Husmann (damals noch Jana Husmann-Kastein) im Stern, siehe:

    „Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand“, http://www.stern.de/politik/deutschland/waldorf-paedagogik-auf-tuchfuehlung-mit-dem-rechten-rand-602719.html

    Zitat Stern: „Als Basis für ihre Vorwürfe führt sie ein Buch an, das Lorenzo Ravagli in den Jahren 2001 und 2002 zusammen mit einem Ko-Autor herausgegeben hat. »Der Rassismus Steiners wird dabei von Bader und Ravagli nicht nur abgestritten, sondern zum Humanismus umgedeutet«, schreibt Husmann-Kastein. Kritiker Steiners würden von den beiden Buchautoren massiv diffamiert. »Insgesamt wird von Bader und Ravagli alles legitimiert, was Steiner zu ‚Menschenrassen‘ gesagt und geschrieben hat. Das liegt nicht an der mangelnden Textkenntnis, denn die einschlägigen Rassismen Steiners werden zitiert.«“

    Siehe ergänzend dazu auch: „Waldiwissenschaft: Lorenzo Ravagli an der Privatuniversität Witten/Herdecke“, http://www.ruhrbarone.de/waldiwissenschaft-lorenzo-ravagli-an-der-privatuniversitat-wittenherdecke/
    .

    Im Jahre 2007 wurde die Zusammenarbeit von Lorenzo Ravagli mit Andreas Molau, damals Spitzenfunktionär der NPD, publik. Enthüllt wurde sie vom Stern, siehe den link oben, und später nochmals von „Publikative“ (damals noch „NPD-BLOG.INFO“):

    “NPD und Waldorfschule: Über eine Zusammenarbeit, die nicht publik werden durfte II”,http://www.publikative.org/2009/04/28/npd-und-waldorfschule-uber-eine-zusammenarbeit-die-nicht-publik-werden-durfte/

    Was in jeder demokratischen Organisation ein Grund zur fristlosen Kündigung Lorenzo Ravaglis gewesen wäre, blieb beim Bund der Freien Waldorfschulen folgenlos: Lorenzo Ravagli arbeitet weiterhin als Redakteur der „Erziehungskunst“, Publikation des Bundes der Freien Waldorfschulen.
    .

    Heute ist es Lorenzo Ravaglis Aufgabe, den Ruf des Historikers Helmut Zander, Autor des Standardwerkes „Anthroposophie in Deutschland“, zu schädigen. Neben offiziellen Veröffentlichungen unter seinem Realnamen benutzt Lorenzo Ravagli dabei auch das Mittel anonymer Angriffe unter Pseudonym, siehe:

    „Georg Wahrmunds Vorzeit-Früchte“, http://waldorfblog.wordpress.com/2011/04/13/wahrmund/
    .

    Ravaglis Vorgehen ist so radikal, dass mit Bezug auf Lorenzo Ravagli selbst Anthroposophen “Sekte” als Bezeichnung für die Religion Anthroposophie gebrauchen, der Anthroposoph Ralf Sonnenberg schreibt:

    “Die Anthroposophen erscheinen wieder einmal als kleinkarierte, nicht kritikfähige Sekte …”

  5. @Andreas Lichte

    Ich muss leider sagen, dass auch ich den Eindruck bekomme hier geht es langsam um einen persönlichen Feldzug. Ich verfolge die Geschichten und Auszüge über die Lehrerausbildung nun schon eine Weile und habe an den zynischen Auffassungen durchaus auch noch Humor spüren können, der in den Kommentaren verloren zu gehen scheint.
    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich stimme weitgehend in allen Punkten zu, befürchte aber, dass Sie das Thema langsam zu sehr an Ihre Person koppeln.
    (Auch teilweise verständlich, da Sie ja inzwischen auf Anthro-Blogs einen „gesicherten“ Ruf haben)
    Ich hoffe Sie finden dennoch zu dem journalistischen Konzept der Anfänge zurück: subjektiv und kritisch, aber stichhaltig und informativ.

    Lg
    Awoken

    [Nach 12.000 Seiten Steiner, 2 Waldorfschulen und unzähligen Webpages:
    Was ist Waldorf eigentlich genau?]

  6. @ Awoken

    ich habe mir Ihr selbst erstelltes Material zur Waldorfschule angeschaut, dieses YouTube-Video: „Was ist Waldorf eigentlich genau? Teil 1.1 Einleitung“

    Dort sagen Sie: „Auch bei L. Ron Hubbard [Scientology] sind Konzepte zu Ende gedacht …“ – wie bei Rudolf Steiner.

    Ist das Ihr Ernst, dass Sie L. Ron Hubbard, Scientology, als seriös darstellen wollen?

    Und: Wollen Sie die Anthroposophie mit Scientology gleichsetzen?

  7. @ Awoken

    in Ihrem YouTube-Video “Was ist Waldorf eigentlich genau? Teil 1.1 Einleitung” behaupten Sie:

    „… die Anthroposophie aber nicht auf einen Rassismus ausgerichtet ist …“

    Falsch.

    Auszug aus meinem Interview mit dem Blog „Ruhrbarone“, „Waldorfschule: Vorsicht Steiner“, http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

    Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk „Anthroposophie in Deutschland“, Zitat:

    „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (…)

    Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“

  8. „3 Jahre Rudolf Steiner ist »zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen«

    Ruhrbarone, 6 September 2010

    Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Die Bücher waren nur knapp der Indizierung durch die BPjM entgangen, weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin die Bücher nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach drei Jahren ist noch immer nichts geschehen. Unser Gastautor Andreas Lichte erstellte für die BPjM ein Gutachten zur Praxisrelevanz von Steiners Rassismus, in dem er auch die Vermittlung von Rudolf Steiner im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ darstellte. Hier ein Auszug, Zitat: (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/

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