Schlechte Aussichten für Dortmunder Nazis

Gute Nachrichten aus Dortmund. Das neue Jahr fängt für die Nazis in der Stadt schlecht an. Denn seitdem Norbert Wesseler Polizeipräsident ist, tut sich was: Polizei und Stadt gehen endlich gemeinsam gegen die Nazis vor.

Von Stefan Laurin, Ruhrbarone

Für die Nazis in Dortmund wird es langsam aber sicher ungemütlich. Erst seit wenigen Tag ist Norbert Wesseler als neuer Polizeipräsident im Amt und schon beginnt er, gemeinsam mit der Stadt, zu handeln. Und jetzt wird langsam auch glaubhaft, was Politiker, Polizei und Verwaltung seit Jahren erzählen: Dass sie entschlossen gegen Nazis vorgehen. Denn den Worten scheinen jetzt Taten zu folgen.

Die Ruhr Nachrichten melden, das Stadt und Polizei gegen die Nazis im Stadtteil Dorstfeld eine Task Force einrichten wird. Bislang gab es das nur in der Nordstadt. Dort gehen Polizei und Ordnungsamt gemeinsam gegen Prostituierte, Freier und Migranten vor allem aus Bulgarien vor.

Künftig gilt in Dorstfeld Zero Tolerance, wird jede noch so kleine Ordnungswidrigkeit verfolgt, wird es einen Verfolgungsdruck geben, den die Nazis bislang in Dortmund nicht kannten. Es ist noch gar nicht so lange her, da schwärmten sie von ihrem guten Verhältnis zu Polizei. Damit dürfte es jetzt vorbei sein.

Parallel zur Einrichtung der Task Force hat die Stadt auch dem Nazitreff in der Rheinischen Straße gekündigt. Das bedeutet zwar nicht, dass die Nazis morgen raus müssen, aber es bedeutet Stress, Rechtsstreit und Ärger.

Auch zu den Protesten gegen Nazis hat sich Wesseler mittlerweile geäußert. Sein Vorgänger ließ noch Plakate in Dortmund kleben, in denen er vor der Teilname an Blockaden gegen die Nazidemonstration Anfang September vergangenen Jahres warnte – sie seien illegal, die Teilnahme an ihnen könnte ein Strafverfahren nach sich ziehen.

Für Wesseler gehören friedliche Blockaden zu den Meinungsäußerungen. Die Polizei entscheide bei groben Störungen genehmigter Demonstrationen dann im Einzelfall, ob es zur Strafanzeige kommt oder nicht.

2012 beginnt also gut für Dortmund und schlecht für die Nazis. Mal abwarten wie das Jahr wird und ob es den Nazis gelingt die beiden angekündigten Demos am 1. Mai und Anfang September durchzuziehen.

Siehe auch: Werbe-Aktion zum “Antikriegstag”: Bonsai-Kapitalisten bei der NPD

2 thoughts on “Schlechte Aussichten für Dortmunder Nazis

  1. Pingback: antifaclub
  2. Da geht einem sich gegen den Rechtsextremismus engagierenden Beamten aus Dortmund das Herz auf :)

    Ein „gutes Verhältniss“ zu Rechtsextremisten hat allerdings zu keiner Zeit bestanden!

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