„Antisemiten aus der Linkspartei verweisen“

Katharina König
Katharina König

Man mag die Liste des Simon Wiesenthal Centers über die Top 10 der Antisemiten und Israel-Hasser sowie die Auswahl der Personen kritisieren. Ebenso mag man den vom Simon-Wiesenthal-Center ausschlaggebenden Grund, Hermann Dierkes auf die Liste zu setzen, hinterfragen, denn wer das antisemitische Flugblatt, welches den Davidstern mit dem Hakenkreuz verband, auf der Website der LINKEn Duisburg einstellte, ist nicht bekannt. Es sind Nebenschauplätze. Es ändert nichts an der Notwendigkeit dieser Liste. Es benötigt diese Sensibilisierung, die immer wieder aufmerksam macht und immer wieder versucht, das Problem öffentlich zu benennen, meint Katharina König von der Linkspartei. Sie schreibt: „Dem immer noch verbreiteten Irrglauben, „Linkssein“ verleihe Immunität gegen antisemitische Einstellungen gilt es auch unsererseits entgegenzutreten: mit einer wahrnehmbaren Debatte und Auseinandersetzung sowie Klarheit in der Argumentation und im Handeln. Setzen wir dem Pluralismus die Grenzen, welche der Name DIE LINKE implizit beinhaltet: Verweisen wir Antisemiten auch aus der Partei DIE LINKE.“

Den ganzen Kommentar bei den Ruhrbaronen lesen.

Lesetipp: Interview mit Katharina König auf Publikative.org.

Siehe auch: Glückwunsch, Herrmann Dierkes (Die Linke)!

4 thoughts on “„Antisemiten aus der Linkspartei verweisen“

  1. Genau diese Ansage ist aber mal sowas von längst !!!!!!!!!!!!! fällig gewesen!

    Frau König – mein Bravo, mein Dank und meine Hochachtung für dieses Statement.

    Wenn schon die SPD zu feige ist, Herrn Sarrazin die Tür zu weisen … vielleicht traut sich dann zumindest die Linkspartei mal endlich ernsthaft an ihren antisemitischen Sumpf heran?

  2. Es ist die Pflicht der Partei die LINKEN alle Antisemiten sofort und unverzüglich aus der Partei rauszuwerfen!!! Antisemiten haben weder in der SPD,einer anderen demokratischen Partei und schon mal gar nicht bei den LINKEN was zu suchen!!
    Antisemiten in den Reihen zu haben kann sich keine normale Partei sich erlauben die für Demokratie und Freiheit eintreten,sondern nur die NPD und andere Rechts-Parteien wo eigentlich Antisemiten ihre Lobby haben und sich mit ihren menschenverachtenen Unwesen treiben können.
    Also die LINKEN sollen aufräumen!!Schließlich wollen sie ja solche rechten Auswüchse wie nun auch Antisemitismus bekämpfen,sollten sie Antisemiten nun in der Partei haben wirken die Linken in der Politik und Öffentlichkeit unglaubwürdig,die Quoten sinken logischerweise.Das ist grob parteischädigend Antisemiten in ihrer Mitte zu haben,raus mit Antisemiten aus allen Parteien die demokratisch sind ohne Wenn und Aber!!!!!

  3. http://www.jungewelt.de/2011/12-16/034.php?sstr=israel

    Verletzt die israelische Politik gegen das palästinensische Volk das Apartheidverbot des Völkerrechts? Diese Frage war Schwerpunkt der dritten Runde des Russell-Tribunals zu Palästina ( RToP ), die vom 5. bis 7. November im südafrikanischen Kapstadt abgehalten wurde. Am Mittwoch abend wurden die Ergebnisse auf Einladung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und des Arbeitskreises Nahost Berlin im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte diskutiert.

    Laut der Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke Annette Groth, wurde die Ausgangsfrage mit einem klaren ja beantwortet. »Israel unterwirft die palästinensische Bevölkerung sowohl in den besetzten Gebieten als auch im Land selbst einem institutionalisierten Regime von Herrschaft, das als Apartheid, wie sie das Völkerrecht definiert, ausgemacht werden kann«, faßte sie die Ergebnisse der Beweisaufnahme aus Kapstadt zusammen.

  4. http://www.jungewelt.de/2011/12-19/051.php

    Das Simon-Wiesenthal-Center (SWC) hat eine internationale »Top-Ten-Liste der antiisraelischen/antisemitischen Verleumdungen« herausgegeben– wie kommt es, daß ausgerechnet der Kreisvorsitzende der Linkspartei in Duisburg darauf zu finden ist?

    Das frage ich mich auch. Mir wird Antisemitismus unterstellt, weil auf unserer Jugend-Homepage ein Flugblatt aufgetaucht war, das uns offenbar von einem Hacker untergeschoben worden war. Wir haben sofort, nachdem wir darauf aufmerksam wurden, Strafanzeige gestellt – die Spur ließ sich aber nur bis in den Raum Essen/Gelsenkirchen zurückverfolgen.

    Obwohl wir uns von diesem Flugblatt sofort schärfstens distanziert haben, wird es immer wieder zum Anlaß genommen, uns und mir persönlich Antisemitismus vorzuwerfen. Natürlich wurde die Datei sofort gelöscht. Wir haben allerdings den Verdacht, daß dieser Text mit Absicht auf unserer Jugend-Homepage an unübersichtlicher Stelle plaziert wurde, um ihn zu einem geeigneten Zeitpunkt gegen uns instrumentalisieren zu können.

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