Werder schließt NPDler Pühse endgültig aus

NPD-Funktionär Jens Pühse ist endgültig aus dem Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.V. ausgeschlossen worden. Nach einer mündlichen Anhörung durch den Ehrenrat des Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.V. am 22.11.2011 wurde entschieden, dass der von Pühse eingelegte Widerspruch gegen die Ausschlussentscheidung des Präsidiums zurückgewiesen wird. Über diese Entscheidung sei Pühse in dieser Woche schriftlich informiert worden, teilte Werder mit.

Das FB-Profil von Jens Pühse: Lieblingsmannschaft - Werder Bremen
Das FB-Profil von Jens Pühse: Lieblingsmannschaft - Werder Bremen

„Wir sind froh, dass unser Ehrenrat den durch das Präsidium entschiedenen Ausschluss bestätigt hat. Durch diese Entscheidung setzen wir als Verein ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus“, so Vereinspräsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer.

Satzungsgemäß fördert Werder Bremen die Funktion des Sports als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Er bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine – unabhängig von Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glaube und sozialer Stellung sowie sexueller Identität – sportliche Heimat. Diese Werte werden insbesondere durch das gute soziale Engagement des Vereins verwirklicht.

Ein Beier, ein Apfel, ein Faust, ein Voigt und ein Pühse flanieren zum Sozialkongress der NPD unter der Hochbrücke. Motto: Sehen und nicht gesehen werden, denn die Bremer wollten von den Nazis nichts wissen. (Foto: Kai Budler)
Ein Beier, ein Apfel, ein Faust, ein Voigt und ein Pühse flanieren zum Sozialkongress der NPD unter der Hochbrücke. Motto: Sehen und nicht gesehen werden, denn die Bremer wollten von den Nazis nichts wissen. (Foto: Kai Budler)

Pühse hatte krampfhaft versucht, im Wahlkampf für Schlagzeilen zu sorgen. So hatte sich der Neonazi bei den Grün-Weißen im Vorfeld der Bürgerschaftswahlen angemeldet. Erst im Januar 2011 hatte er seinen Mitgliedsantrag unterzeichnet, die Sache war also offenkundig ein PR-Gag.

Pühse und die “NPD-Prominenz”

Pühse hatte zwischenzeitlich in einer Pressemitteilung noch behauptet, Werder Bremen stehe offenbar zu seiner “NPD-Prominenz” [sic]. Eine Falschmeldung, denn das Werder-Präsidium hatte die Entscheidung über seinen Ausschluss nur vertagt – passenderweise auf einen Termin nach der Wahl, so dass das Interesse an Pühses Aktivitäten in der Hansestadt ohnehin noch geringer sind, als sie schon zu Wahlkampfzeiten waren.

Pühse war Spitzenkandidat der NPD in Bremerhaven, die Partei scheiterte allerdings erneut deutlich, sie wollte den Einzug in die Bürgerschaft erreichen.

Siehe auch: Angriff der “Karlsbande”: Offener Brief an die Alemannia,  Kommentar: Werder hat alles richtig gemacht, die Medien nicht!, Werder leitet Verfahren gegen “NPD-Prominenz” ein

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3 thoughts on “Werder schließt NPDler Pühse endgültig aus

  1. Es wurde zeit das der erste Sportverein sich von einen Nazi trennte,das sollten jetzt alle Sport-Verbände so machen kein platz für Nazis im Sport!!!
    Ich meine Sport soll verbinden und nicht verblöden!!!
    Im Sport hat kein Nazi was verloren,ob im Verein oder sonst in irgendeiner Beziehung zu Sport,vor jeder Sportanlage,ob im Fußball oder sonst irgendein Sport auch immer müsste ein großes Schild sein Kein Ort für Nazis oder Nazis müssen draußen bleiben!!!
    Werder war der Anfang,weitere werden folgen,danke Werder Bremen,für den Rauswurf Phüses.

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