Weder gedankenlos noch unpolitisch

„Es war ein Krieg – und die Polizei hatte Angst vor uns“ – so ein Teilnehmer an den Londoner Unruhen im Sommer 2011. Während sich die meisten Medien frühzeitig und vorschnell mit der konservativen Regierung darüber einig waren, dass es sich bei den Teilnehmern hauptsächlich um gewöhnliche Kriminelle gehandelt habe, zeigt sich in Interviews mit einigen Beteiligten nun, dass diese ganz andere Motive angeben – und auch überzeugend artikulieren können. Da die Regierung Cameron eine offizielle Untersuchung der Ereignisse, zum Beispiel in Form eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, verhindert hat, bleibt diese Aufklärungsarbeit nun engagierten Journalisten und Sozialforschern überlassen.

Das Ergebnis zeigt sowohl, woran es ansonsten in der Branche häufig mangelt, als auch, warum guter Journalismus nach wie vor dringend not tut, wenn er denn eine seiner ureigensten Aufgaben auch wieder wahrnimmt: Den Stimmlosen eine Stimme zu geben. Herausgekommen sind 18 atemberaubende Minuten auf der Webseite des „Guardian“ , die einen fundierten Einblick in die Gedankenwelt der auch hierzulande immer sofort als „kriminelle Krawallmacher“ denunzierten Teilnehmer bieten:

5 thoughts on “Weder gedankenlos noch unpolitisch

  1. Wie wäre es mit einem Link? Abgesehen davon hat die“konkret“ einige sehr gute Artikel veröffentlicht.

  2. The guardian is talking about disorder! Is disorder in you kill five people and burn houses? Is it disorder to attack civilians and and policemen, burn down shops and everything people build up for themselves to feed thier children?

    The only disorder I konw is in my closet.

    What happen in London was a mourderus act of inhumanity and a gang riot of people who do not value human life nor do the respect other peoples freedom.
    „The Guardian“ and you should be ashamed!

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