Folgt auf den Wahlsieg der Machtkampf?

Die NPD hat den Einzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern geschafft. Dieser Erfolg ist auch für die innerparteilichen Machtkonstellationen der NPD, die seit 2009 immer wieder erheblichen Eruptionen unterlagen, bedeutend. Denn erneut stellt sich die Frage, wer Udo Voigt als Parteivorsitzenden beerben wird. Möglicherweise wird Udo Pastörs erneut um den Posten kandidieren.

Von Alexander Hacker für NPD-BLOG.INFO

Eingeleitet hatte die erneuten Spekulationen um den Sturz Udo Voigts der ehemalige Generalsekretär der NPD und heutige Mitarbeiter der Mecklenburgischen Fraktion, Peter Marx. Er sagte gegenüber der TAZ: „Gehen sie davon aus, dass Udo Voigt nicht alleine für den Bundesvorsitz kandidiert. Meine Stimme bekommt er nicht.“ Dies dürfte in der Partei einigen nicht gefallen, so gilt Marx hier bei vielen als Strippenzieher, der hinter den Kulissen versucht die Partei zu lenken. So war es unter anderem Marx, der 2009 Andreas Molau gegen Voigt ins Spiel brachte, um diesen abzulösen.

Peter Marx
Peter Marx

Besonders für Udo Pastörs dürfte der Wiedereinzug ein erheblicher innerparteilicher Machtschub sein. Und dieser Tatsache ist sich der Fraktionsvorsitzende auch bewusst. So sagte er selbstsicher während der Landespressekonferenz kurz nach der Wahl: „Mit diesem Selbstbewusstsein schauen wir mal, was die nächsten Jahre bringen. Ich kann mir das ein oder andere Amt durchaus vorstellen. Es gibt ja auch demnächst vielleicht auch mal wieder einen Parteitag der NPD.“ Hier scheint der Wille, ein Amt auf Bundesebene zu besetzen, ganz offensichtlich ungebrochen.

Holger Apfel dürfte dies kaum gefallen. Nachdem Marx die Gerüchte über einen Gegenkandidaten in Umlauf gebracht hatte, reagierte er auf die Nachfrage eines rechtsextremen Internetforums, ob er gegen Voigt kandidieren würde, verhältnismäßig zurückhaltend. Es sei derzeit sein wichtigstes Anliegen den Wiedereinzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen und nicht der richtige Zeitpunkt für Personaldiskussionen, ließ er über die Internetseite verlauten. Ein Dementi klingt anders.

Holger Apfel mit Kameraden in Berlin (Foto: J. Wrede)
Holger Apfel mit Kameraden in Berlin (Foto: J. Wrede)

Apfel ist seit 1989 Mitglied der NPD und hat alle Ebenen der Partei durchlaufen. Er war Kreisvorsitzender der NPD, Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten, NPD-Landesvorstand, Geschäftsführer des Deutschen Stimme-Verlags und sowohl Bundesvorstandsmitglied der NPD wie auch Angehöriger des Parteipräsidiums. Diese Parteikarriere hat er Pastörs voraus.

Bereits in den 1990er Jahren scheint Apfel den Bundesvorsitz der Partei im Auge gehabt zu haben. So schreibt Jan Zobel, ein ehemaliger Weggefährte Apfels, in seinem Buch: „Unter vier Augen gesteht er mir, daß er mal Vorsitzender der NPD werden würde. Nicht etwa, daß er es wolle, sondern: daß er es werde. Davon ist er überzeugt.“

Auch Apfel gehörte 2009 zu den Unterstützern der Kandidatur von Andreas Molau, den er selbst erst als Mitarbeiter nach Sachsen geholt hatte. In der Szene vermuteten damals viele, man wolle Molau nur als vorübergehenden Vorsitzenden einsetzen, um dann eventuell Apfel an der Parteispitze zu installieren. Doch Andreas Molau kandidierte nie gegen Udo Voigt. An seiner Stelle trat 2009 Udo Pastörs gegen den amtierenden Vorsitzenden an und unterlag deutlich.

Rückblickend war es aus strategischer Sicht klug, dass Apfel nicht bereits vor zwei Jahren antrat, da die Machtkonstellationen damals – besonders auch durch die Präsenz Jürgen Riegers und Thomas Wulff im Vorstand – andere waren. Außerdem zeigte der Bamberger Parteitag 2010 deutlich, dass die Sächsische Fraktion rund um Apfel nach dem Wiedereinzug in den Landtag deutlich größeren Einfluss in der Partei genießt als dies noch 2009 der Fall war. Besonders die strategische Ausrichtung eines „Sächsischen Weges“ scheint derzeit in der Partei zu dominieren, was auch während der andauernden Strategiedebatte immer wieder zu beobachten war. Auch Apfel betonte beim Landesparteitag der NPD-Sachsen im Juli 2011, dass das aktuelle Programm der Partei die „sächsische Handschrift“ trage und machte damit gleichzeitig auf den großen Einfluss seines Landesverbandes aufmerksam.

NPD-Funktionär Pastörs am 13. Februar 2010 in Dresden

Da weite Teile des NPD-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern durch die neonazistischen Kameradschaften geprägt sind, die auch während des Wahlkampfes immer wieder durch Bezüge zum Nationalsozialismus von sich reden machten, scheint es unwahrscheinlich, dass Pastörs das Modell seines Landesverbandes auf die Bundes-NPD übertragen könnte. Die Gesamtpartei scheint derzeit eher auf dem seit 2004 – maßgeblich auch von Apfel – eingeleiteten Weges der äußerlichen Verbürgerlichung zu sein, was Pastörs Chancen über seinen Landesverband hinaus erheblich einschränken dürfte.

NPD-Bundesparteitag 2009
NPD-Bundesparteitag 2009

In jedem Fall haben Peter Marx und Udo Pastörs durch ihre Äußerungen eine erneute Personaldebatte um den Vorsitz und damit auch die zukünftige Ausrichtung der Partei losgetreten, welche die NPD Monate vor dem anstehenden Bundesparteitag wieder in eine Diskussion stürzen dürfte, geht es dabei immerhin um grundsätzlich verschiedene Ausrichtungen der Bundespartei, welche mit der Wahl des Vorsitzenden verbunden sind.

10 thoughts on “Folgt auf den Wahlsieg der Machtkampf?

  1. Die ewige Personaldebatte bei der NPD….. Gut, es fördert den Selbstauflösungsprozess. Und ich betone noch ein Mal das es innerhalb der NPD Bundesstrukturen ein massives Ost-West Gefälle gibt. Das was im Osten klappt, besonders im Dünn besiedelten Flächenland MV, gilt in keinster Weise für die Westbundesländer. Das nur Mal noch so am Rande.
    Die Personalquerelen der Partei zeugen von der inneren Zerissenheit der gesamten Partei die nur durch die ehener, bleierne Parole von der „Einigkeit der Nationalen“ überdeckt wird. Aber das funktioniert weiß Gott nicht immer und sicherlich nicht für die Ewigkeit. Wenn Pastörs das Ruder übernehmen sollte ist es in so fern zuversichtlich das dieser sicherlich genügend Argumente für ein Verbot liefert. Im Gegensatz zu Voigt der stets eher ein vorsichtiger Taktierer und Berufsschwätzer war und ist, wird der Demagoge Pastörs die Partei sicherlich öfters in Verlegenheit bringen und die innere Zereissprobe der Partei weiter beschleunigen.

  2. Auch das ändert sich im westen wird die lage auch anders ich selbst stimme für die npd so wie viele meiner freunde bekante oder auch verwante mein chef die gesellen es wird langserm zeit as sich etwas verändert außer die steuern in die falsche richtung ich weise keinen die schuld zu und bin auch kein nazi aber die über bevölkerung macht unser land kapput wie viele lasten sollen wir noch tragen selbst wenn wir checks ausstellen werden wir von den griechen als nazis beleidigt austritt aus der eu grenzen zu deutschlan kann auf eigenen beinen stehen und muss sich ja wohl nicht für immer für den Krieg der scheiße war entschuldigen

  3. Entschuldige du dich lieber mal für deine Rechtschreibung. Oder sollte ich sagen „RechtSschreibung“?

  4. @ emp:
    hey, du weißt doch: die sind alle Opfer. Entweder haben die Lehrer in der damaligen SBZ Schuld „heul, wir waren unter der Russenfuchtel“, oder sie durften im Westen nicht zur Schule gehen, weil die pösen langhaarigen Lehrer nur Rock’n & Roll anstatt Unterricht gemacht haben, bzw nach der Wende konnten sie den Eingang zur Schule wegen den SchulhofCDs nicht finden….

    …also sei jetzt nicht so gemein – du willst ihn doch nur zu mehr Rechtschreibfehlern zwingen.. :)

  5. entschuldigung das meine rechtschreibung nicht deinen erwartungen entspricht was mir relativ egal ist es geht mir hier um die meinung die ich vertrete und nicht das was du dir in deinen treumen wünscht nen mir einen nachteil den die npd mit sich bringt aber was frage ich kinder wie euch? schreibt eure meinung anstatt hier eure wut die ihr mit euch rum schleift hier raus zu hauen

  6. ich bin es leid für andere leute mir den buckel wund zu arbeiten für 14 im monat nur weil ich ziech euros an faule hartz vier emfänger zahlen muss was kinder die nicht arbeiten verstehen oder tausende euros die für kindergeld drauf gehen die firmen gehen alle pleite das hat doch alles einen grund ihr solltet ihn langsam erkennen

    Und euch nicht von Rechtschreibung blenden lassen!

  7. @2,6,7,8 (lange):

    wenn sie möchten, dass ihre meinung (oder ihre gefühle, das ist mir in diesem fall gleich) gelesen werden sollen, sollten sie sich der entzifferung nicht all zu sehr sträuben. derart undeutliche rechtschreibung lenkt von dem ab, was sie sagen wollen.

    das wird sie eventuell mehr stören als mich.

    ganz wutfrei und amüsiert grüßt sie

    .~.

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