NPD laut Umfrage bei 5 Prozent

In zehn Tagen wird der neue Landtag Mecklenburg-Vorpommerns gewählt. Die Ostseezeitung präsentierte am 24. August 2011 ihre letzte repräsentative Umfrage vor dem Urnengang. Würde bereits an diesem Sonntag gewählt und nicht erst am 4.September, käme die SPD auf 34 Prozent der Stimmen. Das ergab die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 602 Wahlberechtigten im Auftrag des Blatts. Die CDU liegt bei 27 Prozent, die Linke auf 17. Die FPD und die rechtsextreme NPD müssen auch dieser Umfrage zufolge um den Einzug in den Landtag bangen. Beide Parteien wären laut Forsa aber mit jeweils fünf Prozent knapp im Parlament. Bei Umfragen in den vergangenen Wochen und Monaten lagen beide Parteien jeweils unter der Fünf-Prozent-Marke.

Die NPD unternimmt derweil alles, um ihre Fraktion im Landtag zu retten. So wollte die Neonazi-Partei noch mehr Plakate in der Gemeinde Löcknitz aufhängen und -stellen – obgleich die Neonazi-Partei ohnehin schon in vielen ländlichen Gebieten die meisten Plakate aufgeboten hat. Doch dies wurde ihr vom Oberverwaltungsgericht Greifswald verwehrt. Dieses bestätigte eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts aus dem Juli, wonach der NPD mit zwölf Plakaten bereits eine angemessene Sichtwerbung eingeräumt worden sei. Dagegen genehmigten die Richter laut Medienberichten der NPD, 28 weitere Wahlplakate an 14 Orten in Wolgast aufzustellen.

Die Zahl der Wahlplakaten hängt in Mecklenburg-Vorpommern von der Zahl der Einwohner, den Aufstellungsorten und der Parteigröße ab. Die Kommunen sind für die Genehmigungen zuständig.

Siehe auch: Hetzer, Kriminelle, Antidemokraten: Die NPD-Fraktion im Porträt

3 thoughts on “NPD laut Umfrage bei 5 Prozent

  1. mich erschreckt es, dass sich viele Menschen vor allem eben auch Jugendliche zwischen 13 und 19, von der NPD oder anderen ähnlich gerichteten Organisationen angesprochen fühlen. Wird denn im Schulunterricht dieses wohl dunkelste Kapital der deutschen Geschichte nicht entsprechend behandelt? In letzter Zeit habe ich viel Literatur über diese Zeit gelesen, vor allem von überlebenden Zeitzeugen, zuletzt das Buch von Jan Karski, einem polnischen Widerstandskämpfer, der an die grausigen Schauplätze geführt wurde und zusehen musste, was die Nazis an den polnischen Juden verbrochen haben.
    Wer davon weiss und das verinnerlicht hat, kann sich von rechtsradikalen Gruppierungen nur distanzieren! Also – Aufklärung tut not – immer wieder und vielleicht wieder mehr und mehr. Denn je weiter die Verbrechen zurückliegen, desto mehr werden sie verdrängt oder geraten in Vergessenheit.

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