Mutmaßlicher Neonazi-Brandstifter in Haft

Die Polizei hat in Bergkamen einen rechtsextremen Brandstifter gefasst, der an zwei Wochenenden neun Feuer gelegt haben soll. Zweimal zündelte der Neonazi laut BILD.de in einem Mehrfamilienhaus, in dem Menschen aus Angola, Vietnam und der Türkei leben. Außerdem steckte er demnach in einem Moschee-Neubau Dachpappe und Styroporplatten an. Jetzt sitze der 23-jährige Neonazi in U-Haft. Die Polizei gehe von einem rassistischen Motiv aus.

Ein Ermittler sagte laut BILD.de: „Vermutlich hat er die sechs anderen Brände gelegt, um von seinem Motiv abzulenken.“ Bei einem Feuer wurden neun Menschen durch Rauchgas verletzt, darunter Kinder.

Ins Visier der Fahnder geriet der Neonazi den Angaben zufolge, weil er nach der letzten Brandstiftung in dem Mehrfamilienhaus das Feuer angeblich entdeckt und als erster beim Löschen geholfen hatte. Ein Polizist: „Auch damit wollte er von sich ablenken.“

Anwohner hatten schon früh einen rechtsradikalen Brandanschlag befürchtet, weil vor der Brandserie Hakenkreuze an die Hauswände geschmiert worden waren.

Siehe auch: Bosbach: Hass-Anschlag auch in Deutschland möglich

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