Bilderstrecke: Fear and „Sieg Heil“ in Las Vegas

Die neonazistische National Socialist Movement (NSM) hat am 25. Juni 2011 in Las Vegas, Nevada einen Aufmarsch unter der Parole ‚Reclaim the Southwest‘ gegen illegale Einwanderung organisiert. Die NSM ist die derzeit größte neonazistische Gruppierung in den USA, mit circa 60 Verbänden landesweit und weitreichenden Verbindungen zum Ku Klux Klan und der Aryan Nation. Dennoch wirkte der Aufmarsch in Las Vegas chaotisch und hatte wahrscheinlich wenig Außenwirkung.

Von Roman Kutzowitz für NPD-BLOG.INFO

Etwa 25 NSMler aus den Bundestaaten Kalifornien, Nevada, Arizona und Texas reisten dazu an; manche brachten ihre Kinder samt Kinderwagen mit. Der Aufmarschort, eine Baumschule und Gärtnerei, ist ein beliebter Treffpunkt für mexikanische Arbeiter, welche zumeist in Gruppen zum Landschaftsbau auf Tagesbasis eingestellt werden.

Große Überraschungen hatte Harry Hughes, Sprecher der NSM Nevada, in seiner Rede nicht zu bieten, denn laut Harry sind die Arbeiter wohl illegale Einwanderer und nehmen den Amerikanern angeblich die Arbeit weg. Da die USA ihre Grenzen nicht angemessen schützten, müsse Harry die Sachen in die eigene Hand nehmen.

Wie dies aussehen soll, sieht man in Internet-Videos der NSM: Darin treten sie mit Maschinengewehren, Pistolen, Granaten und dem passenden GI-Joe Outfit auf die Zähne bewaffnet auf – und patrouillieren an der Grenze. Bei dem jüngsten Rundgang habe Harry angeblich mehrere Tote in der Wüste gefunden und zwei Illegale „verhaftet'“ und an die Borderpolice übergeben.

Die Plattitüden der NSMler lenken schnell davon ab, dass es sich oft um mit militärische ausgebildete Rechtsextreme handelt, die eine akute Bedrohung darstellen.So wurden zwei Aktivisten der ARA (Anti Racist Action), Daniel Shersty and Lin Newborn, am 4. Juli 1998 exekutiert. Sie wurden aus ihrem Zuhause entführt, geknebelt, in die Wüste gefahren  – wo sie sich hinknieen mussten – und ihnen in den Hinterkopf geschossen wurde.

NPD-BLOG.INFO veröffentlicht hier die Bilder von Roman Kutzowitz, um einen Eindruck von dem Nazi-Aufmarsch in Las Vegas zu vermitteln. Weitere Bilder und Infos über Kutzowitz in seinem Blog (www.flareandghost.wordpress.com) und der Website (www.romankutzowitz.com).

 

29 thoughts on “Bilderstrecke: Fear and „Sieg Heil“ in Las Vegas

  1. @Demokrat, und nun..!? – Widersprechen die von Ihnen unter http://topics.law.cornell.edu/wex/First_amendment angeführten Präzedenzfälle (seitens der Uni unter Hinweis auf http://www.supremecourt.gov/) einem Ringen um die Menschenwürde..!? Worum geht und ging es denn bei der Obscenity, den fighting words, der slavery usw..!? – Was soll denn bewahrt werden (leider oftmals und wie bereits angeführt nur auf dem Papier) in jenen Grundsatzfragen die vor Gerichten – und manchmal auch in Kriegen – enden: die freedom of speech als letztendlich alleiniges Gut..!?

    Und wie wär`s, wenn Sie aufhören, „die“ Amerikaner mit Voltaire zu vermischen. Nach Ihrem polemisch-eingebundenen Spruch – wobei ich nichts gegen Polemik habe – könnte ich diesen (oder jeden anderen meiner Wahl) ebenso mißbrauchen und anschließend behaupten, dass es Dank Voltaire etc. (und meinem zitieren) „eben“ so sei, wie ich es sehe oder zu sehen wünsche.

    Letztendlich ist es aber Wurscht, da wir Beide keine US-Richter sind, die mutmaßlich nicht jeden Fall ausschließlich nur nach der freedom of speech oder der human dignity „ausrichten“, sondern den vorliegenden Einzelfall bewerten. Und im vorliegenden Fall (wie auch in anderen Fällen) haben für mich eben die jeweiligen Gouverneure und Gerichte mit ihren Interpretationen und Auslegungen, sofern sie mir angesichts der „NSM“ mit der freedom of speech kommen, nicht alle Tassen im Schrank … genauso, wie diverse Staatsanwälte in Deutschland bzgl. ihrer Aussagen zur Anhängerschaft der NPD und deren Propaganda. – Das wird sich mutmaßlich auch durch unser beider Debatten nicht ändern. 😉

  2. „Letztendlich ist es aber Wurscht, da wir Beide keine US-Richter sind…“

    Und da ist wieder Ihr Fehler. Man muss kein US-Richter sein, um den Aufbau der Grundrechte des entsprechenden Staates zu verstehen. Da reicht es ein wenig Grundsatzliteratur zu lesen. Aber dazu sind Sie ja schon nicht für unser Rechtssystem bereit. Wie könnte es dann für andere gelten?

    Da sabbeln Sie lieber irgendwelchen selbsterdachten Kram zusammen und beschuldigen Andere, Sie würden Rechte beugen und fehlinterpretieren!

    Aber an der Universalität der Menschenrechte mangelt es Ihnen ja sowieso…

    „…haben für mich eben die jeweiligen Gouverneure und Gerichte mit ihren Interpretationen und Auslegungen, sofern sie mir angesichts der “NSM” mit der freedom of speech kommen, nicht alle Tassen im Schrank.“

    Sie könnten ja einfach mal versuchen allen Menschen die Rechte zuzugestehen, die Sie tagtäglich für sich selbst in Anspruch nehmen. Nein, aber Neonazis haben bei Ihnen keine Menschenrechte.

    Solche Äußerungen erinnern mich an das Blutschutsgesetz, welches die Menschenrechte für Juden (und andere „unreine“ Rassen) anders definierte, als für den Rest der Gesellschaft.

    Sie sind dem was Sie bekämpfen wollen viel näher als Sie glauben…

  3. @Demokrat

    Sofern Sie jener „Demokrat“ sein sollten, der sich in immanent „demokratische Debatten“ auch unter „Altermedia Deutschland“ einklingt und durch dümmliche Steilvorlagen Herrn Möller etc. bedient, wäre es „schön“, wenn wir unser beider Debatten einstellen. – Sie schreiben Ihr Zeug – ich schreibe mein Zeug … und alles ist „schön“. Ich kommentiere Sie nicht mehr, und es wäre fein, wenn Sie meine Intoleranz respektieren und mich ebenso verschonen. 😉

  4. Was sollte ich mir auf der Seite durchlesen oder kommentieren?

    Hilflos im mentalen Ghetto versunkene Gestalten? Dümmliche Kommentare zu irgendwelchen ausgesuchten Artikeln? Dazu noch ein Schreiberling, der von sich selbst in der dritten Person spricht?

    Alles nur verschenkte Zeit… bestenfalls…

  5. „Sie könnten ja einfach mal versuchen allen Menschen die Rechte zuzugestehen, die Sie tagtäglich für sich selbst in Anspruch nehmen. Nein, aber Neonazis haben bei Ihnen keine Menschenrechte.“

    Natürlich haben auch Neonazis Grund- und Menschenrechte, aber ist es die Schuld von Demokratinnen und Demokraten, dass Neonazis immer und immer und immer wieder die Grund- und Menschenrechte anderer Menschen massiv missachten – gerade auch, wenn sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit wahrnehmen?

    Das Recht auf Meinungsfreiheit als Teil der Menschenrechte / des Rechts auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde steht doch nicht in vollkommener Unabhängigkeit nur für sich allein, sondern in einem Kontext zu anderen Rechtsvorschriften – und zum Recht auf Meinungsfreiheit / den Menschenrechten / der Menschenwürde anderer Menschen??

    Es gilt doch offensichtlich eher eine Balance zu finden zwischen den Grund- und Menschenrechten der Nazis einerseits sowie den Grund- und Menschenrechten von Demokratinnen und Demokraten – insbesondere den vergangenen, aktuellen und potentiellen Opfern und Betroffenen rechter Gewalttaten – andererseits.

    Und da kann man natürlich die relativ „liberale“ US-Rechtsauffassung bzgl. des Rechts auf freie Meinungsäußerung als vorbildlich begrüßen. Umgekehrt kann man aber auch ganz legitim kritisch anmerken, dass bei einer solchen Rechtsauffassung vielleicht die Rechte anderer Menschen zu kurz kommen.

    Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede, Betrug, Diskriminierung, das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung / Holocaustleugnung / NS-Verherrlichung sind einige der Grenzpfähle, die das Strafrecht in Deutschland aktuell für das Recht auf Meinungsfreiheit setzt.

    (Dennoch betreiben Neonazis tagtäglich öffentlich und (natürlich nicht immer) ungestraft bspw. Volksverhetzung / Holocaustleugnung / NS-Verherrlichung – sie können dies tun, weil bspw. die gewählten Formen unterhalb der Strafbarkeitsschwelle liegen, weil die Täterinnen und Täter nicht ermittelt werden können, weil den Strafverfolgungsbehörden die Tat nicht bekannt wird. Und manchmal fehlt ganz sicher auch der Wille zur Strafverfolgung.)

    Herr Mylius mag sich hier vielleicht manchmal für den Geschmack des einen oder der anderen Mitdiskutierenden im Tonfall vergreifen – einem Mitkommentator aus dem demokratischen Spektrum geistige Nähe zu den Nürnberger Rassegesetzen sowie zu hetzenden und mordenden Neonazibanden zu attestieren halte ich jedoch – zurückhaltend formuliert – für ZIEMLICH daneben.

  6. In Amerika gibt es wohl auch schon die Diskussion darüber, inwieweit die rechtsradikale Gewalt, die in einigen Bundesstaaten stark zugenommen hat, im Zusammenhang mit der dortigen Nazipropaganda steht, die da recht ungefiltert und radikal verbreitet wird. Da wurde dann auch schon festgestellt, dass diese Propaganda Einfluß auf jene hat, die da Gewalt anwenden. Das ist dann schon ein Dilemma irgendwo. Es gibt wohl Gedanken darüber von (wenigen) Menschen, die sich damit befassen, gewisse Hasspropaganda als Gewaltakt zu deklarieren, somit wäre diese dann angeblich nicht mehr vom „Freedom of Speech“ gedeckt. Bis das aber gesetzreif werden könnte – wenn überhaupt – wird noch viel Zeit vergehen. Ich bezweifel aber, dass da wirklich was kommen wird. Dafür wird das Interesse nicht groß genug sein.

    Ansonsten sind mir diese Typen sehr unheimlich. Einerseits gefangen in ihrer Negativität wie Dummheit, da können sie einem schon fast leid tun. Teilweise wandelnde Realsatiren. Andererseits haben die Möglichkeiten zur Bewaffnung und paramilitärischer Ausbildung, was die Sache unheimlich gefährlich macht. Eine echt fiese Mischung…

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  7. Was hat ihr alle denn für ein Problemen.
    Das ist nunmal USA und nicht Bunte
    Weltrepublik, die haben genauso Zukunfts ängste
    wie die Europäer und es ist normal seine Meinung
    frei zuäußern ganz besonders in den USA.
    Dumme gequatsche von euch zeigt das ihr alle
    nicht wißt das die Probleme in der USA eigentlich
    euch nichts angehen und eine Sache den Einwohner
    selbst überlassen sind wie sie in Zukunft
    ihre Politik gestalten wollen.
    Sonst interessiert euch auch nichts was
    hier in Lande losgeht.
    Die würden euch genauso erzählen das ihr in den
    USA nichts zusuchen hat und eure Probleme selbst
    zu lösen müßt.
    Ihr alle würdet die Meinungsfreiheit und Demokratie
    den Menschen dadrüben ebenfalls einschränken
    und in aller Welt Heucherlich geben.

  8. in arte weinen gerade us-nazis, daß sie unterdrückt werden.
    wie ich diesen abschaum hasse.

    möge ihr „heiliger-rassenkrieg“ zu ihrer ultimativen auslöschung führen.

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