„Nazi-Werbung ein Desaster für unser Bundesland“

Mecklenburg-Vorpommern sorgt sich um sein Image. Hintergrund: Die Landtagswahl am 4. September wirft ihre braunen Schatten voraus. Ausgerechnet in der Haupt-Urlaubssaison drohen Wahlplakate der neonazistischen NPD die Zufahrtsstraßen zu den beliebten Reisezielen im Nordosten zu verschandeln. „Nazi-Werbung allerorten zeichnet ein verheerendes Bild. Sie ist ein Desaster für unser Bundesland“, sagte Uwe Barsewitz, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) MV, der Ostseezeitung. Zwar stehe der Forderung nach einem Plakatierungsverbot das demokratische Grundrecht auf Wahlkampf entgegen – er empfehle dennoch Städten und Gemeinden, alle Mittel auszuschöpfen, um Werbung der Neonazis zu verhindern, erklärte Barsewitz. Er appellierte an die zumeist privaten Mieter von Straßenlaternen und Litfasssäulen, der NPD in der heißen Wahlkampfphase mitten in den Sommerferien möglichst wenig Raum zu geben.

NPD-Propaganda aus Mecklenburg-Vorpommern
NPD-Propaganda aus Mecklenburg-Vorpommern

Skeptisch bis ablehnend steht der Städte- und Gemeindetag einem Plakatierungsverbot entgegen. Dessen Sprecher Klaus-Michael Glaser bezeichnete werbefreie Zonen gegenüber der OZ als „Quatsch“. Eines der höchsten Verfassungsgüter, das Wahlrecht mit dem dazugehörigen Wahlkampf, dürfe nicht eingeschränkt werden.

Die NPD wird wahrscheinlich erneut versuchen, mit einer intensiven Materialschlacht in dem Bundesland Erfolg zu haben. Allerdings müssen die Neonazis um den Wiedereinzug in das Schweriner Schloss bangen: Umfragen zufolge lag die NPD bei drei bis fünf Prozent, zudem drohen noch Prozesse gegen NPD-Funktionäre wegen diverser Delikte, die im Wahlkampf auch keine besonders positive Werbung für die braune Partei sein dürften. Zudem versuchen zivilgesellschaftliche Akteure, den erneuten Einzug der NPD in den Landtag durch Aufklärung und Kampagnen zu verhindern.

Zudem hatte der Landtag am 18. Mai 2011 ein Gesetz gegen Nazi-Aufmärsche an Gedenkstätten beschlossen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) erklärte laut NDR, es gehe darum, Gräberstätten wie Fünfeichen in Neubrandenburg oder die KZ-Außenstelle Barth vor Missbrauch zu schützen. Die NPD lehnte das Gestz ab.

Siehe auch: Geldstrafe gegen NPD-Abgeordneten Müller bestätigt, Nach Anklage: NPDler legt Mandat nieder, Weitere Anklage gegen Pastörs erhoben, Ohne unser Geld – wärt ihr lange pleite, NPD in Mecklenburg: Zwischen Rechtsrock und Kümmerer-Partei, MP-Fund bei NPDler: Neonazis wittern “Kriegserklärung”

7 thoughts on “„Nazi-Werbung ein Desaster für unser Bundesland“

  1. Das Bundesland MVP wird seit meinem Urlaub 2008 boykottiert. Warum? Sehr viele Rassisten getroffen. Die Gatstronomie ist unter aller Sau. Von Freundlichkeit haben diese Menschen wohl noch nie etwas gehört.

  2. Diese Deutsch-Fanatiker wissen nicht mal wie Gastfreundschaft geschrieben wird,da müssten die Rassisten erst den armen Onkel Google quälen bis die Tastatur qualmt.
    Wenn dort in MVP ein Nazi-Schwerpunkt sein sollte sinkt so auch die Qualität der gastronomischen Einrichtungen.
    Es ist schade die Ostsee-Gebiete waren mal sehr beliebt,die Nazis machen alles kaputt.

  3. Ein verheerendes Bild und ein Desaster für das Bundesland sind die Mitgliedsunternehmen der Dehoga. Rosé-Wein wird, wie selbstverständlich, aus Rot- und Weißwein gemixt. Beim bestellten Essen fehlt schon einmal eine ausgewiesene Zutat. Die Untertassen zieren mitunter mehrere Schichten Kalkablagerungen und an Kaffeetassen finden sich angetrocknete, ältere Kaffeespuren. Während Bedienung und Inhaber fernsehen, wird dem Gast, der kurz nach 20.00 Uhr einen Kaffee bestellt, mitgeteilt, dass die Kaffeemaschine bereits gereinigt wurde und man deshalb nicht mehr servieren könne. Das Lokal schließt einige Stunden später.
    Barsewitz sollte sich dafür einsetzen, dass seine Mitgliedsunternehmen auskömmliche Löhne zahlen und den Angestellten berufliche Perspektiven geboten werden. Dann klappt es vllt. auch mit dem Service und die braune Mischpoke hat einige Protestwähler weniger.

  4. Sowas bedeutet den Ruin für diese Firmen,wenn sie den Gästen nichts anbieten können.
    Fernsehgucken geht gar nicht,da bleibt jeder Gast fern,wer will schon von verkalkten Geschirr essen oder gar nichts mehr bekommen,weil sie die Kaffeemaschine abstellen.
    Das kann sich keine Gastststätte oder gar ein Hotel leisten,sie leben von den Gästen und diese wollen auch bestellen,sonnst hat das keinen Sinn.
    Die braune Suppe tut ihr übriges,wer will schon nachts bullige betrunkene Glatzköpfe grölend am Strand antreffen,ich glaube keiner.

  5. Ich bitte euch, nur weil man zwei-drei schlechte Erfahrungen gemacht hat, sind deswegen nicht alle Gaststätten in MVP zu meiden!
    Wieviele Geschichten kann ich erzählen, bei denen ich unfreundlich behandelt oder gar nicht bedient wurde! Egal, welches Bundesland – NPD-Werbung ist und bleibt ein Schandfleck!

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