Tee-Runde statt Bürgerbewegung

Zunächst war von mehreren Tausend Teilnehmern die Rede, dann noch von rund 1000 – schließlich sind es laut Medienberichten rund 300 Anhänger gewesen, die „Pro NRW“ in Köln zum „Marsch der Freiheit“ mobilisieren konnte. Mehrere Tausend Menschen demonstrierten gegen die Veranstaltung. „Pro NRW“ selbst vermeldet, mehr als 1000 Rechte hätten an dem Marsch teilgenommen. In einem Bericht von „Pro NRW“ heißt es:

„Dieser Tag wird nicht nur in unsere Geschichte als bisher größte öffentliche Kundgebung der PRO-BEWEGUNG eingehen, sondern auch als größte rechtsdemokratische Demonstration der letzten Jahrzehnte im Gedächtnis der Stadt Köln bleiben”, so ein hoch zufriedener Markus Beisicht gestern im Anschluss an den Marsch für die Freiheit.

Immer, wenn in Pressemitteilungen betont wird, jemand sei hoch zufrieden oder total gelassen oder amüsiert, kann man vermuten, dass genau das Gegenteil der Fall war.

Protest gegen "Pro NRW" (Quelle: elfnachelf http://www.flickr.com/photos/46850011@N07/5698761419/)
Protest gegen "Pro NRW" (Quelle: elfnachelf http://www.flickr.com/photos/46850011@N07/5698761419/)

Die Polizei vermeldete, mehrere Versammlungen im Kölner Stadtgebiet seien „ohne nennenswerte Zwischenfälle zu Ende gegangen“. Die Polizei Köln bedankte sich bei allen Veranstaltern und Demonstrationsteilnehmern, die „einen Beitrag zum friedlichen Verlauf des Tages geleistet haben“. Polizeipräsident Klaus Steffenhagen sagte: „Mein Dank gilt insbesondere denen, die in sehr besonnener Weise ihren Protest kundgetan haben.“

Hier ein Bericht der WDR-Lokalzeit über den Tag in Leverkusen und Köln.

Siehe auch: Tea-Party am Dom?

 

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