Tea-Party am Dom?

Die selbsternannte Bürgerbewegung „Pro NRW“ ruft am Sonnabend, den 07.  Mai 2011 in Köln zum „Marsch der Freiheit“ auf. Bereits seit Monaten mobilisiert die extrem rechte Organisation in die Dom-Stadt, musste allerdings die erwarteten Teilnehmerzahlen immer weiter nach unten korrigieren. PRO-Generalsekretär Markus Wiener rechne „mit mindestens 1000 Teilnehmern“, verkündete die Organisation am 29. April. Einen Tag zuvor versuchte Beisicht durch die Nachricht, er habe Anzeige gegen Kölns Bürgermeister Jürgen Roters Anzeige erstattet, für Aufsehen zu sorgen. Freuen durften sich die „Pro NRW“ler, als ihr Marsch in dem US-Blog Hatewatch thematisiert wurde. HW berichtete, dass Taylor Rose von der extrem rechten Studentenorganisation „Youth for Western Civilization“ an der Pro-Veranstaltung teilnehmen wolle. Rose habe zuvor bereits an Aktivitäten des belgischen Vlaams Belang unterstützt, schreibt Hatewatch weiter.

„Pro NRW“ wiederum behauptet, Rose gehöre zu der Tea-Party-Bewegung in den USA, was allerdings wohl etwas frei interpretiert ist. Denn Hatewatch berichtet, Rose habe 2010 an einer TP-Protestveranstaltung teilgenommen. „Pro NRW“ spannt dennoch mächtig die Hosenträger und verkündete am 26. April, die „Tea-Party-Bewegung“ nehme an dem Marsch teil.

Zunächst wollte "Pro NRW" wohl mehrere Tausend Menschen auf die Straße bringen, nach monatelanger Mobilsierung hofft man noch zumindest auf 1000 Teilnehmer.
Zunächst wollte „Pro NRW“ wohl mehrere Tausend Menschen auf die Straße bringen, nach monatelanger Mobilsierung hofft man noch zumindest auf 1000 Teilnehmer.

„Pro NRW“ plant einem Bericht des bnr zufolge, vom rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Deutz über die Deutzer Brücke in die Innenstadt zu ziehen. Bei Gegenveranstaltungen und -aktionen werden demnach mehrere Tausend Menschen in der Kölner Innenstadt erwartet.

Offen sei noch, wer neben den bereits angekündigten Rednern, dem Republikaner-Vorsitzenden Rolf Schlierer, Filip Dewinter vom Vlaams Belang sowie Susanne Winter und Wolfgang Jung von der österreichischen FPÖ, sprechen wird. Anders als „pro NRW“ selbst kündigen die Republikaner auch die Teilnahme des FPÖ-Vorsitzenden Heinz Christian Strache an.

Die REP werben laut bnr seit Anfang der Woche auf ihrer Internetseite für den „Marsch“. Und auch die Reste der DVU rund um deren niedersächsischen Landesvorsitzenden Hans-Gerd Wiechmann rufen mittlerweile zur Beteiligung auf – einen spürbaren Einfluss auf die Teilnehmerzahl dürfte das freilich nicht haben.

Siehe auch: Eine “deutsche Rechte ohne Antisemitismus”?

4 thoughts on “Tea-Party am Dom?

  1. Was für eine Mischung in Köln vor den Pforten des BfV..!

    http://www.dailykos.com/story/2011/04/30/971674/-Right-wing-US-students-join-forces-with-German-extremist-group

    http://www.freiheitlich.org/2011/05/06/taylor-rose-%e2%80%9e-wir-mussen-zusammenarbeiten-weil-wir-gegen-den-gleichen-tyrannischen-feind-kampfen-%e2%80%9c/

    http://ladylibertyslamp.wordpress.com/2010/04/24/youth-for-western-civilization-is-bax/ unter Hinweis auf:
    http://www.stormfront.org/forum/t702108/

    Dann wird ja nun demnächst der Paragraf 130 StGB abgeschafft, damit es nicht mehr so jenen Herrn Taylor Rose „schmerzt“, wenn er auf „sein Deutschland“ guckt… *lol* 😉

  2. Können wir nicht mal die guten Sachen aus Amerika importieren? Wieso kommen bei uns immer nur die Deppenbewegungen an? Es gibt so viele tolle kulturelle und soziale Ansätze in den US, aber nein, zu uns kommen kreuz.net und jetzt wird auch noch Werbung mit der antiintellektuellen und rassistischen Tea-Party gemacht. Als ob die noch einer hier bräuchte.

  3. @2 (ego):

    haben wir das nicht auch? also, ich meine, neben der ganzen scheiße?

    blogs zum beispiel. das internet. freejazz.

    ich mein ja nur.

    .~.

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