Mai-Kundgebung: 50 Neonazis randalieren in Husum

Am Sonntagmorgen hat gegen 9.30 Uhr eine Horde von 40 bis 50 schwarz gekleideter und teils vermummter Neonazis in Husum eine Gewerkschaftsveranstaltung angegriffen. Die Rechtsextremen zerstörten einem SHZ-Bericht zufolge Infostände von Gewerkschaften, warfen Stühle ins Hafenbecken und verletzten einen Teilnehmer aus Flensburg. „Einer der Vermummten ist mit einem Stock auf ihn losgegangen. Das Opfer hatte eine Prellung am Auge und einen Schock“, berichtet ein Zeuge gegenüber der Zeitung. Der Verletzte konnte demnach nach kurzer Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. „Schon in den Nebenstraßen war das Gegröle zu hören“, beschrieb ein Augenzeuge seine Eindrücke. Erstaunlich erscheint, dass der Polizei bereits um 8.33 Uhr auf der A7 „verdächtige Fahrzeugbewegungen in Richtung Norden“ aufgefallen waren, wie Sprecherin Kristin Stielow mitteilt. Beamte begleiteten die elf Autos aus Hamburg und Schleswig-Holstein, in denen „Personen des rechten Spektrums“ mit dem Fahrziel Husum saßen. Dort rollten sie in der Innenstadt Transparente aus und stürmten die Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Offenbar alles unter der Beobachtung und Begleitung der Polizei. Weiter wird berichtet, kurz nach dem Angriff hätten sich die Neonazis „fluchtartig über die B201“ entfernt. Im Bereich Hollingstedt konnten demnach fast alle gestoppt werden. Polizisten stellten die Identitäten der Randalierer fest und durchsuchten die Autos. Dabei stellten sie Transparente, Pfefferspray und einen Schlagstock sicher. Laut Polizeisprecherin gab es Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz.

Siehe auch: Der “Sozialkongress” auf dem LKW unter der Hochstraße

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