NPD-Kandidat und DVU-Chef Faust muss aus der DVU austreten

Schrecken ohne Ende: die DVU … (Quelle: Indymedia)

Die angestrebte „Verschmelzung“ zwischen NPD und DVU hat groteske Folgen. Da die Fusion nicht vollzogen ist, ein Münchner Gericht beschäftigt sich noch mit Klagen dagegen, darf DVU-Chef Matthias Faust, der mittlerweile auch NPD-Funktionär ist, in Bremen nicht auf der Liste der NPD kandidieren – außer, er verlässt die Volksunion. Das meldet die taz. Die Fusion von DVU und NPD könne nur noch per Übertritt vollzogen werden, schreibt das Blatt. Die NPD hat Faust in Bremen als ihren Spitzenkandidaten aufgeboten, den Wahlkampf schmeißt bislang allerdings vor allem NPD-Haudegen Jens Pühse, der fehlende Strukturen offenbar durch eine Offensive im Netz ausgleichen möchte.

Sollte Faust aus der DVU austreten, könnte auch die Fusion vom Tisch sein – vorausgesetzt, die Rest-DVU ist überhaupt noch in der Lage, einen neuen Chef zu bestimmen. Dieser dürfte dann aber kaum für die Verschmelzung zu haben sein – und das Ende der Volksunion beschließen.

Die NPD hatte die „Verschmelzung“ als einen historischen Vorgang angekündigt, zu vergleichen mit der Reichsgründung. Tatsächlich dürfte diese Fusion die stümperhafteste sein, die in der bundesrepublikanischen Geschichte bislang angegangen wurde. Die NPD kann sich zwar über einige neue Mitglieder aus der DVU freuen, doch hat man sich in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht – und in der Szene für heftiges Kopfschütteln gesorgt. Auch der neue Name „NPD – Die Volksunion“ rockt angesichts der Tatsache, dass die DVU weiterhin exisitiert, nicht wirklich. Ob  die NPD überhaupt den Namen einer anderen Partei führen darf, ist auch noch ungewiss.

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