Greifswald will NPD-Aufmarsch am 1. Mai verbieten

Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König (CDU) will sich mit allen Mitteln gegen einen groß angelegten Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD am 1. Mai in der Stadt wehren. „Wir prüfen jetzt in enger Abstimmung mit der Polizei versammlungsrechtliche Schritte gegen die angemeldete Demo“, kündigte König laut Ostseezeitung an. „Sollte die Chance bestehen, die Demo zu verbieten, werden wir diese natürlich nutzen.“ Falls die Neonazis ein von der Stadtverwaltung verhängtes Versammlungsverbot nicht akzeptieren, müsste am Ende ein Gericht entscheiden, sagte er dem Blatt zufolge weiter.

Neonazis wollen durch ihre Aufmärsche Macht demonstrieren - der Anlass ist zweitrangig. (Foto: Marek Peters)
Neonazis wollen durch ihre Aufmärsche Macht demonstrieren - der Anlass ist zweitrangig. (Foto: Marek Peters)

Zugleich rief König die Greifswalder dazu auf, „sich gemeinsam der NPD entgegenzustellen“. Im Jahr 2001 hatten 7000 Menschen erfolgreich eine NPD-Demonstration durch Greifswald gestoppt, indem sie sich zum Teil auf die Straße setzten und damit die Route der Neonazis blockierten. Zu der diesjährigen Demonstration am 1. Mai rechnet die NPD laut Anmeldungsunterlagen mit 500 Teilnehmern.

Die NPD will unter anderem auch in Bremen aufmarschieren. Seit Jahren organisieren Neonazis am 1. Mai mehrere regionale Aufmärsche.

Siehe auch: Der “Kampf um die Straße” – eine Analyse

 

2 thoughts on “Greifswald will NPD-Aufmarsch am 1. Mai verbieten

  1. Herje, jetzt geht es hier weiter mit den verwirrenden Informationen. Die besagten 7000 (die tatsächlich weniger waren) stoppten nicht die Demonstration sondern waren in einem anderen Teil der Stadt. Die Neonazis wurden damals von Aktivisten aufgehalten, die spontan eine Sitzblockade initiierten und gewaltsam von der Polizei geräumt wurden. Dabei wurden auch Journalisten, die gewalttätige Polizisten fotografierten, von den Beamten angegriffen.

    Eine größere Sitzblockade gab es ein halbes Jahr später (1.9.2001), als knapp 2000 Leute sich den Nazis in den Weg setzten.

    Mehr zur ersten Demo und ein paar Fotos hier: http://blog.17vier.de/2011/03/22/tag-der-arbeit-in-greifswald-npd-demo-blockieren/

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