5 thoughts on “Bombiger Wahlkampf in Sachsen-Anhalt

  1. Ein Blick auf das Klientel – vor dem u.A. Heyder seine Reden schwingt – sowie auf die gewaltverherrlichenden und völkisch-nationalistischen Veranstaltungen FÜR dieses Klientel der NPD, reicht` doch aus um zu wissen wessen Geistes Kind dieser Mann ist.

    Und da reiten hier Leute ein und philosophieren über einen Fake bzw. eine böse Kampagne gegen den armen „Volksgenossen“… *lol*

    Jene „20 Koffer, 20 Mann, 20 Bahnhöfe“ liegen doch ganz in der „Logik“ der NPD: Für diese Partei existiert dieses Land nicht! – Die NPD lebt auf „Feindgebiet“ und läßt gegen „Besatzer“ kämpfen bzw. will dies initiieren lassen. Wen wundert das Gehetze in diesem Heyderschen Forum überhaupt noch?

  2. Wenn man Heyders Worte zur Verteidigung hört, dann leugnet er eigentlich nichts:

    „Es kommt doch wohl wirklich kein vernünftiger Mensch auf die Idee, dass der Spitzenkandidat der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands in Sachsen-Anhalt Bombenbaubastelanleitungen ins Internet stellt, im Wahlkampf am besten noch.“

    Da die Vorwürfe aber schon Jahre alt sind, kann von „Spitzenkandidat“ und „Wahlkampf“ keine Rede sein – zu der Zeit damals. Und das macht die Sache verdächtig. Heyder suggeriert mit seinen Worten nämlich, die Einträge seien jüngst erst geschrieben worden und bezieht das auf seine aktuelle Parteifunktion. Nur darum funktioniert seine Verteidigung als „an den Haaren herbeigezogene Vorwürfe“.

    Aber er verteidigt sich eben nicht als der führende, unbekannte Kopf von damals, der eben kein öffentliches Ansehen zu verlieren hatte und keine wichtige Wahl.

  3. Jede andere Partei hätte ihren Spitzenkandidaten bei derartigen Verdächtigungen übrigens sofort „beurlaubt“. Nicht nur um Schaden an der Partei abzuwenden, sondern auch, um sich später glaubhaft distanzieren zu können, wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten. Aber doch nicht die NPD!
    Hier ist ja eine Straftat mehr oder weniger bekanntlich nicht relevant, auch nicht in hohen Parteiämtern. Hier wird dem Kandidaten einsern der Rücken gestärkt, ist die Straftat auch noch so schwer (weil man auch keine Alternative hat).

    Stattdessen pöbelt man in alter Routine mal wieder gegen die „multikulturellen Blockparteien und unverbesserlichen Altkommunisten“ – wie z.B. die von der CDU – und dass „unser Spitzenkandidat Matthias Heyder […] durch ein Hausverbot vom MDR daran gehindert [wird], mit den Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Blockparteien zu diskutieren.“
    Berichterstattung wird so natürich zur „Wahlpropaganda gegen die NPD“zurecht gerückt.

    Eine Frage können wir der NPD aber beantworten:
    „Was müssen diese Herrschaften doch für eine Angst vor unseren Argumenten haben?“

    Diese Argumente des Spitzenkandidaten verbreiten in der Tat große Angst! Schließlich möchte auch wir „als Deutsche und nicht etwa an Ali, Mustafa oder sonstige angesiedelte Ausländer“ zukünftig noch Bahnhöfe körperlich unversehrt benutzen können.

    Dabei gebührt der NPD immerhin die Anerkennung, sich in einem Satz selbst zu widersprechen:

    „Wir brauchen weder mehr ausländische Arbeitskräfte, noch weitere Schließungen deutscher Betriebe.“

    In der Logik der NPD heißt das, es kommen heute immer mehr ausländische Arbeitskräfte, obwohl deutsch Betriebe geschlossen werden. Ja wo arbeiten diese ausländischen Arbeitskräfte denn dann? Das erklärt uns die NPD leider nicht.

  4. Ein paar Zitate….

    Aus der Wahlwerbung der NPD:
    „Matthias Heyder sagt, was Sie denken.“

    Ergo, wir denken:

    „20 Koffer, 20 Mann, 20 Bahnhöfe.
    Bundesrepublik lahmgelegt. Alles legal.
    Kosten unter 1000,- €. Wo ist das Problem?“

    NPD: „Das passt nicht allen, aber es ist wichtig für unser Land. […]
    Die Menschen hier wollen eine Politik, die sie verstehen können. Die sich an Ihren Interessen orientiert.“

    Aha!

    Junker Jörg: „Schändet ihre Frauen, ihre tapferen Nationalisten“

    Heyder: „Wenn man mich fragt, was mich eigentlich antreibt, dann kann ich nur sagen, es ist die Liebe zum deutschen Volk“

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