220 Neonazis ziehen durch Teterow

An einer NPD-Demonstration in Teterow haben sich nach Polizeiangaben am 05. März 2011 etwa 220 Rechtsextremisten teilgenommen. In der Stadt fanden sich demnach weiterhin ca. 85 Personen des linken Spektrums ein, die im Bereich des Marktplatzes und am Grünen Weg gegen den NPD Aufzug protestierten. Die Versammlung der NPD sei um 14:50 Uhr durch den Versammlungsleiter beendet worden. Insgesamt wurden 10 Platzverweise erteilt und vier Strafanzeigen aufgenommen. So wurde u.a. eine Kamera eines Presseteams vermutlich mit einer Desinfektionsflüssigkeit besprüht. Der Einsatz wurde durch ca. 200 Polizeibeamte des Landes und 90 Bundespolizeibeamte abgesichert.

In der Stadt protestierten laut Ostseezeitung diverse Gruppen im Bereich des Marktplatzes gegen die Rechtsextremisten. In der Stadtkirche läuteten die Glocken und am Rathaus hingen Transparente mit Aufschriften gegen Rechts. Die Polizei bemühte sich, die Lager räumlich zu trennen.

Gegenveranstaltungen hatten bereits am Freitagabend in der Teterower Stadtkirche und auf dem Kirchplatz stattgefunden. An ihnen nahmen rund 500 Personen teil, darunter Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD).

14 thoughts on “220 Neonazis ziehen durch Teterow

  1. @WEBster

    Danke für den Link und die Photos. – Sehe ich das da richtig: mit den fetten Herrschaften einer sog. „Division Rostock“!? – Sind wahrscheinlich alles unorganisierte Einzelpersonen, oder ein Kegelverein, oder ein Anglerverband… oder gar eine Sondereinheit der Polizei? *ooops* 😉

  2. Axel, meinen die mit „Ehrwürdige Kirchengemäuer“ etwa einen geplanten Tempel gemäß ihrer Parole „Odin statt Jesus“?

    Ich fand die Überschrift bei Indymedia sehr schön:

    „Teterow, eine Stadt versinkt in Symbolpolitik“

    http://de.indymedia.org/2011/03/301954.shtml

    Diese „aufrechten Demokraten“ kotzen mich inzwischen an. Erst große Töne, was man nicht alles tun will und kann, dann Schwanz einziehen und lieber den Protest räumlich und zeitlich getrennt durchführen, damit sich nur kein Nazi belästigt fühlt. Bratwurst gegen rechts essen (wobei die meisten nur die Bratwurst interessiert anstatt der politischen Botschaft), anschließend sich gegen rechts am Arsch kratzen, gegen rechts in der Nase bohren und dabei die ganze Zeit auf die „linken Chaoten“ schimpfen, welche ja alle nur Krawall wollen. Damit hat man dann den wahren Störenfried ausgemacht. Gleichzeitig beansprucht man für sich die Deutungshoheit, welcher Protest angemessen und richtig ist und welcher falsch – ja sogar schlimmer ist als die Nazis.

    Was lernen wir historisch daraus? Hätten die Menschen 1933 mehr symbolische Bratwürste gegessen, dann wären die Nazis niemals mächtig geworden.

    Vielleicht sollte man denen einmal Bertold Brecht nahebringen:
    „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

  3. @WW

    Ich glaube, die meinen eher die Wewelsburg denn eine Kirche oder einen Tempel … aber der deutsche NS-Rotz weiß` sich inzwischen zu positionieren: er geht demnächst als „Bürgerrechtler“ zur „Friedensandacht“ und hält „Mahnwache“ für die „Volksgemeinschaft… 😉

    Genauso kommt` mir das Kotzen, wenn ich die Statements von diesen genormten Dorfbürgermeistern höre (siehe Video zu Limbach-Ober-dingsda-bummster). Als wenn sich der Bürgermeister einen Zacken aus der Krone brechen würde, wenn er vor den Medien eingesteht, dass man dem Nazi-„Problem“ einfach nicht mehr Herr wird. Es tun ja inzwischen alle so – egal, ob das Problem erkennend oder es unter den Teppich kehrend -, als könne es da keine Staatsraison in der Demokratie mehr geben … von unserer speziellen Gesetzeslage ganz zu schweigen. Als wenn man diese stinkordinären Volksverhetzer und NS-Umstürzler vom Lande etc. nicht einsperren könnte – wobei mutmaßlich wieder die Kohle für die JVA fehlen würde … *lol*

    Wie schnell dagegen aber CDU/CSU/FDP mit dem „Wegsperren“ bei der Hand sind, wenn es um U-Bahn-Überfälle geht, die in den Medien quasi als „Staatsverbrechen“ von „volksübergreifenden Interesse“ abgehandelt werden, wobei sich „Tante Lisbeth“ wieder über „die Ausländer“ echauvieren darf. – Da wird wirklich so getan, als sei eine Art unabwendbare „Volksseuche“ nun ausgerechnet über „die Deutschen“ gekommen: die Crash-Kids (egal welcher Herkunft) kommen quasi als Geißel über Millionenstädte wie Berlin oder Hamburg. In keiner anderen Metropole der Welt besteht offenbar die Gefahr – unabhängig von Ort, Zeit und Motiv – derart überfallen zu werden wie in Berlin oder Hamburg … außer vielleicht Nachts in Limbach-Ober-dingsda-bummster von Nazis, aber die haben dann dort keine U-Bahn „zur Verfügung“, geschweige Kameras die filmen, wie der Stiefel den Unterkiefer bricht.

    Und dann kommen noch solche hintervotzigen Hetzer wie der Pfeiffer-Kriminologe dazu, die doch wirklich Vergleiche zwischen BaWü, München und Berlin ziehen wollen (wie gestern im RBB), als seien quasi die sozialen Gefälle im Fettlebe-Dorf München, im Schwäbschen und der Millionenmetropole Berlin die Gleichen. – Da kann der gute Mann doch gleich Monte Carlo, Aspen oder Kitzbuehl anführen … oder die Kriminalitätsstatistik uff`n „Zauberberg“. – Letztendlich bleibt es doch wieder an „den Ausländern“ hängen, während man Deutschlands Neonazis offenbar gezielt vom „Volkstot“ schwafeln läßt, wobei nachdrücklich und nachweislich „die weisse Rasse“ gemeint ist, quasi der blonde Adolf.. – Und jeder vernünfige Mensch weiß`, dass diese Hetzerei auf Dauer nicht gut gehen kann, schon gar nicht in einem Land, von dem Deutschlands „Rechtsaußen“ einfach nicht wahrhaben will, dass es längst ein Einwanderungsland ist … was ja nun wahrlich für Deutschland (gerade nach Hitler) keine Schande ist.

    Was glaubt denn der rechte Rotz in Deutschland, wo der Nazi-Mob hinführt: etwa in eine „gesunde christliche Gesellschaft“, wo der Zugewanderte (egal welcher Generation) ständig die „andere Wange“ hinhält, damit er wieder – ganz nach dem „gesunden Volksempfinden“ – als „Volksschädling“ abgetan werden kann? – Welcher Arzt etc. aus`m Ausland will denn auf Dauer beim augenscheinlich inzestösen Zonen-Mob leben? – Wer will denn Kohle uff`n braunen Dorf in ein Hotel investieren, wenn keiner mehr kommt oder die Gäste abreisen, da sie sich unter den Morlocks wähnen? – Wie soll denn halbwegs Frieden in eine Gesellschaft einziehen, wenn Nirgends in den Medien fundiert über eine „gefühlte“- bzw. „abstrakte“ Bedrohung gesprochen und ständig suggeriert wird, als sei man in Berlin oder Hamburg seines Lebens nicht mehr sicher…wegen „den Ausländern“!

    Und Kommentare zum Thema – ob zum Neonazismus oder zum Einwanderungsland – von irgendwelchen FDP/CDU-Politikern aus BaWü oder München usw. kann man eh` vergessen – die leben da kulturell noch wie nach dem Krieg: in einem nie enden wollenden Heimatfilm und der Chimäre vom sog. „Wirtschaftswunder“. Die haben da sozusagen im Salon eine – ihnen von millionen gestorbenen alliierten Soldaten geschenkte – „Fettlebe gegen Nazis“. – Vor dieser „Art“ von „Demokraten“ kann man nur ausspucken…

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