Teurer Wahlkampf in Sachsen-Anhalt

Die NPD Niedersachsen unterstützt nach vorliegenden Informationen den Wahlkampf der Partei in Sachsen-Anhalt massiv – durch Geld und personelle Hilfe. So gab es nach Angaben aus der NPD einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro in bar. Weiterhin wollte der Landesverband drei Verteilaktionen im Landkreis Börde finanzieren. Die Kosten hierfür wurden intern auf etwa 1000 Euro geschätzt.

Von Patrick Gensing, zuerst beim bnr veröffentlicht

Außerdem habe Niedersachsen 500 Euro für eine „missglückte Demo in Halberstadt aufgewendet“, heißt es aus der Partei. Um weitere Gelder gab es aber Streit zwischen Kadern aus den Landesverbänden.

Matthias Heyder beim Neonaziaufmarsch in Halberstadt
Matthias Heyder, Spitzenkandidat der NPD, beim Neonaziaufmarsch in Halberstadt

Dabei ging es offenbar um einen LKW, welcher bei einer NPD-Demo eingesetzt wurde. Wie in der NPD nun beklagt wurde, überstiegen die Kosten für das Gefährt aber die kalkulierte Summe, so dass ein hochrangiger NPD- und JN-Funktionär aus Sachsen-Anhalt um die Erstattung von 200 Euro bat. Dieses stieß in Niedersachsen aber zunächst auf Ablehnung, weil keine Rechnung eingereicht wurde.

Weiterhin versucht die NPD für Sachsen-Anhalt weitere Mittel zu akquirieren. Dabei soll auch der Name Michael P. eine Rolle spielen. Die Financial Times Deutschland hatte jüngst über den „mysteriösen“ Herausgeber des NPD-Wochenbriefs berichtet, der auch als Börsenexperte bekannt sei. Nun soll P. als Darlehensgeber für den Wahlkampf der NPD fungieren, hieß es aus Parteikreisen. Zudem hoffte man in der Partei auf ein weiteres Darlehen aus Mecklenburg-Vorpommern sowie aus Sachsen. Insgesamt geht es dabei um mehrere Zehntausend Euro.

Siehe auch: Brauner Wanderprediger bei der KPV der NPD